Analysen 1.8.-15.8.26: Michael Hudson: Das Dollar-Imperium bricht zusammen – neue Weltwirtschaftsordnung entsteht/ US-Plan zur Wiedererlangung der geoökonomischen Dominanz/ Globale Depression bewusst geplant?/ Der Kapitalismus muss ersetzt werden
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sehr gute analyse+kritik - aber keine lösung er bringt es einfach am besten auf den punkt -must see... er bringt auch sehr wichtige beispiele von alten kulturen - wahrscheinlich kulturen vor dem dunklen zeitalter, vor dem kali yuga - in denen schuldenerlass üblich war. dass schulden/zinsen eine gesellschaft zerstören wird heute von den wirtschafts-wischenschaften ausgeblendet/verschwiegen - da die finanzmafia staat+wissenschaft beherrscht. leider bringt er keine lösung - wahrscheinlich weil er keinen spirituellen hintergrund hat...
Michael Hudson: Das Dollar-Imperium bricht zusammen – neue Weltwirtschaftsordnung entsteht
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mehr hier:Michael Hudson Ökonom - mein favorit - er ist undogmatisch und kann über den tellerrand hinaus schauen. äusserst selten bei ökonimie-professoren
Der Mann, den die Welt auslöschen wollte – Das Putin-Paradoxon | Insights With Jiang KI
#russland#putin#sanktionen Sie froren 300 Milliarden Dollar ein. Sie kappten den Zugang zu Technologie. Sie schweißten das größte Militärbündnis der Welt zusammen. Die Rechnung war einfach. Der Zusammenbruch schien unausweichlich. Doch er steht noch immer. Wie konnte eine vom Westen isolierte Nation nicht nur den ultimativen Wirtschaftskrieg überstehen, sondern sich auch grundlegend anpassen? In dieser tiefgehenden geopolitischen Analyse decken wir die verborgenen Mechanismen hinter Russlands Widerstandsfähigkeit auf. Von den Schattenflotten der Arktis bis zu den stillen Bündnissen des Globalen Südens – entdecken Sie die blinden Flecken moderner Sanktionen und den wahren Preis einer multipolaren Welt. Die Welt versuchte, eine Supermacht auszulöschen. Hier erfahren Sie, warum dieser Versuch scheiterte. Glauben Sie, dass die Strategie des maximalen Drucks seitens des Westens gescheitert ist, oder steht der wahre Preis dieses Überlebens erst noch bevor? Schreiben Sie es mir in die Kommentare. Hinweis: Diese Dokumentation dient ausschließlich Bildungszwecken und der geopolitischen Analyse. Sie bietet eine neutrale, faktenbasierte Betrachtung historischer und aktueller Ereignisse auf der Grundlage verifizierter internationaler Berichte und Wirtschaftsdaten. Die Inhalte stellen keine Unterstützung für eine bestimmte Regierung, politische Ideologie oder militärische Maßnahme dar. Alle Analysen sind objektiv und zielen darauf ab, eine informierte und kritische Diskussion zu fördern. #russland#putin#sanktionen#geopolitik#brics#weltnachrichten#geopolitischeanalyse#usaußenpolitik#multipolarität#schattenflotte#weltwirtschaft#geschichte#analyse#internationalebeziehungen
Michael Hudson: Herrscherbasierte Ordnung oder Völkerrecht Die globale Entscheidung von heute: Eine auf US-amerikanischen Maßstäben basierende Weltordnung oder Völkerrecht (Red.) Was Michael Hudson im folgenden Essay präsentiert, ist nichts anderes als eine hervorragende Erklärung dessen, warum die USA und ihre Vasallen geopolitisch handeln, wie sie handeln. Geradezu genial ist die Demaskierung der im Westen so beliebten Floskel von der „regelbasierten Ordnung“ mit einem Begriff, der das Wesen dieser Ordnung schnörkellos beschreibt: der „herrscherbasierten Ordnung“. Nichts könnte treffender sein. Denn die Regeln, nach denen die USA und ihre Komplizen sich ihre Welt zurechtbiegen, zurechtsanktionieren und zurechtbomben sind die Regeln der „Herrschenden“, nicht die der Völker, die eine Welt auf der Basis gemeinsam erarbeiteter und gegenseitig anerkannter Regeln schaffen wollen – dem Völkerrecht. Aus den Widersprüchen zwischen der „herrscherbasierten Ordnung“ und dem Völkerrecht ergeben sich die Spannungen, Probleme und Kriege der Gegenwart, die Michael Hudson überaus anschaulich und verständlich herleitet.(rbz) Das Grundprinzip des westlichen Völkerrechts, vom Westfälischen Frieden von 1648, der den Dreißigjährigen Krieg in Europa beendete, bis zur Charta der Vereinten Nationen von 1945, ist die nationale Souveränität, frei von ausländischer Einmischung und Zwang. ganzer text unten...
er hat sehr treffende methaphern - in seinem grössenwahn versucht trump napoleon zu spielen - es wird aber nicht so rauskommen wie er sich dachte - einen regim-wechsel wird es nicht im iran geben - sondern in den USA
- trump wird gestürz+verurteilt werden
Michael Hudson: Warum die US-Militärmacht im Persischen Golf scheiterte
50.000 Abonnenten 29.07.2026 Alex Krainer ist Marktanalyst, Autor und ehemaliger Hedgefonds-Manager. Krainer spricht über die Energiekriege des Westens, die Zerstörung des US-Dollars und den Zusammenbruch des Bankensystems. Alex Krainers Substack: https://alexkrainer.substack.com/ Alex Krainers Podcast: / @kraineralex
Michael Hudson: Die Medien verpassten Trumps WAHREN Plan – das tut er wirklich Dialogue Works Deutsch 15.500 Abonnenten - mehr hier:Michael Hudson Ökonom - mein favorit - er ist undogmatisch und kann über den tellerrand hinaus schauen. äusserst selten bei ökonimie-professoren
Prof. Michael Hudson, ein weltweit renommierter klassischer Ökonom, spricht über den US-Plan zur Wiederbelebung ihrer geoökonomischen Dominanz. Folgen Sie der Arbeit von Michael Hudson: https://michael-hudson.com/
globale depression bewusst geplant? seine these ist gar nicht so verrückt:Für eine Gruppe mächtiger Milliardäre, Zentralbanker und Industrieller könnte eine globale Depression die Lösung sein. globale depression als lösung für den machterhalt der 1% multimiliardäre - auf kosten der 99% der bevölkerung...
... oder einfach nur gierig und prinzipienlos Anders als die meisten Amerikaner kenne ich Trump und seine zahlreichen geschäftlichen Fehltritte seit Ende der 80er-Jahre. Seine Werte, Motive und Überzeugungen, gepaart mit seinen wiederholten Insolvenzen und seiner Anbiederung an Mafia-Bosse, kennzeichneten ihn als typischen Wirtschaftsmagnaten. Meiner Ansicht nach ist er ein unsicherer, paranoider, narzisstischer, soziopathischer Tyrann, dem jegliches Mitgefühl für andere fehlt. ... Hier ist eine verrückte Idee: Angenommen, die US-Hegemonie, das westliche Imperium, ist bankrott und im rapiden Niedergang, angeschlagen, aber immer noch eine Weltmacht – wie könnte sie diesen Niedergang aufhalten, neue Vermögenswerte als Sicherheiten erlangen und alle anderen schwächen? Für eine Gruppe mächtiger Milliardäre, Zentralbanker und Industrieller könnte eine globale Depression die Lösung sein. Historisch gesehen haben kleine Gruppen in solchen Zeiten großen Reichtum angehäuft, während Privatpersonen, Unternehmen und ganze Nationen bankrott gingen und gezwungen waren, ihre Vermögenswerte zu Schleuderpreisen zu verkaufen. Die Schließung von Hormuz und Bab al-Mandab würde genau das bewirken. ... Das wäre eine Erklärung, die zu den Fakten passt. Vielleicht ist Trump ja doch nicht so verrückt, sondern befolgt nur Befehle...
Michael Hudson: Amerikas Krieg gegen eine unabhängige WeltSamstag, 25. Juli 2026, Interviews zum Thema Superimperialismus, Permalink ------------------------------------------------------------------------------------------------ warum ist china so erfolgreich? warum boomen die BRICS und der westen ist in der krise? dieser text analysiert den unterschied zwischen dem industrie-kapitalismus der BRICS, am beispiel chinas und dem finanz-kapitalismus des westens, auch neo-liberalismus genannt. auch im westen hatten wir früher industrie-kapitalismus - das parade-beispiel war der boom des deutschen kaiserreichs, das das spirituellste deutschland war und den deutschen idealismus hervorbrachte - mit schiller, goethe, herder, list...neoliberalismus - der stille staatstreich der finanzmafia in den 70er-jahren unter reagan+thatcher hat bei uns im westen die finanzmafia die macht übernommen - unter dem banner neo-liberalismus wurde alles privatisiert, am extremsten in den USA, wodurch jetzt 1% miliardäre 99% der bevölkerung ausrauben!!!
Dr. Yu Bin, Professor für Wirtschaftswissenschaften: Warum China keine Wall Street hat und warum es auch keine will 2. August 2026 Kapital ist ein grundlegender Bestandteil der wirtschaftlichen Entwicklung, unabhängig davon, in welchem politisch-wirtschaftlichen System es zum Einsatz kommt. Was den Kapitalismus so gefährlich macht, ist der Mangel an Regulierung und die Tatsache, dass er nicht zum Wohle der Allgemeinheit eingesetzt wird – was sich jedoch leicht über Unternehmenssatzungen und das Wirtschaftsrecht regeln ließe. hier das passende video zum text von yu bin...
Funktioniert der Kapitalismus wirklich nicht mehr – oder funktioniert er genau so, wie er entworfen wurde?** In diesem Video werfen wir einen kritischen Blick auf eines der umstrittensten Wirtschaftssysteme der modernen Geschichte. Während viele von einer Krise des Kapitalismus sprechen, untersucht diese Analyse eine andere These: Was, wenn wiederkehrende Finanzkrisen, wachsende Vermögensungleichheit und die Konzentration wirtschaftlicher Macht keine Fehlentwicklungen, sondern strukturelle Eigenschaften des Systems sind? Anhand historischer Entwicklungen, wirtschaftlicher Reformen und aktueller Debatten beleuchtet das Video die Rolle von Kapital, Arbeit, Aktienmärkten, Investitionen, Shareholder-Value und Vermögenskonzentration. Außerdem geht es um die Frage, warum Reformen häufig die Folgen mildern, ohne die grundlegende Logik des Systems zu verändern, und welche alternativen Wirtschaftsmodelle diskutiert werden. Themen im Video:
Warum Krisen im Kapitalismus immer wieder auftreten
Vermögensungleichheit und wirtschaftliche Macht
BlackRock, Finanzmärkte und institutionelle Investoren
Aktien, Shareholder Value und Kapitalrenditen
Inflation, Globalisierung und künstliche Intelligenz
Reform oder Systemwandel?
Die Zukunft des Kapitalismus
mehr zu china findest du im inserat: china propoganda + realität - inhalt: 8.8.26: Warum China keine Wall Street hat 26.7.26: videos 21.8.25 Felix Abt: Kollaps des China-Narrativs 10.7.25 Robert Fitzthum: Kommunale Basis-Demokratie in der Praxis 12.7.25 Andreas Mylaeus: Finanz-Imperialismus vs. Wirtschaft für die Menschen
Alex Krainer: Lasst sie Ramen essen Als Iran-Abenteuerer scheint Donald Trump kläglich gescheitert zu sein, wie es die Welt noch nie erlebt hat. Die Zeit wird zeigen, welche Folgen das haben wird, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass sie schlimmer sein werden, als sich die meisten heute vorstellen können.
Alex Krainer: Was die Kosten der Dinge betrifft Eine interessante Entdeckung, die sich aus meiner Forschung zu alternativen Systemen der Wirtschaftssteuerung ergab, ist, dass die meisten Investitionen in Ländern wie China, Russland oder Aserbaidschan zu Schnäppchenpreisen zu erfolgen scheinen, während die gleichen oder ähnliche Dinge in den meisten westlichen Volkswirtschaften zu Wucherpreisen gehandelt werden.
Alex Krainer: Der Zusammenprall zweier Systeme
In den letzten Jahren habe ich immer wieder über den Kernkonflikt unserer Zeit geschrieben: den Konflikt zwischen zwei alternativen Regierungssystemen. Dies ist der eigentliche Konflikt, der heute ausgetragen wird, im Gegensatz zu der konstruierten, falschen Dichotomie zwischen Rechts und Links , Kapitalismus und Sozialismus, die in den westlichen Narrativen nach wie vor tief verwurzelt ist. Diese falsche Dichotomie begeistert noch immer viele Menschen: Die einen machen den „Kapitalismus“ für alles Übel der Welt verantwortlich, die anderen verachten die „Sozialisten“, die alles, was sie anrühren, ruinieren. Auf dem Holzweg Doch wenn wir falsche Narrative übernehmen, sehen wir uns mit einigen unerklärlichen Paradoxien konfrontiert: Wie kommt es, dass die Mutterschiffe des westlichen freien Marktkapitalismus wie Großbritannien und die Vereinigten Staaten chronisch in Krisen stecken und bei vielen Indikatoren der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung zunehmend zurückfallen, während das „kommunistische“ China immer weiter aufsteigt und sie um Längen übertrifft?
im westen herrscht seit reagan/thatcher der neo-liberalismus
gute analise des niedergangs der westlichen industrie, aber die ursache fehlt: in den 70er-jahren übernahme die finanzmafia die westlichen staaten - alles wird privatisiert und dem kurzfristigen profit geopfert. das gesundheitswesen der USA ist das beste beispiel: das teuerste gesundheits-system mit den schlechtesten resultaten!!! bei den BRICS herrscht industrie-kapitalismus - s. michael hudson...
mehr zu china findest du im inserat: china propoganda + realität - inhalt: 8.8.26: Warum China keine Wall Street hat 26.7.26: videos 21.8.25 Felix Abt: Kollaps des China-Narrativs 10.7.25 Robert Fitzthum: Kommunale Basis-Demokratie in der Praxis 12.7.25 Andreas Mylaeus: Finanz-Imperialismus vs. Wirtschaft für die Menschen
Während der Westen versuchte, Chinas technologischen Aufstieg durch Sanktionen und Exportbeschränkungen zu bremsen, geschah hinter den Kulissen etwas, das nur wenige Analysten kommen sahen. Der chinesische Speicherchip-Hersteller *CXMT* feierte einen spektakulären Börsengang, erreichte innerhalb weniger Stunden eine Bewertung von hunderten Milliarden Dollar und erschütterte damit die globale Halbleiterindustrie. Gleichzeitig sollen Berichte darauf hindeuten, dass selbst *Apple* Interesse an chinesischen Speicherchips zeigt – ein Schritt, der in Washington heftige politische Debatten ausgelöst hat. Doch die eigentliche Geschichte reicht weit über einen einzelnen Börsengang hinaus. Sie berührt fundamentale Fragen über die Zukunft des globalen Chipmarktes, die Wirksamkeit westlicher Sanktionen, Chinas Strategie technologischer Eigenständigkeit und die Machtverschiebungen innerhalb der weltweiten KI-Industrie. Ist CXMT der Beginn einer neuen Ära, in der chinesische Unternehmen mit Samsung, SK Hynix und Micron auf Augenhöhe konkurrieren? Oder erleben wir lediglich die nächste Phase eines spekulativen Technologiebooms? In diesem Video analysieren wir die wirtschaftlichen, technologischen und geopolitischen Hintergründe des CXMT-Aufstiegs, die Auswirkungen auf Apple, die globale Speicherchipindustrie und den wachsenden Technologie-Wettbewerb zwischen China und den Vereinigten Staaten.
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ohne geld kein krieg sobald dem gössten kriegstreiber das geld ausgeht, kann die welt aufatmen...
Wer kauft eigentlich Amerikas Schulden, wenn China und Japan sich schrittweise zurückziehen?** Genau diese Frage steht im Mittelpunkt dieser fundierten Analyse über die Zukunft der US-Staatsverschuldung, den Markt für US-Staatsanleihen und die langfristigen Folgen steigender Zinskosten. Mit einer Gesamtverschuldung von über *38,5 Billionen US-Dollar* und jährlichen Zinszahlungen von mehr als *1 Billion US-Dollar* steht das amerikanische Finanzsystem vor einer historischen Herausforderung. Doch das eigentliche Problem ist nicht allein die Größe der Schulden – sondern die Frage, ob die weltweite Nachfrage nach US-Staatsanleihen dauerhaft nachlässt. In diesem Video analysieren wir die wirtschaftlichen Mechanismen hinter sinkender Nachfrage bei Treasury-Auktionen, steigenden Anleiherenditen, der Rolle der Federal Reserve, den strategischen Entscheidungen Chinas und Japans sowie den möglichen Auswirkungen auf Hypothekenzinsen, Unternehmenskredite und den gesamten globalen Kapitalmarkt. Wir betrachten außerdem die Unterschiede zwischen einer politischen Krise und einer mathematischen Schuldenkrise, erklären das Crowding-out-Phänomen und zeigen, weshalb internationale Investoren ihre Kapitalallokation zunehmend diversifizieren. Diese Dokumentation basiert auf wirtschaftlichen Zusammenhängen, historischen Entwicklungen und finanzwissenschaftlichen Konzepten. Ziel ist es, komplexe makroökonomische Prozesse verständlich einzuordnen und verschiedene Perspektiven auf die aktuelle Entwicklung der internationalen Finanzmärkte zu beleuchten. Wenn Ihnen fundierte Analysen zu Geopolitik, Geldpolitik, Staatsverschuldung, Inflation, Zentralbanken, Gold, Silber und den globalen Finanzmärkten gefallen, abonnieren Sie den Kanal und aktivieren Sie die Benachrichtigungen. US Schulden, Amerika Schuldenkrise, US Staatsanleihen, Treasury Bonds, US Debt Crisis, China verkauft US Anleihen, Japan US Staatsanleihen, Federal Reserve, Fed, Staatsverschuldung, Dollar, US Dollar, Entdollarisierung, De-Dollarisierung, Inflation, Zinsen, Anleihemarkt, Bond Market, Finanzkrise, Wirtschaft, Makroökonomie, Geopolitik, Rezession, Hypothekenzinsen, Kapitalmärkte, Investieren, Börse, Gold, Silber, Zentralbank, Weltwirtschaft, Finanzsystem, USA, China, Japan, Treasury Auction, Bond Yields, Economic Crisis, Documentary, Truth Behind Economics #USSchulden#Staatsanleihen#Dollar#FederalReserve#Finanzkrise#Wirtschaft#Makroökonomie#China#Japan#Geopolitik#Inflation#Zinsen#Investieren#Gold#Silber#TruthBehindEconomics
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Als Iran-Abenteuerer scheint Donald Trump kläglich gescheitert zu sein, wie es die Welt noch nie erlebt hat. Die Zeit wird zeigen, welche Folgen das haben wird, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass sie schlimmer sein werden, als sich die meisten heute vorstellen können.
Indem der Iran die finanziellen, wirtschaftlichen und sozialen Krisen im eigenen Land verschärft, könnte er sich für die USA als das erweisen, was Afghanistan für die Sowjetunion und der Eisberg für die Titanic waren. Die Trump-Regierung verfolgt weiterhin diese positive Darstellung, doch die Realität vor Ort spricht eine andere Sprache.
Dass Saudi-Arabien kein Öl mehr in die USA exportiert, bedeutet übrigens auch, dass US-Finanzinstitute keine Dollar mehr erhalten, um die auf diesem Handel basierenden Finanzanlagen zu bedienen. Teilweise hängt dies mit den unbestreitbaren Störungen auf dem Ölmarkt zusammen, die sich durch die Schließung der Meerenge Bab al-Mandab noch deutlich verschärft haben und die saudischen Ölexporte, auch in die USA, stark reduziert haben.
Milliarden über Milliarden…
Um die Märkte zu beruhigen, verbreitete Trump die beschwichtigende Aussage : „Wir nehmen Venezuela Unmengen an Öl ab – Milliarden über Milliarden Barrel. Dem Sieger gehört die Beute.“ In gewisser Weise mag Trump damit Recht haben, doch „Milliarden“ Barrel entsprechen einer Zahl von etwa 0,2 Milliarden.
Genauer gesagt, wurde Nicolás Maduro heute vor genau 2016 Tagen entführt, und seitdem ist die venezolanische Ölproduktion auf etwas über 1 Million Barrel pro Tag gestiegen. Selbst wenn die Sieger 100 % dieses Öls mitgenommen hätten, wären das kaum mehr als 0,2 Milliarden Barrel. Das ist zweifellos eine ansehnliche Beute, doch Trumps Wortwahl übertrieb das Ganze um ein Vielfaches, was kein Vertrauen erweckt. Scott Bessent trug mit seiner Aussage, es werde diese Woche ein Abkommen mit „Freizügigkeit“ geben, weiter zu den haarsträubenden Behauptungen der Regierung bei. Auch das war übertrieben.
Trotz all seiner markigen Worte und Drohgebärden ist es Trump offensichtlich nicht gelungen, die Kontrolle über die Straße von Hormus zu erlangen. Stattdessen diktiert der Iran weiterhin die Bedingungen, und diese haben sich für die USA und ihre Verbündeten deutlich verschlechtert. Laut jüngsten Berichten von Reuters fordert der Iran nun Gebühren in Höhe von 5–7 % des Warenwerts während des Transits. Möglicherweise hat er sich diese Idee von Trump selbst abgeschaut, als dieser vorschlug, die USA sollten 20 % des Warenwerts erheben.
Selbst wenn die Iraner von ihren Maximalforderungen abrücken, fühlen sie sich eindeutig in der Lage, die Kontrolle zu behalten. Dies könnte zu einer weiteren Steigerung der Energiekosten für die amerikanische Bevölkerung führen, von der viele bereits mit den explodierenden Lebenshaltungskosten zu kämpfen haben. Ihre Unzufriedenheit scheint real zu werden, und zwar aus triftigen Gründen, die weit über die Benzinpreise an den Zapfsäulen hinausgehen.
Esst Ramen, ihr undankbaren Proleten!
Gedrängt zwischen explodierenden Lebenshaltungskosten und steigenden Steuern, geraten die Bürger immer mehr unter Druck und fordern Veränderungen. Doch das scheint ihre treuen Abgeordneten im Kongress nur zu verärgern. Der texanische Republikaner Dan Cranshaw ermahnte sie: „Hört auf zu jammern, sucht euch einen Job und esst Ramen, so wie wir es im Studium mit vier Mitbewohnern und kleinem Budget getan haben.“ Wieder einmal zeichnet sich ein ideologischer Konflikt ab: die Realität, wie sie von den Bürgern wahrgenommen wird, und die Ideologie des herrschenden Establishments.
Da die Amerikaner bereits im freiesten Land der Geschichte leben und vom besten System des freien Marktkapitalismus profitieren, das je hervorgebracht wurde, lassen sich ihre Probleme nur durch ihr eigenes Versagen und ihre eigenen Schwächen erklären. Letztendlich begegnen ihnen ihre „Repräsentanten“ mit kalter Verachtung, wie sie etwa in Cranshaws törichter Rhetorik zum Ausdruck kommt. Präsident Trump und seine engsten Anhänger teilen diese Verachtung weitgehend.
Der geopolitische Katalysator und die aushöhlende Basis
So konnte ein Klassenkampf eskalieren und das gesamte System in Richtung Bürgerkrieg oder Revolution treiben – eine Parallele zur UdSSR, deren geopolitischer Fehler den Zerfall des Systems nur beschleunigte: Die Sowjets marschierten 1979 in Afghanistan ein. Sie zogen sich bis Februar 1989 zurück, und innerhalb von zwei Jahren brach die UdSSR zusammen. Die Niederlage in Afghanistan führte zwar nicht zum Zusammenbruch der Sowjetunion, verschärfte aber ihre zahlreichen, sich anbahnenden Krisen und beschleunigte deren Zerfall.
Heute stehen die USA vor einer ähnlichen Abgrundlage, wobei sich schwer sagen lässt, ob die US-Krise potenziell gravierender ist als die sowjetische. Wie ich gestern bereits erwähnte, mag die Ideologie des „freien Marktkapitalismus“ den Eindruck erwecken, die US-Wirtschaft sei deutlich robuster und widerstandsfähiger als die der ehemaligen UdSSR, doch das entspricht nicht ganz der Wahrheit.
In den letzten Jahrzehnten haben die USA nach und nach große Monopole und Oligopole begünstigt, während die Grundlage der Widerstandsfähigkeit – kleine und mittlere Unternehmen – systematisch ausgehöhlt wurden. Trotz aller Reden über Zölle und Reindustrialisierung unter Trump wirken die Ergebnisse in der Praxis dürftig und könnten sich als zu wenig und zu spät erweisen. ----------------------------------------------------------------------------------------------------
27. 07. 2026 Von Michael Hudson - übernommen von democracycollaborative.org
6. August 2026
Michael Hudson: Herrscherbasierte Ordnung oder Völkerrecht
Die globale Entscheidung von heute: Eine auf US-amerikanischen Maßstäben basierende Weltordnung oder Völkerrecht
(Red.) Was Michael Hudson im folgenden Essay präsentiert, ist nichts anderes als eine hervorragende Erklärung dessen, warum die USA und ihre Vasallen geopolitisch handeln, wie sie handeln. Geradezu genial ist die Demaskierung der im Westen so beliebten Floskel von der „regelbasierten Ordnung“ mit einem Begriff, der das Wesen dieser Ordnung schnörkellos beschreibt: der „herrscherbasierten Ordnung“. Nichts könnte treffender sein. Denn die Regeln, nach denen die USA und ihre Komplizen sich ihre Welt zurechtbiegen, zurechtsanktionieren und zurechtbomben sind die Regeln der „Herrschenden“, nicht die der Völker, die eine Welt auf der Basis gemeinsam erarbeiteter und gegenseitig anerkannter Regeln schaffen wollen – dem Völkerrecht. Aus den Widersprüchen zwischen der „herrscherbasierten Ordnung“ und dem Völkerrecht ergeben sich die Spannungen, Probleme und Kriege der Gegenwart, die Michael Hudson überaus anschaulich und verständlich herleitet.(rbz)
Das Grundprinzip des westlichen Völkerrechts, vom Westfälischen Frieden von 1648, der den Dreißigjährigen Krieg in Europa beendete, bis zur Charta der Vereinten Nationen von 1945, ist die nationale Souveränität, frei von ausländischer Einmischung und Zwang. Und wenn Kriege geführt werden müssen, sollen sie Zivilisten und Nichtkriegführende verschonen.
