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Analysen 28.5.-11.6.26: Michael Hudson: NIEDERLAGE DES WESTENS: Davos in Panik, Zerfall der EU/ Krissy Rieger/ Die größte Blase Amerikas platzt - Japans Anleihemarkt auch/ Wie China gewinnt/ Thierry Meyssan 2x/ Alex Krainer: 3x

  




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kapitalismus braucht/produziert krieg
nur mit einem neuen geld- + wirtschafssystem ist frieden möglich...

Alex Krainer: Greift Russland Rumänien an? Ukrainische False-Flag oder russische Warnung? Glenn Diesen Deutsch 46.700 Abonnenten 8.531 Aufrufe 31.05.2026 Alex Krainer ist Marktanalyst, Autor und ehemaliger Hedgefonds-Manager. Krainer erörtert die Möglichkeit, dass die Drohne, die die Ukraine getroffen hat, entweder ein ukrainischer False-Flag-Angriff, eine russische Warnung oder ein Unfall war. Insgesamt drängt die EU entweder absichtlich oder versehentlich auf einen direkten Krieg mit Russland. Alex Krainers Substack: https://alexkrainer.substack.com/ Alex Krainer Podcast:    / @kraineralex   Folgen Sie Prof. Glenn Diesen: Substack: https://glenndiesen.substack.com/ X/Twitter: https://x.com/Glenn_Diesen Patreon:   / glenndiesen   Unterstützen Sie die Forschung von Prof. Glenn Diesen: PayPal: https://www.paypal.com/paypalme/glenn... Buy me a Coffee: buymeacoffee.com/gdieseng Go Fund Me: https://gofund.me/09ea012f Bücher von Prof. Glenn Diesen: https://www.amazon.com/stores/author/... Original Video:    • Alex Krainer: Russia Attacks Romania? Ukra...   Original Transcript: https://www.video-translations.org/tr... Translated Transcript: https://www.video-translations.org/tr... Produced by: Glenn Diesen Originally Published on: 2026-05-30 Translations by: www.video-translations.org Disclaimer: Read by A.I. Voices. Auto-translated. This video is owned by this channel.

 

er spricht klartext... 

Hudson: Kriegsstrategie, da die US-Wirtschaft nicht mehr wettbewerbsfähig ist Glenn Diesen Deutsch 46.700 Abonnenten 30.05.2026 Prof. Michael Hudson, ein weltweit renommierter klassischer Ökonom, spricht über die US-Strategie der Energiekonflikte, da die USA nicht mehr mit China konkurrieren können. Doch im Iran ist die US-Politik in eine Sackgasse geraten. Bitte unterstützen Sie die wichtige Arbeit von Michael Hudson auf: patreon.com/michaelhudson Folgen Sie Prof. Glenn Diesen: Substack: https://glenndiesen.substack.com/ X/Twitter: https://x.com/Glenn_Diesen Patreon:   / glenndiesen   Unterstützen Sie die Forschung von Prof. Glenn Diesen: PayPal: https://www.paypal.com/paypalme/glenn... Buy me a Coffee: buymeacoffee.com/gdieseng Go Fund Me: https://gofund.me/09ea012f Bücher von Prof. Glenn Diesen: https://www.amazon.com/stores/author/... Original Video:    • Michael Hudson: Energy Wars Strategy as th...   Original Transcript: https://www.video-translations.org/tr... Translated Transcript: https://www.video-translations.org/tr... Produced by: Glenn Diesen Originally Published on: 2026-05-29 Translations by: www.video-translations.org Disclaimer: Read by A.I. Voices. Auto-translated. This video is owned by this channel.

 

mast see - das wichtigste video der woche, des monats... 

NIEDERLAGE DES WESTENS – Davos in Panik, Zerfall der EU | Dr. Michael Hudson Weltgeschehen im Kontext - Deutsch 9920 Abonnenten  12.217 Aufrufe 24.01.2026 #Weltpolitik #Geopolitik #Weltnachrichten
○ Website von Professor Michael Hudson: https://michael-hudson.com/ ○ Unterstütze Professor Hudson auf Patreon:   / michaelhudson   ○ Abonniere Lenas Substack: https://www.worldaffairsincontext.com ○ Schaue Videos WERBEFREI & unterstütze den Kanal auf Patreon:   / lenapetrova   ○ Abonniere auf YouTube:    / @lenapetrova   UNTERSTÜTZE DEN KANAL: ○ PayPal: https://paypal.me/LenaPetrovaChannel ○ Spendiere mir einen Kaffee: https://ko-fi.com/lenapetrova VERNETZE DICH: ○ X: https://x.com/LenaPetrovaOnX ○ Telegram: https://t.me/LenaPetrovaOnTelegram ○ Facebook:   / lenapetrovacpa   ○ Instagram:   / lenapetrova_world_affairs   MEHR VIDEOS ANSEHEN: ○ World Affairs In Context:    / @lenapetrova   ○ Behind The Numbers – Wirtschaft, Steuern & persönliche Finanzen:    / @lenapetrovacpa   📣 Like, teile und abonniere World Affairs In Context und aktiviere die Benachrichtigungen, um auf dem Laufenden zu bleiben. #Geopolitik #Weltpolitik #InternationaleBeziehungen #Außenpolitik #GlobaleAngelegenheiten #Geostrategie #Geoökonomie #AktuelleThemen #GlobalePolitik #Weltnachrichten #MichaelHudson #LenaPetrova #WorldAffairsInContext Original Video:    • DEFEAT of the WEST - Davos Panic, Destruct...   Original Transcript: https://www.video-translations.org/tr... Translated Transcript: https://www.video-translations.org/tr... Produced by: Lena Petrova Originally Published on: 2026-01-24 Translations by: www.video-translations.org Disclaimer: Read by A.I. Voices. Auto-translated. This video is owned by this channel.

 

neoliberalismus - seit reagen + thatcher
mit dem sieg des neo-liberalismus in den 70/80ern haben die 1% der multi-milliardäre den staat  okkupiert. sie sind die parasiten, die die übrigen 99% der bevölkerung aussaugen. ihre armee im kampf gegen das volk ist die finanzmafia/banken + regulierungs-behörden/mainstream-medien/regierungen/kartellparteien/justiz/polizei usw.

Warum ist das Leben in London gerade so eine Hölle? – Millionen Menschen fliehen Ausgewählte S

KI-generierte Videozusammenfassung Qualität und Genauigkeit können variieren.  Chrissi Rieger analysiert historische Lohndaten und Lebenshaltungskosten im Vergleich zu heute. Dabei wird untersucht, wie sich das Verhältnis zwischen Haushaltseinkommen und Grundausgaben für Wohnen sowie Lebensmittel im Laufe der Jahrzehnte gewandelt hat und welche Auswirkungen dies auf den finanziellen Spielraum der Privathaushalte hat.

