das paradies auf erden
die botschaft ist eigentlich immer dieselbe: wenn wir das paradies wollen, müssen wir es gleichzeitig innen und aussen kreieren. das lernen wir am besten mit andernen menschen zusammen. deshalb ist teambildung so wichtig. dort können wir am meisten lernen.

das neue zeitalter kommt - wir können eine neue welt kreieren
es geht mir bei diesem thema vor allem darum, herauszufinden wie wir den geist der deutschen völker - der dichter und denker - am besten zum blühen bringen können.

 

  • selber denken, frei denken, kreativ denken lernen
  • alle ideologien + religionen über bord schmeissen
  • sein ICH entwickeln, rückgrat entwickeln, persönlichkeit stärken
  • spiritualität in die menschheit/technik bringen - ein ganzheitliches weltbild
  • wahrheit - freiheit - liebe

 

auch sri aurobindo bringt das gut auf den punkt...

von chantale
die jüngste in unserem schweizer real-team und und immer wieder auch bei den gesprächen unter pionieren...

Vision
Über Integrale Spiritualität
Die Menschen, die sich künftigen Möglichkeiten öffnen, stehen am Anfang eines neuen Zeitalters der Entwicklung, die zu einer neuen und umfassenderen Synthese führt. Es ist nicht unsere Berufung, orthodoxe Anhänger einer der drei Schulen des Vedanta, des Tantra oder einer der theistischen Religionen der Vergangenheit zu sein, noch uns in den vier Ecken der Lehre der Gita zu verschanzen. Dies würde bedeuten, dass wir uns selbst eng begrenzen. Es hieße, unser spirituelles Leben auf der Erfahrung, dem Wissen und der Natur anderer Menschen, der Menschen der Vergangenheit zu entwickeln, anstatt es aus unserem eigenen Wesen und unseren eigenen Möglichkeiten selbst hervorzubringen. Wir gehören nicht den Sonnenaufgängen der Vergangenheit an, sondern den Mittagen der Zukunft. Eine Menge neuen Materials strömt in uns ein. Wir müssen nicht nur die Einflüsse der großen theistischen Religionen Indiens und der Welt verarbeiten und uns der Bedeutung für die Neu-Entdeckung des Buddhismus stellen, sondern auch den machtvollen, aber begrenzten Erkenntnissen der modernen Wissenschaft Rechnung tragen. Überdies tritt die weit entfernte unbestimmbare Vergangenheit, die tot zu sein schien, mit dem Aufblitzen vieler, für das menschliche Bewusstsein verloren geglaubter lichtvoller Geheimnisse wieder hinter dem Schleier hervor. All dies deutet auf eine neue, reichere und umfassendere Synthese hin. Eine Neuausrichtung und umfassende Harmonisierung unserer Errungenschaften ist eine intellektuelle wie spirituelle Notwendigkeit für die Zukunft. Aber genauso, wie die bisherigen Synthesen, die ihnen voraus gegangenen zu ihrem Ausgangspunkt nahmen, so muss auch die Synthese der Zukunft, wenn sie auf festem Grund gedeihen will, von dem aus fortschreiten, was die großen Gestaltungen spirituellen Denkens und spiritueller Erfahrung in der Vergangenheit hervorgebracht haben.
aus: Sri Aurobindo: Essays On The Gita, Pondicherry 1970, S. 8
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Herzliche Grüsse
Chantale

Sri Aurobindo

 
Sri Aurobindo wurde am 15. August 1872 in Calcutta geboren und als Siebenjähriger nach England geschickt. Bis zum einundzwanzigsten Lebensjahr besuchte er Schulen und Universität in England, wo er englische und französische Literatur studierte, sowie Poesie und europäische Geschichte. Sri Aurobindos Interesse an Dichtung erwachte während seiner frühen Jugend in England. Er lernte von kleinauf Französisch und genügend Deutsch, Italienisch und Spanisch um Goethe, Dante und Calderon im Original zu lesen und kannte die wichtigsten Werke der klassischen europäischen Literatur. Er verfasste zudem brillante Aufsätze zur Literaturkritik. In englischer Sprache erreichte er seltene Meisterschaft. Sein intellektuelles Talent machte ihn zu einem vorzüglichen Gelehrten in Griechisch und Latein. Nach Vollendung seines Studiums in Cambridge verliess er England und begann in Indien seine Laufbahn als Erzieher und Schriftsteller.