Diese „gentlemanhaften“ Prinzipien waren nicht charakteristisch für die Einmischung der USA in Regimewechsel und die von ihnen ausgeübte Gewalt während der gesamten Zeit nach 1945. Unter dem Deckmantel dessen, was amerikanische Diplomaten als „Zivilisationskrieg“ gegen China bezeichnen, erweitert die Nationale Sicherheitsstrategie 2025 die Monroe-Doktrin und beansprucht den gesamten Planeten als Einflusssphäre der USA.
Und im Widerspruch zu den Grundsätzen des Völkerrechts, die darauf abzielen, die Welt zivilisierter zu machen, zielt die US-Militärpolitik von Korea und Vietnam bis zur Ukraine und zum Gazastreifen darauf ab, der Zivilbevölkerung Schaden zuzufügen und Sanktionen zu verhängen in der brutalen Überzeugung, dass dies sie dazu veranlassen wird, ihre Regierung durch ein US-freundlicheres Regime zu ersetzen, das die Angriffe beenden wird.
Außenminister Marco Rubio hat den Internationalen Strafgerichtshof „eine Bedrohung für die nationale Sicherheit“ bezeichnet, weil dieser Amerikas Verbündete, Israels Ministerpräsidenten Netanjahu und seinen Verteidigungsminister Yoav Gallant, wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt hat, und Sanktionen gegen dessen Richter und Staatsanwälte persönlich verhängt.1 Die Gefahr besteht darin, dass der Rückgriff auf das Völkerrecht die Autonomie der USA beeinträchtigen könnte, nach eigenem Gutdünken zu handeln. Die zivilisierten Gesetze des Krieges stufen Trumps Bombardierung von Fischerbooten und deren Insassen in der Nähe von Venezuela als Kriegsverbrechen ein, ebenso wie die Tarnung von Kampfflugzeugen als zivile Flugzeuge. Doch kein Land hat es gewagt, eine Vergeltungsmaßnahme der USA zu riskieren, indem es deren Verstoß gegen das Völkerrecht offiziell angefochten hat.
Eine hegemoniale Weltmacht benötigt ein internationales Rechtssystem, das ihren Interessen dient. Doch wie die US-amerikanische Nationale Sicherheitsstrategie von 2025 offen einräumt, stützen die nach 1945 geltenden Regeln des Freihandels und die Grundsätze der Vereinten Nationen die Vorherrschaft Amerikas nicht mehr. Trumps „America First“-Politik bekräftigt das Privileg der USA, autonom nach ihrer eigenen regelbasierten Ordnung zu handeln. Er hat die US-Handelspolitik als Waffe eingesetzt, mit dem Ziel, andere Länder die Kosten der amerikanischen Konfrontation im Stil des Kalten Krieges gegen China und Russland tragen zu lassen, und fordert Handels- und Finanzsanktionen gegen diese beiden Länder sowie gegen eine immer länger werdende Liste von BRICS-Partnern, deren politische und wirtschaftliche Souveränität angeblich eine existenzielle Bedrohung für die Sicherheit der USA darstellt.
Die eigentliche Gefahr besteht darin, dass Länder in ihrem eigenen nationalen Interesse handeln, anstatt die Kosten für Amerikas Militärhaushalt und die Konfrontation im Kalten Krieg zu subventionieren. Das Problem, mit dem Amerika bei dieser Forderung nach Subventionen konfrontiert ist, besteht darin, dass es anderen Ländern im Gegenzug für die Übernahme dieser Last kaum etwas zu bieten hat. Die US-Wirtschaft ist industriell und finanziell nicht mehr autark und hat sich aus der Gewährung von Entwicklungshilfe zurückgezogen.
Doch trotz seiner schwächelnden Wirtschaft haben die Vereinigten Staaten den europäischen Markt für ihre hochpreisigen Exporte von Flüssigerdgas erobert, indem sie von Europa verlangten, Handelssanktionen gegen russische Energie zu verhängen. Sie haben es sogar geschafft, europäische und asiatische Länder dazu zu bewegen, ihre Investitionen in die Vereinigten Staaten zu verlagern, indem sie damit drohten, ihren Markt für deren Exporte abrupt zu schließen und Handelssanktionen gegen Länder zu verhängen, die sich widersetzen.
Die US-Politik verlangt von ihnen, dass sie ihre eigenen Volkswirtschaften opfern und sogar industrielle Investitionen in die Vereinigten Staaten verlagern – auf Kosten ihrer eigenen Beschäftigung und Wirtschaftskraft.
Doch andere Länder leisten Widerstand. Die US-Politik treibt Kanada, Großbritannien und andere dazu, sich China und anderen BRICS-Mitgliedern zuzuwenden, deren Märkte vielversprechender sind und die keinen Tribut verlangen. Die Vereinigten Staaten isolieren nun ihre eigene Wirtschaft.
Trumps einseitige Forderung nach der Befugnis der USA, die Handelspolitik anderer Länder zu kontrollieren.
Um andere Länder dazu zu zwingen, die auf die USA ausgerichtete Wirtschaftsordnung zu akzeptieren, hat Trumps Regierung Ländern, die sich nicht der regelbasierten Ordnung der USA unterwerfen und für ihre eigenen Handelsgeschäfte auf US-Bank- und Kreditfazilitäten nutzen, um ihren eigenen Handel zu betreiben, sowie US-Dollar-Anleihen und Schuldscheine als Instrumente zur Haltung ihrer Währungsreserven. Sein wichtigstes Druckmittel gegenüber anderen Ländern ist seine Drohung, für Länder, die für ihre Exporte auf den US-Markt angewiesen sind, Handels- und damit verbundene Turbulenzen auszulösen, indem er ihnen abrupt den Zugang zu diesem Markt verwehrt.
Anderen Ländern wird auferlegt, hohe ausländische Subventionen als „Gegenleistung“ dafür zu gewähren, dass Trump seine am 2. April eingeführten „Liberation Day“-Zölle zurücknimmt. Ohne solche ausländischen Subventionen wären die Vereinigten Staaten gezwungen, ihre weltweiten Militärausgaben zu senken und den Kalten Krieg zu beenden, der als Rechtfertigung dient für Trumps Forderung nach Subventionen und sein Beharren darauf, dass die US-Verbündeten ihre Handels- und Investitionsbeziehungen zu den wachsenden russischen, chinesischen und asiatischen Nachbarmärkten zugunsten einer Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten – vor allem wegen ihres Erdgases, das das russische zu so hohen Preisen ersetzt, dass sie die deutsche Industrie in den Ruin getrieben haben.
Trumps „America First“-Handelsverhandlungen zwingen anderen Ländern Nullsummen-Transaktionen auf, bei denen es nur Gewinner und Verlierer gibt. Die Vereinigten Staaten müssen die Gewinner sein, andere Länder die Verlierer.
Diese Haltung treibt Länder dazu, ihren Handel untereinander und in ihren eigenen Währungen neu auszurichten, sich vom US-Markt abzukoppeln und Alternativen zum US-Dollar zu schaffen. Selbst die bisher zurückhaltende Europäische Union unternimmt Schritte, um US-Unternehmen zu besteuern, zu regulieren und daran zu hindern, Monopole in den Bereichen Informationstechnologie, Social-Media-Plattformen, künstliche Intelligenz und Computerchip-Herstellung zu errichten.
Die USA nutzen den Kalten Krieg, um Subventionen zu fordern für den angeblichen Schutz ihrer Verbündeten
Der Zusammenbruch der Sowjetunion im Jahr 1991 bot die Chance auf eine Friedensdividende durch die Beendigung der Ausgaben für den Kalten Krieg, die eine erhebliche Belastung für die US-Wirtschaft und die ihrer Verbündeten darstellten. US-Beamte versprachen Gorbatschow, dass, falls Russland das Militärbündnis des Warschauer Pakts auflösen und der deutschen Wiedervereinigung zustimmen würde, die NATO keinen Zentimeter nach Osten vorrücken würde. Russland hoffte, dass die NATO ganz aufgelöst würde, und Präsident Putin schlug sogar vor, dass Russland der NATO beitreten sollte, um sie mit Westeuropa zu vereinen.
Doch die Vereinigten Staaten brachen ihr Wort. Jeffrey Sachs, der wichtigste US-Berater für Russland in dieser Zeit, beschreibt, wie „[z]um Zeitpunkt der deutschen Wiedervereinigung sowohl die USA als auch Deutschland Gorbatschow und später Jelzin wiederholt versprachen, dass der Westen die deutsche Wiedervereinigung und das Ende des Warschauer Pakts nicht ausnutzen würde, um des NATO-Militärbündnisses nach Osten auszunutzen. Sowohl Gorbatschow als auch Jelzin betonten immer wieder die Bedeutung dieses Versprechens der USA und der NATO. Doch schon innerhalb weniger Jahre brach Clinton die westliche Zusage vollständig und leitete den Prozess der NATO-Erweiterung ein. Führende US-Diplomaten, angeführt vom großen Staatsmann und Gelehrten George Kennan, warnten bereits damals, dass die NATO-Erweiterung zu einer Katastrophe führen würde: „Die Ansicht, ganz offen gesagt, ist, dass eine Erweiterung der NATO der verhängnisvollste Fehler der amerikanischen Politik in der gesamten Zeit nach dem Kalten Krieg wäre.“ So hat es sich auch erwiesen.“2
Anstatt dass US-Berater Russland dabei halfen, seine Wirtschaft nach dem Vorbild zu modernisieren, das die US-Industrie so erfolgreich gemacht hatte, führte ihre neoliberale Schocktherapie zu Massenarbeitslosigkeit, da Manager aufhörten, ihre Belegschaft zu bezahlen und die Betriebserträge einfach für sich selbst einstrichen. Die lukrativsten Sektoren der russischen Wirtschaft und die der anderen postsowjetischen Staaten wurden privatisiert, indem Öl- und Bodenschätze, Infrastruktur und Industrie an ihre Manager übergeben wurden, um Kleptokratien zu schaffen.3
Die Privatisierung wurde von den „Sieben Bankern“ angeführt, die 1994 auf den Plan traten, um die ehemals staatlichen Behörden sowie die Gas- und Bergbauunternehmen zu übernehmen, die sie zuvor geleitet hatten. Ihre Banken schufen Geld, um es der Jelzin-Regierung als „Kredit“ zu gewähren, die die Schecks wieder bei ihren Banken einzahlte, sodass die Banker das Eigentum an Russlands führenden Unternehmen ohne eigene Kosten erlangten.
Der Rubel stürzte ab, als die russische Produktion zusammenbrach, während die Kleptokraten die Einnahmen ihrer Unternehmen im Rahmen der Kapitalflucht ins Ausland transferierten. Die Hyperinflation vernichtete die russischen Ersparnisse und beraubte die Bevölkerung der Möglichkeit, Anteile an den privatisierten Vermögenswerten zu erwerben. Die Aneigner konnten sich nur durch den Verkauf von Anteilen an ihren privatisierten Unternehmen an ausländische Investoren finanziell absichern. Russische Aktien schossen an den ausländischen Märkten in die Höhe, da ihre Einnahmen (größtenteils aus Exportverkäufen) in den Westen flossen – „frei“ von russischen Steuerbehörden, die diese Mittel zur Finanzierung des industriellen Wiederaufschwungs ihres Landes verwendet hätten. Bis 1998 brach die russische Wirtschaft zusammen, ebenso wie die Geburtenraten und die Bevölkerungszahl.
Für Russland, so stellte Präsident Putin in seinem Jahresbericht vom April 2005 fest, war der Zusammenbruch der Sowjetunion und die darauf folgenden Turbulenzen der 1990er Jahre die „größte geopolitische Katastrophe des Jahrhunderts“. Nachdem der Westen 2014 den Putsch in der Ukraine angezettelt hatte, der ein neonazistisches, antirussisches Regime an die Macht brachte, das die russische Sprache verbot und sein terroristisches „Asow“-Bataillon sowie andere bewaffnete Kräfte einsetzte, um die russischsprachigen Provinzen Luhansk und Donezk anzugreifen, leitete Putin im Februar 2022 Russlands militärische Sonderoperation, um sie vor der ethnischen Russophobie zu schützen, die von der NATO bewaffnet und finanziert wurde. Putin gab seine anfängliche Hoffnung auf, Russland in die westeuropäische Gesellschaft zu integrieren, und richtete Russland stattdessen nach Osten aus – auf China und andere asiatische Volkswirtschaften. Genau davor hatte Henry Kissinger als größte Bedrohung für die amerikanische Weltvorherrschaft gewarnt.
Die NATO beharrt darauf, dass Russland die Aggression begonnen habe und dass Westeuropa Schutz vor der Gefahr benötige, dass Russland weiter nach Westen vorrücken könnte, um Mitteleuropa und die ehemalige DDR auf seinem Weg zur Eroberung Großbritanniens zurückzuerobern. Diese Fantasie ist die rechtfertigende Fiktion für die Forderung der USA, dass europäische und andere Länder wirtschaftliche Opfer bringen müssen, um die Vereinigten Staaten für ihren militärischen Schutz vor der imaginären russischen Bedrohung zu bezahlen.
Es sollte offensichtlich sein, dass weder Russland noch China etwas von einem militärischen Konflikt mit den Vereinigten Staaten oder Europa zu gewinnen haben. Ihr Ziel ist es, ihre Volkswirtschaften vor US-Maßnahmen zu schützen, die darauf abzielen, ihren Handel und ihre internationalen Investitionen zu stören und zu blockieren. Die USA behaupten jedoch, dass dieses defensive Ziel ihre eigene Kontrolle über die Weltwirtschaft bedroht.
Die US-Diplomatie fordert daher, dass alle Länder Handels- und Investitionssanktionen gegen Russland verhängen, damit US-Gas und -Öl die russischen Energieexporte ersetzen können, während Europa mithilfe der NATO zu einem Satellitenprotektorat gemacht wird.
Der Versuch, die UN-Charta durch Trumps „Board of Peace“-Fantasie zu ersetzen
Präsident Trumps kriegerisches „Board of Peace“ mit seinem Orwellschen Namen ist das, wovon Amerikas nationale Sicherheitsstrategen nur träumen können, es dem gesamten Planeten aufzuzwingen. Es soll das Völkerrecht und den Grundsatz des gegenseitigen Nutzens aus Handel und Investitionen außer Kraft setzen und die Vereinten Nationen durch ein Gremium zu ersetzen, das von Trump persönlich ernannt wird – angefangen bei seinem Schwiegersohn Jared Kushner und anderen Vertrauten, ergänzt durch einige Mitglieder von Amts wegen und Prominente, um ein Feigenblatt der Legitimität zu schaffen.4
Die Grundsätze des Gremiums sind das genaue Gegenteil der Regeln, die in der UN-Charta verankert sind, die als überholt gilt, da sie den amerikanischen geopolitischen Interessen nicht mehr dient. Anstelle einer Herrschaft durch demokratische Mehrheitsentscheidungen soll die alleinige Verwaltungsgewalt persönlich in den Händen von Donald Trump als lebenslangem Vorsitzenden dieses Gremiums liegen, wie bei einem königlichen Autokraten. Ein passendes Beispiel wäre Charlie Chaplins Film „Der große Diktator“ aus dem Jahr 1940, in dem Hitler parodiert wird, wie er auf dem Rücken liegend mit einem Ballon-Globus der Erde spielt.
Es gibt keinen Sicherheitsrat mit Vetorecht, um die US-Politik zu blockieren oder Palästina als Staat anzuerkennen, und kein internationales Gericht, das befugt wäre, den Einsatz von Gewalt und Völkermord als Kriegsverbrechen zu verurteilen. Trumps „Board of Peace“ allein würde die „regelbasierte Ordnung“ der ausländischen Unterwerfung im Namen der Unterstützung der Demokratie (d. h. eines pro-amerikanischen Regimes wie der Ukraine oder Israels) im Gegensatz zur „Autokratie“ definieren, womit eine Regierung gemeint ist, die sich den US-Forderungen nach Unterwerfung widersetzt und ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen schützt.5
Das Ziel, die Vereinten Nationen durch eine US-zentrierte Alternative zu ersetzen, wird durch das Logo symbolisiert. Anstelle des UN-Emblems, das die gesamte Welt in einen olivgrünen Friedenszweig hüllt, ist Trumps Logo in Blattgold (seine Lieblingsfarbe) gehalten und zeigt lediglich Nordamerika – passenderweise mit den Vereinigten Staaten im Mittelpunkt – sowie einen kleinen Teil Südamerikas, wo die USA besonders aktiv waren bei der Ablösung von Regierungen, die eine Landreform befürworteten, durch ihnen hörige Diktatoren. Die einzige Amtssprache der neuen Institution soll Englisch sein.
Der „Board of Peace“ wurde am 29. September offiziell vorgestellt als Teil eines Waffenstillstandsplans für den Gazastreifen, um dessen Wiederaufbau zu überwachen (ohne palästinensisches Eigentumsrecht). Kushner lieferte eine Vorstellung davon, was an die Stelle der Verwüstung durch ausgebombte Gebäude treten würde: eine futuristische Fantasie-Stadt, die an die Titelbilder von Science-Fiction-Magazinen der 1950er Jahre erinnert.
Die Grundsätze des Gremiums stehen im krassen Gegensatz zu den in der Charta der Vereinten Nationen verankerten Regeln, die als überholt gelten, da sie den geopolitischen Interessen der USA nicht mehr dienen.
Nachdem man sich das Feigenblatt der UN-Zustimmung (Resolution 2803 des Sicherheitsrats) gesichert hatte, lud der am 17. November bekannt gegebene Charta-Entwurf 62 Länder zum Beitritt ein, doch nur 19 nahmen an der Unterzeichnungszeremonie beim Weltwirtschaftsforum in Davos teil. Die meisten waren Monarchien aus dem Nahen Osten, dazu gehörten Weißrussland und einige postsowjetische zentralasiatische Länder sowie Argentinien und Paraguay aus Lateinamerika. Das einzige vertretene westeuropäische Land war Ungarn. Selbst Deutschland und Frankreich traten nicht bei, ebenso wenig wie Großbritannien. Dessen Premierminister Keir Starmer lehnte die an Russland gerichtete Einladung ab.
Die Gebühr von 1 Milliarde Dollar für den Beitritt zu Trumps Alternative zu den Vereinten Nationen müsste erst nach drei Jahren gezahlt werden, und zwar nur von Mitgliedern, die eine lebenslange Mitgliedschaft erwerben.
Alle Mittel würden bei US-Banken hinterlegt oder in Anleihen (oder sogar in Kryptowährungen, vielleicht Trumps eigener $Trump oder $Melania, um deren Wertverfall einzudämmen) investiert werden.
Russland bestand jedoch darauf, dass die Zahlungen direkt an die Palästinenser gehen oder zur Behebung der Kriegsschäden im Donbass verwendet werden müssen, die die NATO den russischsprachigen Zivilisten zugefügt hat, die ebenfalls unter Verstoß gegen das Kriegsrecht angegriffen wurden.6
Der brasilianische Präsident Lula da Silva, der 2025 den Vorsitz der BRICS-Staaten übernehmen wird, forderte die Regierungen auf, „zusammenzuhalten und zu verhindern, dass der Multilateralismus mit Füßen getreten wird“, indem die Vereinten Nationen durch eine Institution zu ersetzen, die Trump „allein gehören würde“. Jeffrey Sachs und ein Mitautor argumentierten:
„Die Weigerung, beizutreten, wird ein Akt nationaler Selbstachtung sein. Die auf den Vereinten Nationen basierende internationale Ordnung, so unvollkommen sie auch sein mag, sollte durch Recht und Zusammenarbeit wiederhergestellt und nicht durch eine vergoldete Karikatur ersetzt werden. ... Der sogenannte ‚Friedensrat‘ … ist eine zutiefst herabwürdigende Beleidigung für das Streben nach Frieden und für jede Nation, die ihm Legitimität verleihen würde. Dies ist ein Trojanisches Pferd zum Abbau der Vereinten Nationen. Er sollte von jeder zum Beitritt eingeladenen Nation rundweg abgelehnt werden … Es hieße, im Voraus zu akzeptieren, dass der Frieden nicht mehr durch die UN-Charta geregelt wird, sondern durch Trump.“7 In der Erkenntnis, dass „einige Nationen, die verzweifelt versuchen, sich bei den USA einzuschmeicheln, den Köder schlucken könnten“, schlugen sie vor: „Wenn die USA sich nicht an die Charta halten wollen, sollte die UN-Generalversammlung die Mitgliedschaft der USA aussetzen, wie sie es einst mit dem Apartheid-Südafrika getan hat.“
Die Vereinigten Staaten ziehen sich bereits aus den Vereinten Nationen zurück und haben sich aus der UNESCO, der Weltgesundheitsorganisation (mit 250 Millionen Dollar an Zahlungsrückständen), dem Bevölkerungsfonds und dem UN-Menschenrechtsrat zurückgezogen, ohne die bei diesen Organisationen aufgelaufenen Rückstände zu begleichen. Trump steht insbesondere den friedenserhaltenden Maßnahmen der UN Friedenssicherung, Vermittlungsbemühungen und Gerichte wie den Internationalen Strafgerichtshof, obwohl dieser – abgesehen von dem, was der IStGH kürzlich in Bezug auf den Gazastreifen entschieden hat – bislang größtenteils als Instrument gegen Feinde der USA eingesetzt wurde, während Verstöße durch die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten ignoriert wurden.
Zu Beginn des Jahres 2026 sind die gesamten Zahlungsrückstände der USA gegenüber den Vereinten Nationen auf 4,5 Milliarden US-Dollar angestiegen. Diese Schulden umfassen 2,19 Milliarden US-Dollar für die Jahresbeiträge der Jahre 2025 und 2026 (die proportional zum BIP des jeweiligen Mitgliedslandes erhoben werden) sowie für den regulären UN-Betriebshaushalt, weitere 2,4 Milliarden US-Dollar für UN-Friedenssicherungseinsätze und 43,6 Millionen US-Dollar für UN-Tribunale. Insgesamt entsprachen diese Beträge etwa 95 Prozent der gesamten Zahlungsrückstände der Vereinten Nationen. Am 28. Januar warnte Generalsekretär Antonio Guterres, dass diese Zahlungsausfälle die Vereinten Nationen in einen „unmittelbar bevorstehenden finanziellen Zusammenbruch“ zu treiben drohten und sie zwingen würden, ihr Hauptquartier in New York City bis August zu schließen zwingen könnten, sollte Trump die Organisation weiterhin boykottieren.8 Doch die drohende Krise wurde am 3. Februar teilweise gelöst, als Trump das neue US-Ausgabengesetz unterzeichnete, das 3,1 Milliarden Dollar für die Vereinten Nationen vorsieht.
Zunehmender Widerstand der USA gegen die Vereinten Nationen und die Weltordnung nach 1945 im Allgemeinen
Die Vereinigten Staaten sind nicht mehr der weltweit größte Gläubiger, und auch der Dollar ist nicht mehr so stabil wie Gold. Amerika ist zum größten internationalen Schuldner geworden, wobei seine offiziellen Schulden gegenüber dem Ausland unerschwinglich hoch erscheinen. Und statt die führende Industrienation zu bleiben, befinden sich die Vereinigten Staaten seit den 1980er Jahren in einem Deindustrialisierungsprozess, den sie als Beginn einer finanzialisierten postindustriellen Gesellschaft feiern, die frei von Fabrikarbeit der Arbeiterklasse ist. Amerikas zunehmende industrielle und finanzielle Abhängigkeit von China, Westeuropa, Japan und Südkorea hat dazu geführt, dass es vom Freihandel und friedlichen Beziehungen kaum noch profitiert. Trump hat von anderen Ländern „Gegenleistungen“ in Form von besonderen Handelszugeständnissen gefordert und gleichzeitig Handels- und Finanzsanktionen gegen Russland, China, den Iran und andere Länder verhängt, die sich seiner kriegerischen Diplomatie widersetzen.
Er hat Kanada und Großbritannien gewarnt, dass es „sehr gefährlich für sie“ sei, nach China zu reisen, um über eine Ausweitung ihrer Handelsbeziehungen mit diesem Land zu verhandeln.9 Und er hat mit militärischer Gewalt gegen Grönland, Venezuela, den Iran, Russlands Peripherie und China gedroht (tatsächlich wendet er diese bereits gegen den Iran und Venezuela an). Die Manipulation dieser Druckpunkte wäre die Hauptaufgabe seines „Friedensrats“, euphemistisch bezeichnet als eine neue „Koalition der Willigen“.
