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Krieg 15.-31.8.26: Die Drahtzieher hinter dem Terror: Anschlag auf CSD in Berlin - ein wiederkehrendes Muster?/ Trump will Patriot-Abfangraketen, aber Xi Jinping hat die Trümpfe in der Hand/ „Muslimische NATO“: Das Ende der US-Hegemonie

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inhaltsverzeichnis - neu: videos nur noch im inhaltsverzeichnis
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analysen
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die drahtzieher des terrors sind die geheimdienste CIA/MI6/mossad
und seit neustem immer mehr der ukrainische geheimdienst, der aber von den amis gesteurert wird.
die CIA baute auch den IS und andere terrorgruppen auf.

Anschlag auf CSD in Berlin - ein wiederkehrendes Muster?
Ganz abgesehen von den vielen Ungereimtheiten bei der Berichterstattung über den Anschlag auf den CSD, dem Cristopher Street Day, in Berlin kann man auch hier wieder Muster erkennen, die sich durch die Terror-Anschläge der letzten Jahre ziehen. Am Ende steht steht immer der Ruf nach mehr Sicherheit! Kurz vor drei deutschen Landtagswahlen erschütterte ein Terroranschlag auf den Berliner Christopher Street Day (CSD) ganz Deutschland. Am 25. Juli gegen 22.00 Uhr raste ein Kleintransporter in eine Menschenmenge, der Täter flüchtete zunächst. Einen Tag später, am 26. Juli gegen 18 Uhr, wurde der mutmaßliche Täter in einer Berliner Kleingartenanlage von der Polizei erschossen. Wer Terroranschläge der letzten Jahre verfolgt, stellt fest, dass diese sich in gewissen Punkten wie ein wiederkehrendes Muster verhalten.

www.kla.tv/42122

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Sergej Lawrow: Interview mit dem Außenministers der Russischen Föderation
Fernsehsender WGTRK, Moskau, 14. August 2026
(Red.) Am 14. August dieses Jahres gab der russische Außenminister Sergej Lawrow dem russischen öffentlich-rechtlichen Fernsehsender WGTRK ein ausführliches Interview. Wir bringen es im Folgenden sowohl als Video als auch in der offiziellen schriftlichen deutschen Übersetzung des russischen Außenministeriums.Interviews wie diese sind keine Zufallsprodukte. Über sie werden Botschaften vermittelt, inbesondere an jene, die sich weigern, mit dem offiziellen Russland zu kommunizieren. Es werden sich also weltweit Freund und Feind mit dem Gesagten intensiv befassen. Sie werden über die Fragen und Antworten hinaus analysieren, in welchem Ton und Duktus der Austausch erfolgte, welche Atmosphäre im Studio herrschte, welcher Staatsmann wie erwähnt wurde, welche Worte der Chef der russischen Diplomatie verwendete und welche nicht. All diese verbalen und nonverbalen Aspekte geben Auskunft über die russische Politik und das Land. Sie sind Indikatoren für das politische Klima, die Simmung und zu erwartende Entscheidungen. Die russische Diplomatie ist meisterhaft darin, auf dieser Klaviatur zu spielen. Auch für jene, die der russischen Sprache nicht mächtig sind, kann es daher ein Gewinn sein, das beigefügte Video des Interviews zumindest für einige Minuten auf sich wirken zu lassen. (rbz)

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Larry C. Johnson: Trump will 2.000 weitere Patriot-Abfangraketen pro Jahr, aber Xi Jinping hat die Trümpfe in der Hand.   12. August 2026 Nach mehreren Medienberichten über akute Waffenknappheit unternimmt die Trump-Regierung fieberhafte Anstrengungen zur Aufstockung ihrer Bestände. Nachdem zwei Kriege   – der Ukraine-Konflikt und der Konflikt mit dem Iran im Jahr 2026   – die Abfangraketenbestände in einem Tempo aufgebraucht haben, für das keine Friedensindustrie ausgelegt war, versucht das Pentagon mit ungewöhnlicher Geschwindigkeit und ungewöhnlich hohen Summen, seine wichtigste Luftverteidigungsmunition rasch wieder aufzubauen. 

„Muslimische NATO“: Das Ende der US-Hegemonie Am Freitag, dem 7. August,  unterzeichneten Pakistan, Saudi-Arabien und die Türkei das „Mecca Joint Force Agreement“,  einen gegenseitigen Verteidigungspakt. Dessen wichtigste Bestimmung ähnelt Artikel 5 des NATO-Vertrags, wonach ein Angriff auf einen der drei Staaten als Angriff auf alle drei gilt. Dies veranlasste Kommentatoren umgehend, das Abkommen als „muslimische NATO“ zu bezeichnen, obwohl es ansonsten keinerlei Ähnlichkeiten aufweist.

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14 August 2026 11:00 - Quelle: Russisches Außenministerium
17. August 2026

Interview des Außenministers der Russischen Föderation, Sergej Lawrow, mit dem Fernsehsender WGTRK, Moskau, 14. August 2026


Sergej Lawrow, Aussenminister der Russischen Föderation

(Red.) Am 14. August dieses Jahres gab der russische Außenminister Sergej Lawrow dem russischen öffentlich-rechtlichen Fernsehsender WGTRK ein ausführliches Interview. Wir bringen es im Folgenden sowohl als Video als auch in der offiziellen schriftlichen deutschen Übersetzung des russischen Außenministeriums.

Interviews wie diese sind keine Zufallsprodukte. Über sie werden Botschaften vermittelt, inbesondere an jene, die sich weigern, mit dem offiziellen Russland zu kommunizieren. Es werden sich also weltweit Freund und Feind mit dem Gesagten intensiv befassen. Sie werden über die Fragen und Antworten hinaus analysieren, in welchem Ton und Duktus der Austausch erfolgte, welche Atmosphäre im Studio herrschte, welcher Staatsmann wie erwähnt wurde, welche Worte der Chef der russischen Diplomatie verwendete und welche nicht. 

All diese verbalen und nonverbalen Aspekte geben Auskunft über die russische Politik und das Land. Sie sind Indikatoren für das politische Klima, die Simmung und zu erwartende Entscheidungen. Die russische Diplomatie ist meisterhaft darin, auf dieser Klaviatur zu spielen. Auch für jene, die der russischen Sprache nicht mächtig sind, kann es daher ein Gewinn sein, das beigefügte Video des Interviews zumindest für einige Minuten auf sich wirken zu lassen. (rbz)

Hier finden sich auch weitere Übersetzungen in andere Sprachen, wenn es für jemanden interessant sein sollte. 