Als Sri Aurobindo 1883 nach Indien zurückkehrte, verbrachte er zunächst dreizehn Jahre im Staatsdienst von Baroda, wo er in fundamentaler Weise sein Wissen um das Erbe der indischen Kultur und die aktuelle politische Lage des Landes vertiefte. Er lernte fünf weitere indische Sprachen und meisterte das antike Sanskrit.
1906 ging er nach Bengalen, wo er offen der Bewegung zur Befreiung Indiens von englischer Herrschaft beitrat und sich ganz dem politischen Freiheitskampf Indiens widmete. Seine Tageszeitung Bande Mataram entwickelte sich rasch zur wichtigsten und stärksten Stimme der Indischen Nationalen Befreiungsbewegung. Der wachsende Einfluss seiner Artikel und seiner Reden beunruhigte zunehmend die britische Kolonialregierung. 1908 wurde er als Revolutionär verhaftet. Im Gefängnis verbrachte er die meiste Zeit in yogische Praxis vertieft und hatte dort eine Reihe von entscheidenden spirituellen und mystischen Erfahrungen, die seinen Lebenslauf vollkommen veränderten und ihm eine neue Richtung gaben.

Bis 1910 setzte er seine Tätigkeit in der Widerstandsbewegung fort, dann zog er sich, innerem Geheiss folgend, von aktiver Politik zurück und liess sich in Pondicherry nieder, um sich ausschliesslich der Konzentration auf seinen Yoga und der spirituellen Arbeit zu widmen. In vierzehnjähriger strenger Einsamkeit entwickelte er seinen ‘integralen Yoga’, der das Ziel hat, den Menschen umzuformen. Der Mensch, das mentale Wesen, hat als Träger der Evolution mit Hilfe des ewigen Wahrheitsbewusstseins das supra-mentale Wesen als vorläufiges Endglied der Entwicklung anzustreben.
Ab 1914 veröffentlichte Sri Aurobindo die meisten seiner Hauptwerke in der von ihm gegründeten philosophischen Monatszeitschrift Arya und arbeitete an seiner umfassenden yogischen Methode – einem Weg, der die menschliche Natur transformieren und das Leben vergöttlichen sollte – diesem Ziel widmete er sich den Rest seines Lebens.
Sri Aurobindos Konzeption vom zukünftigen Menschen fand ihren philosophischen, yogisch-spirituellen und höchst poetischen Niederschlag in seinen Werken, die in einer 30 Bändigen Gesamtausgabe vorliegen.
Er gilt ebenfalls als produktiver Dichter in englischer wie auch in weiteren Sprachen, verfasste Sonette, dramatische Gedichte und schuf epische Werke.

Sri Aurobindo verliess den Körper am 5. Dezember 1950.
Seine Arbeit geht weiter – an der Verwirklichung und Manifestation seiner Schau arbeiten Hunderte von Schülern in seinem Ashram in Pondicherry und Tausende in aller Welt.

Quelle: SABDA-Buchkatalog (2005)


 

 

 
mein lieblings-mystiker

diesen text schrieb ich 2012. das buch hat mich so begeistert, dass ich das halbe buch abschrieb und in jedem NL ein zitat brachte. das hatte zur folge, dass mich mein damaliger buchhändler in winterthur fragte, was ich machen würde, er müsste die ganze zeit ganze stapel von diesem buch bestellen, da es im nu ausverkauft sei...

befreiung aus dem inneren gefängnis
 
liebe gemeinschafts-interessierte

ich habe schon verschiede süchte übererwunden, aber mit meiner stärsten sucht bin ich bisher nicht sehr weit gekommen - der denksucht. laut eckhart tolle sind wir (im westen) alle denksüchtig. sein buch „eine neue erde“ war die letzten jahre an erster stelle auf meiner rangliste der besten bücher. aber „die unbändige seele“ verdrängte sein buch vom ersten platz.

michael a. singer sagt zwar das gleiche wie alle andern spirituellen lehrer auch, aber er sagt es konkreter, mit vielen praktischen tipps. theoretisch ist mir auch klar, worum es geht:

  • bewusstseinserweiterung
  • mein herz öffnen - meine liebesfähigkeit erhöhen
  • mich nicht identifizieren, in der beobachter-position bleiben
  • im hier und jetzt sein - nicht dauernd in vergangenheit und zukunft
  • im fluss des lebens sein

soweit so gut. aber wie komme ich dahin, wie setze ich das um? hier liegt die stärke dieses buches. es ist die beste anleitung zur befreiung aus dem inneren gefängnis, die ich bisher gelesen habe.