Die US-Politik gegenüber den Vereinten Nationen richtet sich vor allem gegen die Rolle der UNO bei der Schlichtung internationaler Konflikte. Kürzungen des Haushalts verhindern, dass die Organisation ihre Mitarbeiter in Kriegsgebieten oder bei Friedenssicherungseinsätzen bezahlen kann, insbesondere in Konflikten, in denen die Vereinigten Staaten eine Seite unterstützen, wie im Gazastreifen und in Afrika. Diese US-Politik reicht bis ins Jahr 1961 zurück, als UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld getötet wurde, um seine Bemühungen um einen Waffenstillstand im Kongo zu unterbinden.
Der Druck seines Nachfolgers U Thant (1961 –1971) auf die Johnson-Regierung, ein Ende des US-Kriegs in Vietnam auszuhandeln, entfremdete die Vereinigten Staaten weiter. Und zuletzt wurde den Vereinten Nationen vorgeworfen, antisemitisch zu sein, weil sie Israel dazu drängten, sich auf sein ursprüngliches Territorium vor dem Krieg von 1967 zurückzuziehen.
Die meisten UN-Mitglieder haben die US-Kriegspolitik im Allgemeinen nicht unterstützt. Deshalb hat, wie U Thants Enkel feststellte, „die UNO in Washington an Ansehen verloren – nicht, weil sie ineffektiv war, sondern weil sie begann, gegensätzliche Positionen zu dem einzunehmen, was als amerikanische Interessen angesehen wurde.“10 Die Strategie der USA, sinnvolle Maßnahmen der UN führte dazu, dass sie von Anfang an darauf bestand, ein Vetorecht im Sicherheitsrat (und tatsächlich in jeder internationalen Organisation, der sie beitritt) zu haben, und sich gegen die Rolle der UN als Vermittler im Allgemeinen zu stellen. „Der Sprecher des Außenministeriums, Tommy Pigott, sagte, die USA lehnten ‚ein veraltetes Modell des Multilateralismus‘ ab und würden sich nicht länger an internationalen Organisationen beteiligen oder diese finanzieren, die sie als den nationalen Interessen der USA zuwiderlaufend erachteten.“11
Natürlich unterstützen die Vereinigten Staaten internationale Institutionen – einschließlich der UNO –, wenn diese ihren Interessen dienen.
Eine solche Institution ist die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa mit ihrer eklatanten antirussischen Voreingenommenheit, zugunsten des von der NATO unterstützten Krieges in der Ukraine. Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat der OSZE vorgeworfen, „zu einem politischen Anhängsel der NATO und der EU“12 verkommen zu sein, und bemerkte: „Ich weiß nicht, inwieweit eine Wiederbelebung in diesem Fall noch möglich ist. Die OSZE ist so tief ‚gesunken‘, dass es keinen Weg mehr nach unten gibt.“13
Russland wurde unter Verletzung des Völkerrechts westlichen Handels- und Finanzsanktionen ausgesetzt. Präsident Putin hat seine „militärische Sonderoperation“ von 2022 damit begründet, dass Russland die Verantwortung habe, die russischsprachigen Provinzen der Ukraine vor Terroranschlägen zu schützen – unter Verletzung des Völkerrechts, das Regierungen verbietet , Krieg gegen die eigene Zivilbevölkerung zu führen.
Wie oben erwähnt, lag die Ursache dieses Krieges in der Ukraine in dem von den USA angezettelten Staatsstreich von 2014 gegen die gewählte Regierung der Ukraine, durch den ein neonazistisches Regime an die Macht kam. Doch nur die russischen Kampfhandlungen werden verurteilt, obwohl sie sich auf militärische Ziele konzentrieren – im Gegensatz zu den von der Ukraine und dem Westen unterstützten Bombenangriffen auf Zivilisten.
Lawrow hat sich über eine ebenso antirussische Doppelmoral des UN-Generalsekretärs Antonio Guterres beschwert.14 Einerseits erkennen Guterres „und seine Führungskräfte bei der UNO das Recht der Bevölkerung Grönlands auf Selbstbestimmung und … darauf an, über ihr eigenes Schicksal zu entscheiden, anstatt es anderen zu überlassen.“ Im Gegensatz dazu fragt er: „Erkennt die Vereinten Nationen an, dass die Menschen im Donbass, in Noworossija und natürlich auf der Krim die gleichen Rechte genießen?“¹⁵ Der Westen hat die UNO daran gehindert, die Volksabstimmungen anzuerkennen, in denen diese Provinzen für den Beitritt zu Russland gestimmt haben, um sich von der neonazistischen ethnischen Säuberung zu befreien, die vom westlich unterstützten Regime gefördert wurde.
Am Samstag, dem 14. Februar, hielt Außenminister Marco Rubio auf der Münchner Sicherheitskonferenz eine Rede, in der er die UN-Regeln so direkt wie nie zuvor attackierte. Er lehnte die gesamte progressive Agenda des 20. Jahrhunderts ab und stellte die „Trump’schen“ Werte der USA – „America First“ und das „Eine Prozent“ – den Hoffnungen der ganzen Welt gegenüber, die soziale Wohlfahrt grundsätzlich zu verbessern.
Er beklagt: „Wir haben unsere Souveränität zunehmend an internationale Institutionen ausgelagert, während viele Nationen in massive Sozialstaaten investierten – auf Kosten der Aufrechterhaltung ihrer Verteidigungsfähigkeit.“ Doch die Vereinigten Staaten machen nun Schluss mit dieser Situation, um sich auf den kommenden Krieg mit Eurasien vorzubereiten: „Wir können die sogenannte globale Ordnung nicht länger über die lebenswichtigen Interessen unseres Volkes und unserer Nationen stellen.“
Die Vereinten Nationen würden zwar weiterhin bestehen, doch ihre Rolle soll radikal verändert werden:
Wir müssen die globalen Institutionen der alten Ordnung, die wir gemeinsam aufgebaut haben, nicht abbauen. Aber diese müssen reformiert werden. Diese müssen neu aufgebaut werden. ... Wir können nicht weiterhin zulassen, dass diejenigen, die unsere Bürger unverhohlen und offen bedrohen und unsere globale Stabilität gefährden, sich hinter Abstraktionen des Völkerrechts verstecken, gegen die sie selbst regelmäßig verstoßen. … Wir in Amerika haben kein Interesse daran, höfliche und ordnungsgemäße Verwalter des kontrollierten Niedergangs des Westens zu sein. … Das Bündnis, das wir wollen, ist eines, das nicht durch Angst zur Untätigkeit gelähmt ist – Angst vor dem Klimawandel, Angst vor Krieg, Angst vor Technologie. …
Ein Bündnis, das bereit ist, unser Volk zu verteidigen, unsere Interessen zu wahren und die Handlungsfreiheit zu bewahren, die es uns ermöglicht, unser Schicksal selbst zu gestalten – kein Bündnis, das dazu da ist, einen globalen Sozialstaat zu betreiben und für die angeblichen Sünden vergangener Generationen zu büßen. Ein Bündnis, das nicht zulässt, dass seine Macht ausgelagert, eingeschränkt oder Systemen untergeordnet wird, die sich seiner Kontrolle entziehen; eines, das bei den lebenswichtigen Grundbedürfnissen seines nationalen Daseins nicht von anderen abhängig ist; und eines, das nicht den höflichen Anschein aufrechterhält, unsere Lebensweise sei nur eine unter vielen, und das um Erlaubnis bittet, bevor es handelt.16
Die US-Regierung hat, unterstützt von Israel, mit ihren Maßnahmen gegen Francesca Albanese, die Sonderberichterstatterin für Palästina, den extremsten politischen Angriff auf die friedenserhaltenden Funktionen der UNO geführt. Sie war die Verfasserin des Berichts „Anatomie eines Völkermords“ vom 24. März 2024 für die 55. UN-Sitzung verfasste und am 25. Oktober 2025 mit „Gaza Genocide: a collective crime“ nachlegte. Besonders bedrohlich für die Amerikaner waren die Briefe, die Albanese im Frühjahr 2025 an Alphabet, Amazon, Caterpillar, Chevron, Hewlett Packard, IBM, Lockheed Martin, Microsoft und Palantir (sowie an zwei Wohltätigkeitsorganisationen) schrieb, um sie zu warnen, dass sie sie möglicherweise bald in einem UN-Bericht beschuldigen würde, „zu schweren Menschenrechtsverletzungen“ in Gaza und im Westjordanland beizutragen.
Die Welt polarisiert sich zwischen dem Versuch der Befürworter der UN-Charta, das über vier Jahrhunderte alte westliche Völkerrecht zu bewahren, einerseits und dem Versuch der USA andererseits, dieses Rechtssystem durch eine monolithische US-Autokratie ihrer eigenen, einzigartig eigennützigen, herrscherbasierten Ordnung zu ersetzen, wie dies zuletzt durch Trumps autokratischen „Friedensrat“ veranschaulicht wurde.
Diese Berichte erzürnten US-Beamte, und gerade als sie persönliche Angriffe auf Richter des IStGH starteten, die Benjamin Netanjahu und seinen Verteidigungsminister Yoav Gallant im November 2024 wegen Israels Kriegsverbrechen bei Angriffen auf die Zivilbevölkerung in Gaza und wegen der Ausnutzung der Aushungerung der Zivilbevölkerung als Kriegstaktik angeklagt hatten, übten sie ähnlichen bösartigen persönlichen Druck auf Frau Albanese aus, so wie sie es gegen hochrangige Mitarbeiter des IStGH getan haben. Ihre Bankkonten wurden geschlossen und ihre Kreditkarten gesperrt. Albanese erklärte gegenüber Reuters, dass sie sich Kreditkarten von Freunden ausleihen musste, um reisen zu können.
Wie der Reuters-Bericht erläutert: Die US-Sanktionen haben Albanese grundlegende Finanzdienstleistungen vorenthalten, die die meisten Menschen für selbstverständlich halten. Ihr US-Bankkonto ist nun geschlossen, und Sanktionen haben sie daran gehindert, ein Konto in einem anderen Land zu eröffnen, darunter auch in Italien, sagte sie. Ihr Vermögen in den USA ist eingefroren. Dazu gehört eine Eigentumswohnung in Washington, D.C., im Wert von etwa 700.000 Dollar, die Albanese und Cali gemeinsam besitzen. Nach US-Recht darf die Immobilie während der Sperrung weder verkauft noch vermietet werden. US-Sanktionen sind wirkungsvoll: Sie frieren nicht nur Vermögenswerte in den USA ein, sondern schneiden Einzelpersonen auch effektiv vom US-Finanzsystem ab – einem globalen Netzwerk, das den Zugang zu Bankdienstleistungen in den meisten Ländern blockieren kann.
US-Bürger, Unternehmen und Ausländer mit rechtmäßigem Wohnsitz in den USA müssen mit hohen Geldstrafen oder Freiheitsstrafen, wenn sie sanktionierte Personen finanziell unterstützen oder ihnen Beihilfe leisten. Europäischen Banken kann der Handel in US-Dollar untersagt oder der Zugang zu internationalen Zahlungssystemen verwehrt werden, was verheerende Auswirkungen auf ihr Geschäft hätte. ...
Albanese und die sanktionierten ICC-Mitarbeiter stehen nun auf der Liste der „Specially Designated Nationals“ des US-Finanzministeriums , zusammen mit mutmaßlichen Al-Qaida-Terroristen, mexikanischen Drogenhändlern und nordkoreanischen Waffenhändlern.
Die Bereitschaft US-amerikanischer Amtsträger, solch extrem strafende persönliche Maßnahmen zu ergreifen, um internationale rechtliche Feststellungen gegen Amerika und seine westlichen Verbündeten zu verhindern, verdeutlicht wie grundlegend sich die Haltung der Vereinigten Staaten und ihrer westlichen Verbündeten gegenüber der Rechtsstaatlichkeit von der der globalen Mehrheit unterscheidet. Angesichts der Haltung Amerikas ist es nicht möglich, dass Vermittlung, Versöhnung oder Friedensstiftung innerhalb des bestehenden Rahmens der UNO und des IStGH wirksam sein können.
Ich halte den Begriff „herrscherbasierte Ordnung“ für treffender als „regelbasierte Ordnung“, da die Herrschaft der Schlüssel dazu ist, die Regeln einseitig zu ändern, um sie anderen Ländern bei Bedarf schnell und einfach aufzuerlegen, um die geopolitischen und wirtschaftlichen Ziele der USA zu erreichen.
Fußnoten
„Internationaler Strafgerichtshof: Neue US-Sanktionen ‚ein eklatanter Angriff‘ auf die richterliche Unabhängigkeit“, UN News, 20. August 2025. https://news.un.org/en/story/2025/08/1165691. Richtern und Staatsanwälten des IStGH wurde die Einreise in die Vereinigte Staaten verwehrt oder dort Vermögenswerte zu halten, und die Sanktionen „machen es ihnen praktisch unmöglich, Kreditkarten zu besitzen, was alltägliche Finanztransaktionen und Online-Einkäufe erschwert“. Siehe auch „Trump-Regierung schlägt Sanktionen gegen zwei weitere ICC-Richter vor“, Reuters, 18. Dezember 2025.
Die Pläne des IWF und der Weltbank vom G7-Gipfel 1990 in Houston zur Neoliberalisierung der russischen Wirtschaft wurden im Januar 1991 unter dem Titel „The Economy of the USSR: Summary and Recommendations“ veröffentlicht. Die Russische Akademie der Wissenschaften hat meine Analyse darüber veröffentlicht, wie diese Pläne zur Zerstörung der russischen Wirtschaft beitrugen, in: „Wie neoliberale Steuer- und Finanzpolitik Russland – unnötigerweise – in die Armut treibt“, Mir Peremen (Die Welt der Transformationen), 2012 (3):49 –64 (auf Russisch).
Neben Kushner werden Trumps Immobilienpartner Steve Witkoff, sein Redenschreiber und ehemaliger Fox-TV-Produzent Robert Gabriel Jr., der zionistische Investmentbanker und Aktivist Mark Rohan sowie Außenminister Mark Rubio als Mitglieder vorgeschlagen. Der am 17. Januar bekannt gegebene, aus acht Mitgliedern bestehende und auf die USA ausgerichtete Vorstand wird durch den Präsidenten der Weltbank, Ajay Banga, den Hohen Vertreter für den Gazastreifen, Nicolai Mladanov, sowie Tony Blair, der zuvor seine Unterordnung unter die Vereinigten Staaten unter Beweis gestellt hatte, indem er die britische Unterstützung für die falsche Behauptung der USA, der Irak verfüge über Massenvernichtungswaffen, sicherstellte und damit die Invasion und Besetzung dieses Landes und seiner Ölfelder im Jahr 2003 rechtfertigte.
Artikel 3 der Satzung des Gremiums besagt, dass „Donald J. Trump als erster Vorsitzender des Friedensgremiums fungieren soll“, mit „der ausschließlichen Befugnis, Tochtergesellschaften zu gründen, zu ändern oder aufzulösen“. Artikel 7 sieht vor, dass „der Vorsitzende die letzte Instanz hinsichtlich der Bedeutung, Auslegung und Anwendung dieser Satzung ist“. Trump ist persönlich befugt, seinen Nachfolger zu benennen, so wie er in seiner Rolle als Vorsitzender auch den Vorstand ernannt hat.
Russland führte eine „Giftpille“ ein, indem es vorschlug, seinen Mitgliedsbeitrag in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar aus den 300 Milliarden US-Dollar seiner Devisenreserven zu bezahlen, die von der Europäischen Union beschlagnahmt wurden.
Jeffrey D. Sachs und Sybil Fares, „Jede Nation der Welt sollte Trumps absurdes und gefährliches ‚Friedensgremium‘ ablehnen“, Common Dreams, 22. Januar 2026. Die Autoren beschreiben das Gremium als „ein Treuegelöbnis gegenüber Trump, der die Rolle des Weltvorsitzenden und obersten Schiedsrichters der Welt anstrebt“.
Farnaz Fassihi, „UNO warnt vor drohendem finanziellen Zusammenbruch wegen ausstehender Beiträge“, The New York Times, 1. Februar 2026, sowie Emma Farge und David Brunnstrom, „Erklärung: Warum warnt die UNO vor einem ‚unmittelbar bevorstehenden finanziellen Zusammenbruch‘?“, Reuters, 4. Februar 2026. Andrew R.C. Marshall, Humeyra Pamuk, John Shiffman und Stephanie van den Berg berichten in „Trumps Krieg gegen die globale Gerechtigkeit: Gerichtsbedienstete und die UN sehen sich mit Sanktionen auf Terroristenebene konfrontiert“, Reuters, 6. Februar 2026, Folgendes: „Trumps Widerstand gegen internationale Organisationen reicht bis in seine erste Amtszeit zurück, als er aus dem Pariser Abkommen, einem internationalen Klimaschutzabkommen, und die diskretionären Mittel für einige UN-Organisationen drastisch gekürzt hat.“ Die nachfolgende Erörterung, in der der Strafdruck der USA gegen die UN-Sonderberichterstatterin für Palästina, Francisca Albanese, beschrieben wird, stützt sich weitgehend auf diesen Artikel.
Emma Bussey, „Trump warnt Großbritannien, es sei ‚sehr gefährlich‘, nach Starmer’s Treffen in Peking Geschäfte mit China zu machen“, Fox News, 29. Januar 2026.
Thant Myint-U, „Trumps Friedensrat wird bei weltweiten Konflikten nicht helfen“, The New York Times, 1. Februar 2026.
Reuters, „Trumps Krieg gegen die globale Gerechtigkeit: Gerichtsbedienstete und die UN sehen sich mit Sanktionen auf Terroristen-Niveau konfrontiert“ (siehe oben, Fußnote 9)
Ausführungen von Außenminister Sergej Lawrow bei den eurasischen internationalen öffentlichen politischen Anhörungen zur Schaffung eines Raums gleichberechtigter und unteilbarer Sicherheit und Zusammenarbeit in Eurasien, Perm, 29. Mai 2025.
Lawrows Pressekonferenz zum Jahresrückblick 2025, Karl Sanchez Substack, 21. Januar 2026.
In seiner Rede vor der russischen Staatsduma am 11. Februar beklagte Lawrow, dass innerhalb der Welthandelsorganisation „die Amerikaner das Streitbeilegungsgremium blockieren, über das sich China und viele andere beschweren“. Dies mache es unmöglich, die Regeln durchzusetzen, die die Amerikaner nach dem Zweiten Weltkrieg als Grundlage für ihr Globalisierungssystem zusammen mit den Bretton-Woods-Institutionen eingeführt hatten. „Der Westen versucht, diese Prinzipien auf jede erdenkliche Weise zu sabotieren, indem er an seiner Politik festhält, Schlüsselposten im UN-System an sich zu reißen und das Sekretariat dieser Organisation zu privatisieren. … Der derzeitige UN-Generalsekretär Antonio Guterres erfüllt nicht die in der UN-Charta festgelegten Anforderungen an Unparteilichkeit und Gleichbehandlung, sondern die politische Ordnung des ‚kollektiven Westens‘.“ Das treibende Ziel, so schloss Lawrow, sei „die offene und erklärte Absicht der NATO, ihre Einflussinstrumente auf dem gesamten eurasischen Kontinent zu etablieren – unter dem Vorwand, dass Bedrohungen für das Territorium der Mitglieder des Nordatlantikbündnisses (zu deren Schutz dieser Block ja geschaffen wurde) nun aus der Taiwanstraße, dem Südchinesischen Meer und Südostasien stammen.“ Lawrows Frage-und-Antwort-Runde. Karl Sanchez, 11. Februar 2026
Interview von Außenminister Sergej Lawrow mit türkischen Medien (dem staatlichen Fernsehsender TRT und der Zeitung „Türkiye“), Moskau, 29. Januar 2026.
Außenminister Marco Rubio, Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz, 14. Februar 2026. https://tinyurl.com/385jud7m
Michael Hudson ist Finanzanalyst und Präsident des Instituts für die Erforschung langfristiger wirtschaftlicher Trends. Er ist Distinguished Research Professor für Wirtschaftswissenschaften an der University of Missouri –
Kansas City. Hudson war als Wirtschaftsberater für die Regierungen der USA, Kanadas, Mexikos und Lettlands sowie als Berater für UNITAR, das Institut für Forschung zur öffentlichen Politik und den kanadischen
Wissenschaftsrats sowie für weitere Organisationen. Hudson hat mehr als zehn Bücher über die Politik der internationalen Finanzen, Wirtschaftsgeschichte und die Geschichte des ökonomischen Denkens verfasst oder herausgegeben. Er ist
Mitglied der Redaktion von „Lapham’s Quarterly“ und hat Beiträge für das „Journal of International Affairs“, „Commonweal“, „International Economy, der „Financial Times“ und „Harper’s“ und schreibt regelmäßig Beiträge für „CounterPunch“ und „Naked Capitalism“. Zusammen mit Radhika Desai moderiert er den Podcast „The Geopolitical Economy Hour“ und ist wöchentlich gemeinsam mit Richard Wolff als Kommentator bei „Dialogue Works“ mit Nima Alkhorshid zu hören.
Von Dr. Yu Bin, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Zhejiang-Universität
Kapital ist ein grundlegender Bestandteil der wirtschaftlichen Entwicklung, unabhängig davon, in welchem politisch-wirtschaftlichen System es zum Einsatz kommt. Was den Kapitalismus so gefährlich macht, ist der Mangel an Regulierung und die Tatsache, dass er nicht zum Wohle der Allgemeinheit eingesetzt wird – was sich jedoch leicht über Unternehmenssatzungen und das Wirtschaftsrecht regeln ließe.
Vor einigen Artikeln habe ich die Leser auf eine englischsprachige chinesische Publikation namens The China Academy hingewiesen, die eine weitere Quelle für chinesische Sichtweisen auf kritische geopolitische und geoökonomische Themen darstellt.
Der wesentlichste Unterschied zwischen dem chinesischen System und dem des Westens bestand darin, dass das Finanzwesen zu Beginn der Existenz des Neuen China im Jahr 1949 in den öffentlichen Bereich verlagert wurde – vielleicht der wichtigste Aspekt des Kommunismus/Sozialismus, den der privatisierte Westen nicht ertragen kann und gegen den er Krieg führen wird, um ihn zu stürzen, wie wir es bei der UdSSR, Russland, Kuba und einigen anderen Ländern gesehen haben.
Die Kontrolle über die Finanzen ist, wie ich in meinem letzten Artikel angemerkt habe, die Hauptsäule des Klassenkriegs zwischen Gläubigern und Schuldnern, der seit über 4.000 Jahren andauert.
Einer der Gründe, warum die Kuomintang so schlecht regierte, war ihr extrem tiefgreifendes Ausmaß an Korruption – ähnlich so tiefgreifend wie das der Trump-Bande – und dies ist der Hauptgrund für ihren Sturz. Die Chinesen sind hervorragende Schüler, und sie haben den Westen und das gesetzlose US-Imperium jahrzehntelang studiert, um zu erkennen, was China nutzen könnte und was China vermeiden muss. China beschloss, dass es die Anhäufung großen Reichtums durch Einzelpersonen für politische Zwecke vermeiden muss. Das Beispiel Jack Ma ist das beste, das es dafür gibt. China hat sein Finanzsystem extrem geschützt, weil man wusste, dass es schwächer war als das des Westens und dass der Westen über Instrumente verfügt, um es zu untergraben und zu vereinnahmen und damit die Uhr auf das Jahr 1900 zurückzudrehen.
Im Jahr 2024 hielt Xi Jinping an einem geschlossenen Ort eine wegweisende Rede darüber, China zu einer Finanzmacht zu machen, und skizzierte die zu unternehmenden Schritte. Diese Rede wurde bis Februar 2026 als geheim eingestuft, bis sie veröffentlicht wurde und ich ausführlich darüber berichtete. Was viele nicht wussten, war, dass China bereits seit zwei Jahren intensiv daran gearbeitet und einige der erforderlichen Schritte bereits umgesetzt hatte. China hatte erkannt, dass sein industrieller Erfolg Kapital anziehen würde, das von diesem Erfolg profitieren wollte – und genau das ist auch geschehen. In mehreren Artikeln, die ich gelesen habe, ist davon die Rede, dass der Einstieg des Großkapitals in die Entwicklungsfinanzierung die Mittel ergänzt, die die KPCh über den Haushalt bereitstellt. Meiner Meinung nach ist es sehr gut möglich, dass Hongkong und Shanghai New York und London als weltweit führende Finanzzentren ablösen – ein weiterer Grund, warum China zum Ziel eines Wirtschaftskriegs geworden ist. Nun, da der Rahmen abgesteckt ist, lesen wir, was Dr. Yu Bin zu diesem Thema zu sagen hat:
Warum China keine Wall Street hat und warum es auch keine will
Das westliche Marktmodell stützt sich auf nachträgliche Steuerabgaben, um privates Eigentum an Vermögenswerten mit öffentlichen Gütern in Einklang zu bringen. China kehrt durch öffentliches Eigentum und strenge Marktregulierung das Schema um:
Finanzen werden gewöhnlich als technisches Thema dargestellt: Zinssätze, Kredite, Börsen und Risiko. Doch hinter all diesen Mechanismen verbergen sich politische Fragen.
Wem gehört der produktive Reichtum der Gesellschaft? Wer erhält die Gewinne, wenn die Finanzwirtschaft erfolgreich ist? Und wer muss die Verluste tragen, wenn sie scheitert?
Chinas Antwort ist weder die Abschaffung der Märkte noch deren Erhebung zum obersten Prinzip. Finanzmärkte dürfen wachsen, Investitionen lenken und Innovationen belohnen. Von ihnen wird jedoch erwartet, dass sie den öffentlichen Zielen untergeordnet bleiben.