 Frage:In der Militärdoktrin Japans wird Russland als die größte Bedrohung bezeichnet. Wie können Sie das kommentieren, und wäre so etwas unter Shinzo Abe möglich gewesen?

Sergej Lawrow: Shinzo Abe war ein absolut korrekter Politiker, der verstand, dass sich die nationalen Interessen ohne eine Zusammenarbeit mit der Russischen Föderation nicht gewährleisten lassen. Diejenigen, die ihm nachfolgten, sind der Auffassung, dass diese Interessen gemeinsam mit den Vereinigten Staaten durch eine beginnende Militarisierung Japans gewährleistet werden müssen. 

Bei den ASEAN-Veranstaltungen mit unseren Partnern auf den Philippinen gab der japanische Minister im Anschluss eine Erklärung ab, wonach man bilaterale Angelegenheiten und die regionale Situation mit Sergej Lawrow erörtert hätte. Ich war verblüfft, denn das Ganze ereignete sich während eines Festbanketts, bei dem alle Minister an einem langen Tisch platziert waren. Plötzlich berührte mich jemand von hinten an der Schulter. Ich drehe mich um, da steht unser japanischer Kollege und sagt, wie sehr er sich freue, mich zu sehen, wie schön das sei… Ich hatte nicht einmal Zeit aufzustehen. Ich schüttelte ihm die Hand, und er ging zu seinem Platz. Und das heißt dann also: „Wir haben bilaterale und regionale Fragen erörtert“.

Vor Kurzem gab es Informationen darüber, dass irgendeine japanische Delegation von Geschäftsleuten zu Besuch war. Sie sagten ganz offen, dass sie von der Führung ihres Landes die strikte Anweisung hätten, keinerlei Projekte mit uns zu erörtern.

Frage: Die Europäische Union hat Kontrollen russischer Handelsschiffe angekündigt und bezeichnet sie als „Schattenflotte“. Was soll das überhaupt sein? Was bedeutet das? Und was steckt tatsächlich hinter diesen Kontrollen?

Sergej Lawrow: Die Europäische Union hat diesen Begriff schon vor langer Zeit erfunden. Er findet sich in keinem einzigen Dokument. Die Europäische Union hat beschlossen, ihr eigenes „Recht“ anzuwenden, sofern man die rechtswidrigen Entscheidungen Brüssels überhaupt als „Recht“ bezeichnen kann, wonach Russlands Möglichkeiten, auf den Weltmärkten Geld zu verdienen, eingeschränkt werden sollen. 

Sie haben im Grunde ein Verbot des Handels mit Energieträgern der Russischen Föderation eingeführt. Und alle Schiffe, die der Europäischen Union nicht gehorchen, werden unabhängig davon, unter welcher Flagge sie fahren, zur „Schattenflotte“ erklärt. Das ist ein sehr gefährlicher Weg, denn damit erklären sie, dass ihre Entscheidungen über dem Völkerrecht stehen.

Sie haben sich selbst erlaubt, Schiffe nicht nur anzuhalten und zu kontrollieren, sondern auch deren Ladung zu beschlagnahmen und zu verkaufen, um daraus irgendwelche Einnahmen zu erzielen. Und diese Einnahmen sollen der Ukraine übergeben werden, damit sie ihr Naziregime weiter stärken kann.

Der Präsident der Russischen Föderation, Wladimir Putin, hat sehr klar und besonnen erklärt, dass wir auf dieses Banditentum, auf diese Piraterie spiegelbildlich reagieren werden. Wir werden die Ziele selbst auswählen. Ziele werden Schiffe sein, die im Interesse jener Länder tätig sind, die Banditentum und Piraterie zu ihrer offiziellen Politik erklärt haben.

Frage: Wie sollen wir gegen derart unredliche Gegenüber siegen? Schließlich haben wir völlig andere Werte. Selbst in alten Zeiten sagten unsere Fürsten vor ihren Feldzügen: „Ich ziehe gegen euch.“ Wir haben völlig andere Werte, die von solchen Terrorakten weit entfernt sind.

Sergej Lawrow: Und nach jedem derartigen Terroranschlag prahlen Vertreter des Regimes in den sozialen Netzwerken und auf anderen Plattformen auch noch voller Stolz damit, wie „großartig“ sie einen Strand, ein Wohnheim, in dem Mädchen zu Lehrerinnen ausgebildet wurden, und andere ausschließlich zivile Objekte getroffen hätten.

Frage: Wie sollen wir gegen solche Gegner kämpfen? Wir werden uns doch nicht auf ihre Methoden herablassen?

Sergej Lawrow: Wir werden uns nicht auf dieses Niveau herablassen, aber wir werden unsere eigenen Methoden wesentlich härter gestalten, um alles zu zerstören, womit der Westen die Kriegsmaschinerie Kiews unterstützt. Und das tun wir bereits. Sie beginnen bereits zu jammern.

Nicht zufällig werden aus verschiedenen Teilen unseres gemeinsamen Raumes immer mehr Stimmen laut, die dazu aufrufen, unverzüglich Halt zu machen. So wird es nicht gehen. Aufhören darf man erst dann, wenn es eine langfristige, verlässliche und nachhaltige Regelung gibt.

Wenn wir jetzt plötzlich an der Kontaktlinie Halt machen würden, würden wir im Grunde zulassen, dass die Heldentat unserer Großväter und Urgroßväter, die den Nazismus besiegt haben, zunichtegemacht wird. Das kommt nicht in Betracht. Und es geht nicht nur darum, wie komfortabel jemand heute lebt, bei uns leiden Menschen, Menschen sterben infolge dieser Terroranschläge. Es geht um unsere Verantwortung für die tausendjährige Geschichte des russischen Staates.

Frage: Ein deutscher Journalist fragt auf der Pressekonferenz des serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić und Wladimir Selenskis ganz unverhohlen Selenski, wie sie, die Deutschen, den Ukrainern dabei helfen könnten, Russen zu töten. Das ist unvorstellbar. Was ist mit der westlichen Diplomatie geschehen?

Sergej Lawrow: Natürlich ist dieser Mensch unwürdig, irgendeine Position in den Medienstrukturen und erst recht irgendeine offizielle Position im Regierungsapparat zu bekleiden.