die unbändige seele - befreiung aus dem inneren gefängnis. michael a. singer sagt zwar das gleiche wie alle andern spirituellen lehrerInnen auch, aber er sagt es konkreter, mit vielen praktischen tipps. Zugriffe: 15755
 

 

4 Dinge, die unser Leben bestimmen – Michael A. Singer

Im Grunde gibt es nicht mehr als vier Dinge, die es zu erkennen gilt: Die Welt, der Geist, das Herz und sich selbst. Wir selbst sind es, welche die anderen drei erfahren. Wer diese vier Dinge erkannt hat, weiss alles, was es zu wissen gibt. Fragt sich bloss, wie genau und ausführlich wir uns mit ihnen zu beschäftigen haben, um das Wesen dieser vier Dinge zu erfahren. Ein spirituell-philosophischer Blick auf Geist, Bewusstsein und Herz.

von Michael A. Singer  ...Jede einzelne Sekunde nehmen wir eine kleinste Einheit der Welt wahr, doch die vielen einzelnen Erfahrungen werden in unserem Geist zu einem grossen Ganzen verwoben und uns als absolute Wahrheit aufgetischt. Doch das ist keine Wahrheit; und wenn wir die Wahrheit erkennen wollen, so ist es ganz wesentlich, dass wir die Dynamik erkennen, mit der die Welt unseren Geist programmiert. Kein Gedanke verkörpert irgendetwas Heiliges, und das Denken hat nichts mit uns zu tun. Die Gedanken sind lediglich der Ausdruck von Prägungen des Geistes, die wir uns im Laufe des Lebens angeeignet haben. So wie wir den Wellen des Meeres zusehen können, wie sie kommen und gehen, so können wir den Gedanken dabei zusehen, wie sie im Geist entstehen und vergehen. So allerdings verhalten wir uns nicht. Vielmehr glauben wir an unser Denken. Ein Gedanke tritt auf, und schon betreten wir eine neue Welt. Jede einzelne Entscheidung treffen wir aufgrund unserer Gedanken, und es ist nicht übertrieben zu sagen, dass wir unser Denken richtiggehend verehren. Mehr noch, wir glauben, unser Denken zu sein. ... Wenn wir nun herausfinden wollen, warum sich unser Herz von bestimmten Dingen angezogen fühlt und von anderen abgestossen wird, so fällt das nicht allzu schwer. Denn auch das Herz ist weitgehend programmiert durch die Erfahrungen der Vergangenheit. In der Yogalehre wird diese Programmierung bezeichnet mit dem Begriff «Samskaras». Darunter werden Prägungen aus der Vergangenheit verstanden, die im Herzen zu wiederholt durchgespielten Energiemustern geführt haben. Werden diese Muster durch die Wahrnehmung eines Objekts aktiviert, so fliesst die Energie des Herzens durch die vorgespurten Bahnen. Und jetzt möchte ich auf Ihr Herz zu sprechen kommen in einer Weise, die Ihnen vielleicht nicht zusagt. Ihr Herz ist ein überaus aktives Energiefeld mit zahlreichen Unterströmungen, und nichts von alledem hat irgendetwas mit dem zu tun, was Sie sind. Das Herz gehört einfach zu den Dingen, deren wir bewusst sind. Unversehens merken wir, dass uns etwas anzieht, fünf Minuten später fühlen wir uns davon abgestossen. Und das geschieht ständig. Ein anderer Mensch kann Sie bezaubern, und ohne Vorwarnung sagt oder tut dieser Mensch etwas, das Sie nicht mögen. Sogleich wenden Sie sich innerlich von ihm ab. Was sich hierbei zu- und wieder abwendet, können wir als «persönliches Herz» bezeichnen, denn seine Energieströme unterliegen den persönlichen Erfahrungen des Individuums. So gut wie immerzu, und alle folgen entweder den Einflüsterungen des persönlichen Herzens oder des persönlichen Geistes. Und meist setzt sich das Denken durch. Der Verstand argumentiert logisch mit Verweis auf die Erfahrungen in der Vergangenheit und suggeriert: «Ich weiss, wie du glücklich wirst.»