Diese Unterscheidung ist entscheidend für das Verständnis der sozialistischen Marktwirtschaft Chinas.
Öffentliches Eigentum verändert die Gleichung
In einer konventionellen kapitalistischen Wirtschaft befinden sich die meisten Produktionsmittel in Privatbesitz. Regierungen können einen Teil der daraus resultierenden Gewinne durch Besteuerung, Regulierung oder freiwillige Spenden zurückgewinnen, aber der Reichtum gehört in erster Linie den privaten Eigentümern.
Dies führt zu einem permanenten politischen Kampf. Regierungen benötigen Einnahmen, um Gesundheitswesen, Bildung und soziale Sicherheit zu finanzieren. Unternehmen und vermögende Privatpersonen haben unterdessen starke Anreize, ihre Steuerlast zu verringern, Vermögenswerte ins Ausland zu verlagern oder Gewinne in Niedrigsteuergebiete zu verlagern.
Staatliches Eigentum verändert dieses Verhältnis.
Wenn der Staat im Namen der Gesellschaft bedeutende Vermögenswerte hält, muss sich die Öffentlichkeit nicht vollständig darauf verlassen, privates Vermögen zu besteuern, nachdem es erst einmal geschaffen wurde. Sie hat bereits einen Anspruch auf die von staatlichen Unternehmen erwirtschafteten Erträge.
Chinas staatliche Unternehmen sind in den Bereichen Bankwesen, Energie, Telekommunikation, Verkehr und Schwerindustrie tätig. Ihre Gewinne können reinvestiert, in öffentliche Haushalte eingezahlt oder in Sozialfonds übertragen werden. Im Jahr 2017 hat der Staatsrat ein Programm formalisiert, das Teile des staatlichen Kapitals in Sozialversicherungsfonds überträgt und damit das staatliche Eigentum ausdrücklich mit der langfristigen Sozialversorgung verknüpft.1
Das bedeutet nicht, dass jedes Krankenhaus, jede Schule oder jede Rentenzahlung direkt auf ein staatliches Unternehmen zurückgeführt werden kann. Chinas Finanzsystem ist weitaus komplizierter. Es geht um einen strukturellen Aspekt.
Eine Regierung, die produktive Vermögenswerte besitzt, verfügt über Einnahmequellen, die über Steuern auf privates Kapital hinausgehen. Die soziale Fürsorge hängt nicht ausschließlich davon ab, private Eigentümer davon zu überzeugen, einen Teil ihrer Gewinne abzugeben. [Auch Russland profitiert davon.]
Das ist die praktische Bedeutung des sozialistischen Eigentums. Es handelt sich nicht lediglich um eine rechtliche Bezeichnung, die einem Unternehmen zugewiesen wird. Es verschafft der Gesellschaft einen dauerhaften wirtschaftlichen Anspruch auf einen Teil der Produktionskapazität des Landes.
Der Kontrast zu einem sozialdemokratischen Wohlfahrtsstaat ist wichtig. Auch nordeuropäische Länder bieten umfangreiche öffentliche Dienstleistungen an, die oft durch hohe Steuern finanziert werden. Doch Besteuerung und öffentliches Eigentum sind nicht dasselbe.
Die Besteuerung verlangt von privaten Eigentümern, einen Teil ihres Einkommens an die Gesellschaft abzugeben. Öffentliches Eigentum geht von der Prämisse aus, dass die Gesellschaft bereits einen Teil des ertragbringenden Vermögens besitzt.
Der Fall „Ant Group“
Die der Ant Group auferlegten Beschränkungen verdeutlichen, wie dieses Prinzip in der Praxis funktioniert.
Im November 2020 setzten die chinesischen Aufsichtsbehörden die geplante Doppelnotierung der Ant Group in Shanghai und Hongkong aus, die voraussichtlich der weltweit größte Börsengang geworden wäre. Die Shanghai Stock Exchange begründete dies mit Veränderungen im finanzaufsichtsrechtlichen Umfeld und Bedenken, dass Ant die Notierungsanforderungen möglicherweise nicht mehr erfülle.2
Außerhalb Chinas wurde die Entscheidung weithin als politischer Angriff auf die Privatwirtschaft dargestellt. Diese Lesart ignoriert jedoch die Finanzstruktur, die der rasanten Expansion von Ant zugrunde liegt.
Ant nutzte Daten, die über Alipay und sein umfassendes Plattform-Ökosystem gesammelt wurden, um Kreditnehmer zu bewerten, Kreditprodukte zu vermarkten und Kredite für Verbraucher und Kleinunternehmen zu vermitteln. Ein Großteil der zugrunde liegenden Finanzmittel wurde jedoch von Partnerbanken und anderen Finanzinstituten bereitgestellt.
Die Plattform konnte somit Technologie- und Dienstleistungsgebühren erheben, ohne denselben Anteil am Kreditrisiko zu tragen wie eine traditionelle Bank. Würden Kreditnehmer während eines wirtschaftlichen Abschwungs in Zahlungsverzug geraten, könnte ein erheblicher Teil der Verluste auf das regulierte Bankensystem entfallen.
Dies warf eine grundlegende Frage auf: War Ant in erster Linie ein Technologieunternehmen, oder übte es Bankfunktionen aus, während es gleichzeitig die für Banken geltenden Kapitalanforderungen und regulatorischen Auflagen umging?
Die chinesischen Aufsichtsbehörden entschieden sich letztendlich für den Sachverhalt statt für das Branding. Ein Unternehmen hört nicht einfach deshalb auf, ein Finanzinstitut zu sein, weil es die Kreditvergabe als technologische Innovation bezeichnet.
Das übergeordnete Problem war nicht der Widerstand gegen Innovation. Es war der Widerstand gegen ein Modell, bei dem Gewinne privatisiert werden konnten, während das Risiko auf Banken, Einleger und das gesamte Finanzsystem abgewälzt wurde.
Ant stellte zudem ein zweites Problem dar: die kommerzielle Nutzung personenbezogener Daten.
Digitale Plattformen sammeln enorme Mengen an Informationen über Identität, Käufe, Standort, soziale Kontakte, Gesundheit, Reisen und persönliche Gewohnheiten. Diese Informationen können zur Erstellung von Bonitätsbewertungen, für Werbung, Kreditentscheidungen und Finanzprodukte genutzt werden.
Das Unternehmen profitiert vom kommerziellen Wert. Die Person, deren Leben diese Daten hervorgebracht hat, wird selten dafür entschädigt.
Gleichzeitig tragen die Nutzer das Risiko von Überwachung, Diskriminierung, Datenlecks oder Missbrauch. Die Plattform profitiert von den Informationen, während ein Teil der potenziellen Kosten bei der Öffentlichkeit verbleibt.
Ökonomen bezeichnen diese Art von Ungleichgewicht als negative Externalität. Eine Fabrik, die einen Fluss verschmutzt, behält den Gewinn aus der Produktion, während sie einen Teil der Kosten an die umliegenden Gemeinden weitergibt. Ein digitales Unternehmen kann in vergleichbarer Weise agieren, wenn es personenbezogene Daten monetarisiert, ohne die sozialen Kosten für deren Erhebung und Verwaltung vollständig zu tragen.
Chinas Gesetz zum Schutz personenbezogener Daten, das 2021 in Kraft trat, verschärfte die Anforderungen in Bezug auf Einwilligung, Datenverarbeitung, sensible personenbezogene Daten und die Verantwortlichkeiten großer digitaler Plattformen.3 Das Gesetz spiegelt einen weiter gefassten Grundsatz wider: Technologische Innovation verleiht Unternehmen kein uneingeschränktes Eigentumsrecht am Leben und Verhalten ihrer Nutzer.
Dieser Grundsatz ist weit über die Ant Group hinaus von Bedeutung. In der digitalen Wirtschaft fungieren Daten zunehmend wie Arbeit, Boden oder Kapital. Sie sind ein Produktionsfaktor. Doch die damit verbundenen rechtlichen und wirtschaftlichen Rechte sind nach wie vor ungeklärt.
Wem gehören personenbezogene Daten? Sollten Einzelpersonen entschädigt werden, wenn Unternehmen davon profitieren? Wie viel Kontrolle sollten Plattformen über Informationen haben, deren Erzeugung Nutzer realistischerweise nicht vermeiden können?
Kein Land hat diese Fragen vollständig beantwortet. Doch China hat die Bereitschaft gezeigt, Unternehmen zunächst zu stoppen und die Regeln festzulegen, bevor sie so mächtig werden, dass sie nicht mehr regulierbar sind.
Märkte als Instrumente
China verfügte nicht immer über moderne Kapitalmärkte.
In der frühen Planwirtschaft verteilten staatliche Institutionen Investitionen direkt. Unternehmen mussten kein Kapital über öffentliche Börsen, Private-Equity- oder Risikokapitalfonds beschaffen.
Reform und Öffnung veränderten dieses System. Private Unternehmen entstanden, staatliche Betriebe wurden wirtschaftsorientierter, und neue Branchen erforderten flexiblere Finanzierungsformen.
China baute daraufhin Börsen, Anleihemärkte, Risikokapitalnetzwerke und spezialisierte Institutionen wie den STAR-Markt in Shanghai auf, der geschaffen wurde, um die Finanzierung von Wissenschafts- und Technologieunternehmen zu verbessern.4
Die bloße Existenz dieser Institutionen bestimmt noch nicht die Natur des Systems.
Eine Börse ist ein Mechanismus. Sie kann produktive Investitionen finanzieren, aber auch Spekulationen belohnen. Sie kann innovativen Unternehmen beim Wachstum helfen, aber auch Reichtum und politischen Einfluss konzentrieren. Sie kann der industriellen Entwicklung dienen oder Talente und Kapital aus der Realwirtschaft abziehen.
Die entscheidende Frage ist nicht, ob ein Land über Märkte verfügt. Die Frage ist, was von diesen Märkten erwartet wird – und was geschieht, wenn sie diese Rolle nicht mehr erfüllen.
Chinas Standpunkt ist, dass die Finanzwelt Produktion, Innovation und nationale Entwicklung unterstützen sollte. Sie sollte nicht zu einer autonomen Macht werden, die dem Staat die Politik diktieren kann.
Die wahre Kluft
Die Kluft zwischen Kapitalismus und Sozialismus wird oft darauf reduziert, ob es private Unternehmen, Milliardäre oder Börsen gibt.
Das ist zu oberflächlich.
China verfügt ganz offensichtlich über alle drei. Die tiefgreifendere Frage ist, ob privater Reichtum sich in unkontrollierte politische Macht umwandeln lässt.
In vielen westlichen Volkswirtschaften beeinflussen große Finanz- und Technologieunternehmen die Gesetzgebung, finanzieren politische Kampagnen, prägen die öffentliche Debatte und verhandeln aus einer Position enormer Stärke heraus mit Regierungen. Von den Regulierungsbehörden wird oft erwartet, dass sie mit den von ihnen beaufsichtigten Branchen verhandeln.
Chinas Modell beruht auf einer anderen Prämisse: Kapital mag zwar zum Wachstum beitragen, besitzt aber kein eigenständiges Recht zu herrschen.
Diese Macht kann uneinheitlich ausgeübt werden. Regulierung kann Unsicherheit schaffen, und staatliche Autorität ist nicht automatisch weise, nur weil sie stark ist. Aber eine schwache Regierung ist auch nicht neutral. Wenn sich der Staat zurückzieht, verschwindet die private Macht nicht. Sie füllt den Raum aus.
China lässt daher den Finanzsektor agieren, behält sich aber das Recht vor, dessen Grenzen zu definieren.
Märkte mögen dabei helfen zu entscheiden, wo Kapital investiert wird. Sie sollten nicht entscheiden, wozu die Gesellschaft da ist.[Hervorhebung durch mich: fett und kursiv]
Endnoten
[1] Staatsrat der Volksrepublik China, „China überträgt staatliche Vermögenswerte an Sozialversicherungsfonds“, 18. November 2017, https://english.www.gov.cn/policies/latest_releases/2017/11/18/content_281475941833500.htm.
[2] Shanghai Stock Exchange, „Entscheidung zur Aussetzung der Notierung der Ant Group Co., Ltd. am STAR-Markt“, 3. November 2020, wiedergegeben in Ant Group, „Bekanntmachung – Aussetzung der Notierung“, HKEXnews, https://www1.hkexnews.hk/listedco/listconews/sehk/2020/1103/2020110301888.pdf.
[3] Ständiger Ausschuss des Nationalen Volkskongresses, Gesetz zum Schutz personenbezogener Daten der Volksrepublik China, verabschiedet am 20. August 2021, in Kraft getreten am 1. November 2021, offizieller chinesischer Text: https://www.gov.cn/xinwen/2021-08/20/content_5632486.htm.
Wie wir festgestellt haben, ist der Titel des Artikels irreführend, da China über Aktien- und Anleihemärkte verfügt. Der Hauptunterschied besteht darin, dass das Kapital und dessen Einfluss streng reguliert sind und die festgelegten Grenzen nicht überschreiten dürfen. Kapitalisten sollen Kapitalisten bleiben und sich nicht in Chinas politische Angelegenheiten einmischen. Wir sehen oft genug Fälle menschlichen Versagens, in denen ein Beamter bei der Annahme von Bestechungsgeldern erwischt wird – ein Vergehen, das mit der Todesstrafe geahndet werden kann, was Chinas Ernsthaftigkeit in dieser Angelegenheit belegt. Eine mögliche Begründung ist, dass politisches Engagement die Wirtschaft davon abhält, sich auf das zu konzentrieren, was ihre eigentliche Aufgabe ist – Innovation, Modernisierung, die Erschließung neuer Märkte usw. China verfügt über eine riesige, sehr gut ausgebildete politische Klasse, die sich als äußerst kompetent in der Regierungsführung erwiesen hat, auch wenn sie, wie alle Menschen, gelegentlich Fehler begeht. In der Geschichte der USA gibt es mehrere Beispiele, bei denen die Bundesregierung zur Förderung des Gemeinwohls in Märkte, die Energieerzeugung und die Elektrifizierung eingreifen musste, am deutlichsten während der Weltwirtschaftskrise. Es gab auch das sogenannte „American System“, das von Politikern der Föderalisten und später der Whigs gefördert wurde und staatliche Investitionen in grundlegende Infrastrukturprojekte wie Straßen, Brücken und Kanäle forderte. (Es ist schade, dass Eisenbahnen anfangs nicht einbezogen wurden.)
Bei dem antikommunistischen Kreuzzug ging es ausschließlich um die Bewahrung des Privateigentums gegenüber dem öffentlichen Eigentum an Kapital und damit verbundenen Vermögenswerten. Es ist leicht zu erkennen, wie stark die Vorurteile der Reichen gegen das Öffentliche waren, die diesen Kreuzzug und seine Propaganda befeuerten. Und mit der Deregulierung geriet die Regierung in den Bann des neoliberalen Dogmas, wonach der öffentliche Bereich als etwas angesehen wird, das es zu verschlingen gilt – bis zu dem Punkt, an dem der breiten Öffentlichkeit kaum noch etwas gehört; selbst Ihr Haus und Ihr Auto gehören der Bank, die den Kredit für diesen Kauf gewährt hat. Im „Imperium“ leben derzeit mehr als 25 % der Bevölkerung bei ihren Eltern, weil sie sich keine Wohnung leisten können. Und diese Menschen haben keinen Anreiz, Kinder zu zeugen.
In seinem 2015 erschienenen Buch Killing the Host: How Financial Parasites and Debt Bondage Destroy the Global Economy beschrieb Dr. Hudson, wohin der Neoliberalismus und das Festhalten an seinem Dogma führen würden – und genau das erleben wir gerade. Die Nationen, die die Vorgaben des Westens abgelehnt haben, sind prosperiert, was im Grunde genommen der Grund dafür ist, dass sie Ziel wirtschaftlicher und/oder militärischer Angriffe sind. China hat dies vermieden, indem es scheinbar recht einfache Ideen im Zusammenhang mit dem Gemeinwohl übernommen hat, die die Grundlage dafür bilden, gesellschaftliche Unruhen zu vermeiden und fast eine Milliarde Menschen aus der Armut zu befreien. Es ist leicht zu erkennen, warum der Westen nicht möchte, dass die globale Mehrheit dem chinesischen Entwicklungsmodell nacheifert.
Die Herausforderung für China besteht darin, das Privatkapital streng zu regulieren. Die chinesische Geschichte ist voller Erzählungen von Großgrundbesitzern, die die Bauern ausbeuteten und gleichzeitig die lokale Regierung korrumpierten, die eigentlich dafür zuständig war, sie zur Ordnung zu rufen, während neuere Beispiele aus der Zeit der Herrschaft von Chiang Kai-shek und die Ereignisse auf Taiwan während der dortigen Diktatur für viele noch immer in lebhafter Erinnerung sind. Ich bin mir sicher, dass einige Leser überrascht waren über Chinas Sichtweise auf persönliche Freiheit im Gegensatz zu unternehmerischen Bestrebungen und über das Stellen grundlegender Fragen zu diesem Verhältnis, die im Westen sicherlich nicht in gleichem Maße gestellt werden. Die Frage, die sich immer mehr Menschen stellen, lautet: Werden wir Sozialismus oder Barbarei haben, und wie gelangen wir vom Letzteren zum Ersteren?
Quelle: Karl Sanchez / karlof1’s Geopolitical Gymnasium - Autom. Übersetzung
mehr zu china findest du im inserat: china propoganda + realität - inhalt: 8.8.26: Warum China keine Wall Street hat 26.7.26: videos 21.8.25 Felix Abt: Kollaps des China-Narrativs 10.7.25 Robert Fitzthum: Kommunale Basis-Demokratie in der Praxis 12.7.25 Andreas Mylaeus: Finanz-Imperialismus vs. Wirtschaft für die Menschen
Bericht zu den wichtigsten Märkten für Mittwoch, den 5. August 2026
∙ Bezahlt
In den letzten Jahren habe ich immer wieder über den Kernkonflikt unserer Zeit geschrieben: den Konflikt zwischen zwei alternativen Regierungssystemen. Dies ist der eigentliche Konflikt, der heute ausgetragen wird, im Gegensatz zu der konstruierten, falschen Dichotomie zwischen Rechts und Links , Kapitalismus und Sozialismus, die in den westlichen Narrativen nach wie vor tief verwurzelt ist. Diese falsche Dichotomie begeistert noch immer viele Menschen: Die einen machen den „Kapitalismus“ für alles Übel der Welt verantwortlich, die anderen verachten die „Sozialisten“, die alles, was sie anrühren, ruinieren.
Auf dem Holzweg
Doch wenn wir falsche Narrative übernehmen, sehen wir uns mit einigen unerklärlichen Paradoxien konfrontiert: Wie kommt es, dass die Mutterschiffe des westlichen freien Marktkapitalismus wie Großbritannien und die Vereinigten Staaten chronisch in Krisen stecken und bei vielen Indikatoren der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung zunehmend zurückfallen, während das „kommunistische“ China immer weiter aufsteigt und sie um Längen übertrifft?
Ein klares und präzises Verständnis der gegensätzlichen Regierungssysteme zu erlangen, ist heute womöglich das wichtigste Wissen, das wir uns aneignen können, denn der Konflikt zwischen ihnen treibt die Welt in eskalierende Kriege, die in einem nuklearen Weltkrieg enden könnten. Und nein, es handelt sich nicht um einen Kampf zwischen Sozialismus und Kapitalismus. Der Konflikt findet zwischen dem westlichen Kolonialsystem und jeder Nation statt, die sich dessen Unterwerfungsforderung widersetzt. Nationen, die die koloniale Unterdrückung ablehnen, wollen unabhängig sein und ihren souveränen Entwicklungsweg selbstbestimmt gestalten.
Der westliche Kolonialismus fordert den sogenannten „Freihandel“, der jedoch nur so lange Bestand hat, wie er den westlichen Kolonialmächten nützt. Er verlangt eine „regelbasierte Weltordnung“, in der die Regeln von den dominierenden Mächten diktiert werden und sich willkürlich ändern können, wann immer es ihnen passt. Unabhängige Nationen bevorzugen hingegen ihr nationales System der politischen Ökonomie. Doch der wichtigste Weg, das wahre Wesen verschiedener Systeme zu verstehen, ist, ihr tatsächliches Handeln zu untersuchen, anstatt sich auf ihre vermeintlichen Ziele zu konzentrieren. Freihandel sollte uns alle wohlhabend und reich machen – aber tut er das wirklich?
Die Erfolgsbilanz…
Mittlerweile verfügen wir über genügend historische Daten, um uns weder von Wert- oder Absichtserklärungen noch von ideologischen Etiketten täuschen zu lassen. In den letzten Wochen habe ich einen recht ausführlichen Bericht erstellt, der das Freihandelssystem mit den nationalen Systemen in Ländern wie den USA, Deutschland und Italien vergleicht. Dieser basiert größtenteils auf Material, das in den vergangenen Jahren in TrendCompass-Berichten veröffentlicht wurde. Ich werde den vollständigen Bericht in Kürze veröffentlichen; die YouTube-Version ist jedoch bereits unten verfügbar.
Vielen Dank, dass Sie I-System TrendCompass lesen! Bleiben Sie mit täglichen Updates und Handelssignalen in den wichtigsten Märkten immer auf dem Laufenden!
globale depression bewusst geplant? seine these ist gar nicht so verrückt:Für eine Gruppe mächtiger Milliardäre, Zentralbanker und Industrieller könnte eine globale Depression die Lösung sein. globale depression als lösung für den machterhalt der 1% multimiliardäre - auf kosten der 99% der bevölkerung...
Anders als die meisten Amerikaner kenne ich Trump und seine zahlreichen geschäftlichen Fehltritte seit Ende der 80er-Jahre. Seine Werte, Motive und Überzeugungen, gepaart mit seinen wiederholten Insolvenzen und seiner Anbiederung an Mafia-Bosse, kennzeichneten ihn als typischen Wirtschaftsmagnaten. Meiner Ansicht nach ist er ein unsicherer, paranoider, narzisstischer, soziopathischer Tyrann, dem jegliches Mitgefühl für andere fehlt.
Sein prahlerisches Auftreten, sein Stil, seine Lügen, sein begrenzter Wortschatz und seine impulsiven Entscheidungen scheinen auf eine Form von Demenz hinzudeuten. Sein guter Freund Jeffrey Epstein erklärte, er könne keine Bilanz lesen und denke nicht strategisch.
Diese Sichtweise scheint durch die Kriegsführung gegen den Iran bestärkt zu werden. Doch während seine Rhetorik den gängigen Mythen über das Land entspricht, wirken seine Entscheidungen dennoch bizarr. Das Argument, der Iran sei ein diktatorisches, autokratisches Regime unter der Herrschaft irrationaler, „verrückter Mullahs“, die Amerika hassen und, wenn sie könnten, einen Atomangriff auf die USA starten würden, mag vor etwa einem Jahr noch plausibel erschienen sein, hält aber einer kritischen Prüfung nicht mehr stand.
Die iranischen Vorbereitungen und Planungen der letzten 25 Jahre zeugen von einem hohen Maß an Rationalität. Ihre Bereitschaft zu Verhandlungen (dreimal trotz des Verrats der USA) und zur Unterzeichnung des Memorandum of Understanding beweist emotionale Reife. Die wiederholten Berichte des US-Geheimdienstes, wonach der Iran kein Atomwaffenprogramm besitzt und auch keins anstrebt, widerlegen die Behauptung, er wolle die USA mit Atomwaffen angreifen. Und die jüngste, beispiellose Demonstration der Einigkeit und Unterstützung für die iranische Verfassungsregierung widerlegt die Erzählung von einem Volk, das unter brutaler Unterdrückung leidet (und bereit ist, bombardiert zu werden, um frei zu sein, wie Trump behauptete!).
All das untergräbt die sogenannten Kriegsbegründungen. Es ist aber auch allgemein bekannt, wenn man genauer hinsieht. Ist es denkbar, dass dies den verschiedenen Geheimdiensten neu ist? Es ist eine Sache, öffentlich zu lügen, um eine bevorzugte Version der Geschichte zu untermauern – aber sind sie so blind oder ignorant, dass sie ihre eigenen Lügen glauben? Selbst die Unterstützung für die iranische Revolution wurde von den wichtigsten westlichen Meinungsforschungsinstituten über Jahrzehnte hinweg immer wieder dokumentiert.
Es ist klar, dass wir aus anderen Gründen als Regimewechsel oder Atomwaffen in diesen Krieg geraten sind. Die gängige Meinung ist, dass wir wegen Israel in diese Misere geraten sind – nun, vielleicht stimmt das, aber ich glaube, es steckt mehr dahinter.
Wenn man die Verrückten außer Acht lässt, jene pensionierten Generäle oder Politiker, die nichts weiter als kriegslüsterne Sprachrohre des militärisch-industriellen Komplexes sind, hat jeder vernünftige Geopolitiker, Militär- oder Wirtschaftsexperte unablässig vor den verheerenden Folgen einer Schließung der Straße von Hormus gewarnt. Leute wie Alex Krainer, Ray McGovern, Jeffrey Sachs und andere warnten schon im Vorfeld davor, dass es Wahnsinn wäre, einen Krieg mit dem Iran zu beginnen.
Doch Trump hat nicht nur den Krieg begonnen, sondern verschärft ihn nun auch noch – er bricht das Memorandum of Understanding, greift Iran wiederholt an und blockiert den Golf, während er Saudi-Arabien zu einem Angriff auf den Jemen anstiftet. Er ist völlig von Sinnen …
… aber vielleicht auch nicht. Hier ist eine verrückte Idee: Angenommen, die US-Hegemonie, das westliche Imperium, ist bankrott und im rapiden Niedergang, angeschlagen, aber immer noch eine Weltmacht – wie könnte sie diesen Niedergang aufhalten, neue Vermögenswerte als Sicherheiten erlangen und alle anderen schwächen?