Die Metastasen des Nazismus dringen in der deutschen Gesellschaft unter der Führung von Bundeskanzler Friedrich Merz weiter nach oben. Er erklärt offen, Deutschland müsse erneut zur stärksten Militärmacht Europas gemacht werden. Versteht er, was das Wort „erneut“ in diesem Zusammenhang bedeutet? Ich bin mir nicht sicher.

Übrigens, was diese Situation betrifft, als auf der Pressekonferenz von Wladimir Selenski und Aleksandar Vučić diese Frage gestellt wurde: Ich habe gesehen, dass der serbische Präsident Aleksandar Vučić einfach fassungslos war. Natürlich würden wir angesichts des gewaltigen Beitrags unserer serbischen Freunde zum Sieg über den Nazismus gerne irgendeine Reaktion von ihnen hören.

Frage: Der serbische Präsident Aleksandar Vučić hat ein Dokument über militärische Unterstützung für die Ukraine unterzeichnet. Gleichzeitig sind die Bombardierungen Jugoslawiens im Gedächtnis des Volkes noch präsent. Bedeutet das, dass sich Serbien auf die Seite des Westens stellt? Wie können Sie das kommentieren?

Sergej Lawrow: Der serbische Präsident Aleksandar Vučić hat es nicht leicht. Er ist ein sehr erfahrener Politiker. Und er hält am Kurs auf die europäische Integration fest.

In der gegenwärtigen Phase treibt die Europäische Union ihr Spiel mit ihm und erpresst ihn schlichtweg. Sie sagen: Ja, Serbien steht schon lange in der Warteschlange, aber wir werden die Verhandlungen erst dann beschleunigen, wenn ihr zwei grundlegende Forderungen erfüllt. Erstens: Erkennt die Unabhängigkeit des Kosovo an. Und zweitens: Schließt euch sämtlichen Maßnahmen und Beschlüssen der EU gegenüber Russland an.

Er hält diesem Druck bereits seit mehreren Jahren mutig stand. Wir verkaufen Serbien Gas zu sehr günstigen Preisen und verlangen von Serbien niemals etwas, abgesehen davon, dass es für uns inakzeptabel wäre, wenn unsere serbischen Brüder sich an der Bewaffnung des Kiewer Regimes beteiligen würden. Präsident Aleksandar Vučić hat eine Sonderentscheidung getroffen, die derartige Handlungen untersagt.

Seine Zustimmung zu den hartnäckigen Bitten Selenskis, ihn zu empfangen, spiegelte wahrscheinlich die Absicht von Vučić wider, den Druck der Europäischen Union ein wenig zu verringern. Dieser Druck ist schamlos und unverschämt. Sie verhalten sich so, als hätten sie bereits ein „Viertes Reich“.

Frage: Der bulgarische Staatschef hingegen will aus der „Koalition der Willigen“ austreten und sagt, dass alles auf diplomatischem Wege gelöst werden müsse. Glauben Sie, dass es der Europäischen Union dennoch gelingen wird, ihn „unter Druck zu setzen“?

Sergej Lawrow: Ich kenne den bulgarischen Ministerpräsidenten Rumen Radew gut. Er trat bei den Wahlen mit dem Motto der nationalen Interessen an und nicht mit dem Motto der Unterordnung unter die EU-Bürokratie. Es gibt nicht wenige Beispiele dafür, dass Menschen mit solchen Absichten, nachdem sie schließlich an die Macht gelangt waren, sich unterschiedlich verhielten. Manche werden in der Lage sein, an den prinzipiellen Überzeugungen festzuhalten, mit denen sie zur Wahl angetreten sind. Andere werden dem Druck nachgeben.

Sollen sie das dort untereinander klären.

Frage: Was Steve Witkoff und Jared Kushner betrifft, die es nun erneut einfach nicht schaffen, zu uns zu kommen: Sie haben sowohl mit dem einen als auch mit dem anderen persönlich gesprochen. Wer von ihnen kann nach Ihrem Eindruck als erfahrener Diplomat in irgendeiner Weise Einfluss auf US-Präsident Donald Trump nehmen?

Sergej LawrowIch gehe davon aus, dass sie, wenn ihnen ein solches Vertrauen entgegengebracht wird, Einfluss auf den US-Präsidenten haben und dass er ihnen vertraut.

Wir weigern uns nicht, mit ihnen zu sprechen. Wenn sie kommen, wissen sie, dass der Präsident Russlands, Wladimir Putin, bereit ist, sie erneut zu empfangen. Eine andere Frage ist, womit sie kommen werden. Denn als Steve Witkoff vor etwas mehr als einem Jahr hier war (ich glaube, es war am 5. oder 6. August), brachte er Vorschläge von US-Präsident Donald Trump mit. Der Präsident Russlands, Wladimir Putin, nahm sie zur Prüfung an, und als er nach Alaska kam, sagte er: „Donald, du hast uns Vorschläge geschickt, ich habe darüber nachgedacht. Es gibt Dinge, die einen Kompromiss erfordern. Aber deine Vorschläge in der Form, in der du sie mir geschickt hast, nehme ich an.“

Dann kam eine Pause. Dann folgten Sanktionen gegen „Lukoil“ und „Rosneft“. Parallel dazu eilten die Anführer der Europäischen Union und der NATO zusammen mit Selenski nach Washington und hängten sich US-Präsident Donald Trump regelrecht an die Arme mit dem Hauptziel, ihn von jeglichen weiteren Initiativen abzubringen.

Später sagte US-Außenminister Marco Rubio auf die Frage eines Journalisten, wie es nun mit Anchorage weitergehen solle, sie hätten darüber nachgedacht und könnten wohl keine Vermittler sein, weil sie die Ukraine unterstützten. Ein paar Wochen später sagte er wieder das Gegenteil: In jedem Fall sei nur US-Präsident Donald Trump in der Lage, die Ukraine und Russland an den Verhandlungstisch zu bringen und eine Lösung zu finden. Das heißt, sie unterstützen offenbar sowohl die Ukraine als auch diese Waffenlieferungen und die Bereitstellung von Geheimdienstinformationen.

Frage: Genau deshalb können die Ukrainer unsere Ölraffinerien so präzise treffen, darunter leiden kleine Unternehmen und einfache Menschen. Warum können wir nicht, bevor wir uns mit ihnen   – mit Witkoff und Kushner   – an den Verhandlungstisch setzen, zunächst ein Ultimatum stellen und verlangen, dass sie damit aufhören?