Was ist nur in der Zwischenzeit geschehen? Krissy Rieger 330.000 Abonnenten 8.499 Aufrufe 18.05.2026 Endlich das Geldsystem verstehen und profitieren? Sichere dir unseren kostenlosen Online-Kurs: ►► https://www.rieger-consulting.com/onl... Du willst mehr Lösungen? Dann trag dich kostenlos in unseren Riegers Report ein: https://www.rieger-consulting.com/rie... 🔥 Folge mir auch hier: Chris Rieger Youtube Kanal ►►    / @chrisrieger91   Instagram ►► https://www.instagram.com/krissy.rieg... Twitter ►► https://twitter.com/krissyrieger?lang=de Telegram ►► https://t.me/KrissyRieger

der untergang des hegemons - an allen ecken und enden - wird immer sichtbarer...

Der 22-Billionen-Dollar-Schock – Die größte Blase Amerikas platzt Weltgeschehen im Kontext - Deutsch 9890 Abonnenten 6053 Aufrufe 26.05.2026 Beteilige dich an der Diskussion auf unserem Substack unter https://www.worldaffairsincontext.com/, wo wir über Geopolitik, Wirtschaft und das Verhältnis zwischen offiziellen Narrativen und der Realität weltweit sprechen. LINKS: ○ Substack: https://www.worldaffairsincontext.com ○ Patreon:   / lenapetrova   ○ X: https://x.com/LenaPetrovaOnX ○ Telegram: https://t.me/LenaPetrovaOnTelegram ○ Facebook:   / lenapetrovacpa   ○ Instagram:   / lenapetrova_world_affairs   UNTERSTÜTZE DEN KANAL: ○ PayPal: https://www.paypal.com/ncp/payment/G2... ○ Buy me a coffee: https://ko-fi.com/lenapetrova ○ YouTube-Mitgliedschaft:    / @lenapetrova   ○ Bitte erwäge, die Produktion dieser Videos zu unterstützen, indem du Patreon wirst:   / lenapetrova   📣 Like, teile und abonniere World Affairs In Context und aktiviere die Benachrichtigungen, um auf dem Laufenden zu bleiben. *Private Equity wurde einst als die klügste Form des Kapitalismus verkauft – Unternehmen kaufen, sie verbessern und enorme Gewinne erzielen. Doch nach Jahren billigen Geldes, aggressiver Verschuldung und aufgeblähter Bewertungen zeigen sich nun Risse in der gesamten Branche. In diesem Video analysieren wir: • Warum Private Equity zu einer Multi-Billionen-Dollar-Industrie explodierte • Wie nahezu null Zinsen die Blase anheizten • Warum höhere Zinsen und strengere Kreditbedingungen ernsthafte Risiken offenlegen • Warum der S&P 500 viele Private-Equity-Fonds übertrifft • Wie Unternehmen hinter verschlossenen Türen Bewertungen möglicherweise überhöhen • Warum Investoren sich Gold, Silber und sichereren Anlagen zuwenden • Was passieren könnte, wenn die Private-Equity-Blase schließlich platzt Mit Billionen an unverkauften Vermögenswerten und wachsender Skepsis seitens der Investoren könnte die Ära des billigen Geldes zu Ende gehen. 📉 Steht Private Original Video:    • The $22 Trillion Shock - The Biggest Bubbl...   Original Transcript: https://www.video-translations.org/tr... Translated Transcript: https://www.video-translations.org/tr... Produced by: Lena Petrova Originally Published on: 2026-05-25 Translations by: www.video-translations.org Disclaimer: Read by A.I. Voices. Auto-translated. This video is owned by this channel.

  

Japans Anleihemarkt im Wert von 8 Billionen Dollar trifft bereits die US-Wirtschaft Weltgeschehen im Kontext - Deutsch 9890 Abonnenten 26.05.2026  
ZUSAMMENFASSUNG:
Japans Finanzsystem könnte den nächsten globalen Marktschock auslösen. 🇯🇵📉 Seit Jahrzehnten haben Japans extrem niedrige Zinssätze die Weltwirtschaft angetrieben, die US-Staatsanleihemärkte gestützt und billiges Geld in Aktien, Immobilien und risikoreiche Anlagen weltweit gepumpt. Doch nun beendet die Bank of Japan ihre historische Ära des billigen Geldes – und die Folgen könnten die globalen Märkte für immer verändern. In diesem Video erklären wir: • Warum Japan über 1,2 BILLIONEN US-Dollar an US-Schulden hält • Wie steigende japanische Anleiherenditen die Wall Street bedrohen • Der Zusammenbruch des Yen-Carry-Trades erklärt • Warum die US-Kreditkosten stark steigen könnten • Das wachsende Risiko einer globalen Schuldenkrise • Warnungen von Analysten, die die heutige Situation mit 2008 vergleichen • Wie Inflation, Defizite und Zentralbanken aufeinanderprallen Da sich Japans Anleihemarkt verändert, befürchten Investoren eine mas
Original Video:    • Japan's $8 TRILLION Bond Market MELTDOWN I...  

 