Für eine Gruppe mächtiger Milliardäre, Zentralbanker und Industrieller könnte eine globale Depression die Lösung sein. Historisch gesehen haben kleine Gruppen in solchen Zeiten großen Reichtum angehäuft, während Privatpersonen, Unternehmen und ganze Nationen bankrott gingen und gezwungen waren, ihre Vermögenswerte zu Schleuderpreisen zu verkaufen. Die Schließung von Hormuz und Bab al-Mandab würde genau das bewirken.
Die Reaktion solcher Leute auf all die Warnungen vor dem Untergang im Falle eines Angriffs auf den Iran ähnelt der Aussage von Bruder Hase zu Bruder Fuchs: „Bitte wirf mich nicht ins Dornengestrüpp.“
Das wäre eine Erklärung, die zu den Fakten passt. Vielleicht ist Trump ja doch nicht so verrückt, sondern befolgt nur Befehle.
Stellen Sie sich vor, Sie fahren mit einer angenehmen Geschwindigkeit, vielleicht 80 oder 95 km/h, als plötzlich eine lose Plane von einem LKW vor Ihnen durch die Luft fliegt und Ihnen die Sicht nach vorn vollständig versperrt!
Mit etwas Glück können Sie die anderen Fahrzeuge neben sich etwas erkennen – aber das hilft nicht lange. Natürlich könnten Sie versuchen, mithilfe des Rückspiegels zu lenken – denken Sie mal kurz darüber nach.
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Wenn Sie sich wirklich vorstellen können, wie sich das anfühlen würde, wissen Sie, wie beängstigend und kontrollunfähig es ist. Sie müssten innehalten und sich neu orientieren – selbst langsames Fahren wäre gefährlich – sowohl für Sie selbst als auch für andere.
Das ist die Situation, in der wir uns heute befinden. Die Veränderungsgeschwindigkeit in Gesellschaft, Industrie, Wissenschaft, Kriegsführung, Technologie, Medien und Wirtschaft ist enorm und beschleunigt sich stetig. Dennoch werden unsere Regeln durch einen Blick in den Rückspiegel gemacht.
Wir sind stolz auf Gesetze, die über Jahrhunderte hinweg zum Schutz der individuellen Rechte entstanden sind. Präzedenzfälle sind wichtig, ebenso wie die Rechtsprechung – beides ist eng mit dem Gedanken verbunden, dass uns die Vergangenheit als Leitfaden dient.
Doch genau diese Gesetze und Fallbeispiele entstanden in früheren Zeiten relativer Ruhe und deutlich langsamerer Veränderungen. In einer einfacheren Welt. Heute versuchen wir, unsere Erfahrungen in den Kontext von gestern zu pressen.
Neue Gesetze für alte?
Beispielsweise basieren Eigentums- und Besitzgesetze allesamt auf Konzepten der physischen Welt – nicht der digitalen. Piraterie impliziert Diebstahl – man besitzt nun etwas, das zuvor einem selbst gehörte. In der digitalen Welt hingegen lässt sich dies besser als Teilen beschreiben, wo aus einem einzigen Objekt nun viele werden und ich dennoch mein Original besitze.
Gleichzeitig geschieht das Gegenteil. Großkonzerne melden Patente auf menschliche Gene an (wie konnte es dazu kommen?). Patentgesetze sollten ursprünglich einzelne Erfinder schützen, damit diese von ihrer Kreativität profitieren konnten. Heute werden sie von Megakonzernen missbraucht, um sich kommerzielle Vorteile zu verschaffen und Wissen aus dem öffentlichen Besitz (unserem) in den privaten Besitz (ihren) zu überführen.
Wir befinden uns an einem jener Wendepunkte der Geschichte, an denen es überdeutlich wird, dass unsere alten Regeln nicht mehr greifen. Doch die Lage ist noch gravierender, als es zunächst scheint. Unsere Denkweisen über die Welt und unsere Erfahrungen sind unzureichend.
Die meisten von uns wurden darauf trainiert, linear und rational zu denken – unsere Schulen und Universitäten lenken unser Denken in diese Richtung. Und dadurch wird unsere Fähigkeit eingeschränkt, unsere komplexe, nichtlineare und irrationale Welt zu begreifen.
Manche würden ein malthusianisches Argument vorbringen, das die meisten Menschen nicht verstehen müssen – die Armen seien immer da gewesen und man könne ihnen nicht helfen. Solange nur die gesellschaftlichen Führungskräfte die richtigen Entscheidungen träfen.
Doch unsere sogenannten Führungskräfte und Entscheidungsträger verstehen das auch nicht – auch sie sind ein Produkt linearen, rückwärtsgewandten Denkens. Als Folge dieses überholten, mechanischen Denkens haben wir eine Welt aus Maschinen, Zahnrädern und Getrieben geschaffen – ein Produkt unserer eigenen Vorstellungskraft. Eine Welt, die in der Natur nicht existiert – eine kalte Welt aus geraden Linien, Quadraten, linearem Verhalten, einfachen Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen. Im wahrsten Sinne des Wortes – eine unnatürliche Welt. Aber eine Welt, die für uns scheinbar funktionierte.
Zumindest war das die Idee – dass es für uns funktionierte. Das Problem ist, dass wir zunehmend für die Maschine arbeiten. Wir arbeiten für sie. Wir leben nicht mehr im Einklang mit der Natur, genießen nicht mehr den Rhythmus der Jahreszeiten, begrüßen nicht mehr jeden Neumond oder die Lebensfreude des Frühlings.
Heute arbeiten wir im unerbittlichen 24-Stunden-Takt der Maschine – vernachlässigen unsere Lieben – rasen, um Termine einzuhalten – schwitzen 50 Wochen im Jahr, nur um dann für zwei Wochen zu entfliehen und einen kurzen Hauch der Natur wiederzuerleben.
Was wir geschaffen haben, ist die einzigartige Unternehmenswelt. Wirtschaft und Handel sind aus unseren sozialen Interaktionen hervorgegangen und so tief in unserer Psyche verankert, dass sie uns natürlich erscheinen, obwohl sie in der Natur sonst nirgends vorkommen. Die Tatsache, dass Wirtschaft und Unternehmenstätigkeit aus unseren sozialen Strukturen entstehen und in diese eingebettet sind, gerät in Vergessenheit.
Unternehmensspaltung
Es hat sich eine falsche Sichtweise herausgebildet. Man hat versucht, die Unternehmenswelt von der gesellschaftlichen Welt zu trennen, als wären sie parallel. In vielerlei Hinsicht stehen globale Konzerne außerhalb des Gesetzes. Sie können ungestraft morden. Zwar haben Bewegungen für das allgemeine Wahlrecht theoretisch alte Formen sozialer Herrschaft durch demokratischere Institutionen ersetzt, doch die tatsächliche Macht ist der Rechenschaftspflicht entzogen.
Politische und soziale Institutionen mögen zwar formal Konsultation und Repräsentation praktizieren, doch die politische, finanzielle und militärische Macht konzentriert sich unaufhaltsam in immer weniger, nicht gewählten Händen. Die Wirtschaft wird von der Gesellschaft in keiner Weise wirksam zur Rechenschaft gezogen. Soziale Verantwortung wird der unternehmerischen Verantwortung untergeordnet.
So wurden beispielsweise europäische Bemühungen zur Einführung einer verbindlichen Unternehmensverantwortung von Interessengruppen vereitelt, die der Ansicht sind, dass soziale Verantwortung in Ordnung ist, solange sie nicht im Widerspruch zur gewinnorientierten Mission und den Zielen eines Unternehmens steht.
Es scheint, als ob die Wirtschaft sich im Wettbewerb mit der Gesellschaft sieht und soziale Normen und Verpflichtungen nur oberflächlich beachtet. Globale Konzerne betrachten die Gesellschaft als Ressource, nicht als Quelle ihres Seins. Diese Weigerung, die wahren, sozialen Wurzeln der Wirtschaft anzuerkennen, ist gefährlich und muss behoben werden. Andernfalls wird die Entstehung einer orwellschen, postdemokratischen Welt weiter begünstigt, in der globale Konzerne wie gigantische Frankenstein-Monster umherstreifen: seelenlose Ungeheuer, die unaufhörlich immer mehr menschliche und natürliche Ressourcen verbrauchen.
Reflexionsvermögen und Empathie werden aus der Unternehmenskultur verdrängt, während aggressive, soziopathische Individuen mit Intrigen und Machtkämpfen nach oben streben. Als Gruppe haben diese sogenannten Führungskräfte die Unternehmenswelt nach ihrem eigenen traurigen und einsamen Bild geformt. Ihr Kapitalismus will keinen Wettbewerb, er will Herrschaft.
Die Folgen sind in den Beziehungen der USA zu China deutlich sichtbar. Anstatt die chinesische Entwicklung durch eigene Verbesserungen positiv zu unterstützen, versucht Amerika, chinesische Technologie zu verbieten. Auch Trumps unsinnige Zölle zielen darauf ab, Länder zu bestrafen, die mit den USA konkurrieren könnten.
Das Konflikt-Mentalmodell
Diese Haltungen sind eine Abweichung vom Normalen – sie widersprechen der menschlichen Evolution. Doch sie sind nicht neu – sie entstehen, wenn das eigene Weltbild von Konflikten geprägt ist. Das Bild oben in diesem Artikel zeigt Schloss Hochosterwitz in Österreich. Wer von diesem Konfliktmodell beherrscht wird, endet einsam und ängstlich, versteckt hinter Burgmauern – fernab der Menschheit.
Die sogenannten „Tech Bros“, die sich um Trump scharen, unterscheiden sich nicht von den Baronen, die König Johann zur Unterzeichnung der Magna Carta zwangen. Entgegen der gängigen Annahme ging es in diesem Dokument nicht um die Freiheit des Volkes, sondern um den Erhalt und die Ausweitung der Rechte und des Schutzes der Barone.
Ähnlich verhielt es sich mit den Gründervätern Amerikas: Sie waren größtenteils wohlhabende britische Kaufleute, Akademiker und Landbesitzer, von denen einige auch Sklaven besaßen. Sie kämpften gegen die Ausbeutung ihrer Welt durch König Georg, einen fremden Herrscher, und schufen Gesetze, um diese zu schützen.
Doch ihre Welt ist nicht unsere Welt. Ironischerweise hat ihre Verfassung den Aufstieg eines faktischen modernen Königs – Donald Trump – zur Macht ermöglicht, zusammen mit einer unterwürfigen Schar von Höflingen, die über seine Witze lachen und seinen Äußerungen zustimmen.
Der Glaube an die US-Verfassung ist zu einer Art Religion geworden – unhinterfragt, als sei sie von oben herab verkündet worden. Doch sie stammt nicht von oben, sondern ist ein Dokument, verfasst von wohlmeinenden Männern nach bestem Wissen und Gewissen. Männer, die ein Kind ihrer Zeit waren, nicht unserer.
Wie der Autofahrer, der plötzlich erblindet und den Weg nicht mehr sehen kann, brauchen wir neue Regeln, abgeleitet von einer neuen Perspektive. Einer Perspektive, die unseren Platz in der Natur anerkennt. Die zwischen komplexen menschlichen Systemen und linearen Wirtschaftssystemen unterscheidet. Die andere Perspektiven einbezieht, um Isolation zu verhindern. Die Gesetze als intelligente Wegweiser und nicht als stumpfsinnige Verbote interpretiert.
Die gute Nachricht ist: Wir alle kennen und nutzen Komplexität intuitiv und gehen ständig damit um. Es handelt sich nicht um ein schwieriges Thema, das „für jedermann unverständlich“ ist. Im Gegenteil: Jedes Mal, wenn wir in den Spiegel schauen, einen Gedanken oder ein Gefühl haben oder jemanden begrüßen, bewegen wir uns in einem komplexen System.
Lass uns reden
Wir dürfen nicht vergessen, dass auch andere Menschen keine Maschinen sind, genauso wenig wie wir. Willkommen in der Menschheitsfamilie! Sie hat vor langer Zeit begonnen, und wir sind noch lange nicht am Ziel. Aber wenn du dich umschaust, wirst du viele gute Menschen sehen, genau wie dich. Frag sie doch einmal nach sich selbst und wie wir gemeinsam die Welt verbessern können.
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Geopolitische Ökonomie-Stunde mit Michael Hudson – Trump, die Demokraten und die Zwischenwahlen 2026
Radhika Desai:
Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von „Geopolitische Ökonomie“, dem sozialistischen und antiimperialistischen Gespräch, das die sich rasant verändernde politische und geopolitische Ökonomie unserer Zeit beleuchtet. Ich bin Radhika Desai, und Sie sehen Radhika Desai, Geopolitische Ökonomin. Bevor wir mit dieser Folge fortfahren, möchte ich Sie kurz bitten, dieses Video zu liken und zu teilen, unseren YouTube-Kanal zu abonnieren und uns – wenn möglich – mit einer Spende zu unterstützen. Das können Sie über Patreon, als zahlender Abonnent bei Substack oder als Mitglied hier auf YouTube tun. Ihre Unterstützung hilft uns, weiterhin hochwertige Inhalte kostenlos anzubieten. Und nun zurück zum Hauptthema. In der heutigen Folge von „Geopolitische Ökonomie“ sprechen wir wie gewohnt alle zwei Wochen mit Professor Michael Hudson.
Willkommen, Michael.
Michael Hudson:
Schön, hier zu sein.
Radhika Desai:
Michael, in unserem letzten Gespräch ging es darum, wie Trump die US-Wirtschaft umgestaltet hat, indem er die Kluft zwischen Arm und Reich vertieft, die Reichen noch reicher und die Armen noch ärmer gemacht hat. Unglücklicherweise für Trump stellt die arme Bevölkerung die Mehrheit dar, und seine Wirtschaftspolitik bereitet unweigerlich den Boden für eine Wahlniederlage der Republikaner bei den Zwischenwahlen. Trump weiß das und versucht mit allen Mitteln, den scheinbar unvermeidlichen Verlust des Repräsentantenhauses und des Senats und damit des gesamten Kongresses abzuwenden. Die Folgen eines solchen Verlustes für Trump wären potenziell unabsehbar, denn hätten die Demokraten die Mehrheit im Kongress, würden sie zahlreiche Untersuchungen gegen Trump in verschiedensten Bereichen einleiten – das Ausmaß seiner persönlichen Korruption ist astronomisch – und ihn natürlich anklagen, wenn die Möglichkeit bestünde. Für Trump steht also bei diesen Wahlen viel auf dem Spiel. Lassen Sie mich Ihnen zunächst einen kurzen Überblick geben. Hier ist die Grafik der New York Times zu Trumps Zustimmungswerten, und wie Sie sehen können, sind seine Ablehnungswerte gestiegen, während seine Zustimmungswerte seit dem 10. März 2025 – also nicht einmal zwei Monate nach seiner Amtseinführung – stetig gesunken sind.
Der Rückgang und der Anstieg hatten bereits deutlich früher begonnen, doch die Zustimmungswerte fielen um den 10. März 2025 unter die Ablehnungswerte. Diese Zahlen wurden auf den heutigen Stand, den 28. Juli, aktualisiert. Donald Trump befindet sich also in einer äußerst prekären Lage. Wie wir letztes Mal besprochen haben, hat Trump diese Situation selbst verschuldet. Um die Wahl zu gewinnen, versprach er den amerikanischen Wählern das Paradies, nur um dann im Interesse seiner kapitalistischen Günstlinge – der größten, am stärksten finanzorientierten und spekulativsten Konzerne – zu regieren. Er hat ihnen unter anderem die Hölle der Inflation, sinkender Reallöhne, Verschuldung und Repression beschert. Trump weiß also, dass er in Schwierigkeiten steckt. Michael, wie beurteilst du diese Situation?
Was fällt Ihnen am meisten auf unter all den verschiedenen Dingen, die er unternommen hat, um das abzuwenden, was er kommen sieht?
Michael Hudson:
Radhika, ich wünschte, du hättest die passende Grafik zu dem, was du gezeigt hast. Die öffentliche Ablehnung der Demokraten ist fast genauso groß wie die von Trump. So sehr ich Trump und seine Politik auch verabscheue – und natürlich ruiniert er die US-Wirtschaft und die Politik –, die Demokraten tun es genauso. Deshalb waren du und ich Berater von Jill Stein für die Grünen. Trumps Sieg lag vor allem daran, dass Jill nach Michigan, Minnesota und Wisconsin reiste, Bundesstaaten mit hohem muslimischem Bevölkerungsanteil, die gegen den Krieg gestimmt hatten. Sie wussten, dass die Demokraten die kriegsbefürwortende Partei waren, und sie wollten nicht zulassen, dass der kriegsbefürwortende Kandidat gewinnt – entweder blieben sie zu Hause oder wählten Jill Stein, wenn sie konnten. Ich war in New York City, wo Jill Stein gar nicht auf dem Wahlzettel stand. Wir kommen noch zu den Problemen bei der Wahl.
Radhika Desai:
Michael, ich zeige dir gleich das gewünschte Diagramm. Einen Moment bitte. Es reicht bis ins Jahr 2017 zurück – der für uns relevante Abschnitt beginnt etwa Anfang 2025, ungefähr hier. Man sieht, dass die Zustimmungswerte (grüne Linie) gesunken und die Ablehnungswerte (rote Linie) gestiegen sind – vielleicht nicht ganz so stark wie bei Trump, aber in dieselbe Richtung. Seit Ende Januar 2025 bewegen sich die Demokraten im Wesentlichen in dieselbe Richtung wie Trump.
Michael Hudson:
Und wie hoch ist diese Zustimmungsrate?
Radhika Desai:
Aktuell, Stand 8. Juni, liegt die Ablehnung bei 56,6 Prozent und die Zustimmung bei 40,5 Prozent.
Michael Hudson:
Okay. Well, that’s my point. What we’re likely to see in this election is one of the smallest voter turnouts ever. I don’t approve of Trump, and I’m certainly not going to vote for the Democrats. When we were talking with Jill Stein, her position was: as awful as the Republican Party is, there cannot be any political or economic progress for wage earners in America until you end the Democratic Party. It would be best to have just one party and let all the candidates run on it. I think there’s a real revulsion against the Democratic Party — certainly on websites I follow, like Naked Capitalism.
Zelensky and Netanyahu are going to be meeting mainly with Democrats, who they’ll expect to be their strongest supporters. The scuttlebutt online is that Trump will try to stay as independent from them as he can, telling Israel to withdraw from Lebanon and stop the ethnic cleansing — that calling people subhuman while grabbing their territory and torturing them is Nazism, and America still remembers World War Two from all the old movies. So the Democratic National Committee has spent the last two weeks making almost hysterical statements: socialism is bad, it’s terrible that our candidates are winning. And what are the winning candidates actually saying?
That they don’t take AIPAC money. That’s going to be one of the big issues in this election — who’s taking AIPAC money and who isn’t. For the primaries beginning in January, the Democrats have arranged things so that, as usual, they’ll get a Republican candidate running as a Democrat who’s completely aligned with Trump without being Donald Trump. Their answer is to hold the first primaries in right-wing states, so the voters skew right-wing, giving the edge to candidates who want to privatize Social Security and cut Medicare — Trump’s own program, essentially.
That’s why they’ve picked South Carolina, which is what killed Bernie Sanders’s campaign in 2016, when the leading Black congressman there — everyone waiting to hear what he’d say — endorsed Biden as the one who understood them best. One of the most corrupt politicians in Congress, using racial appeals to mobilize the Black vote against pro-labor candidates. That’s how things are shaping up. Opinion polls show that most American voters actually prefer the word “socialism” to “capitalism.” Yet if you read the Wall Street Journal, you’ll find people like Obama’s former chief of staff, Rahm Emanuel, writing a weekly column: “We’ve got to crush the socialists.
Fortunately, the whole Democratic National Committee gets its funding from Wall Street and Silicon Valley — we have the money to outspend them.” The socialists don’t have that; all they have are small individual contributions, while the establishment has billionaire money to kill them with. So will people really believe the socialist candidates who say, “Nobody’s bought us, because they don’t like what we say”? If you depend on campaign contributors, they’ll ask what you can give them, and the answer becomes: we can deliver our constituency to serve Wall Street and Silicon Valley billionaires — deliver our voters, whether workers, farmers, Black or Hispanic communities — through a false populism. So I don’t think a strong Democratic victory is a sure thing. And even if the Democrats win the House, whenever there’s a key vote, a handful of Democrats will always shift to vote with the Republicans and block anything genuinely popular from being enacted. Voters realize that, which is why I expect a low turnout
and the most motivated people in a low-turnout election were supposed to be the Republicans. But even Trump’s MAGA base is realizing he’s a fraud who has delivered them to his financial backers — to Miriam Adelson, to the Silicon Valley crowd, to the cryptocurrency industry he’s been pushing so hard.
Radhika Desai:
This is a very important point, Michael, and it’s one we should come back to at the end, though it’s worth anticipating now. What we’re looking at is the destruction of whatever democracy ever existed in the United States
Der Mechanismus, der die Wünsche der einfachen Bevölkerung in die Handlungen der Machthabenden umsetzt. Diese Zerstörung dauert schon seit Jahrzehnten an, seit die Demokratische Partei unter Bill Clinton beschloss, jeglichen Anschein einer Arbeiterpartei aufzugeben und den Reagan-Vergleich zugunsten des Großkapitals zu akzeptieren. So wie die Republikaner unter Trump die weiße Arbeiterklasse getäuscht haben, haben die Demokraten dasselbe mit der schwarzen Arbeiterklasse getan. In beiden Fällen erhalten sie die Stimmen und tun dann im Amt das, was sie beide gleichermaßen gut können: einer kleinen, wirtschaftsstarken Elite dienen.
Das gesamte Parteiensystem ist zersplittert, und ich denke, bis zu den Wahlen im November, wenn die Vorwahlen beginnen, werden wir so etwas wie einen internen Machtkampf innerhalb der Demokratischen Partei erleben. Die demokratischen Sozialisten – die einige Erfolge erzielt haben und dadurch gestärkt sind – stehen den etablierten Demokraten gegenüber, die nicht von ihrer Abhängigkeit von Konzernspenden lassen können und die Sozialisten mit allen Mitteln bekämpfen werden. Rahm Emanuel hält diese Rede, und wenn man CNN verfolgt, wird deutlich, dass der Sender die demokratischen Sozialisten unterstützt und gegen sie vorgeht. Er argumentiert, diese würden die Zukunftsaussichten der Partei ruinieren – dabei sind es in Wirklichkeit Leute wie Rahm Emanuel, die die Zukunftsaussichten der Partei ruinieren. Wir werden also miterleben, wie sich dieser interne Machtkampf entfaltet.
Ich habe mir derweil auch die Finanzierungslage angesehen: Demokratische Kandidaten und Amtsinhaber sammeln zwar problemlos Spenden von Einzelpersonen, aber was die Parteikassen angeht – also das Geld der politischen Aktionskomitees (PACs) und der Parteien selbst –, liegen die Republikaner weit vorn, während die Demokraten sogar verschuldet sind. Und der Großteil des Vermögens von Milliardären fließt an die Republikaner. Laut einem Artikel im Magazin Fortune haben Milliardäre bereits 433 Millionen Dollar in die Zwischenwahlen 2026 investiert, und 80 Prozent davon gehen an die Republikaner. Man sieht also, wer hier im Vorteil ist. Trump wird nichts unversucht lassen, um noch mehr Geld zu sammeln – er vergibt Staatsaufträge und staatliche Vergünstigungen an jeden CEO, der bereit ist zu spenden. Dennoch bereitet er zweifellos den Boden dafür, die Wahlergebnisse anzufechten, sollten sie für ihn ungünstig ausfallen.
Michael Hudson:
Yes, he always rules by emergency. All the tariffs he began with were justified as a national emergency, and he’ll find a reason to declare an emergency for anything — some nefarious foreign plot, or a “communist plot.” Anyone who isn’t for him becomes a communist, just like the McCarthy era I grew up in. So what will he do? I think he’ll claim the voting machines can easily be interfered with, and that mail-in ballots can’t be trusted — that ballot boxes have been stuffed, and there’s no way to verify a mailed-in ballot came from a real citizen. He’s making it very hard: if you were born abroad and you go to vote in a state Trump is focused on, and they ask for your birth certificate, getting one from your country of birth can take a long time. And if you’re an immigrant with even a minor infraction like a jaywalking ticket on your record, you may be afraid to show identification at all, worried they’ll ask for proof of citizenship you don’t have because you were born here.
Radhika Desai:
Exactly. As this Guardian story shows — and it’s just one of many — it’s clear he’s laying the groundwork to tamper with the midterm results. If he doesn’t like the outcome, he can claim China and Venezuela tampered with the voting machines, that registers were manipulated, that mail-in ballots can’t be trusted. All of this lets him allege fraud and refuse to accept the results — and this time he’s in a much better position to do that than in 2020, because this time he remains president throughout.
Michael Hudson:
He also trusted Bill Barr last time, and most of his appointees didn’t want to go along with him — he had poor judgment about people and let the Republican establishment choose them. This time he has personally loyal enforcers.
Radhika Desai:
Genau, und der Kongress ist machtlos gegen ihn. So bereitet er auf all diese Weise den Boden, um die Wahl gegebenenfalls für ungültig erklären zu können. Er versucht außerdem, das Wahlrecht einzuschränken, insbesondere durch seinen Widerstand gegen die Briefwahl, die in vielen Bundesstaaten weit verbreitet ist, und durch die Forderung nach strengeren Ausweispapieren – Reisepass, Geburtsurkunde.