Sergej Lawrow: Wir stellen keine Ultimaten. Wir haben dem US-Außenministerium eine ganze Reihe von Fragen übermittelt und um Stellungnahme gebeten, unter anderem zur Weitergabe von Geheimdienstinformationen sowie dazu, dass die USA wesentlich tiefer in die Organisation und Durchführung von Angriffen tief im Territorium der Russischen Föderation gegen zivile Objekte verwickelt sind. Wir werden die Antwort abwarten.

Frage: Der türkische Außenminister Hakan Fidan war in Russland, in Kasan, und traf sich mit Ihnen und mit dem Präsidenten Russlands, Wladimir Putin. Natürlich ging es, wie Sie bereits bestätigt haben, auch darum, dass die Türkei möglicherweise erneut als Vermittler bei den Verhandlungen auftreten könnte. Gleichzeitig unterzeichnet der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan auf dem NATO-Gipfel Dokumente zur Wiederherstellung der territorialen Integrität des Kiewer Regimes. Können beziehungsweise sollten wir überhaupt auf solche Vermittler setzen?

Sergej LawrowDie Türkei möchte NATO-Mitglied sein und als solches über die größte Armee des Bündnisses verfügen, zugleich möchte sie Beziehungen zur Europäischen Union unterhalten, obwohl sie tief im Inneren versteht, dass sie niemals in die EU aufgenommen werden wird. Sie möchte gute Beziehungen zu Russland haben, weil wir zahlreiche gemeinsame Wirtschaftsprojekte haben und vieles in unserer Geschichte miteinander verbunden ist: der Kaukasus, das Schwarze Meer. Die Türkei ist aufrichtig daran interessiert, dass das Schwarze Meer stabil bleibt.

Jetzt sprechen unsere türkischen Kollegen erneut davon, dass man sich irgendwie darauf verständigen müsse, dass die Schifffahrt nicht zum Ziel von Angriffen wird. Aber wir haben damit nicht angefangen. Wenn eine Drohne der ukrainischen Streitkräfte ein türkisches Frachtschiff, einen Tanker oder ein ziviles Schiff angreift, wenn dieselben Drohnen wiederholt die Infrastruktur des Kaspischen Pipeline-Konsortiums angreifen und dabei direkt Schiffe treffen, die mit den amerikanischen Unternehmen Chevron und ExxonMobil in Verbindung stehen, erklären weder die Türkei noch die Vereinigten Staaten öffentlich, dass diese Handlungen ukrainischer Terroristen inakzeptabel sind.

Als wir nachfragten, ob sie sich damit abfinden würden, antworteten sie, nein, sie würden entsprechende Signale senden. Was das Kaspische Pipeline-Konsortium betrifft, soll US-Vizepräsident J. D. Vance offenbar irgendein Signal an Selenski gesandt haben. Die Türken sagten uns, auch sie hätten den Ukrainern erklärt, dass man es nicht angreifen solle. Aber öffentlich schweigen alle. Auch das ist bezeichnend. Bemerkenswert ist, dass das Regime von Selenski als Reaktion auf diese Ermahnungen, soweit ich den vorliegenden Informationen entnehmen kann, nicht versprochen hat, die Angriffe einzustellen. Es versprach lediglich, die Angriffe auf jene Schiffe einzustellen, die nichts mit der Russischen Föderation zu tun haben. Und offenbar wurde diese Erklärung als akzeptabel betrachtet.

Mit der Türkei haben wir eine umfangreiche Agenda. Ich denke, dass gewisse „Nachwirkungen“, die sich aus ihrer NATO-Mitgliedschaft und ihren Beziehungen zur Europäischen Union ergeben, unvermeidlich sind.

Frage: Eine etwas informellere Frage. Welche Ihrer Eigenschaften hat Sie Ihrer Meinung nach zu dem gemacht, der Sie heute sind?

Sergej Lawrow: Ich habe nie Eigenwerbung betrieben. Wissen Sie, wahrscheinlich bin ich immer sehr verantwortungsvoll mit dem umgegangen, was ich getan habe, um diejenigen nicht zu enttäuschen, die mir etwas anvertraut und mich auf die jeweilige Position berufen haben   – sei es in Sri Lanka, in der Zentrale, in New York oder wieder hier in Moskau.

Frage: Und welche Eigenschaft hindert Sie manchmal daran, Diplomat zu sein?

Sergej Lawrow: Ehrlich gesagt, nichts hindert mich daran. Ein Diplomat sollte Humor haben und fröhlich sein, sobald er seine Arbeit gut erledigt hat und sie angenommen wurde.

Frage: Nach Ansicht des Diplomaten William Burns (er schrieb darüber in seinem Buch) kann man Sie nicht aus der Fassung bringen. Stimmen Sie dieser Aussage zu?

Sergej Lawrow: Aus der Fassung bringen kann man mich schon, aber man darf es mir nicht ansehen.

Frage: Sie waren Ihrer Großmutter und Ihrem Großvater sehr verbunden. Wer von ihnen, oder vielleicht ein anderer Verwandter, hat Ihrer Meinung nach den größten Einfluss auf Sie und Ihren Charakter gehabt?

Sergej Lawrow: Mich haben sowohl meine Mutter als auch mein Großvater und meine Großmutter geprägt, vor allem dadurch, dass sie mir die Freiheit im Umgang mit Gleichaltrigen nicht nur erlaubten, sondern sie sogar förderten. Man kam aus der Schule, machte die Hausaufgaben, und dann ging es raus auf die Straße, in den Hof, zu den Auseinandersetzungen unter Kindern. Einer hatte zu einem anderen irgendetwas gesagt, das gefiel ihm nicht. Danach einigte man sich, versuchte, einander von etwas zu überzeugen. Gerade dort galt übrigens ganz besonders der Grundsatz: „Man erreichte eine Vereinbarung   – und damit war die Sache abgemacht.“

Ich bin ihnen sehr dankbar dafür, dass sie mich nicht zwangen, zu Hause zu bleiben. Wissen Sie, wie das so ist: Kaum hatte man angefangen …

Frage: Aber erst nach den Hausaufgaben?

Sergej Lawrow: Nach den Hausaufgaben natürlich. Manchmal habe ich auch geschwänzt, aber wer hat das nicht? Es kam alles Mögliche vor.

Frage: Welche Fächer haben Sie geschwänzt?

Sergej Lawrow: Das weiß ich nicht mehr. Aber einmal hatte ich sogar eine „Drei“ als Verhaltensnote.