Japans Anleihenmarkt kollabiert in 24 Stunden – und Amerika dreht durch Geld & Imperien 10.200 Abonnenten 4.663 Aufrufe 28.05.2026 #JapanKrise #Anleihenmarkt #Finanzmarkt Japans Anleihenmarkt kollabierte am 20. Januar 2026 in einer einzigen Handelssitzung. Die Rendite der 40-jährigen japanischen Staatsanleihe (JGB) durchbrach erstmals seit 2007 die 4-Prozent-Marke. Die 30-jährige Rendite stieg an einem Tag um 25 Basispunkte – der stärkste Tagessprung seit 1999. 41 Milliarden Dollar wurden innerhalb weniger Stunden vernichtet. US-Finanzminister Scott Bessent griff persönlich zum Telefon und rief Tokio an. In diesem Video analysiere ich, was wirklich hinter dem größten japanischen Anleihen-Crash seit einer Generation steckt – und warum das direkte Auswirkungen auf deutsche Sparer, Hypothekenzinsen und die globale Wirtschaft hat. Was du in diesem Video lernst: Wie der JGB-Markt mit 7,3 Billionen Dollar die globale Finanzarchitektur beeinflusst, warum Ministerpräsidentin Sanae Takaichi und ihre Fiskalpolitik die Märkte in Panik versetzt haben, wie der Carry Trade funktioniert und warum seine Auflösung Milliarden bewegt, was Japans 5 Billionen Dollar an ausländischen Assets für Europa und die USA bedeuten und welche zwei Szenarien Analysten für die nächsten 12 bis 24 Monate sehen. Geld & Imperien analysiert globale Wirtschaft, Finanzmärkte und Geopolitik – ohne Vereinfachung, aber immer verständlich. Abonniere den Kanal und aktiviere die Glocke, damit du keine Analyse verpasst. ________________________________________ QUELLEN & BELEGE Alle im Video verwendeten Daten und Statistiken stammen aus verifizierten öffentlichen Quellen. Nachfolgend die wichtigsten Belege: 1. JGB-Crash vom 20. Januar 2026 – 40-jährige Rendite über 4 %, 30-jährige Rendite +25 Basispunkte: CNBC, 20. Januar 2026: https://www.cnbc.com/2026/01/20/japan... 2. Scott Bessent ruft Japans Finanzministerin Katayama an – Sechs-Sigma-Schock-Aussage in Davos: Fortune, 1. Februar 2026: https://fortune.com/2026/02/01/debt-c... 3. Goldman Sachs – Übertragungsmechanismus JGB auf US-Renditen (10 Bp JGB = 2–3 Bp US): Wright Research Blog, 27. Januar 2026: https://www.wrightresearch.in/blog/ja... 4. Japan – Schulden-BIP-Verhältnis 256 %, größter unter entwickelten Volkswirtschaften: European Business Magazine, 7. Februar 2026: https://europeanbusinessmagazine.com/... 5. Japan – weltgrößter ausländischer Halter von US-Staatsanleihen (1,2 Billionen Dollar, Stand November 2025): CNBC / US Treasury TIC Data: https://www.cnbc.com/2026/01/20/japan... 6. Takaichi gewinnt Supermehrheit bei Snap-Wahl am 8. Februar 2026 (316 von 465 Sitzen): TIME Magazine, 9. Februar 2026: https://time.com/7372956/japan-takaic... CNN, 9. Februar 2026: https://www.cnn.com/2026/02/09/asia/s... 7. Takaichi kündigt 19-Milliarden-Dollar-Zusatzhaushalt an (Mai 2026): Reuters / CNBC, 25. Mai 2026: https://www.cnbc.com/2026/05/25/japan... 8. Japans Zinsdienstkosten steigen um 10,8 % auf 31,3 Billionen Yen (FJ 2026): Reuters, Mai 2026: https://m.investing.com/news/economy-... 9. 10-jährige JGB-Rendite bei 2,72 % (Stand 27. Mai 2026, 30-Jahres-Hoch): Trading Economics: https://tradingeconomics.com/japan/go... 10. Carry Trade und globale Kapitalflüsse – Japan hält ca. 5 Billionen Dollar in ausländischen Assets: StoneX Market Analysis, 18. Mai 2026: https://www.stonex.com/en-us/insights... ________________________________________ DISCLAIMER Dieses Video dient ausschließlich zu Informations- und Bildungszwecken. Es stellt keine Finanz-, Anlage- oder Steuerberatung dar. Alle geäußerten Einschätzungen sind die persönliche Meinung des Autors auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen zum Zeitpunkt der Produktion. Investitionsentscheidungen sollten stets in Abstimmung mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Vergangene Marktentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Der Kanal Geld & Imperien übernimmt keine Haftung für Entscheidungen, die auf Basis der hier präsentierten Inhalte getroffen werden. ________________________________________ #JapanKrise #Anleihenmarkt #Finanzmarkt #Wirtschaft #JGB #Zinsen #GlobaleWirtschaft #Geldanlage #Staatsanleihen #CarryTrade #Inflation #Finanzkrise #ScottBessent #Takaichi #Japan2026 #Vermögensschutz #Finanznachrichten #Geopolitik #GeldUndImperien #Wirtschaftsanalys

 

Der stille Angriff auf den Dollar Wie China gewinnt, während Amerika Bomben wirft Geld & Imperien 10.200 Abonnenten 29.05.2026 #Petrodollar #DeDollarisierung #China Der Petrodollar stirbt – und fast niemand redet darüber. Während die USA Milliarden für Militärschläge im Nahen Osten ausgeben, baut China seit Jahren still und systematisch eine alternative Weltfinanzordnung auf. In dieser Analyse zeigt Jonas, wie China durch Yuan-Ölhandel, die Neue Seidenstraße und gezielte Diplomatie das Fundament amerikanischer Wirtschaftsmacht unterminiert – ohne eine einzige Bombe zu werfen. Petrodollar Kollaps, De-Dollarisierung, Chinas Aufstieg zur Weltmacht: Das ist der größte Machtwechsel seit Bretton Woods.