Jemand wies darauf hin, dass dies insbesondere Frauen betreffen wird: Wer nach der Heirat seinen Namen geändert hat, muss mit erheblichen Schwierigkeiten rechnen, die Übereinstimmung von Geburtsurkunde und Reisepass nachzuweisen, und viele werden sich schlichtweg gegen die Stimmabgabe entscheiden. Er versucht, die Wahlbeteiligung zu senken und Wahlkreise zu manipulieren – Louisiana wurde erst kürzlich neu zugeschnitten, um mehr sichere republikanische Sitze zu schaffen. All dies sind Methoden, mit denen er den Wahlprozess untergräbt.
Michael Hudson:
Wir sprechen seit einem Jahr darüber, dass die USA wirtschaftlich gescheitert sind, und so wie Sie es beschreiben, ist es auch politisch gescheitert. Anders als im europäischen Parlamentarismus, wo Bernie Sanders oder jeder andere eine echte dritte Partei gründen und das diskreditierte Establishment sofort überflügeln könnte, sitzt man in Amerika in diesem Duopol fest – einer Einparteienherrschaft mit zwei Gesichtern. Man kann für dasselbe Programm stimmen, egal ob man „Ja, bitte“ oder „Ja, danke“ sagt. Es gibt keine wirkliche Alternative, und diese wird politisch unterdrückt – verstärkt durch einen Obersten Gerichtshof, der die Rechte unterstützt, und durch die Tatsache, dass die schlimmsten rechten Richter oft mit Hilfe der Demokraten bestätigt wurden.
Michael Hudson:
Nehmen wir Clarence Thomas. Als Biden den zuständigen Senatsausschuss leitete, arbeitete er mit Senator Grassley aus Iowa zusammen, um einen dezidiert rechtsgerichteten Richter zu finden, der zufällig schwarz war, damit es akzeptabel aussah. Es ist kein Zufall, dass Rahm Emanuel Obamas Stabschef war – man wollte eine weitere Person, die ihre eigene Wählerschaft verraten konnte, während sie der Wall Street und der Wirtschaft in Washington diente. Republikaner bezeichnen die Demokraten als die Partei der schwarzen, hispanischen und LGBTQ-Minderheiten; die Demokraten entgegnen, indem sie sich als Zentristen bezeichnen und sagen, Amerika wolle, dass sie die Kämpfe beenden und in der Mitte bleiben. Aber was ist ein Zentrist? Jemand, der den Markt nicht stören will – denn das wäre Sozialismus. Ein Zentrist ist in Wirklichkeit ein Antisozialist, ein Privatisierer, ein Thatcher-Anhänger. Genau das sind die Demokraten geworden. Es wäre interessant zu sehen, welcher Anteil der Spenden an die Demokratische Partei tatsächlich von Milliardären stammt, denn was sie wollen, ist im Wesentlichen dieselbe Politik wie in der Obama-Ära.
Radhika Desai:
In dem von mir gezeigten Beispiel spenden die Milliardäre zwar immer noch an die Demokratische Partei, aber nur 20 Prozent ihrer Spenden fließen dorthin – 80 Prozent gehen an die Republikaner.
Michael Hudson:
Und von dem Geld, das tatsächlich an die Demokraten fließt, unterstützt ein Großteil Kandidaten, die im Wesentlichen rechtsgerichtete Demokraten sind.
Radhika Desai:
Absolut, daran besteht kein Zweifel. Ich denke, diese Zwischenwahlen werden ein ziemliches Chaos werden, und es wird interessant sein zu beobachten, wie sich die verschiedenen Aspekte entwickeln. Sie erwähnten die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs, die faktisch besagt, dass es in den Vereinigten Staaten keinen nennenswerten Rassismus mehr gibt. Daher benötigen Bundesstaaten mit einer Geschichte rassistischer Diskriminierung keine Zustimmung des Bundes mehr, um ihre Wahlgesetze zu ändern. Zweifellos werden republikanisch regierte Bundesstaaten dies nutzen, um es schwarzen Wählern und anderen Wählergruppen, die Trump voraussichtlich nicht unterstützen werden, zu erschweren, ihre Stimme abzugeben – ein schwerer Rückschlag für die Errungenschaften der Bürgerrechtsbewegung. Und falls die Wahlergebnisse gegen Trump ausfallen und die Menschen auf die Straße gehen, um das Ergebnis zu verteidigen, hat Trump auch die Infrastruktur politischer Repression aufgebaut, insbesondere durch die Einwanderungsbehörde ICE. Er hat von einer Überwachung der Wahlen gesprochen, und wenn er ICE oder eine andere Truppe im Stil der Prätorianergarde an den Wahllokalen einsetzt, würde allein das die Wahlbeteiligung stark reduzieren.
Michael Hudson:
Ja – ICE-Beamte an jedem Wahllokal würden bedeuten, dass auch hispanische Bürger schikaniert würden, und das kostet Zeit und führt zu sehr langen Warteschlangen, vor allem in städtischen, demokratisch geprägten Gebieten. Und was das Krisenmanagement angeht: Die Wahl findet Anfang November statt, aber der neue Kongress tritt sein Amt erst im Januar an. Das lässt zwei Monate für das, was, wie ich meine, wir beide prognostiziert haben, eine echte Wirtschaftskrise sein wird. Trump hat den Markt mit Öl aus der strategischen Ölreserve überschwemmt, um die Preise niedrig zu halten und eine Gegenreaktion auf die inflationären Auswirkungen des Ölpreiskriegs zu vermeiden.
Das wird er bis zur ersten Novemberwoche so weitermachen. Nach der Wahl ist dann mit einer Kostenexplosion zu rechnen, und Trump wird den Notstand ausrufen, der es ihm erlaubt, besondere präsidiale Befugnisse in Anspruch zu nehmen und die normalen Regeln des zivilen Lebens außer Kraft zu setzen.
Radhika Desai:
Es wäre also ein politischer Notstand, der auf dem Fundament der von ihm bereits verursachten Wirtschaftskrise ruht. Hinzu kommt der Aufstandsbekämpfungsakt, der Trump ermächtigt, das Militär zur Niederschlagung von Unruhen einzusetzen – ein Mittel, das er gegen jeden Volksaufstand einsetzen würde, der eine gegen ihn und die Republikaner gerichtete Wahl verteidigt.
Hinzu kommt, dass Trump bei seiner Wahl KI und Bitcoin skeptisch gegenüberstand, sich seither aber eng mit den Unternehmen verbündet hat, die diese Entwicklungen vorantreiben – darunter Persönlichkeiten wie Elon Musk, Teil einer neuen, rücksichtslosen Kapitalistenelite, die die Demokratie mit Füßen treten will. Peter Thiel, der Gründer von PayPal und Kopf hinter Palantir, formuliert es so: Er bekennt sich weiterhin zur „echten menschlichen Freiheit“ als Voraussetzung für das höchste Gut – was in Wirklichkeit die Freiheit der Reichen bedeutet, so viel Geld zu verdienen, wie sie wollen. Er fährt fort, dass er sich in den letzten zwei Jahrzehnten radikal verändert habe und nicht mehr glaube, dass Freiheit und Demokratie vereinbar seien. Was er will, ist ein System, in dem Leute wie er ohne jegliche soziale Regulierung agieren können – selbst Regulierungen zur Korruptionsbekämpfung, wie etwa Insiderhandelsgesetze, sollen abgeschafft werden, sodass alles, was er tun will, legal wird.
Michael Hudson:
Den Grundstein dafür hat er mit DOGE – Musks Abteilung für Regierungseffizienz – gelegt, indem er Regierungsangestellte entlassen hat.
Radhika Desai:
Entschuldigung, Michael – Sie meinen das Ministerium für Regierungseffizienz?
Michael Hudson:
Ja. Die Mitarbeiterzahl der US-Steuerbehörde (IRS) wurde drastisch reduziert, sodass die Steuerprüfung der Reichsten nicht mehr möglich ist – selbst normale Steuerzahler kommen kaum noch durch. Der Wetterdienst wurde trotz der vielen Tornados, Überschwemmungen und Dürren, die wir erleben, stark eingeschränkt. Auch die Forschungs- und Entwicklungsgelder der Universitäten wurden gekürzt – die Financial Times hatte kürzlich einen ausführlichen Artikel darüber. Forschung braucht Zeit, und bis die Ergebnisse vorliegen, ist die Amtszeit dieser Regierung entweder vorbei oder sie fließen nicht mehr in die Quartalsgewinne von Unternehmensleitern ein. Daher ist die Regierung in hohem Maße unfähig zu regulieren, selbst dort, wo noch Gesetze existieren, weil niemand mehr da ist, der sie durchsetzen kann. Das ist die alte Stalin-Zeile: Als ihm gesagt wurde, der Vatikan würde sich ihm widersetzen, fragte er: „Wie viele Abteilungen hat der Papst?“ Trumps Version lautet: Wie viele Beamte und Regulierungsbehörden beschäftigt die Regierung überhaupt noch? Nachdem wir diese Belegschaft drastisch reduziert haben, gibt es niemanden mehr, der reguliert werden könnte – nur noch den Präsidenten, der innerhalb der Exekutive agiert, da es keine funktionierende Regulierungsinstanz der Regierung mehr gibt.
Radhika Desai:
Das erinnert mich daran: Trump wurde einmal gefragt, ob er irgendeine Kontrolle seiner Macht akzeptiere, und er nannte nur eine: die Kontrolle seines eigenen Gewissens. Angesichts dessen, was Trumps Gewissen wohl beschäftigt, ist das im Grunde gar keine Kontrolle – er hat öffentlich erklärt, dass seine Macht unkontrolliert sei. Hinzu kommt noch eine weitere Ebene: Der Iran-Krieg, der immer wieder neu entfacht wurde, wird sich wohl zumindest bis zu den Zwischenwahlen in diesem Muster fortsetzen. Letzte Woche warnten viele Kommentatoren vor einer massiven Eskalation – so etwas wie einem Dritten Weltkrieg –, doch am Ende der Woche hatte Trump die Angriffe abgesagt und behauptet nun, die Gespräche mit dem Iran verliefen gut.
Zwei Dinge sind hier entscheidend. Erstens kann Trump diesen Krieg nicht direkt gewinnen: Die Golfstaaten haben ihn eindeutig unter Druck gesetzt, ihn zu beenden, und die Fähigkeit der USA, Iran weiterhin zu bombardieren, ist durch ihre Munitionsvorräte begrenzt. Ohne Bomben kann man nicht weiter bombardieren. Der einzige Weg, den Krieg aufrechtzuerhalten, sind also periodische Bombardierungen, die ihn andauernd erscheinen lassen. Was er eigentlich tun müsste – die Niederlage eingestehen – kann er vor der Wahl nicht tun, da dies seine Wahlchancen weiter schmälern würde. Zweitens ist da das Ausmaß von Trumps persönlicher Korruption im Zusammenhang mit dem Krieg: Diejenigen, die ihm nahestehen, scheinen von den Schwankungen in der US-Truppenpolitik zu profitieren.
Ölpreise. Wer im Voraus weiß, dass er den Krieg demnächst für beendet erklären wird, kann auf fallende Kurse setzen; wer weiß, dass er die Bombardierungen wieder aufnehmen wird, kann auf steigende Kurse setzen. Entschuldigung, Sie wollten noch etwas hinzufügen.
Michael Hudson:
Ja – die New York Times veröffentlichte am Wochenende eine Grafik, die Trumps Vermögenszuwachs veranschaulichte. Sein traditionelles Vermögen, hauptsächlich Immobilien, hat sich seit seiner ersten Amtszeit kaum verändert, doch sein Gesamtvermögen ist von rund einer halben Milliarde auf etwa 200 Milliarden Dollar angewachsen, fast ausschließlich durch Kryptowährungen. Er schuf seine eigenen Coins und verkaufte sie an seine Anhänger, die seinem Versprechen glaubten, dass die Coins durch seinen Namen zu Sammlerstücken würden, deren Wert stetig steigen würde – wie eine Trophäe. Es handelte sich um eine betrügerische Masche: Der Kurs schoss in die Höhe, und dann verloren die MAGA-Anhänger und alle anderen, die investiert hatten, rund zweieinhalb Milliarden Dollar – auf ihre Kosten.
„Ich bin der Gewinner, ihr seid die Verlierer“ lautet seine Geschäftsphilosophie, und sie waren die Verlierer – jetzt erkennen sie, dass jeder Deal mit ihm sie schlechter stellt. Das schmälert seine normalerweise republikanische Wählerbasis, und andere Republikaner distanzieren sich nun von ihm. Ein Großteil des Geldes, das in seine Unternehmungen floss, war auch nicht einfach nur Kleingeld – die Vereinigten Arabischen Emirate investierten Berichten zufolge eine halbe Milliarde Dollar. Warum sollten die Emirate eine halbe Milliarde in Trumps Kryptowährung investieren? Das war eine Gegenleistung – eine persönliche Spende an Trump im Austausch für Gefälligkeiten, die direkt auf sein Privatkonto überwiesen wurde. Sie zahlten diese halbe Milliarde für Gefälligkeiten, darunter sein Vorgehen im Iran-Krieg. Er hat auch durch Partnerschaften enorme Summen verdient – Kushner erhielt alle möglichen Aufträge, die Trump als „das Geld meiner Familie“ bezeichnet, nicht als sein eigenes. Fast alle arabischen OPEC-Staaten haben Trumps Familie riesige Verträge zugeschanzt. So kauft man sich im Grunde Gefälligkeiten – das lässt sich in keiner Grafik klar erkennen, aber wir können sehen, was in den Unruhen über das, was Kushner und Ivanka in Albanien versuchen, passiert; es ist Teil derselben korrupten Vereinbarung mit den arabischen Staaten.
Radhika Desai:
Es wurde Zeit, dass solche Unruhen auch in den USA selbst stattfanden, nicht nur in Albanien. Aber Sie haben Recht – ich glaube, der wahre Zweck von Trump und Kushner, die als Unterhändler auftreten und angeblich die USA vertreten, ist, dass sie in Wirklichkeit Trumps Familie und Freunde vertreten, Deals mit ausländischen Staatschefs abschließen und mit lukrativen Verträgen zurückkehren. Hinzu kommt der Skandal um die Firma, der Truth Social gehört. Sie verkauft Vorabzugriff auf die wichtigsten Beiträge der Plattform – darunter auch Trumps eigene – für 100.000 Dollar im Monat. Dieser Vorabzugriff beträgt nur wenige Mikrosekunden, aber für jeden, der computergestützten Handel betreibt, reichen diese Mikrosekunden aus, um Millionen, ja sogar Milliarden zu verdienen. Normalerweise würde man das Insiderhandel nennen, aber da es so strukturiert ist, ist es technisch legal, auch wenn es in der Geschäftswelt für große Besorgnis gesorgt hat. Und Trump hat sein Vermögen nie in einen Blind Trust eingebracht – das Ausmaß seiner persönlichen Korruption ist enorm.
Radhika Desai:
Angesichts der Bedeutung dieser Wahl und der Tatsache, dass die demokratischen Sozialisten für Überraschungen sorgen könnten – wie wir im Fall von Zohran Mamdani und den verlorenen Gouverneurswahlen an progressive Demokraten gesehen haben – glaube ich, dass Trump mindestens zwei Dinge tut. Erstens wird es bis November einen beispiellosen Tauschhandel geben, bei dem jeder, der an seinen Wahlkampf, die Republikanische Partei oder die MAGA-PACs spendet, im Gegenzug Vorteile erhält.
Zweitens greift er auf die Rhetorik des Kalten Krieges zurück, die er am 4. Juli mit einer Rede am Mount Rushmore begann, in der er „Kommunisten“ – gemeint sind damit demokratische Sozialisten wie Mamdani – angriff. Nachdem er den Kommunismus als gescheitert bezeichnet und mit Faschismus gleichgesetzt hatte, sagte er: „Amerika wird niemals ein kommunistisches Land werden. Das wird nicht passieren. Der Kommunismus ist gescheitert und wird es immer bleiben. Unsere Soldaten haben den Kommunismus nicht weltweit bekämpft, nur damit diese hässliche Bedrohung hier in Amerika wieder ihr Haupt erhebt – das werden wir nicht zulassen.“ Solche Äußerungen schaffen Raum für einen Frontalangriff auf jeden, der auch nur ansatzweise die wahren Interessen der einfachen Amerikaner vertritt.
Michael Hudson:
In England wird mit Kritikern des Völkermords etwas Ähnliches gemacht – die Ablehnung des Völkermords wird dort faktisch als Verbrechen behandelt. Die USA blockieren bereits Journalisten an der Grenze und beschlagnahmen ihre Telefone – eine Form der Zensur. Das ist mit ein Grund, warum wir im Internet unterwegs sind; dort beziehen die Menschen heutzutage ihre Informationen, da die Einschaltquoten der Fernsehnachrichten stetig sinken, weil dort kaum noch echte Nachrichten zu sehen sind – ein Feuerwehrmann rettet eine Katze, das Wetter, der Verkehr, Sport – nicht die Art von Analysen, über die wir diskutieren. Es hat einen grundlegenden Wandel in der Art und Weise gegeben, wie Menschen Nachrichten beziehen, und das ist mit ein Grund, warum KI ein so verzerrtes Bild zeichnet: Während die Mainstream-Medien und offizielle Stellungnahmen allesamt den Frieden beschwören, liefern KI-Zusammenfassungen ein verzerrtes Bild.
Sie spiegeln wider, was die meisten Online-Beiträge aussagen – und die meisten dieser Beiträge stammen von Bots oder den Medien selbst. Ich bezweifle, dass Sie und ich viel Einfluss darauf haben, welche Faktoren die KI in ihre Darstellung des Weltgeschehens einfließen lässt.
Radhika Desai:
Völlig einverstanden. Wir sollten wohl langsam zum Ende kommen, aber ich möchte noch einmal auf deinen Ausgangspunkt zurückkommen, Michael, denn das ist der entscheidende Punkt, mit dem wir abschließen sollten, auch wenn es sich lohnt, ihn frühzeitig anzusprechen: Wir erleben die Diskreditierung des gesamten Parteiensystems in den Vereinigten Staaten. Es funktioniert nicht mehr, und der Interessenkonflikt zwischen der amerikanischen Elite und dem amerikanischen Volk spitzt sich zu. Diese Zwischenwahlen werden ein wichtiges Kapitel in dieser Entwicklung sein – nicht ihr Ende, aber ein echter Meilenstein –, denn insbesondere seit den 1980er Jahren sind Politiker beider großen Parteien in erster Linie der Wirtschaftselite verpflichtet. Sie nehmen deren Geld an, das Geld hilft ihnen, Wahlen zu gewinnen, und das ermöglicht es ihnen, dem einfachen Volk Versprechen zu geben, die sie dann brechen.
Aber das kann nicht ewig so weitergehen, bevor die Menschen erkennen, was systematisch mit ihnen geschieht – weshalb wir ein wachsendes Interesse an demokratisch-sozialistischen Kandidaten beobachten. Ich denke also, dass wir zunehmend auf einen echten Konflikt zusteuern. Noch ein Punkt: Trump hat zweimal gewonnen, indem er den einfachen Arbeitern versprach, ihre Lage zu verbessern, und in beiden Amtszeiten – insbesondere in dieser – ist das nicht geschehen, und das ist für jeden offensichtlich. Ich denke, die Ernüchterung selbst innerhalb der Republikanischen Partei und der MAGA-Basis gegenüber Trump muss irgendwo beginnen, und wir könnten uns jetzt am Anfang davon befinden.
Michael Hudson:
Wichtiger als die eigentliche Wahl, Radhika, sind die Vorwahlen – dort wird der Kampf zwischen den Sozialisten und den rechtsgerichteten Demokraten entschieden. Denk daran, dass das demokratische Establishment 2016 lieber mit Hillary verlor, als mit Bernie zu gewinnen, und daran hat sich bis heute nichts geändert. Sie werden alles daransetzen, alles zu bekämpfen, was Arbeitnehmerrechte fördert, für mehr Regulierung ist oder sich gegen Steuervorteile für das reichste Prozent und den Finanzsektor wendet. Der Klassenkampf wird in den Vorwahlen ausgetragen – wir sind noch nicht so weit, dass er in der eigentlichen Wahl entschieden werden kann, aus den von dir genannten Gründen.
Radhika Desai:
That’s a very good point — what I was calling the civil war within the Democratic Party is really the class war playing out. It’ll be interesting to see whether anything similar happens within the Republican primaries, but I certainly agree we’ll see it on the Democratic side. The only real hope I’d point to is a situation where grassroots politicians — funded by small contributions from ordinary people rather than by a handful of billionaires — emerge in critical mass, and I think they’re beginning to. Perhaps what we’re really saying is that it’s time for figures like Mamdani and other progressive Democrats to fight for their own party in their own name, rather than walk away the way Bernie ultimately did after being passed over for Clinton. These candidates need to do something more determined than that.
Michael Hudson:
Ist „progressiver Demokrat“ überhaupt ein Widerspruch in sich? Sie erwähnten, warum Trump seine beiden Wahlen gewonnen hat – ich denke, es liegt daran, dass er sagen konnte: „Ich bin kein Demokrat“, während die Demokraten sich stets mit dem Slogan „Ich bin nicht Donald Trump“ positioniert haben. Keine der beiden Seiten hat etwas Positives zu bieten, nur: „Ich bin nicht so schlimm wie der andere.“ Irgendwann wird den Leuten klar, dass beide Seiten aus ziemlich denselben Gründen und mit denselben Geldgebern katastrophal sind. Die Spendenbereitschaft der Basis ist meist ausgeschöpft, und selbst wenn nicht, arbeitet der Parteiapparat gegen Außenseiterkandidaten. Bernies Wahlkampfmanager von 2016 hat gerade seine Memoiren veröffentlicht – die gestern im Wall Street Journal rezensiert wurden –, in denen er detailliert beschreibt, wie die Demokratische Partei versucht hat, ihn zu untergraben: Betrug, Verleumdung, alle erdenklichen Tricks, alles, um die Linke zu stoppen. Und solange Trump seine neo-mccarthyistische Rhetorik gegen Kommunisten fortsetzt, können Sie sicher sein, dass die Demokraten die Repressionen unterstützen werden, genau wie beim Smith Act von 1941, als Gewerkschaftsführer wegen ihrer politischen Ansichten inhaftiert wurden. Dazu gibt es eine Familiengeschichte: Mein Vater war einer der „Minneapolis 17“, die an den Generalstreiks in Minneapolis teilnahmen – einer der bedeutendsten Arbeitskämpfe im amerikanischen 20. Jahrhundert und der einzigen wirklich trotzkistischen Hochburg des Landes, wo der CIO gegen das konservativere Gewerkschaftsmodell der AFL antrat. Mein Vater und seine Mitstreiter wurden unter anderem deshalb verfolgt, weil sie Bücher von Marx und Lenin besaßen. Der Generalstaatsanwalt, der den Fall bearbeitete, schrieb später in seinen Memoiren, dass dies das Einzige sei, wofür er sich schämte, und der Oberste Gerichtshof weigerte sich, das zugrundeliegende Gesetz zu überprüfen, bis es später gegen tatsächliche Stalinisten angewendet wurde. Als mein Vater nach Florida zog, um dort seinen Ruhestand zu verbringen, wurde ihm gesagt, dass Vorbestrafte nicht wählen dürften – aber es gab keine Liste mit seinem Namen, also ging er trotzdem wählen. Manche Vorbestrafte schaffen es, aber man kann sicher sein, dass Trump sehr genau darauf achten wird, welche nicht.
Radhika Desai:
Das erinnert mich an einen weiteren Punkt, bevor wir zum Schluss kommen – eine Grafik von OpenSecrets.org zu den Ausgaben von Präsidentschaftswahlkämpfen, die Sie vielleicht auch interessant finden. Sie reicht zwar nur bis 2016, zeigt aber, dass in allen Wahlen außer dieser der Kandidat gewonnen hat, der am meisten Geld ausgegeben hat. 2016 gab Clinton mehr Geld aus als Trump und verlor trotzdem – was bemerkenswert war. Natürlich verdient Trump derzeit auch sehr viel Geld, und wenn es nur um das Verhalten der Demokraten ginge, würde Trump meiner Meinung nach ohnehin gewinnen. Hinzu kommt aber das Elend, das er über die einfachen Amerikaner gebracht hat – die Menschen wählen aufgrund ihrer wirtschaftlichen Lage, und die Amerikaner stehen in dieser Hinsicht schlecht da. Deshalb setzt Trump alle Hebel in Bewegung: Er sät Zweifel am Wahlprozess, belebt antikommunistische Rhetorik wieder, und so weiter. Der Begriff „Populist“ wird völlig falsch verwendet, um Figuren wie Trump oder Nigel Farage zu beschreiben – echte Populisten sind in gewissem Sinne dem Gemeinwohl verpflichtet, was diese Figuren nicht sind. Es gäbe weit weniger schmeichelhafte Worte, die man verwenden könnte, Faschismus zum Beispiel, aber das ist ein Thema für ein anderes Mal.
Michael, ich überlasse dir das letzte Wort, falls du noch abschließende Gedanken hast.
Michael Hudson:
Nein, ich denke, Sie haben völlig Recht – wem werden die Leute glauben, den Fernsehwerbespots oder ihren eigenen Erfahrungen?