Frage: Heute durchlebt das Land eine recht schwierige Zeit. Für die Menschen ist es wichtig, deutliche und kraftvolle Aussagen zu hören, darunter auch Ihre. Was möchten Sie heute sagen?

Sergej Lawrow: Wir hören regelmäßig kraftvolle Aussagen. Auch der Präsident Russlands, Wladimir Putin, macht unmissverständlich deutlich, dass alle Ziele der militärischen Spezialoperation erreicht werden.

Ich sehe mir die Berichte von der Front an. Beeindruckende Jungs, entschlossen, stolz auf ihr Land. Ihre Stimmen von dort, nachdem sie den nächsten Ort eingenommen haben   – „Der Feind wird geschlagen werden, der Sieg wird unser sein, unsere Sache ist gerecht“   –, das ist eine sehr starke Aussage.

Nun, was kann man dem noch hinzufügen? Manchmal würde ich gerne noch etwas hinzufügen, aber ich fürchte, Sie würden es „wegpiepsen“.

Hier finden sich auch weitere Übersetzungen in andere Sprachen, wenn es für jemanden interessant sein sollte. 



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12. 08. 2026 Von Larry C. Johnson - übernommen von larrycjohnson.substack.com bezahlt
12. August 2026

Trump will 2.000 weitere Patriot-Abfangraketen pro Jahr, aber Xi Jinping hat die Trümpfe in der Hand.


Larry C. Johnson

Nach mehreren Medienberichten über akute Waffenknappheit unternimmt die Trump-Regierung fieberhafte Anstrengungen zur Aufstockung ihrer Bestände. Nachdem zwei Kriege   – der Ukraine-Konflikt und der Konflikt mit dem Iran im Jahr 2026   – die Abfangraketenbestände in einem Tempo aufgebraucht haben, für das keine Friedensindustrie ausgelegt war, versucht das Pentagon mit ungewöhnlicher Geschwindigkeit und ungewöhnlich hohen Summen, seine wichtigste Luftverteidigungsmunition rasch wieder aufzubauen. 

Ende Juli vergab die US-Armee einen mehrjährigen Produktionsvertrag für die PAC-3 im Wert von rund 53,9 Milliarden US-Dollar an Lockheed Martin. Dieser Vertrag ist Teil eines Rahmenabkommens, das die jährliche Produktion der PAC-3 Missile Segment Enhancement (MSE)-Abfangrakete von etwa 600 auf 2.000 Raketen bis 2030 steigern soll. Es handelt sich um eine der größten Raketenproduktionsverpflichtungen in der amerikanischen Geschichte.

Es gibt nur ein kleines Problem, das sich mit Geld allein nicht lösen lässt: Das Leitsystem der PAC-3   – jene Komponente, die dafür sorgt, dass ein Abfangjäger sein Ziel tatsächlich trifft   – ist von zwei Seltenerdmetallen abhängig, deren Versorgung fast vollständig von China kontrolliert wird. Washington drängt seine Rüstungskonzerne, die Produktion einer Waffe, deren unersetzlichste Komponenten am Ende einer Lieferkette über Peking liegen, mehr als zu verdreifachen. Ehrgeiz und Verwundbarkeit wachsen gleichzeitig und steuern auf einen Konflikt zu.

Das Nachfragesignal ist real und enorm.

Beginnen wir mit der Frage, warum dieser Druck überhaupt besteht. Der Iran-Krieg ist ein Luftverteidigungskrieg, und er hat die USA immens viel Geld für Abfangraketen gekostet. Eine Analyse des Center for Strategic and International Studies schätzt, dass die Vereinigten Staaten während des Konflikts etwa zwei Drittel ihres Patriot-Abfangraketenbestands aus der Vorkriegszeit verbraucht haben. Lockheed lieferte bis 2025 lediglich rund 620 PAC-3 MSE-Abfangraketen   – das entspricht etwa 1,7 Raketen pro Tag für ein globales Netzwerk alliierter Raketenbatterien. Verglichen mit dem heutigen Bedarf an Kampfmitteln ist das keine Fließbandproduktion, sondern ein Rinnsal. Stellen Sie sich einen älteren Mann mit vergrößerter Prostata vor, der versucht zu urinieren. Tröpfchen für Tröpfchen.

Die Regierung hat daher alle Hebel in Bewegung gesetzt, um das Problem durch eine umfassende Beschaffungsreform anzugehen. Im Januar unterzeichneten das Pentagon und Lockheed eine siebenjährige, wegweisende Partnerschaft, um die Produktionskapazität des PAC-3-Raketenabwehrsystems auf rund 2.000 Einheiten pro Jahr zu erhöhen. Zusätzlich zum US-Bedarf kommt die ausländische Nachfrage hinzu   – eine einzige Genehmigung des US-Außenministeriums im Januar 2026 ebnete den Weg für einen potenziellen Verkauf an Saudi-Arabien im Wert von 9 Milliarden US-Dollar, der 730 Abfangraketen umfasst. Gleichzeitig vervierfachte das Pentagon die Produktion der THAAD-Abfangraketen und schloss parallel Verträge mit L3Harris und Northrop Grumman über die Antriebssysteme ab. Das Nachfragesignal ist, in den Worten eines CSIS-Analysten, „enorm“.

Genau das macht die Materialanfälligkeit so gefährlich. Man kann die Leistung einer Waffe nicht verdreifachen, wenn man nicht die wenigen Gramm Spezialmagnetmaterial beschaffen kann, die jede Einheit benötigt   – und genau diese Menge an Material haben die Vereinigten Staaten nicht unter ihrer Kontrolle.

Zwei Elemente, ein Suchender und ein nahezu vollständiges chinesisches Monopol

Zerlegt man einen PAC-3-Abfangjäger auf die ihn steuernden Komponenten, wird die Abhängigkeit von Seltenen Erden konkret statt abstrakt.

Der Suchkopf des Abfangjägers   – der Lenkkopf, der einen anfliegenden Sprengkopf verfolgt und sich ihm nähert   – nutzt Samarium-Kobalt-Magnete (SmCo) zum Schwenken und Ausrichten. SmCo ist hier nicht nur eine Option, sondern zwingend erforderlich. Diese Magnete behalten ihre magnetische Stärke auch bei den extremen Temperaturen, die beim Abfangen in der Endphase entstehen, wo die üblicherweise verwendeten Neodym-Magnete zu entmagnetisieren beginnen würden. Dasselbe Samarium-Kobalt-Material fokussiert den Mikrowellenstrahl in den Wanderfeldröhren des Bodenradars des Patriot. Und die Phasenschieber des Radars, die den Strahl elektronisch über den Himmel lenken, sind mit Yttrium   – genauer gesagt mit Yttrium-Eisen-Granat   – abgestimmt.