 Ich habe diese Krise vorhergesagt — jetzt sage ich das Endspiel voraus | Prof. Kenzo Kevin Retires 145 Abonnenten 25.05.2026 #Geopolitik #Iran #Gold 📄 https://go.hotmart.com/R104979048K — Die Finanz-Recherche: Das Endspiel der Weltordnung 📱 https://aurum-pro.de/ — Aurum Pro: Gold und Silber in Echtzeit ▬ Ich habe diese Krise vorhergesagt. Heute sage ich Ihnen, wie sie endet. Im Januar zweitausendsechsundzwanzig erschütterte der gezielte Angriff der Vereinigten Staaten und Israels auf den Iran das Fundament der Weltordnung. Ajatollah Ali Chamenei wurde am ersten Tag getötet. Sein Sohn Mojtaba sitzt seit dem achten März auf dem Stuhl des Obersten Führers. Die Straße von Hormus wurde wochenlang geschlossen. Der Brent kletterte zwischenzeitlich auf über zweihundert Dollar je Barrel. Heizöl in Deutschland stieg um zweiundachtzig Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aber das war nur die sichtbare Schicht. Unter der Schicht des Krieges vollzieht sich etwas Größeres. Die Welt, die nach neunzehnhunderteinundneunzig entstand — geformt durch eine alleinige Supermacht, getragen durch den Dollar, abgesichert durch die amerikanische Militärpräsenz — endet vor unseren Augen. In diesem Video erkläre ich: ▸ Warum Mojtaba Chamenei keine Wiederherstellung des alten Regimes ist, sondern ein anderer Modus von Macht ▸ Wie China mit achtzehn Monaten kontinuierlicher Goldkäufe und Reserven von zweitausenddreihundertzweiundzwanzig Tonnen die monetäre Grundlage einer neuen Ordnung baut ▸ Warum die Golfstaaten die britische Hegemonie nach neunzehnhundertsiebenundvierzig studieren und rechtzeitig diversifizieren ▸ Wie Drohnen für zehntausend Dollar die strategische Kalkulation von Flotten für acht Milliarden Dollar umwerfen ▸ Was die Geschichte uns über monetäre Übergänge zeigt — und warum Gold jedes Mal eine zentrale Rolle spielt ▸ Wie das Endspiel des amerikanischen Jahrhunderts wahrscheinlich aussehen wird ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬ 👉 AURUM PRO — die einzige unabhängige Edelmetall-Plattform Deutschlands Was Sie in diesem Video sehen, haben die Nutzer von Aurum live erlebt. In Echtzeit. Auf dem Telefon. Mit drei Pushbenachrichtigungen, als die Direktive aus Teheran heute Morgen einschlug. Echtzeitkurse Gold und Silber · Pushbenachrichtigungen · Marktthermometer · Portfolio-Tracker · Investoren-Community auf Deutsch · KI-Assistent · Nachrichten DE und EN · TradingView Charts · Lernvideos · Wirtschaftskalender · Empfehlungsprogramm Jahresplan ab fünfundzwanzig Euro pro Monat — günstiger als monatlich. Einmalzahlung. Sieben Tage Geld-zurück-Garantie. Keine automatische Verlängerung. Live sehen statt nachträglich erfahren. 📱 https://aurum-pro.de/ ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬ 📄 DIE FINANZ-RECHERCHE — Das institutionelle Dossier zur Lage Tiefenanalysen, die Mainstream-Medien nicht produzieren. Geopolitische Briefings, Zentralbankberichte, Edelmetallmarkt-Analysen. Für konservative Anleger, die mehr verstehen wollen. 📄 https://go.hotmart.com/R104979048K ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬ KAPITEL 00:00 Marktblitz: Was gerade in Teheran und am Goldmarkt geschieht 01:30 Die Prognose von vor sechs Monaten — und was eingetreten ist 03:00 Wie endet das? Die zentrale Frage des Moments 05:30 Anatomie einer Transition: Mojtaba ist nicht sein Vater 08:00 Die Geometrie von Hormus und die Energieschockwelle 12:00 Die fünf Kräfte, die diesen Krieg formen 18:00 China: achtzehn Monate Goldkäufe und der Bau einer monetären Alternative 22:00 Russland, Indien, Multialignment — die neue Doktrin 25:00 Die unsichtbaren Schlachtfelder: Afrika, Lateinamerika 30:00 Drohnen, Cyber, KI — die neue Kostenrelation des Krieges 33:00 Lektionen aus dem Niedergang von Athen, Britannien, der Sowjetunion 36:00 Was Gold in monetären Übergängen historisch bedeutet 40:00 Was bleibt, wenn die Gewissheiten von dreißig Jahren fallen ▬ #Geopolitik #Iran #Gold #Edelmetalle #Weltordnung #Multipolar #Hormus #China #BRICS #Dedollarisierung #Inflation #Vermögensschutz #ProfessorKenzo #LangweiligeWährung

 
 

 

 

das ist das resultat des neoliberalismus
er beschreibt sehr ausführlich die symtome, aber nicht die ursache: der neoliberalismus - seit reagen + thatcher
mit dem sieg des neo-liberalismus in den 70/80ern haben die 1% der multi-milliardäre den staat  okkupiert. sie sind die parasiten, die die übrigen 99% der bevölkerung aussaugen. ihre armee im kampf gegen das volk ist die finanzmafia/banken + regulierungs-behörden/mainstream-medien/regierungen/kartellparteien/justiz/polizei usw.

Warum ist das Leben in London gerade so eine Hölle? – Millionen Menschen fliehen Ausgewählte Städte 3640 Abonnenten 3.253 Aufrufe 30.05.2026

 

 




 
 
 
 
 

Auf dem Weg zum Zerfall Deutschlands

von Thierry Meyssan

Während das Vereinigte Königreich und die Ukraine Deutschland dazu drängen, einen Krieg gegen Russland vorzubereiten, erleben wir den Zusammenbruch des wiedervereinigten Deutschlands. Das Land ist tief in zwei unterschiedliche Volksgruppen gespalten. Seine Identität steht nun in Frage. Die Auflösung der Bundesrepublik Deutschland ist nun unausweichlich. Unterdessen wird der zwischen Washington und Moskau geschlossene Frieden dazu führen, dass ein Teil der Ukraine und Transnistrien an Russland angegliedert werden. Während die Abkehr der Europäischen Union von ihren Werten ihr Ende herbeiführen wird.

Voltaire Netzwerk | Paris (Frankreich) | 2. Juni 2026

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Mykhailo Fedorov und Boris Pistorius, der ukrainische und der deutsche Verteidigungsminister, unterzeichnen ein Abkommen über die Produktion von Drohnen. Wolodymyr Selenskyj, der nicht gewählte Präsident der Ukraine, und Friedrich Merz, der deutsche Bundeskanzler, begrüßen diese Annäherung ihrer Rüstungsindustrien.

Auch wenn wir uns dessen nicht bewusst sind, dürfte der Sturz der Selenskyj-Regierung in der Ukraine zum Zerfall Moldawiens, Deutschlands und der Europäischen Union führen. Das ist die Arbeitshypothese Russlands, Chinas und der Vereinigten Staaten. Wir sind jedoch absolut nicht darauf vorbereitet, und unsere Politiker und Medien haben sich diese Frage bislang noch nicht einmal gestellt.

Die Spaltung der beiden deutschen Staaten

Wir haben nicht erkannt, dass die von Bundeskanzler Helmut Kohl und Präsident François Mitterrand angestrebte deutsche Wiedervereinigung unter Verletzung des Völkerrechts vollzogen wurde: Das Volk der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) wurde zu keinem Zeitpunkt befragt. Wir haben dies akzeptiert, weil wir den Eindruck hatten, dass es logisch sei, und weil Angela Merkel, die kommunistische Propagandaleiterin der Kommunistischen Jugend der DDR, innerhalb von 14 Monaten zur christdemokratischen Jugendministerin der BRD wurde [1].

Doch der persönliche Werdegang dieser Politikerin ist keineswegs repräsentativ für ihr Volk. Wir nehmen nur die Sichtweise des Westens wahr (62 Millionen Einwohner zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung) und nicht die des Ostens (16 Millionen Einwohner zur gleichen Zeit).

Die Industrie im Osten wurde zugunsten des Westens ausgeplündert. Die Arbeitslosigkeit liegt dort heute bei 7,5 %, während sie im Westen nur 5,7 % beträgt. Das durchschnittliche Bruttogehalt beträgt im Osten 3.973 Euro und im Westen 4.810 Euro. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf liegt in den fünf östlichen Bundesländern im Durchschnitt bei 37.711 Euro, gegenüber 54.162 Euro in den westlichen Bundesländern.