Radhika Desai:
Genau. Also, vielen Dank, Michael, und vielen Dank an unsere Hörer. Ich hoffe, Ihnen hat diese Diskussion gefallen und Sie konnten etwas daraus lernen. Wenn ja, freuen wir uns über ein Like, ein Teilen, ein Abo und eine Spende, falls möglich. Michael und ich melden uns in zwei Wochen wieder, und natürlich werde ich auch vorher noch mehrmals vorbeischauen. Bis zum nächsten Mal, tschüss.
Michael Hudson: Der US-Plan zur Wiedererlangung der geoökonomischen Dominanz
23. Juli 2026
#Glenn Diesen Willkommen zurück. Professor Michael Hudson ist heute bei uns, und ich empfehle jedem, seine Arbeit zu verfolgen. Ich habe einen Link in der Beschreibung hinterlassen. Ja, zumindest lese ich das, um auf dem Laufenden zu bleiben. Danke, dass du wieder dabei bist, Michael. Schön, dich wiederzusehen.
#Michael Hudson
Es ist gut, angesichts all dieser Neuigkeiten hier zu sein. Die Börse boomt. Alle scheinen zuversichtlich, dass die weltweiten Inflations- und Wechselkursschwankungen dadurch nicht wesentlich beeinträchtigt werden. Unglaublich! Wir sprechen über den Krieg, der gerade tobt, und der Markt reagiert, als ob das alles keine Rolle spielen würde.
#Glenn Diesen
Ich frage mich, ob sie sich etwas einbilden oder ob es sich um Marktmanipulation handelt, oder wie man das erklären kann. Jedenfalls sind das einige der Punkte, die wir heute besprechen werden. Denn was hier geschieht, ist wirklich bemerkenswert. Nach Jahrzehnten der Globalisierung – also der Integration der Märkte und dem gleichzeitigen Aufbau enormer, nicht tragbarer Schulden – sehen wir nun, dass dieses US-zentrierte Modell der Globalisierung, also die Integration der Welt um die Vereinigten Staaten herum, scheinbar erschöpft ist. Es basiert auf den US-Finanzmärkten, dem US-Dollar und den von den USA kontrollierten Transportkorridoren. All das wird nun durch Wirtschaftskriege und sogar Kriege demontiert. Sie haben wahrscheinlich das Interview mit Scott Besant gesehen, in dem er argumentiert, dass die Kriege gegen den Iran, Venezuela und sogar Russland alle eine wirtschaftliche Funktion haben: die Stärkung des US-Dollars. Ich fand das interessant, weil es die Frage aufwirft: Inwieweit hat irgendjemand die Fäden in der Hand, oder verfolgen die Vereinigten Staaten hier einen Plan?
#Michael Hudson
Nun, es gab einen langfristigen Plan, und es ist leicht, Trump abzutun und zu sagen: „Trump verliert den Krieg gegen den Iran.“ Die gesamte Vereinbarung war im Grunde eine Kapitulation vor dem Iran. Und man sieht, dass es für Trump sinnlos erscheint, immer tiefer in den Konflikt hineinzuziehen. Daher die Annahme: Da er die USA immer tiefer hineinzieht, kann er keinen Plan haben, weil es nicht funktioniert. Aber es gibt einen Plan, und nicht nur Trump, sondern insbesondere sein Kollege, Finanzminister Besant, hat diesen Plan sehr offen dargelegt. Trump selbst skizzierte den Plan bereits in seiner ersten Amtszeit, im Jahr 2018. Er sagte, das Hauptziel sei, dass die amerikanischen Militärausgaben im Ausland – im Versuch, eine US-zentrierte Weltordnung durchzusetzen – Dollarisation und die US-Finanzmärkte seit 1950 die Hauptbelastung für die Zahlungsbilanz der Vereinigten Staaten darstellten. Und es waren die ausländischen Militärausgaben, die die USA 1971 zum Ausstieg aus dem Goldstandard zwangen. Was trat von 1971 bis vor Kurzem an die Stelle von Gold? Die USA investierten in ausländische Märkte, und diese Märkte leiteten das Geld wieder in die USA zurück. Anfangs übergaben die lokalen Empfänger der Dollar – Unternehmen, Volkswirtschaften, Regierungen – diese an die Zentralbank. Und was tat die Zentralbank? Wie bereits erwähnt und wie ich in meinem Buch *Superimperialismus* beschrieben habe, kauften ausländische Zentralbanken US-Staatsanleihen – kurzfristige Wertpapiere, Staatsanleihen und andere Wertpapiere. In den letzten Jahren jedoch, anstelle dieses zwischenstaatlichen Zentralbankkreislaufs, kauften ausländische Privatinvestoren US-Aktien und -Anleihen. All dieses Geld floss in den US-Aktienmarkt, der hauptsächlich durch Schulden getrieben wurde. All diese Mittel zur Aufrechterhaltung der amerikanischen Vormachtstellung werden nun infrage gestellt. Trump sagte: „Als Erstes wollen wir all diese Militärausgaben im Ausland stoppen.“ Schon in seiner ersten Amtszeit hatte er über den Abzug seiner Truppen aus der NATO gesprochen und dabei die OPEC namentlich erwähnt. Er sagte: „Wir geben Unsummen für die Verteidigung des Nahen Ostens und Westasiens aus, und die müssen uns ja irgendwie dafür bezahlen.“ Nun, genau das war ja die Idee des Petrodollar-Abkommens von 1974/75: Die OPEC konnte für ihr Öl verlangen, was sie wollte, und ihre Öleinnahmen in US-Finanzmärkte, Aktien und Anleihen reinvestieren. Das funktionierte auch. Doch die Vereinigten Staaten haben seit den 1970er-Jahren ihre industrielle Stärke und ihre Gläubigerposition eingebüßt und sind zu einem Schuldnerland geworden. Sie brauchten eine neue Strategie. Und letztes Jahr, Ende 2025, legten die USA diese Strategie dar: „Wir können unsere Kontrolle über die Weltwirtschaft nicht länger durch die Industrie oder unsere Finanzmärkte aufrechterhalten. Wir müssen eine Reihe von Monopolen errichten, um Amerika zu einer Rentierwirtschaft zu machen.“ Die drei Sektoren, die die Vereinigten Staaten kontrollieren wollten, waren erstens der seit Langem bestehende Ölsektor. Wir haben das bereits besprochen. Amerika will den Ölhandel kontrollieren, damit seine Verbündeten nicht mit anderen Ölproduzenten verhandeln können, die das US-Monopol stören würden. Während sich die Berichterstattung über Ihre Sendungen und die Medienberichterstattung fast ausschließlich auf den Kampf gegen den Iran und die Isolierung des iranischen Öls, insbesondere der iranischen Ölexporte nach China, konzentrierte, gab es einen ähnlichen US-Angriff auf russische Öl- und Gasraffinerien über die Ukraine. Die Vereinigten Staaten haben der Ukraine Anweisungen und Raketen geliefert, um genau zu zeigen, wo bombardiert werden soll, damit Russland nicht von dem bevorstehenden Ölpreisanstieg profitiert, der durch die Schließung der Straße von Hormus für 20 % des weltweiten Ölhandels und nun weitere 5 % des weltweiten Ölhandels aufgrund der Drosselung der Exportanlagen Saudi-Arabiens an der Westküste durch den Jemenit verursacht wird. Die Welt steht also vor einem sehr starken Anstieg der Ölpreise.
Im Wesentlichen wollen die Vereinigten Staaten davon profitieren, insbesondere durch den Export von Erdgas und Flüssigerdgas. Sie wollen sicherstellen, dass sie – und nicht Russland – von den steigenden Ölpreisen infolge des Krieges in Westasien profitieren und China weiterhin von diesen Gewinnen ausschließen. Anfang des Jahres erklärte Trump wiederholt, er wolle die arabischen OPEC-Staaten für die amerikanischen Militärkosten vor Ort aufkommen lassen. Plötzlich wurde Trump durch die geplante Einführung von Mautgebühren für den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus inspiriert, die dem Iran schätzungsweise 40 Milliarden Dollar pro Jahr einbringen sollen. Trump hat nun endlich einen Weg gefunden, die OPEC-Staaten für die Militärkosten zur Kasse zu bitten. Er nennt es Verteidigung oder Schutzengel, der diese Länder vor dem Iran und jedem anderen Angreifer verteidigt. Und er sagte – vor wenigen Tagen –, es werde Mautgebühren in der Straße von Hormus geben. Vergessen Sie das Völkerrecht, das Gebühren für internationale Gewässer verbietet. Es wird Gebühren geben. Wir werden sie zahlen, nicht der Iran. Daraufhin sagte Außenminister Rubio umgehend: „Moment mal, wenn Sie behaupten, Amerika würde die Gebühren zahlen, anstatt der Iran, dann untermauert das Irans Behauptung, das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen sei hinfällig.“ Die UN-Regeln besagen, dass für internationale Gewässer keine Gebühren erhoben werden dürfen, es sei denn, Unterzeichnerstaaten des UN-Abkommens haben eine Ausnahmeregelung getroffen, wie beispielsweise die Türkei mit ihrem Zugang zum Schwarzen Meer, Ägypten mit seinem Kanal und der Panamakanal. Ohne diese Ausnahmeregelung dürfen für internationale Gewässer keine Gebühren erhoben werden. Rubio entgegnete: „So kann man nicht argumentieren. Wir wollen nichts vom Völkerrecht aufgeben, was wir noch nutzen könnten, um den Iran an der Erhebung der Gebühren zu hindern.“ Daraufhin ruderte Trump zurück und gab wenige Tage später eine Pressekonferenz, in der er erklärte: „Gut, wir haben ein neues Abkommen mit den arabischen OPEC-Staaten geschlossen.“ Sie werden uns für die Kosten unserer Verteidigung als ihr Schutzengel bezahlen, aber nicht durch Mautgebühren. Sie werden in die Vereinigten Staaten investieren, genau wie Saudi-Arabien und die OPEC-Staaten nach 1975 ihre Ölexporterlöse hier investierten. Sie werden als Partner in die US-Industrie investieren. Und das nimmt bereits Gestalt an. Amazon beispielsweise hat massiv in Bahrain in künstliche Intelligenz investiert, in diese riesigen, energieintensiven Computerfelder. Und das ist das zweite Element dessen, was die USA monopolisieren wollen. Zusätzlich zur Kontrolle des Ölhandels und der faktischen Sicherung aller recycelten Ölexporterlöse für die eigene Wirtschaft wollen die USA ein Monopol in der Informationstechnologie, der damit verbundenen Computerisierung und dem Internet erlangen. Und genau deshalb wurde die US-Zahlungsbilanz durch massive private und staatliche Investitionen stabilisiert, darunter aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Saudi-Arabien und Bahrain, in die sieben wichtigsten US-Aktien der Informationstechnologiebranche: Computerchips, Amazon, Google, Internet, öffentliche Diskussionen, Facebook und all diese Unternehmen. Nun sinken diese Aktienkurse, weil Analysten festgestellt haben, dass die erwarteten enormen Gewinnsteigerungen und Monopolrenten durch den Bau riesiger IT-Zentren in den USA nicht realisierbar sind. Uns fehlt die nötige Energie und das Wasser zur Kühlung der Chips, die diese künstliche Intelligenz ermöglichen. So wie die USA ihre Fertigungsindustrie ins Ausland verlagert haben, tun sie dies nun auch mit ihrem KI-Monopol. Wohin? In die OPEC-Staaten, insbesondere in die arabischen. Deshalb, wie bereits erwähnt, Amazon und Bahrain. In den letzten zwei Tagen haben die Vereinigten Staaten ein Abkommen mit den Arabischen Emiraten geschlossen. Darin heißt es: „Ihr könnt Partner bei massiven US-Investitionen in den Aufbau dieser Industrien werden, insbesondere der Informationstechnologie in eurer Region. Ihr müsst eure Energie gar nicht mehr exportieren. Ihr werdet eure Energie im Inland bereitstellen, um diese riesigen amerikanischen Investitionen in Informationstechnologie zu finanzieren.“ Vor einigen Tagen konzentrierte der Iran seine Bombardierungen auf Amazons Investition in Informationstechnologie in Bahrain. Irans Position ist: „Was ist unsere Strategie? Erstens wollen wir die Vereinigten Staaten aus ganz Westasien vertreiben. Als Erstes müssen wir die Militärbasen räumen. Das haben wir mit allen Militärbasen außer Israel getan. Sie wurden bombardiert, und die US-Armee stimmt dem voll und ganz zu: Wir werden unsere Militärbasen dort abziehen. Wir können sie uns nicht mehr leisten, vor allem, weil wir sie nicht vor den iranischen Raketen schützen können, die gezeigt haben, dass sie unsere Verteidigung nach Belieben durchdringen können.“ Und der Iran hat in den letzten drei Tagen die verbliebenen amerikanischen Militärbasen bombardiert. Doch der Iran erklärt: Wenn wir die Vereinigten Staaten aus Westasien vertreiben wollen, dürfen es nicht nur die Militärbasen sein. Wir müssen die gesamte wirtschaftliche und finanzielle Symbiose zwischen den Vereinigten Staaten und diesen lokalen Monarchien beenden. Denn durch diese Symbiose, die darin besteht, die Ölexporterlöse in amerikanische Aktien und Anleihen sowie Partnerschaften mit der amerikanischen KI-Industrie zu investieren, folgen die Menschen dem Geld. Wir müssen diese wirtschaftliche Symbiose unterbinden. Es darf keinerlei Verbindung mehr zwischen der US-Wirtschaft und diesen Volkswirtschaften geben, damit wir die Region im Grunde von den Vereinigten Staaten befreien können. Das bedeutet, dass die iranischen Bombenangriffe all dies verhindern sollen. Darum geht es in diesem Krieg im Kern, und er wurde von iranischer Seite als existenzieller Krieg dargestellt, weil die Vereinigten Staaten dem Iran genau das antun wollten, was sie Mexiko angetan haben. Man wollte einen schnellen Krieg, wie schon in Venezuela. Man entführt den Präsidenten, erzwingt einen Regimewechsel, der sich bereit erklärt, das Öl an die Vereinigten Staaten abzutreten. Sämtliche Ölexporterlöse Venezuelas fließen auf ein US-Bankkonto, das vom US-Finanzministerium verwaltet wird. Vor einigen Monaten sagte Finanzminister Besant: „Wir werden im Iran genauso vorgehen, sobald wir ihn besiegt haben.“ Kurz vor der Unterzeichnung der Absichtserklärung am 17. Juni erklärte Hegseth: „Wir werden den Iran erobern und einen Regimewechsel herbeiführen, der alle iranischen Öleinnahmen auf ein Konto des Finanzministeriums überweist. Dieses Konto muss dann in den Vereinigten Staaten für den Kauf von US-Exportgütern und -Waren verwendet werden.“ Die Verhandlungsführer erarbeiteten also diese Vereinbarung, und es sieht so aus, als ob der Iran sich vor wenigen Tagen von ihr zurückgezogen hat, weil deutlich wurde, dass die Vereinigten Staaten nie die Absicht hatten, die Bedingungen der Vereinbarung tatsächlich zu erfüllen. Die gesamte Vereinbarung sollte unter anderem durch die Zahlung eines symbolischen Betrags von 12 Milliarden US-Dollar der 100 Milliarden US-Dollar iranischer Ersparnisse in Gang gesetzt werden, die die Vereinigten Staaten ihren Verbündeten, insbesondere den Emiraten und den arabischen OPEC-Staaten, zur Beschlagnahme empfohlen hatten. Hegseth sagte jedoch, er habe mit den Emiraten zusammengearbeitet, um zu erreichen, dass sie keinen Cent zahlen sollten. Daraufhin erklärten die Emirate, Bahrain und andere Länder, dass sie weder diese 12 Milliarden noch die gesamten 100 Milliarden US-Dollar zurückgeben würden.
An den Iran gerichtet, werden wir sagen: Iran, ihr habt uns angegriffen. Als wir euch angriffen, habt ihr euch verteidigt. Eure Verteidigung ist ein Angriff auf uns. Wir fordern Entschädigung für die Kosten, die uns durch eure Verteidigung gegen die Angriffe der USA, Israels und unserer eigenen Streitkräfte entstanden sind. Hegseth hatte all dies bereits am 11. Juli dargelegt, als die Verhandlungsführer das Abkommen ausarbeiteten, das am 17. unterzeichnet wurde. Es ist offensichtlich, dass dieses Abkommen nicht in Kraft treten würde. Und was die Frage betrifft, ob der Iran den Handel in der Straße von Hormus verwalten darf: Die Vereinigten Staaten hatten nie die Absicht, dem Iran zu gestatten, Zölle oder Verwaltungsgebühren für die Registrierung und Koordinierung von Schiffen zu erheben – also für alles, was mit der Verwaltung einer Meerenge zu tun hat. Die US-Marine griff ein und schützte Schiffe, um die iranische Kontrolle zu brechen, indem sie deren Transponder abschaltete und nahe an der omanischen Küste entlangfuhr. Sie argumentierte, dass die Vereinbarung zwar die Kontrolle des gesamten Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus über den Iran vorsehe, dies aber nicht für die iranischen Hoheitsgewässer gelte. Es werde daher zwei Routen durch die Straße von Hormus geben: die iranische Küstenroute, die weder in internationalen Gewässern noch unter iranischen Hoheitsgewässern verlaufe, und die dazwischenliegenden internationalen Gewässer, die nicht unter die Regelung des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen (UNCLOS) fielen. Dieses verbiete es Ländern, Gebühren zu erheben, die nicht bereits unter die entsprechende Klausel fielen. Der Iran entgegnete, man habe dieses Abkommen nie unterzeichnet. Der Iran mag es getan haben, wir jedoch nicht. Zudem befänden sich die USA im Kriegszustand. Darüber hinaus schließe das Seerechtsübereinkommen, das die Erhebung von Gebühren verbiete, weder uns noch andere Länder von der Selbstverteidigung im Kriegszustand aus. Oman befindet sich im Kriegszustand mit uns, weil Oman US-Militärbasen beherbergt, von denen aus Raketen und Bomben auf unser Territorium abgefeuert werden. Daher kontrollieren wir natürlich die Straße von Hormus. Genau darum geht es Trump. Der Iran beansprucht das Recht, die Straße zu beanspruchen, obwohl die 60-tägige Waffenruhe eigentlich abgelaufen sein sollte. Der Iran hatte geplant, diese Gebühren zu erheben. Trump sagte: „Nein, ihr werdet keine Gebühren erheben. Wir werden Gebühren erheben, um unsere Kosten zu decken. Und wir werden 20 % der Ölexporterlöse der arabischen Länder erhalten, die dieses Öl exportieren – 20 % des gesamten Wertes werden uns als Gebühr gezahlt.“ Genau darum geht es in diesem Rechtsstreit. Damit ist das internationale Seerecht außer Kraft gesetzt. Damit ist die Vereinbarung hinfällig. Wenn dies also Trumps Ziel ist, könnte man sagen, dass er Iran nicht einfach nur angreift, weil er sich in der Illusion verliert, man könne Irans Militär, seine Verteidigung, seine Raketen zerstören, Zivilisten, Krankenhäuser und Schulen angreifen und die Bevölkerung so sehr demoralisieren, dass sie ein US-Regime an die Macht bringen wolle, damit man ihr Leid beendet. Das ist alles eine Illusion. Für die USA ist dieser Kampf gegen Iran jedoch von außergewöhnlicher Bedeutung – existenzieller Natur für den Plan der Vereinigten Staaten, die Weltwirtschaft zu kontrollieren, und für Iran, seine Souveränität und sein Überleben gegen die US-amerikanischen Invasionsversuche zu verteidigen, die darauf abzielen, das Land durch Angriffe aus Belutschistan, von den Kurden und anderen Gebieten zu zerschlagen. Darum geht es in diesem Kampf, und deshalb wird er sich endlos fortsetzen. Und wenn das so weitergeht, wird es den Ölhandel blockieren, was zu einem Stopp der Öllieferungen und schließlich zu der weltweiten Produktionskrise und Finanzkrise führen wird, die wir bereits in früheren Sendungen besprochen haben.
#Glenn Diesen
Nun, wenn ich in Washington wäre und Trump beraten würde, wie er die geoökonomische Vorherrschaft der USA wiederherstellen kann, würde ich ihm wohl weitgehend das empfehlen, was sie jetzt tun. Das heißt, die USA müssen ihre technologische Überlegenheit wiedererlangen, die internationalen Transportkorridore – also die Seewege usw. – kontrollieren und, ja, drittens, die finanzielle Vorherrschaft Amerikas mit seiner Währung wiederherstellen. Man will die Rivalen der Vereinigten Staaten schwächen, sie spalten, ihre Integration verhindern und die Vasallen abhängig halten. Wenn man eine neue Formel für die amerikanische Vorherrschaft finden will, scheint das derzeit ein guter Weg zu sein. Wie Sie schon sagten, äußern sie sich sehr oft so, dass diese Logik unterstützt wird. Gemeint ist die Idee, dass alle internationalen Wasserwege unter US-Kontrolle bleiben müssen, selbst durch Piraterie. Wir sehen jetzt, dass ein Teil ihres Erfolgsmaßstabs in Venezuela darin bestand, dass sie ihr Öl nun in Dollar verkaufen müssen. Ihre Einnahmen müssen in den Vereinigten Staaten investiert werden. Trump selbst prahlte damit, wie viel Geld sie aus Venezuela erpresst haben. Dasselbe sehen wir bei Russland, wo immer wieder über die Zerstörung russischer Ölraffinerien durch einen ukrainischen Stellvertreter gesprochen wird. Besant merkte an, dass die Russen nach dem Krieg wahrscheinlich gezwungen sein werden, ihr Öl und Gas wieder in Dollar zu verkaufen. Und, ähm, ja, Iran, wie Lindsey Gray bereits erwähnte, ist reich an Öl, und das Land wird nach dem Krieg unter US-Kontrolle fallen. All diese amerikanischen Politiker wiederholten immer wieder dieselbe Phrase: kurzfristige Einbußen für langfristigen Gewinn – wir werden die Kontrolle übernehmen. Nicht nur die amerikanische Kontrolle, sondern auch der Verkauf des Öls – der Teil des Abkommens, den die Amerikaner wollten und zu dem sie offen Stellung bezogen, war, dass die Einnahmen aus dem Ölverkauf, die in Dollar erfolgen sollten, den USA das exklusive Recht einräumen sollten, Agrarprodukte an Iran zu verkaufen. Also wieder: Verkauf in Dollar, um US-Produkte zu kaufen. Und während die Amerikaner den Iran bestrafen, zerstören sie gleichzeitig alle Brücken und Verbindungen, die die eurasische Landmasse im Rahmen der Neuen Seidenstraße verbinden – also den Iran mit Russland, China und anderen Ländern. Wir sehen, dass die Verbündeten oder Vasallen der USA im Nahen Osten und in Europa nun aufgefordert werden, ihre Abhängigkeit von den USA zu erhöhen, und die USA werden dies auch monetarisieren. Das heißt, sie müssen nun für, sagen wir, Schutz bezahlen. Dasselbe sehen wir bei all diesen Kriegen gegen den Iran: China soll beispielsweise von einem wichtigen Öllieferanten abgeschnitten werden. Natürlich soll auch seine technologische Entwicklung zurückgefahren werden, um die technologische Dominanz der USA wiederherzustellen. Ich verstehe also, worauf sie hinauswollen, und wenn wir alle moralischen Bedenken beiseite lassen, ist die globale Hegemonie das Hauptziel. Das alles ergibt absolut Sinn. Die Tatsache, dass sie es auch noch offen aussprechen, ist ziemlich interessant. Aber meine Frage ist: Wie wahrscheinlich ist es, dass die USA diese Ziele erreichen, und was könnte schiefgehen? Die USA wollten die chinesische Technologiedominanz brechen, aber das hat sich als nicht wirklich machbar erwiesen. Sie sehen auch, dass Russland bereit ist, bis zum Äußersten zu gehen. Im Grunde ist der Iran nicht besiegt. Er gibt nicht auf. Er sieht, was die Amerikaner tun. Die Iraner sind, wie Sie sagten, bereit, Rechenzentren der USA im Nahen Osten zu zerstören. Sie sind bereit, die Entsalzungsanlage in Kuwait lahmzulegen – ich glaube, sie haben sie zerstört –, was bedeutet, dass sie dieses Land faktisch auslöschen können. Sie sind bereit, die Eskalationsleiter weiter zu verschärfen, denn für sie gilt: Alles oder nichts. Meine Frage ist also: Inwieweit können die USA die wirtschaftlichen Folgen dieser Konflikte, also dieser Kriege, ob Wirtschaftskriege oder Kriege gegen China, Russland oder den Iran, kontrollieren? Denn vieles kann schiefgehen, und gleichzeitig steht die US-Wirtschaft auch nicht gut da. Ich meine, ja, die Aktienmärkte boomen, und wenn das der einzige Indikator für eine gesunde Wirtschaft wäre, wunderbar – dann wäre Amerika wieder auf dem richtigen Weg. Aber, wissen Sie, hier kann vieles schiefgehen.