Samarium und Yttrium sind die beiden Seltenen Erden, um die es in dieser Geschichte geht, und bei beiden hat China eine nahezu totale Kontrolle.

Bei Yttrium ist die Situation eklatant: Zwischen 2020 und 2023 deckte China 93 % der US-amerikanischen Yttriumimporte ab. Bei Samarium ist die Lage subtiler   – hier geht es nicht um das Rohmaterial, sondern um die Trennung und Raffination der schweren Seltenen Erden zu nutzbarem Material. Chinas Dominanz grenzt an ein Monopol. Bis 2023 entfielen rund 99 % der weltweiten Verarbeitung schwerer Seltener Erden auf China. Der einzige bedeutende Konkurrent, eine Raffinerie in Vietnam, wurde aufgrund eines Steuerstreits stillgelegt, wodurch China faktisch zum einzigen Lieferanten wurde. Die USA verfügen derzeit praktisch über keine eigenen Kapazitäten zur Trennung schwerer Seltener Erden und sind laut Einschätzung der US-Regierung und akademischer Stellen zu 100 % von Importen fertiger Seltenerdmagnete abhängig.

Sowohl Samarium als auch Yttrium stehen auf Chinas Exportkontrollliste   – aufgenommen im April 2025 zusammen mit sieben mittleren und schweren Seltenen Erden und im Januar 2026 verschärft, als Peking die Kontrollen speziell für Samariumverbindungen intensivierte. Das ist der Widerspruch: Die Regierung ordnet eine Verdreifachung der Produktion einer Waffe an, deren Lenkung und Radar von zwei Elementen abhängen, die ein strategischer Konkurrent nach Belieben einschränken kann.

China hat bereits gezeigt, dass es den Hebel betätigen wird.

Dies ist keine theoretische Enthüllung, die in einer zukünftigen Krise von Bedeutung sein könnte. Peking hat bereits sowohl den Willen als auch den Mechanismus demonstriert.

Als China seine Kontrollen für April 2025 einführte, handelte es sich nicht um ein klares Embargo, sondern um etwas Raffinierteres: ein nicht-automatisches Genehmigungssystem mit nominellen Prüfungsfristen, die sich routinemäßig endlos hinzogen. Von den Hunderten von Exportlizenzen, die nach April 2025 eingereicht wurden, wurde in den folgenden Monaten nur etwa ein Viertel genehmigt. Die Verzögerung ist die Waffe   – die Unsicherheit in der Lieferkette wird ohne formelle Handelskriegserklärung herbeigeführt, die Vergeltungsmaßnahmen provoziert hätte. Laut dem CEO des einzigen US-amerikanischen Herstellers von Samarium-Kobalt-Magneten saßen die Chinesen im Sommer 2025 einfach auf ihren Lagerbeständen und gaben sie nicht frei.

Während des Iran-Konflikts selbst verschaffte dies Peking einen subtilen Einfluss auf die Fähigkeit der USA, ihre Abfangraketen instand zu halten. China kontrolliert etwa 85  –90 % der weltweiten Seltene-Erden-Verarbeitung und produziert fast 90 % der weltweiten Hochleistungsmagnete. Es kann die Nachschubrate der US-amerikanischen und verbündeten Luftverteidigungssysteme faktisch allein durch die Geschwindigkeit der Genehmigungsverfahren beeinflussen.

Die Uhr, gegen die das Pentagon ankämpft

Washington ist sich der Falle bewusst, und die bisherigen Reaktionen zeigen, wie schwer ein Entkommen ist. Neue Bestimmungen des Defense Federal Acquisition Regulation Supplement (DFARS) sollen ab 2027 den Einsatz von Seltenen Erden chinesischer Herkunft in US-Waffensystemen faktisch unterbinden. Theoretisch ist dies die Lösung. In der Praxis führt es jedoch zu einem zweiten Problem: Die Produktionssteigerung des PAC-3-Programms soll genau in dem Zeitraum erfolgen, in dem die Lieferkette von den chinesischen Komponenten, von denen sie derzeit abhängig ist, bereinigt werden soll. Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, wie die rechte Hand der Bürokratie nicht weiß, was die linke tut.

Der Aufbau einer Alternative braucht Jahre, nicht Quartale. Es gibt zwar inländische Bemühungen   – der Defense Production Act wurde aktiviert, Exekutivanordnungen haben die Genehmigungsverfahren für Mineralien vereinfacht, und das Verteidigungsministerium/Waffenministerium hat ein inländisches Magnetwerk finanziert   –, doch die Inbetriebnahme eines Werks bedeutet nicht automatisch die sofortige Versorgung mit qualifiziertem Samarium-Kobalt und Yttrium in Militärqualität. Frühere Versuche verdeutlichen die Schwierigkeit: Die Vorgängerregierung versuchte 2022, die inländische Samariumverarbeitung anzukurbeln, doch MP Materials, der größte US-amerikanische Seltene-Erden-Produzent, kam zu dem Schluss, dass der Markt schlichtweg zu klein sei, um die Investition zu rechtfertigen. Die Trennung schwerer Seltenerden, die Magnetmetallurgie und die Qualifizierungszyklen für Komponenten in Verteidigungsqualität sind Fähigkeiten, die sich nicht im Eiltempo entwickeln lassen. Wie eine Analyse des Problems unmissverständlich feststellte: Diese Fähigkeiten erfordern langfristige Investitionen und können nicht über Nacht geschaffen werden.

Das ist das strategische Dilemma. Der Zeitrahmen für die Produktion der Abfangraketen bemisst sich an den zwei bis vier Jahren, die der Aufbau neuer Produktionslinien in Anspruch nimmt. Der Zeitrahmen für die Unabhängigkeit von der Lieferkette bemisst sich an den fünf bis zehn Jahren, die realistischerweise für den Aufbau einer Raffination für schwere Seltene Erden und einer qualifizierten Magnetproduktion von nahezu null benötigen. Und der Zeitrahmen für die Bedrohung   – die Geschwindigkeit, mit der Patriot-Raketen im nächsten Konflikt eingesetzt werden   – wird in Tagen gemessen. Diese drei Aspekte passen nicht zusammen.