Bei den letzten Bundestagswahlen standen sich die beiden Länder gegenüber: Die Ostdeutschen, geprägt durch die sowjetische Besatzung, stimmten massiv für die Alternative für Deutschland (AfD), während die Westdeutschen, geprägt durch die US-Besatzung und die von ihnen wiedereingegliederten Nazis, für die Christdemokraten und die Sozialdemokraten stimmten. Tatsächlich gibt es nicht ein einziges Deutschland, sondern zwei [2].

Heute wird das wiedervereinigte Deutschland von seinem zahlenmäßig stärksten Teil, dem westlichen, regiert, der versucht, die politische Meinungsäußerung seines östlichen Teils zu unterbinden. Am 2. Mai 2025 wurde die Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) vom Verfassungsschutzamt als „rechtsextreme“ Organisation eingestuft. Dabei ist diese Partei lediglich eine Reaktion auf das Projekt einer europäischen Konföderation; ein Projekt, das seine Wurzeln in der Neuordnung Europas hat, die Walter Hallstein im Auftrag von Reichskanzler Adolf Hitler entwarf, bevor er Erster Generalsekretär der EGKS (der späteren EWG und Europäischen Union) wurde. Ebenso überwacht das Münchner Verfassungsschutzamt, das in den 1950er Jahren dazu diente, Gestapo-Polizisten umzuschulen, die Unterdrückung von Journalisten und Denkern, die die Stereotype der Deutschen ändern könnten [3].

Wir sind uns zwar der Gräueltaten der Staatssicherheit (Stasi) in Ostdeutschland bewusst, doch wissen wir nichts von denen, die in Westdeutschland gegen Kommunisten und Homosexuelle verübt wurden. Dabei handelte es sich um eine düstere Realität.

Das heutige wiedervereinigte Deutschland steht unter dem Einfluss einer kleinen Gruppe von Nachkommen der Nazis, die nach dem Krieg mit den angelsächsischen Besatzern kollaborierten. Bundeskanzler Friedrich Merz selbst ist der Enkel eines Nazi-Würdenträgers, dessen antislawische Vorurteile er übernommen hat. Er hat keinerlei Probleme damit, mit den ukrainischen „integralen Nationalisten“ zusammenzuarbeiten, die sich als Nachfahren der Waräger-Wikinger und vor allem nicht als Slawen bezeichnen. Während die germanische Tradition eine Zusammenarbeit mit den Russen ablehnte (daher das Schisma von 1054, das das Heilige Römisch-Deutsche Reich von Konstantinopel trennte, also ein Jahrhundert, nachdem die Ukraine und Russland zum Christentum konvertiert waren), so hatten nur die Nazis das Ziel, alle Slawen auszurotten und sich ihr Land anzueignen (den Lebensraum, also den Lebensraum Deutschlands).

Wie dem auch sei, das wiedervereinigte Deutschland hat seit der Unabhängigkeit im Jahr 1991 bis hin zum Staatsstreich des Euromaidan im Jahr 2014 nicht den geringsten Einwand gegen die Nazifizierung der Ukraine erhoben. Es bemüht sich, die Hunderte von Denkmälern zu ignorieren, die in der Ukraine zum Gedenken an die Nazis und ihre Kollaborateure errichtet wurden. Es ignoriert das Vorhaben der Selenskyj-Regierung, ein Pantheon der ukrainischen Helden zu errichten, und hat sich im Gegensatz zur Gedenkstätte Yad Vashem geweigert, sich zur staatlichen Umbettung des Verbrechers gegen die Menschlichkeit Andriy Melnyk am 25. Mai 2026 zu äußern [4]

Der Zerfall Moldawiens und Transnistriens

Im Zuge des Zerfalls der Sowjetunion erklärte Transnistrien am 2. September 1990 seine Unabhängigkeit. Es handelt sich um ein kleines Tal am Dnjepr mit einem erstaunlichen Mikroklima, das die Sowjets zu einem Wissenschafts-Standort ausgebaut hatten. Fast ein Jahr später, am 27. August 1991, erklärte auch Moldawien seine Unabhängigkeit. Nun bildeten diese beiden Staaten bis dahin jedoch eine einzige Region, die Moldauische Sozialistische Sowjetrepublik. Am 28. Februar 1992 nahmen die Vereinigten Staaten jedoch acht unabhängige Sowjetrepubliken in die Vereinten Nationen auf, darunter auch Moldawien. Transnistrien jedoch nicht. In den Augen der UNO ist dieses Gebiet lediglich ein Teil Moldawiens. Unmittelbar danach versuchte die CIA, Transnistrien in einem Krieg, den wir vergessen haben, unter Kontrolle zu bringen [5].

Seitdem haben sich Moldawien und Transnistrien getrennt voneinander entwickelt. Die Lage ist umso komplexer, als Transnistrien nach wie vor sowjetisch geprägt ist und Michail Gorbatschows Traum von der Vereinbarkeit von Kommunismus und Demokratie verwirklicht hat. Allerdings ist das System nicht perfekt und es ist nicht gelungen, das Problem der Mafia zu lösen, wie es Russland unter Wladimir Putin getan hat.

Transnistrien, wo seit der Unabhängigkeit ein russisches Waffenarsenal und seit dem Krieg von 1992 eine russische Friedenstruppe stationiert sind, erhält kostenlos russisches Gas, da es den Knotenpunkt mehrerer russischer Gaspipelines nach Ost-, Mittel- und Westeuropa bewacht [6].

Seit 2019 setzt sich der US-amerikanische, militärisch-industrielle Komplex dafür ein, Russland zu schwächen, indem er es in Konflikte in der Ukraine und in Transnistrien verwickelt [7]. Im Jahr 2005 holte die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel Ursula von der Leyen als Beraterin an ihre Seite. Die beiden Frauen drängen auf die Gründung der European Union Border Assistance Mission to Moldova and Ukraine (EUBAM) (Grenzunterstützungsmission der Europäischen Union in Moldawien und der Ukraine). Dieses europäische Gremium wird Transnistrien bedrängen, indem es dessen Grenzen zu Moldawien und der Ukraine umgibt, obwohl keiner dieser beiden Staaten Mitglied der Europäischen Union ist.

Das am 15. August 2025 in Anchorage zwischen den Präsidenten Donald Trump und Wladimir Putin geschlossene Abkommen sieht vor, dass der Donbass und Noworossija als russisch anerkannt werden. Das bedeutet, dass Odessa nicht mit Gewalt befreit, sondern durch einen Friedensvertrag annektiert wird. Odessa grenzt jedoch an Transnistrien. Präsident Putin hat vor zwei Wochen allen Bürgern Transnistriens, die dies beantragen, die russische Staatsbürgerschaft gewährt [8].Transnistrien wird somit nach dem Ende des Krieges in der Ukraine russisch werden, was zum Zerfall Moldawiens führen wird. Die Bevölkerung hat sich bereits zweimal in diesem Sinne geäußert.