SUCHE NACH GLÜCK
Das aber kann der menschliche Geist nicht. Nie und nimmer macht er uns glücklich. Lediglich mit dem Denken kennt der Geist sich aus. Und wahrhaftes Glück kommt uns nur aus dem Herzen zu. Also ist es besser, dem Herzen zu folgen statt dem Denken? Weder – noch, denn keines von beiden wird Sie dorthin führen, wo Sie hin wollen. Weil Sie weder das eine noch das andere sind. Sie sind es, die oder der das Herz erfährt, und Sie sind es, die oder der den Geist erfährt. Wenn Sie etwas objektiv beobachten können, dann ist das, was Sie beobachten, nicht das, was Sie sind. Sie sind der Beobachter. Was sehen Sie, wenn Sie das Herz beobachten? Sie stellen fest, dass sich das Herz zuweilen öffnet und zuweilen verschliesst. Sie erfahren das als Anziehung und Abstossung, als Liebe und Angst. Wenn das Herz offen ist, empfinden Sie eine enorme innere Stärke. Wenn sich das Herz verschliesst, empfinden Sie ein Absacken der Energie, oder die Kraft, die Sie eben noch beflügelte, wird unstet. Auf diese Weise stellen Sie fest, dass Sie nicht Ihr Herz sind; Sie waren dort, als die Inspiration einsetzte, und Sie waren dort, als sie entschwand. Sie sind derjenige, der dort drin ist und beobachtet, wie diese Veränderungen sich abspielen.

FRIEDEN MIT DER WELT
Mit der Zeit werden Sie merken, dass es Sie da drin nur einmal gibt. Sie, welche die Welt wahrnimmt, Sie, welcher den Geist beobachtet, und Sie, welche das Herz erfährt, das ist alles ein und dasselbe. Da ist nur ein einziges Wesen, das sich all dieser Erfahrungen bewusst ist. Und nichts von allem, das Sie wahrnehmen, hat etwas mit dem zu tun, das Sie sind. Nur Sie, die Bewusstheit allen Seins, haben etwas mit Ihnen zu tun. Wenn Sie diesen Zustand von Einsicht erreicht haben, sind Sie erwacht. Doch es wird Ihnen erst möglich sein, das Wesen Ihres Seins zu erkunden, wenn Sie Frieden geschlossen haben mit der Welt, mit dem Geist und mit dem Herzen. Das ist Ihre spirituelle Arbeit. ... Die Unfähigkeit, mit seinem Herzen zurechtzukommen, bestimmt das gesamte Leben. Das muss aber nicht so sein. Man kann das Wesen des menschlichen Herzens feiern und grosse Freude darin finden, die gesamte Reichweite seiner Möglichkeiten zu erfahren. Die meisten Menschen haben eine falsche Vorstellung über den Pfad des uneingeschränkten Glücks. Das bedeutet nicht, dass wir im Herzen ständig nur Glück fühlen würden. Es bedeutet, dass wir ständig in Frieden sind mit dem, was unser Herz fühlt. ... Was ist das wahre Wesen unseres Seins? Christus sagte: «Der Vater und ich sind eins.» Im Schöpfungsbericht heisst es, Gott habe den Menschen nach seinem Ebenbilde erschaffen. Das ist die wahre Natur des Selbst, und Sie sind dazu in der Lage, diese Wahrheit unmittelbar zu erfahren. Jedes Mal, wenn Ihr Herz sich in einen Bereich bewegt, von dem Sie glauben, Sie würden es nicht ertragen, steht es Ihnen frei, einfach zu atmen und sich in den Sitz des Selbst hinein zu entspannen, statt sich vom Herzen oder vom Denken in etwas hineinziehen zu lassen. Das ist die höchste Form von Yoga. Die bedeutendste spirituelle Praxis für jeden Augenblick eines jeden einzelnen Tages besteht darin, die Welt zu befreien, den Geist zu befreien und das Herz zu befreien. Wenn die drei frei sind, ihrem Wesen gemäss zu sein, dann sind Sie selber frei, Ihrem Wesen gemäss zu sein – Ihr wahres Selbst zu verwirklichen. Das ist der Pfad zurück zum Wesen Ihres Seins.

den ganzen text findest du hier...
Lichtblicke März 21: Michael A. Singer: Mein Lieblingsmystiker/ Der Zeitgeist beginnt sich zu drehen! Ist der Corona-Wahn schon bald vorbei?/