Fazit

Der 53,9 Milliarden Dollar schwere Vertrag sichert Produktionskapazitäten, Werkzeuge, Arbeitskräfte und Planungssicherheit. Was er jedoch   – zumindest noch   – nicht sichern kann, ist die Souveränität über die beiden Seltenerdelemente Samarium und Yttrium, die für den Suchkopf und das Radar des PAC-3 unerlässlich sind. Solange die Vereinigten Staaten nicht in der Lage sind, ihre eigenen schweren Seltenerden zu gewinnen und ihre eigenen Samarium-Kobalt-Magnete in Militärqualität in großem Maßstab herzustellen, erhöht jede Produktionssteigerung des Patriot-Systems stillschweigend die amerikanische Nachfrage nach Materialien, die letztendlich über chinesische Raffinerien und chinesische Exportlizenzen abgewickelt werden.

Die Produktionskapazität einer Waffe zu verdreifachen, deren Brennstoffe man nicht vollständig beschaffen kann, ist nicht dasselbe wie die Anzahl der tatsächlich einsatzfähigen Waffen zu verdreifachen. Das Pentagon tut gut daran, nachzurüsten. Doch solange das Problem mit den Magneten nicht gelöst ist, baut Washington einen größeren Antrieb, während ein strategischer Konkurrent sich weigert, den Treibstoff dafür zu liefern.



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„Muslimische NATO“: Das Ende der US-Hegemonie

Bericht zu den wichtigsten Märkten für Montag, den 10. August 2026

Am Freitag, dem 7. August, unterzeichneten Pakistan, Saudi-Arabien und die Türkei das „Mecca Joint Force Agreement“, einen gegenseitigen Verteidigungspakt. Dessen wichtigste Bestimmung ähnelt Artikel 5 des NATO-Vertrags, wonach ein Angriff auf einen der drei Staaten als Angriff auf alle drei gilt. Dies veranlasste Kommentatoren umgehend, das Abkommen als „muslimische NATO“ zu bezeichnen, obwohl es ansonsten keinerlei Ähnlichkeiten aufweist.

Zum einen wurde der vollständige Text des Abkommens nicht veröffentlicht. Stattdessen liegt uns lediglich eine kurze gemeinsame Erklärung der drei Unterzeichnerstaaten vor:

„Geleitet von den langjährigen historischen Beziehungen zwischen den drei Staaten, die auf den beständigen Banden der Brüderlichkeit und islamischen Solidarität beruhen, die sie vereinen, und aufbauend auf ihren gemeinsamen strategischen Interessen und ihrer langjährigen Verteidigungszusammenarbeit unterzeichneten Seine Königlichen Hoheiten der Kronprinz, der Präsident der Türkei und der Premierminister Pakistans das Gemeinsame Verteidigungsabkommen von Mekka. Dies spiegelt das gemeinsame Engagement der drei Staaten wider, ihre kollektive Sicherheit weiter zu stärken und Frieden, Sicherheit und Stabilität in der Region und darüber hinaus zu fördern, um eine sichere und prosperierende Zukunft zu gestalten.“

Das Abkommen soll die kollektive Abschreckung gegen jegliche Aggression stärken und legt fest, dass jeder bewaffnete Angriff gegen einen der drei Staaten als Angriff gegen alle drei Staaten zu betrachten ist. Es sieht ferner die Intensivierung aller Aspekte der Verteidigungszusammenarbeit zwischen den drei Staaten vor.

Darüber hinaus sieht das Abkommen – zumindest vorerst – keine formale Organisation, kein Hauptquartier und keine gemeinsamen Kommandostrukturen vor. Trotzdem könnte es sich als eine der folgenreichsten geopolitischen Entwicklungen im Zuge der aktuellen Nahostkrise erweisen.

Ein pro- oder anti-israelisches Bündnis?

Da alle drei Unterzeichnerstaaten zumindest formell mit den Vereinigten Staaten verbündet sind, interpretierten viele Analysten die Ankündigung vom Freitag als Gründung eines neuen Bündnisses, das letztlich den Interessen der USA im Nahen Osten dienen und somit ein neues Bollwerk zur Verteidigung Israels darstellen würde. Ich glaube jedoch, dass sich diese Interpretationen als falsch erweisen werden.

Eines haben alle drei Nationen gemeinsam: Sie wurden in der Vergangenheit von Israel bedroht. Das Projekt Eretz Israel, oder Großisrael, verfolgt sehr weitreichende territoriale Ambitionen, die einen beträchtlichen Teil Saudi-Arabiens umfassen. Hier ist eine Karte der Vision der zionistischen Führer:

Wie wir sehen, umfasst Eretz Israel auch einen Teil der Türkei und den größten Teil Syriens, das die Türkei als ihre strategische Einflusssphäre betrachtet. Dies hat die Türkei ins Visier der eskalierenden Kriegsrhetorik israelischer Offizieller gerückt.

So erklärte beispielsweise der israelische Minister für Diasporaangelegenheiten, Amichai Chikli, Israel solle sich auf einen möglichen zukünftigen Konflikt mit der Türkei vorbereiten. Er bezeichnete eine Seebegegnung als „nicht unmöglich“ und etwas, das „schon morgen früh passieren könnte“. Verteidigungsminister Israel Katz warnte die Türkei ausdrücklich davor, ihre Präsenz in Syrien zu verstärken, und der ehemalige Premierminister Naftali Bennett nannte die Türkei den „neuen Iran“ und eine strategische Bedrohung. Premierminister Benjamin Netanjahu sagte, er nehme die antiisraelischen Äußerungen von Präsident Erdoğan „sehr ernst“ und setzte sich bei der Trump-Regierung gegen den Verkauf von F-35-Kampfjets an die Türkei ein, da dies das regionale Machtgleichgewicht zerstören würde.