Der Zerfall der Europäischen Union

Die Einheit der Europäischen Union scheint für uns nicht in Frage zustehen. Dennoch ist das Vereinigte Königreich 1973 der Union beigetreten und hat sich 2020 wieder aus ihr zurückgezogen. Im Jahr 2005 lehnten die Wähler in Frankreich und den Niederlanden die Referenden zur Europäischen Verfassung ab. Sie wurden nicht beachtet, da die EU von ihren „demokratischen Werten“ abwich. Im Jahr 2013 zwang die europäische Troika (damals bestehend aus Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich) den Zyprioten die schlichte Beschlagnahmung von Bankeinlagen über 100.000 Euro auf; die Europäische Union entfernte sich damit erneut von ihren „demokratischen und liberalen Werten“. Im Jahr 2024 greift die Europäische Kommission heimlich in die rumänischen Präsidentschaftswahlen ein und macht damit endgültig Schluss mit ihren „Werten“. Heute stellen die EU-Mitgliedstaaten, mit Ausnahme von Slowenien und Ungarn, die Einstimmigkeitsregel im Europäischen Rat in Frage.

Unterdessen bildet das Vereinigte Königreich, das nicht mehr Teil der EU ist, ein neues Militärbündnis, die „Nordmeerkräfte“. Diese neue Streitmacht setzt sich aus dänischen, estnischen, finnischen, isländischen, litauischen, lettischen, norwegischen und schwedischen Streitkräften zusammen. In Kürze sollen auch die deutschen, polnischen und türkischen Streitkräfte hinzukommen; vielleicht sogar die französischen, doch das Hin und Her zwischen London und Paris im Jahr 2025 ist nicht mehr angebracht. Es scheint, als sollen die Nordmeerkräfte die NATO ersetzen, sobald die Vereinigten Staaten Mitte 2027 aus dem Atlantischen Bündnis ausgetreten sind, so das Team von Präsident Trump.

Dieses Bündnis ist jedoch nicht mit der Existenz der EU vereinbar, die eine Folge der geheimen Klauseln des Marshall-Plans (1948) ist.

Wir stellen fest, dass die deutsche Wiederaufrüstung sowohl von der Europäischen Union als auch vom Vereinigten Königreich finanziert wird. Letzteres hatte in den 1930er Jahren die deutsche Wiederaufrüstung gegen die Sowjets finanziert. Erst nach dem Münchner Abkommen (29. bis 30. September 1938) schloss die UdSSR, in der Überzeugung, das nächste Opfer des Dritten Reiches zu sein, den deutsch-sowjetischen Pakt (23. August 1939), woraufhin sich Berlin gegen London wandte.

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Thierry Meyssan

Übersetzung
Werner Leuthäusser


 

Die Hindernisse für den Frieden in Europa sind nicht die, die man gemeinhin annimmt

von Thierry Meyssan

Der am 15. August zwischen den Präsidenten Donald Trump und Wladimir Putin geschlossene Kompromiss hat in der Ukraine noch immer keine konkreten Ergebnisse gebracht. Das liegt daran, dass die Hindernisse nicht diejenigen sind, mit denen die Vereinigten Staaten gerechnet hatten. Die Ukraine spielt nicht mit, während Deutschland und das Vereinigte Königreich den Krieg wollen.

Voltaire Netzwerk | Paris (Frankreich) | 26. Mai 2026

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Präsident Donald Trump hat vor seinem Amtskollegen Xi Jinping anerkannt, dass dieser ihm ebenbürtig ist. Seit dem Zweiten Weltkrieg hielt sich jeder US-Präsident für überlegen, weil er der Mächtigste und Reichste war.

Aus chinesischer Sicht hingegen betrachtet sich Xi Jinping nicht nur als Donald Trumps Ebenbürtigen, sondern als jedem seiner Amtskollegen ebenbürtig. Ein Chinese glaubt nicht, dass der Besitz größerer Mittel einen Menschen zu einem überlegenen Menschen macht.

Dieses Konzept einer Hierarchie zwischen Nationen ist rein westlich. Daher sollte die Entwicklung des US-Präsidenten nicht interpretiert werden, ohne sie mit der Kultur des jeweiligen Betrachters in Verbindung zu bringen.

In der folgenden Woche reiste der russische Präsident Wladimir Putin seinerseits nach Peking. Westliche Kommentatoren behaupteten, der Russe sei die Geisel des Chinesen. Auch hier zeigt sich, dass westlichen Kommentatoren die russisch-chinesischen Beziehung überhaupt nicht verstehen. Sie sind nicht das Ergebnis ihrer jeweiligen Interessen, sondern ihrer Geschichte. Von der Plünderung des Sommerpalasts bis zum Versuch der Nazis, die Slawen auszurotten, hat jeder der Beiden erfahren, wie sich die Westmächte verhalten. Sie sind zu dem Schluss gekommen, dass sie ihnen nur widerstehen können, wenn sie vereint bleiben. Es ist daher absurd, an eine Wiederholung dessen zu denken, was Richard Nixon und Henry Kissinger 1972 getan haben: die beiden Staaten voneinander zu entkoppeln.

Auf dem Gipfeltreffen in Anchorage am 15. August 2025 erwogen Donald Trump und Wladimir Putin, Geschäfte zwischen ihren beiden Ländern zu tätigen und Frieden in der Ukraine zu schließen. Trotz mehrerer Versuche gelang dies Washington nicht, da es zunächst Waffen an die Europäer verkaufen wollte. Heute scheint dies deutlich schwieriger zu sein, und die Europäer beginnen damit, sie selbst herzustellen.

Präsident Trump hat daher begonnen, seine Truppen aus Europa abzuziehen und den Krieg aufzugeben, den das Pentagon auf Transnistrien und Bosnien-Herzegowina ausweiten wollte. Er kündigte an, mindestens 5.000 Soldaten aus Deutschland abzuziehen. Wladimir Putin hingegen verfügte, dass er jedem erwachsenen Transnistrier, der dies beantragt, die russische Staatsbürgerschaft verleihen werde. Schließlich entzog Donald Trump dem Hohen Kommissar der Europäischen Union, der Bosnien-Herzegowina unter Verletzung des Dayton-Abkommens (1995) verwaltete, seine Unterstützung. Gleichzeitig organisiert sein ehemaliger nationaler Sicherheitsberater, General Michael Flynn, US-Investitionen im serbischen Teil von Bosnien-Herzegowina.