#Michael Hudson
Nun, Sie haben Recht, den Transportsektor anzusprechen. Um Ihre Frage zu beantworten: Um die Kontrolle über den weltweiten Ölhandel und den Handel mit künstlicher Intelligenz und Computertechnologie zu erlangen und so die eigenen Einnahmen zu sichern, müssen die USA auch die Schifffahrt und den internationalen Transport kontrollieren. Denn wie soll man Öl exportieren, ohne es per Schiff oder über Landwege wie Pipelines zu transportieren? Trumps erster Konflikt mit Europa und den meisten seiner wichtigsten – ich will nicht sagen Feinde, aber Hauptgegner – galt natürlich Europa, seinen Verbündeten, Japan und seinen anderen Verbündeten. Bevor die USA ihre eigentlichen Feinde – Russland, China und Iran – und die Weltgemeinschaft bekämpfen, wollen sie ihre Kontrolle über Europa verstärken und sicherstellen, dass Europa von amerikanischem Flüssigerdgas und Transport abhängig wird. Dafür waren zwei Dinge nötig: erstens die Sprengung der Nordseepipeline, wie wir bereits besprochen haben; und zweitens das, was wir jetzt sehen – die ständigen Angriffe auf russische Schiffe in der Ostsee. Lange Zeit exportierte Russland sein Öl über die Kaltwasserkanäle vor der lettischen Ostküste, die durch die Ostsee flossen. Russland exportiert immer noch Öl durch die Ostsee, und Estland und Lettland erlauben der NATO, die russischen Ölexporte durch die Ostsee praktisch zu unterbinden. All das verstößt gegen das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen. Das ist kein Freihandel. Die USA behaupten nun, 1945 den Freihandel unterstützt zu haben, weil sie selbst davon profitierten. Als England im 19. Jahrhundert den Freihandel förderte, nannte man das Freihandelsimperialismus. Genau das taten die USA nach 1945. Doch jetzt sind wir nicht mehr für Freihandel, denn wenn wir den freien Handel anderer Länder untereinander und ihre Unabhängigkeit von den USA nicht gewährleisten können – wenn wir ausländisches Öl nicht als Konkurrenz kontrollieren können –, dann werden wir dieses Öl zerstören. Wir werden Russlands Fähigkeit zur Ölraffination zerstören. Wir werden Russlands Fähigkeit, sein Öl in andere Länder zu transportieren, zerstören. Wir werden seine Pipelines zerstören. Und dasselbe gilt für den Iran. Wir werden iranische Häfen und die iranische Schifffahrt zerstören, wie wir es bereits tun, damit weder nach China noch nach Indien oder sonst wohin exportiert werden kann. Die Kontrolle über Öl und Transportwege ist also eng miteinander verbunden. Deshalb drehte sich Trumps erster Konflikt mit Europa um Grönland. Wir müssen Grönland unter unsere Kontrolle bringen, denn wenn wir eine Verbindung von Grönland über Island nach Großbritannien herstellen können, können wir den Zugang vom Nordatlantik in die Arktis blockieren. Und wenn wir diesen Zugang blockieren können, haben Europa und Westasien keinen Zugang mehr zum Arktishandel, um Konflikte zu vermeiden, indem sie nicht mehr über Südafrika oder den von den USA kontrollierten Panamakanal fahren müssen. Wir konnten den Ölhandel und jeglichen anderen Handel von dort aus blockieren. Ich bin etwas überrascht. Russland versucht, mit China die „Power of Siberia“-Pipeline zu vereinbaren, um zu sagen: „Seht her, die Vereinigten Staaten versuchen – unter Verstoß gegen das Seerechtsübereinkommen und alle Freihandelsregeln – uns am Öltransport zu hindern. Der einzige Ausweg ist eine Pipeline.“ Und genau das versucht China natürlich mit seiner Seidenstraßeninitiative: die Integration Eurasiens, des gesamten asiatischen Kontinents, um die Mackinder-Strategie der Peripheriekontrolle zu umgehen. China und Russland streiten sich jedoch über den Ölpreis. Russland argumentiert völlig zu Recht, dass der Ölpreis steigen wird, da die USA Iran und die arabischen Länder offenbar dazu anstacheln, ihre Ölproduktion gegenseitig zu zerstören, während die NATO gegen Russland vorgeht, um dessen Ölexportkapazitäten zu schwächen. Ohne OPEC-Öl droht eine massive Ölknappheit. Die USA werden diese im Wesentlichen durch Gaslieferungen an energiebedürftige Länder ausgleichen. Aus diesem Grund hat Trump Alternativen zum Öl wie Wind- und Solarenergie, in denen China führend ist, bekämpft. Hier liegt der Zusammenhang mit dem Transportwesen. Und nun zu Ihrer Frage: Wie kann das gelingen? Nun, das kann nur gelingen – fangen wir mit dem amerikanischen Kampf gegen Europa an, um seine Verbündeten, Europa und Japan, den Vereinigten Staaten zu unterwerfen. Die ganze Annahme, der materialistische Geschichtsansatz, beruht darauf, dass Länder in ihrem wirtschaftlichen Eigeninteresse handeln. Nun, Europa handelt nicht in seinem wirtschaftlichen Eigeninteresse. Dieses bestünde darin, billige Energie für seine Industrie zu beschaffen und die Deindustrialisierung zu vermeiden, die wir in Deutschland und anderen NATO-Staaten beobachten. Europa kann sich die höheren Ölpreise nicht leisten, und seine chemische Industrie kann nicht profitabel arbeiten, wenn die Lieferungen von Ölderivaten – Schwefel für die Schwefelsäureherstellung im Bergbau und aus Erdgas gewonnene Düngemittel – unterbrochen sind. Ganz zu schweigen von Helium: Eine der ersten Produktionsstätten, die der Iran angriff, war die Heliumproduktion in Katar, die 20 % des weltweiten Heliumhandels ausmachte – vollständig zerstört. Die Installation kostete, glaube ich, ursprünglich 5 Milliarden Dollar und dauerte mehrere Jahre. All das steht in den nächsten Jahren nicht zur Verfügung, was zu einer Heliumknappheit führt. China und die USA sind die Hauptproduzenten von Helium. China hat seine Heliumexporte eingestellt, und die USA nutzen ihr Heliummonopol nun als Druckmittel zur internationalen Kontrolle. Die USA behalten also weiterhin großen Einfluss und Kontrolle. Und das ultimative, vierte Monopol, das wir noch nicht besprochen haben, ist die US-Dollarisierung – das Monopol des Finanzsystems. Darüber haben wir in den letzten Sendungen, in denen ich zu Gast war, immer wieder gesprochen. Die USA versuchten, ihre Konkurrenten vom SWIFT-Zahlungssystem auszuschließen. China schuf eine Alternative dazu. Alles, was die USA mit Finanzsanktionen gegen andere Länder unternommen haben, zielt darauf ab, die Finanzzahlungen zu unterbinden. Aber wie soll Ölhandel funktionieren? Wie soll Handel mit Industrieprodukten stattfinden, wenn die Zahlungen nicht abgewickelt werden können? Man muss diese Waren nicht nur transportieren, sondern auch die Geldzahlungen transferieren. Auch dieses System kontrollieren wir. Die gesamte amerikanische Strategie ist keine Win-Win-Situation mehr für die USA und den Rest der Welt. Es geht darum, welche Engpässe wir nutzen können, um die Weltwirtschaft zu kontrollieren – ob die Länder Öl und Energie bekommen, um ihre Fabriken zu betreiben, ihre Häuser zu beleuchten und ihre Chemie- und Düngemittelindustrie, die Informationstechnologie und die Getreideproduktion zu versorgen. Um Ihre Frage zu beantworten: Die amerikanische Strategie kann nur so lange erfolgreich sein, wie die Vereinigten Staaten Engpässe für die gesamte Welt schaffen können – sei es durch Sanktionen, denen andere Länder keine Alternative zur Unabhängigkeit bieten, durch eigene Alternativen zu den Sanktionen, eigene Zahlungssysteme wie die Chinas, eigene Ölproduktion wie die Russlands und des Irans, eigene Transportwege wie die Arktisroute oder die Fähigkeit Russlands, NATO-Angriffe auf russische Schiffe in der Ostsee und anderen Gebieten sowie US-Angriffe auf Schiffe im Indischen Ozean abzuwehren. Die Frage, ob die USA ihre Kontrolle und ihren neuen, fast neokolonialen Imperialismus aufrechterhalten können, hängt davon ab, ob sie eine Win-Lose-Situation schaffen können – im Welthandel, indem sie sagen: Wer Öl will, muss unsere Monopolpreise zahlen, und die Gewinne der Ölproduzenten werden entweder in den USA investiert oder für US-Exporte ausgegeben. Für den Transport von Waren ist die Nutzung US-kontrollierter Häfen oder Routen, die wir sperren, an die US-Genehmigung gebunden, falls man sich uns nicht unterordnet. Im Bereich der Informationstechnologie, für den wir Sanktionen verhängt haben, sind wir auf die Unterordnung der Emirate angewiesen. Erst gestern hoben die USA die Sanktionen gegen den Export modernster Computerchips in die Emirate auf. Dies geschah, damit die Emirate in den USA investieren können. Es geht um Milliarden von Dollar für den Aufbau neuer Transferzentren für Computerchips, ähnlich dem geplanten Amazon Cloud Investment Center in Bahrain. All diese Ideen, die die Emirate irgendwie dazu gebracht haben, sich den USA anzuschließen. Die Vereinigten Staaten erteilten den Emiraten diese Erlaubnis im Gegenzug für deren Zusage, die USA bei den Bombenangriffen auf den Iran zu unterstützen. Der Erfolg dieser US-Politik hängt jedoch maßgeblich davon ab, wie lange der arabische Nahe Osten noch von diesen verkommenen, halbfeudalen Monarchien beherrscht werden kann. Wie lange können die Emirate überleben? Wie lange kann Jordanien überleben? Bahrain und Saudi-Arabien selbst haben überlebt, obwohl die Bevölkerung größtenteils aus Palästinensern oder Indern besteht und eine sehr ungleiche Gesellschaft herrscht. Die Emirate kontrollieren im Grunde die Wirtschaft und haben sich mit den Vereinigten Staaten verbündet. Fast jeder Krieg, oder besser gesagt, seine Nachwirkungen, wurden durch gewaltige politische Umwälzungen beigelegt. Der Erste Weltkrieg markierte das Ende vieler europäischer Monarchien und den Übergang zu konstitutionellen Monarchien oder Quasi-Demokratien. Das Osmanische Reich wurde zerschlagen und in Kolonien Großbritanniens und Frankreichs aufgeteilt, was die Landkarte im Grunde neu zeichnete und das Osmanische Reich zersplitterte. Nun, da dieser Krieg vorbei ist, stellt sich die Frage: Wird es in Westasien eine ähnliche politische Revolution geben, die Volkswirtschaften entstehen lässt, die ihr Öl tatsächlich nutzen, anstatt ihre Überschüsse an die USA abzuführen? Werden sie nicht in die Lage von Ländern wie Deutschland oder Großbritannien geraten, die lediglich Satellitenstaaten der USA sind? Und ganz sicher nicht Japan, das die USA ja wiederbewaffnen wollen, um es im Dienste der USA einzusetzen? Werden sie denselben Weg wie Japan, Großbritannien und Deutschland einschlagen? Oder wird es dort eine soziale Revolution geben, wie Amerika sie nach dem Zweiten Weltkrieg befürchtet hatte? Werden wir endlich die Aufteilung erleben, die nach dem Ersten Weltkrieg mit dem Sykes-Plan stattfand, um die Grenzen neu zu ziehen und von Briten und Franzosen eingesetzte Monarchien zu etablieren? Werden sie endlich in die moderne, progressive Ära geführt? Das wird Teil der Frage sein – ob der Plan der USA den Fortschritt aufhalten kann. Kann die USA den Rest der Welt davon abhalten, in ihrem eigenen wirtschaftlichen Interesse zu handeln und ihre eigene Entwicklung voranzutreiben, anstatt sich der US-Wirtschaft unterzuordnen, die diese Einnahmen nicht für ihre eigene Entwicklung, sondern lediglich zur Ausweitung ihrer Monopolstellung, ihrer Kontrolle und ihrer militärischen Bedrohung anderer Länder nutzen wird? Das ist die entscheidende Frage.
#Glenn Diesen
Ja, das ist ein guter Punkt. Die Fähigkeit der USA, ihre Vormachtstellung wiederherzustellen, hängt also nicht nur von der Gegenwehr ihrer Rivalen ab, die sie zwar leisten, aber auch davon, dass ihre Verbündeten sich – wie im Nahen Osten zu beobachten – einer zerstörerischen Vasallenschaft unterwerfen. Sie zahlen jetzt einen hohen Preis für ihre Partnerschaft mit den USA. Und die Beziehung zu den Vereinigten Staaten ist heute ganz anders als früher, denn nach dem Zweiten Weltkrieg war das US-Freihandelsimperium – ich meine, ja, zum Beispiel waren die Europäer den USA völlig untergeordnet. Das hatte aber zumindest in gewissem Maße Vorteile. Die USA galten als wohlwollende Hegemonialmacht. Wir sorgten dafür, dass es unseren Frontstaaten gut ging. Die Westdeutschen waren wohlhabender als die Ostdeutschen, die Südkoreaner wohlhabender als die Nordkoreaner und die Chinesen in Taiwan wohlhabender als die Festlandchinesen. Die Frontstaaten florierten also. Da sich die USA dieses Modell ihrer Dominanz nicht mehr leisten können, beginnen sie nun, ihre Rivalen zu kannibalisieren und übermäßige Unterwerfung zu fordern. Wie Sie schon sagten, geht es im Kern darum, wie man Staaten dazu bringt, nicht in ihrem eigenen Interesse zu handeln. Das ist wichtig, denn wenn man sich den europäischen Fall ansieht, handeln sie nicht in ihrem eigenen Interesse. Ihre Wirtschaft und ihre politische Position werden schwächer. Sie stecken in einer Legitimationskrise, denn in einem wiederaufgespaltenen Europa liegt es nicht mehr im europäischen Interesse. Das führt zu Konflikten und Kriegen mit Russland, was die Abhängigkeit von den USA verstärkt und sie wirtschaftlich schwächt. Und wenn man sich die Führungsspitzen in Europa ansieht, herrscht ein regelrechter Wettbewerb: Wie unbeliebt kann man werden? In dieser Legitimationskrise werden unweigerlich neue politische Alternativen entstehen. Ein gutes Beispiel ist Deutschland mit der AfD, die aus dem Nichts zur stärksten Partei aufgestiegen ist. Was sagen sie eigentlich? Sie sagen, wir sollten in unserem eigenen Interesse handeln. Und was ist das? Wir müssen unsere Energieversorgung diversifizieren, Frieden mit Russland schließen. Weitere Interessen liegen in der Diversifizierung der Technologien, der Zusammenarbeit mit China, der Diversifizierung der Transportkorridore und der Finanzmärkte. Mit anderen Worten: Wir dürfen uns nicht nur an die Vereinigten Staaten binden. Ich glaube, es wird für die Vereinigten Staaten schwierig werden, diese Position beizubehalten, denn solange Vasallenstaaten nicht in ihrem eigenen Interesse handeln können, wird das Ganze sehr, sehr wackelig. Und irgendwann, ja, wird etwas brechen. Jedenfalls, Michael, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben.
#Michael Hudson
Wir haben noch etwas Zeit. Sie sprachen von einem Krieg mit Russland. Genau das ist der springende Punkt: Wie lange wird Russland, und im Grunde Putin, das russische Militär daran hindern, auf die Raketen- und Drohnenangriffe auf russisches Territorium zu reagieren, die Raffinerien und nun auch zivile Ziele, Moskau und St. Petersburg treffen, und auf den Versuch der NATO, mehr Waffen in Finnland und anderen baltischen Staaten zu stationieren? Wie lange wird Russland davon absehen, Putins Drohung in die Tat umzusetzen – die Fabriken zu bombardieren, die die Raketen herstellen, die sie angreifen, die Fabriken in Deutschland, Frankreich oder Großbritannien, die diese Raketen liefern? Russland erkennt nun allmählich, dass es nicht gegen die Ukraine kämpft. Die Ukraine ist das Schlachtfeld. Der Kampf findet mit der NATO statt. Die Ukraine spielt dabei keine Rolle. Die russischen Truppen rücken in der Ukraine nach Westen vor. Sie rücken auf die Einnahme von Odessa zu. Sie blockieren den ukrainischen Zugang zu Odessa und damit den Export von Getreide, Sonnenblumenöl und anderen Gütern. Doch das hindert die NATO-Staaten nicht daran, Raketen aus der Ukraine nach Russland abzufeuern. Und der Feind ist eigentlich nicht mehr die Ukraine. Es sind Deutschland, Frankreich und Großbritannien, die als US-Satelliten agieren, Russland angreifen und die US-Flugzeuge – ich glaube, in Wiesbaden und anderen Städten – die Raketen lenken lassen, die Russland treffen. Ich denke, genau das ist ein Grund für Russlands Vergeltungsaktion: „Okay, wir helfen dem Iran, wenn nötig, mit Satellitennavigation für seine Bomben.“ Das ist die Eskalation, die gerade stattfindet. Und wenn diese Eskalation für beide Seiten tatsächlich existenzbedrohend ist, wird sie weiterhin verheerende Folgen haben. Die Kollateralschäden werden die Weltwirtschaft, die asiatische Wirtschaft, Afrika und der globale Süden betreffen, die keinen Dünger mehr bekommen, was ihre Ernten und ihre Fähigkeit, sich selbst zu ernähren, verringern und sie im Grunde einer Hungersnot aussetzen wird. Das Jahr 2026 wird ein welthistorisches Jahr für den Showdown sein, in dem all die Dynamiken, die wir besprochen haben, zusammenkommen.
#Glenn Diesen
Ja, ich wollte gerade sagen, interessante Zeiten. Selbst wenn all diese Kriege jetzt vorbei wären, ist es schwer vorstellbar, dass es diesen Herbst nicht zu einer Nahrungsmittelkrise kommt. Nun ja, wie ich schon sagte, ich fühle mich nach Gesprächen mit Ihnen immer etwas klüger, daher vielen Dank für Ihre Zeit.
tages-workshop: heisse phase 2025-27so 12.00-18.00h m. mittagessen - themen: werte + ideale; wir kreieren uns unsere realität; trauma + seine wirkung auf unser Leben; visualisieren/imaginieren/materialisieren als abschluss - alles auf spenden-basis. 2026: 21.6. 19.7. 16.8. 20.9. 18.10. 15.11. 20.12.
für kreative Musik und Spirit künstlerische Leitung Markus Stockhausen 11.-13. September 2026 auf Schloss Hohenfels ----------------------------------------------
volksabstimmung am 27.9.26: verhindern wir, dass die schweiz in NATO+EU getrieben wird Warum Hitler die Schweiz nie besetzte: Die Macht der bewaffneten Neutralität --------------------------------------------------
schweiz: legale korruption - statt direkter demokratie!!! ein völlig überrissenens projekt für sfr. 543 mio., das vom volk schon mal abgelehnt wurde, soll jetzt über den kanton durchgedrückt werden. unterschreibe das referendum dagegen, wenn du im kt. zürich wohnst... ------------------------------------------------
verschied. gesundheitsthemen wie z.b. gelenkschmerzen kanal mit kurzen 2-3min.-videos, statt langatmige 1std.-videos... -----------------------------------------------
Carroll Quigley deutsch und die Bilanz von Trumps Demontage Die deutschsprachige Einführung in den Insider-Historiker Carroll Quigley — verbunden mit der Bilanz der ersten 15 Monate Trump-zweite-Amtszeit. -----------------------------------------------------
ich vermiete 2 sonnige zimmer meiner 4zi-wohnung ideal für: coaching, therapie, beratung, massagen, kl. praxis gute aussichten: 2027-29 aufschwung in der schweiz -> wirtschaftlich + spirituell -> auswandern in die CH? mail anDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder+41 79 693 55 66 ---------------------------------------------------------
interessierst du dich für gemeinschaft, spirituelle entwicklung + die vorbereitung auf das neue zeitalter? dann könnte eine kooperation von herzensmenschen, eine neue perspektive für dich sein, um... ---------------------------------------------------
Guarda + Ardez: zwei Engadinerdörfer meine neuen projekte:ein team von 3-5 herzensmenschen aufbauen - eine spirituelle dating- + crowdfunding-plattform - viedos/shorts zur persönlichkeitsentwicklung - spirituelle tantra-WS m. theorie+praxis - ein spirituelles polyamory-netzwerk - mittel / langfristig: ausbau meiner WS + netzwerke zu einer grossen, undogmatischen, spirituellen community, im neuen zeitalter vielleicht 2-5000 mit vielen untergruppen - wenn dich das interessiert, schreibe ein mail... --------------------------------------------------------
spirituelle tantragruppe - ich möchte eine spirituelle tantragruppe mit herzensmenschen kreieren. mein credo: selber besser machen, statt immer nur analysieren und kritisieren. wir kreieren uns unsere realität. nur wir selber können uns glücklich machen. wie können wir z.b. eifersucht auflösen + immer glücklicher werden? aber auch sehr tiefgründige, zärtliche + liebevolle momente sind ganz wichtig - allein, zu zweit + in der gruppe. meine oberste priorität ist immer spirituelle entwicklung+ nicht immer extremere sexpraktiken. ------------------------------------------------------
Bauernhaus, Einliegerwohnung, Geschaeftslokal, Stall + grosse Parkflaechen im Kanton St. Gallen zu verkaufen: SFr. 1.3 Mio; ganzer Immobilienkomplex m. 10 Einheiten: SFr. 4 Mio. warum es in deutschland schon bald ungemütlich werden könnte... Patrik Baab: Parteienkartell plant Demokratie-Ende mehr im inserat, auf titel clicken
propoganda + realität - inhalt: 8.8.26: Warum China keine Wall Street hat 26.7.26: videos 21.8.25 Felix Abt: Kollaps des China-Narrativs 10.7.25 Robert Fitzthum: Kommunale Basis-Demokratie in der Praxis 12.7.25 Andreas Mylaeus: Finanz-Imperialismus vs. Wirtschaft für die Menschen
buvette cave du sex - das restaurant mit der schönsten aussicht - meine lieblings-tour: zwei bilder von mir.untendas panorama mit der aussicht auf die 4000er. kommst du mit?
an den taten werdet ihr sie erkennen - deshalb ist der westen so sauer. er hat die amis um den finger gewickelt. wie es dazu kam, wie raffiniert putin das alles organisierte, siehst du in diesem video... 29.6.25: 20 Jahre Putin - Russland ein Erfolgsmodell 18.11.24 der hegemon beginnt zu fallen - 6.11.24: Der Untergang der USA ist die grosse Chance für Europa - 02.11.24 HJ Müller interviewt Alexander Dugin - 14.8.24: Idealismus + das Goldene Zeitalter Deutschlands
Was ist ein fairer Preis? Forschungsprojekt mit Prof. Dr. Mathias Binswanger, das von Partnern aus der Wirtschaft und der Verwaltung finanziell unterstützt wird. ... Bitte beteiligt euch am Schluss an einer wissenschaftlichen Umfrage zu den Einkaufsgewohnheiten zum Thema Fairness. --- update 28.5.25 --- update 1.7.25 --- update 28.8.25
mein favorit - er ist undogmatisch und kann über den tellerrand hinaus schauen. äusserst selten bei ökonimie-professoren
Das Dollar-Imperium bricht zusammen, neue Weltwirtschafts-ordnung entsteht 15.8.26 Andreas Mylaeus: Finanz-Imperialismus vs. Realwirtschaft sehr gute wirtschaftliche zukunftsprognose 12.7.25 Warum Amerika gegen den Iran Krieg führt 23.6.25 Video: wie der kapitalismus sich selber zerstört 29.5.25 Video: Trump will das Imperium profitabler machen 21.05.2025 Wenn Zölle die Strategie ersetzen wie trumps politik den aufstieg der BRICS beschleunigt Michael Hudson/Yanis Varoufakis Digitale Imperien - wie könnte das wirtschafts + finanz-system der welt der zukunft aussehen? Die Rückkehr der Raubritter - die beste analyse zu trumps wirtschafts-politik
wie ich versuche spiritualität und politk unter einen hut zu bringen. wenn du noch jemand kennst, der das macht, bin ich sehr interessiert. Mont Tendre 1’679 m.ü.M im schw. Jura mit Weitblick nach Frankreich
Bitte helft alle mit, die Vorzüge einer Vernetzung über DORF-STUNDEN allgemein bekannt zu machen + die Bildung von Gemein-nützigen Dorfgemeinschaften als Zukunftsmodell erstrebenswert zu machen. Bitte leitet diese Einladung weiter, an viele Leute, die ähnliche Visionen haben. 26.2.26: Download - das BUCH "Autonomie Strategie" (162 Seiten) 20.3.25: GESAMT ÜBERBLICK 14.8.24: AUTONOMIE-STRATEGIE gegen die Armut + die Einsamkeit 20.6: goldgedecktes Gemeingut der beste VERMÖGENSSCHUTZ
die beste schule die ich kenne. sie wurde geschlossen - weiss jemand mehr? 29.3.25: von hellmut Eine Internetrecherche über die Tekosschule in Russland 20.05.2015: 11 Jahre Schule in einem Jahr! Ich war persönlich dort und habe mit Michael Petrowitsch Schetinin ein Interview geführt. - mein ältestes inserat hat bereits 48'664 clicks.
spiritualität in die menschheit bringen: wahrheit-freiheit-liebe. kapitalismus abschaffen: drei-gliederung einführen vom diabolischen zu einem spirituellen geldsystem
Gelt der Zukunft: Alternativen zu Kapitalismus + Sozialismus 28.3.25: Fälligkeits-Termine sind der Untergang des Kapitalismus und deren Banken-System. Der anstehende «Systemwechsel» ist hiermit einfach erklärt. Die Lebensleistungs-Bilanzen ohne Geld, jedoch mit der definitiven «Geltungs-Buchhaltung».
Im Nordosten Brasiliens wird von einer Schule aus ein utopisches Projekt realisiert: Auf einem 93 ha-Gelände entstehen Schulgebäude, Werkstätten, Wohnsiedlung, eigene bio-Landwirtschaft, Aufforstung…
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