Das Bestreben, Pakistan zu zerschlagen

Dieses „regionale Machtgleichgewicht“ rückte Pakistan ebenfalls ins Visier der Zionisten, und in diesem Sinne hat Israel in Zusammenarbeit mit seinem Verbündeten Indien bereits feindliche Aktionen gegen Pakistan geplant. Bereits 2011 äußerte sich Benjamin Netanjahu wie folgt:  

„… unsere wichtigste Aufgabe ist es, zu verhindern, dass ein militantes islamisches Regime in den Besitz von Atomwaffen gelangt oder dass Atomwaffen auf ein militantes islamisches Regime treffen. Das erste heißt Iran. Das zweite heißt Pakistan. Denn wenn diese radikalen Regime Atomwaffen besitzen, werden sie sich nicht mehr an die Regeln halten, die in den letzten fast sieben Jahrzehnten befolgt wurden.“

Der Plan, Pakistan zu zähmen und zu entmachten, ist offensichtlich ein langjähriger, der von zionistischen und indischen Lobbygruppen in Washington DC voll unterstützt wird. Die entsprechenden Anschuldigungen und die Kriegsrhetorik kursieren bereits in populären Medienprogrammen, einschließlich der Bezeichnung Pakistans als staatlicher Förderer des Terrorismus.

Die Angst vor einer islamischen Nation, die im Besitz einer Atombombe ist, ist in der Tat nichts Neues: Aus diesem Grund griff Israel 1967 Ägypten und 1981 den Irak an.

Operation Shakti

1981 entwickelte Israel einen Plan zum Angriff auf Pakistans Atomprogramm. Indien unterstützte Israel dabei, indem es Luftwaffenstützpunkte zur Verfügung stellte, auf denen israelische F-16 und F-15 vor den Angriffen landen und auftanken konnten. Die Inder nannten den Plan „Operation Shakti“, und die israelischen Piloten begannen bereits mit dem Training dafür.

Der pakistanische Geheimdienst ISI erfuhr jedoch davon, und der damalige Machthaber Zia ul-Haq reagierte umgehend. Er warnte Israel, dass Pakistan Dimona angreifen würde, sollte es die pakistanischen Atomanlagen attackieren. Auch Indien wurde gewarnt. Angesichts der drohenden Gefahr eines größeren Krieges gegen Pakistan ruderte Indien zurück. Ohne Indiens Unterstützung konnte Israel den Angriff nicht durchführen, und der Plan wurde verworfen.

1998 wurde ein neuer und verbesserter Plan erarbeitet. Zu dieser Zeit erhielt die pakistanische Regierung einen Geheimdienstbericht, demzufolge Indien und Israel erneut einen gemeinsamen Angriff auf die pakistanischen Atomanlagen planten. Shamshad Ahmad (ehemaliger pakistanischer Außenminister) erläuterte den erhaltenen Geheimdienstbericht:

„Sir, wir haben soeben einen Geheimdienstbericht erhalten, demzufolge auf einem indischen Flughafen Staffeln der indischen und israelischen Luftwaffe positioniert sind und einen Angriff auf Pakistans Atomanlagen in Belutschistan vorbereiten. Daraufhin habe ich unseren Botschafter in New York, Ahmed Kamal , angerufen .“

Ich sagte ihm, er solle live auf CNN berichten, dass Pakistan Informationen habe, wonach Indien und Israel einen gemeinsamen Angriff auf Pakistan planten. Der Botschafter ging daraufhin live auf CNN, was eine positive Wirkung zeigte, denn falls Indien und Israel tatsächlich einen solchen Plan verfolgt hätten, wäre er bis zum Morgen abgesagt worden.

Als wichtigster nicht-westlicher Verbündeter Israels hat Indien bei der Steuerung von Aktionen gegen Pakistan auf eine sehr enge Zusammenarbeit mit dem israelischen Geheimdienst gesetzt. Insbesondere seit der Demütigung durch die pakistanische Luftwaffe während ihrer kurzen Konfrontation im Mai 2025 ist Indien bestrebt, den nächsten israelischen Angriff gegen Pakistan zu unterstützen.

Im vergangenen Sommer erklärte der pakistanische Journalist Hamid Mir , was die Weltöffentlichkeit auf dieses Thema aufmerksam gemacht hatte:

„Interessanterweise legte der zwölftägige Krieg [zwischen Israel und dem Iran] die Pläne für einen neuen Krieg offen: Israel und Indien gegen Pakistan. Nun schwebt die Bedrohung eines neuen Krieges über Südasien. Diese Bedrohung ist keine bloße Fantasie.“

Der Gipfel in Mekka markiert das Ende der US-Hegemonie in Westasien

Angesichts all dessen ist es schwer vorstellbar, warum Pakistan, Saudi-Arabien oder die Türkei sich zusammenschließen sollten, um Israel zu verteidigen. Wahrscheinlicher ist, dass sie sich zusammenschließen würden, um sich selbst vor Israel und seinen westlichen Verbündeten, darunter den USA, Großbritannien, der NATO und – im Falle Pakistans – auch vor Indien, zu schützen.

Den Äußerungen aus Thran und den Aktionen der Ansarallah im Jemen zufolge fühlen sie sich von dem neuen Bündnis offenbar nicht bedroht. So führte die jemenitische Ansarallah erst gestern einen Drohnenangriff auf eine Raffinerie von Saudi Aramco in Jazan durch und griff anschließend die von Saudi-Arabien unterstützten Streitkräfte im jemenitischen Hafen Mocha an. Heute Morgen veröffentlichte Teheran eine offizielle Erklärung zum Abkommen über die gemeinsame Streitkraft in Mekka.

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baqaei, bezeichnete das Abkommen als Zeichen dafür, dass sich die Länder der Region von ihrer Abhängigkeit von den USA in Sicherheitsfragen abwenden. Er betonte, dass Teheran den Vertrag nicht als gegen den Iran gerichtet ansehe, und unterstrich die tiefen historischen und religiösen Verbindungen zu Saudi-Arabien, der Türkei und Pakistan.

Ich glaube, dass Herr Baqaei Recht hat. Er hat nicht erwähnt, dass alle drei Nationen und der Iran einer gemeinsamen Bedrohung und denselben Feinden gegenüberstehen. Die neue „muslimische NATO“ signalisiert eine Neuordnung des Machtgleichgewichts in der Region und die Entstehung einer neuen Sicherheitsarchitektur, die weder die USA, Großbritannien, die NATO noch Israel benötigt.

Diese Ansicht wird durch das auffällige Fehlen jeglicher offizieller Stellungnahme der Trump-Administration zum Mekka-Abkommen untermauert, was darauf hindeutet, dass sie weder konsultiert noch an der Ausarbeitung des neuen Verteidigungspakts beteiligt war. Dieses Schweigen zeugt von Verlegenheit darüber, von ihren eigenen Verbündeten bei solch folgenreichen Entwicklungen übergangen worden zu sein. Doch was für die US-Regierung peinlich sein mag, könnte für Israel Panik auslösen.

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