Diese Ereignisse lassen vermuten, dass die Vereinigten Staaten einen Frieden in der Ukraine befürworten, der ganz Novorossia als russisch anerkennt. Dies ist historisch und kulturell gerechtfertigt, wird aber nur durch die Durchführung eines Referendums über die Selbstbestimmung möglich sein. Derzeit streben die russischen Streitkräfte keine Befreiung von Odessa an. Der Friedensvertrag könnte jedoch zu dieser Anerkennung führen.

Auch hier gilt, dass die Schwierigkeiten – im Gegensatz zu unseren Annahmen – nicht dort liegen, wo wir sie vermuten.

Die drei wichtigsten sind nun:

1) die Erkenntnis des nationalsozialistischen Ideologiecharakters der derzeitigen Regierung in Kiew und die Entnazifizierung der Ukraine;

2) die Erkenntnis des antidemokratischen Charakters der deutschen Wiedervereinigung und die Unabhängigkeit Ostdeutschlands;

3) die Erkenntnis der antirussischen Obsession des Vereinigten Königreichs und die Auflösung der Europäischen Verteidigungsunion, bevor diese endgültig gebildet wird.

Die Ukraine

Auch wenn der Westen weiterhin davon überzeugt ist, dass die russische Intervention in der Ukraine ein Annexionsversuch und der Beginn einer Expansion Russlands nach Westen sei, hat Moskau seinen Nachbarn nie überfallen, sondern lediglich die Resolution 2202 umgesetzt, für die es vor dem Sicherheitsrat gebürgt hatte.

Zu behaupten, Russland habe die Ukraine überfallen, ist genauso dumm wie zu sagen, Frankreich habe Ruanda überfallen. Wir wissen, dass Russland in Anwendung einer Resolution des Sicherheitsrats eingegriffen hat, um einem Völkermord ein Ende zu setzen (für den es teilweise verantwortlich war).

Die derzeitige ukrainische Regierung ist illegitim. Die Amtszeit von Präsident Wolodymyr Selenskyj ist längst abgelaufen. Alle drei Monate verlängert er den Ausnahmezustand, der keinen anderen Zweck hat, als die Abhaltung von Neuwahlen zu verhindern. Sein jüngster Erlass in dieser Angelegenheit verlängert den Ausnahmezustand jedoch vom 2. Mai bis zum 4. August. Zu diesem Zeitpunkt wäre es möglich, einen Wahlkampf und eine Wahl zu organisieren. Allerdings müssten die Wählerverzeichnisse bereinigt werden, da dort immer noch die auf dem Schlachtfeld gefallenen Soldaten und die geflohenen Zivilisten aufgeführt sind. Niemand hat eine Vorstellung von ihrer Zahl, aber sie könnten zwischen einem und zwei Dritteln der registrierten Wähler ausmachen.

Die Werchowna Rada (das Parlament) ist ebenso problematisch. Nur ein Drittel der Abgeordneten nimmt an den Sitzungen teil. Die von ihr verabschiedeten Gesetze sind daher von zweifelhafter Legitimität. So hat sie beispielsweise die Vernichtung von hundert Millionen Büchern beschlossen – mit der Begründung, dass sie von russischen Autoren signiert oder in Russland gedruckt worden seien, ohne dabei zwischen zeitgenössischen Werken und Klassikern der Literatur zu unterscheiden. Ebenso hat dieses Parlament die größte Kirche des Landes und sämtliche Oppositionsparteien verboten. Im Übrigen gibt es direkt im Gebäude der Rada ein Büro der CIA, das alle Gesetze vorbereitet. Die anwesenden Abgeordneten begnügen sich damit, diese zu verabschieden.

Russlands oberste Forderung ist die Entnazifizierung der Ukraine. Dies erklärte Präsident Putin bei der Einleitung seiner „militärischen Sonderoperation“. Aus russischer Sicht ist dies nicht verhandelbar. Denn was die Identität der Russischen Föderation ausmacht, ist nicht die Erinnerung an Katharina die Große, sondern die Erinnerung an den Kampf der Sowjets gegen den Nationalsozialismus. Diese Ideologie sah vor, die gesamte slawische Bevölkerung (jedoch weder die jüdische noch die Roma-Bevölkerung) zu vernichten, wie in „Mein Kampf“ dargelegt. Auch wenn wir uns dessen im Westen nicht bewusst sind: Der Zweite Weltkrieg wurde nicht geführt, um den Holocaust zu verwirklichen, sondern um die slawische Bevölkerung zu ermorden.

Die illegitime Regierung des nicht gewählten Präsidenten Selenskyj lehnt jedoch jegliche Maßnahmen zur Entnazifizierung ab. Derzeit gibt es eine Vielzahl von Denkmälern zu Ehren der Nazis und ihrer Kollaborateure, der „integralen Nationalisten“. Die Geschichte der Ukraine wurde von ihnen nach dem Zweiten Weltkrieg mit Hilfe des britischen MI6 und der US-amerikanischen CIA vollständig umgeschrieben. Diese Propaganda zielt darauf ab, glauben zu machen, dass die „Banderisten“ gegen die Nazis gekämpft hätten, was absolut falsch ist. Nein: Die Banderisten waren Nazis.

In der Überzeugung, dass es niemals eine Entnazifizierung geben wird, planen die „integralen Nationalisten“ derzeit den Bau eines Pantheons zu ihrem Ruhm. General Kyrylo Budanov, Leiter der Präsidialverwaltung, organisierte am 28. März die Rückführung der sterblichen Überreste von Verbrechern gegen die Menschlichkeit, die während des Kalten Krieges weltweit beigesetzt worden waren. Bereits jetzt haben Rob Jetten und Luc Frieden, die Ministerpräsidenten der Niederlande und Luxemburgs, der Überführung der Leichen des Faschisten Jewhen Konowalets und des Nazis Andrij Melnyk zugestimmt.

Deutschland

In unserer Vorstellung ist Deutschland ein demokratischer Staat, dem 1990 die Wiedervereinigung gelungen ist. Doch wie Dmitri Medwedew, Vizepräsident des Sicherheitsrates der Russischen Föderation, soeben veröffentlicht hat, ist die Wiedervereinigung nur eine Illusion. Die Westdeutschen haben die Ostdeutschen nie nach ihrer Meinung gefragt. Nach internationalem Recht ist die Wiedervereinigung nicht gültig.

Die Bundestagswahlen von 2025 brachten in der ehemaligen BRD und der ehemaligen DDR unterschiedliche und gegensätzliche Ergebnisse zutage. Die Westdeutschen wählten die CDU oder die SPD, während die Ostdeutschen für die AfD stimmten. Dies ist übrigens der einzige Grund, warum die beiden erstgenannten Parteien als „demokratisch“ und die dritte als „rechtsextrem“ eingestuft werden.

Bundeskanzler Friedrich Merz (ein Christdemokrat) hat jedoch eine umfassende Unterdrückung all jener fortgesetzt, die seine Macht in Frage stellen und als „Verschwörungstheoretiker“ bezeichnet werden. Mit Unterstützung des Münchner Verfassungsschutzes (einer Zweigstelle der Bundesbehörde, in der nach dem Krieg zahlreiche Verantwortliche der Reichspolizei untergebracht waren) ließ er mehrere Medien verbieten und Journalisten inhaftieren.

Gleichzeitig baut Deutschland seine Armee nach und nach wieder auf, wobei es sich auf die finanzielle Unterstützung des Vereinigten Königreichs stützt – genau wie sein Vorgänger, Reichskanzler Adolf Hitler, die deutsche Armee mit Hilfe des Gouverneurs der Bank of England, Lord Montagu Norman, wiederaufgebaut hatte. Er hat die Wehrpflicht für Männer wieder eingeführt und fordert jeden Freiwilligen auf, Berlin zu benachrichtigen, bevor er in den Urlaub ins Ausland fährt.

Deutschland baut zudem seine Rüstungslobby wieder auf, diesmal mit europäischen Geldern.

Es bereitet sich auf einen Krieg wie den in der Ukraine vor, obwohl ein Krieg gegen Russland, sollte es dazu kommen, von ganz anderer Art wäre. Egal, die gesamte deutsche Industrie produziert nun ukrainische Drohnen und verkauft sie am Golf gegen den Iran. In diesem Sinne möchte Berlin die Ukraine in die Europäische Union aufnehmen, auch wenn sie die in den Verträgen festgelegten Beitrittskriterien nicht erfüllt: Es würde genügen, einen neuen Status zu schaffen, den eines „assoziierten Mitglieds“, und schon wäre die Sache erledigt. Da man es vermieden hat, die negativen Ergebnisse der Referenden in Frankreich und den Niederlanden von 2005 zur Kenntnis zu nehmen, wäre dies nur eine weitere Entscheidung gegen die Völker.

Friedrich Merz, Enkel eines Nazi-Würdenträgers, kann sich weder vorstellen, dass sein Land nicht mit den ukrainischen „integralen Nationalisten“ verbündet ist, noch dass es diejenigen zur Rechenschaft ziehen könnte, die die Nord-Stream-Gaspipeline sabotiert und den Niedergang der deutschen Industrie herbeigeführt haben.

Das Vereinigte Königreich

Seit dem 19. Jahrhundert betrachtet das Vereinigte Königreich Russland als seinen einzigen Rivalen, nicht nur in Europa, sondern weltweit. Lord Curzon, Vizekönig von Indien, hatte das „Große Spiel“ – die Kolonialisierung Zentralasiens – ins Leben gerufen, um das Russische Reich auszuschalten. Auch heute hat sich die britische Strategie nicht geändert.

London versucht nach wie vor, Moskau als eine obskurantistische Macht darzustellen. Es geht nicht mehr darum, das gefälschte Sinowjew-Telegramm zu erfinden (das es ermöglichte, den Sowjets die Absicht zu unterstellen, in die Wahlen im Vereinigten Königreich einzugreifen), sondern den Eindruck zu erwecken, der Kreml-Bewohner sei ein Verrückter, der ein Passagierflugzeug in der Ukraine zum Absturz bringt und Sergej und Julia Skripal oder Alexej Nawalny vergiften lässt.

Seine neueste Erfindung ist der Angriff auf europäische Flughäfen durch nicht identifizierte Drohnen. Unabhängig davon, was wirklich dahintersteckt, nutzt London die Gelegenheit, um die Nordseestaaten davon zu überzeugen, sich seiner Joint Expeditionary Force anzuschließen, die es gerade in ein Militärbündnis, die „Marines du Nord“, unter seinem Kommando umgewandelt hat. Er hofft, alle Staaten der Europäischen Union und die Türkei dafür gewinnen zu können.

Deshalb tun die erblichen Lords – von denen es noch einige gibt – alles in ihrer Macht Stehende, um Keir Starmer in der Downing Street zu halten. Der Premierminister ist nämlich ein Labour-Politiker, der insgeheim ein Agent des Großkapitals ist: Ohne Wissen seiner eigenen Partei und der Medien nahm er an den Sitzungen der Trilateralen Kommission der Rockefellers teil. Ebenfalls ohne Wissen aller ernannte er Peter Mandelson – einen Komplizen des Kriminellen Jeffrey Epstein – zum Botschafter Ihrer Majestät in Washington.

Wichtig ist, den Anschein zu erwecken, dass das Vereinigte Königreich weder mit dem Staat Israel noch mit der Hamas in Verbindung steht; weiterhin die Tatsache zu verschleiern, dass israelische Generalstabschefs während des Völkermords in Gaza, an dem die britische Armee aktiv beteiligt war, immer wieder heimlich nach Whitehall kamen. Es ist besser, so zu tun, als gäbe es, wie Christian Turner, der Nachfolger von Peter Mandelson, nur einen einzigen Staat, der eine „besondere Beziehung“ zu Washington unterhält, nämlich Israel.

Thierry Meyssan

Übersetzung
Werner Leuthäusser


 

 

Sommer der Unzufriedenheit

Bericht zu den wichtigsten Märkten für Dienstag, den 9. Juni 2026

Alex Krainer

10. Juni 2026

∙ Bezahlt

In meinem gestrigen Bericht sprach ich die Möglichkeit eines „Terroranschlags unter falscher Flagge, etwa eines Angriffs auf israelische Athleten…“ an. Israel gehört jedoch nicht zu den 48 teilnehmenden Mannschaften, da es sich nicht qualifiziert hat. Dennoch ist ein Angriff auf jüdische oder andere sichtbare Ziele ein denkbares Ereignis, wie in einer kürzlich veröffentlichten Erklärung Senator Ted Cruz andeutete . Auf die Frage eines Interviewers, ob er sich Sorgen über Schläferzellen mache, antwortete er wie folgt:

„Die Terrorismusgefahr ist derzeit erhöht. … Die Terrorismusgefahr war noch nie so hoch wie jetzt. … Wir wissen, dass radikale islamische Terroristen in dieses Land eingedrungen sind, und es besteht eine allgemeine Verwundbarkeit im ganzen Land.“

Senator Cruz weiß möglicherweise etwas, wir werden sehen; die Weltmeisterschaft könnte ereignisreicher als üblich werden. Unterdessen scheint das Risiko pandemiebedingter Lockdowns weiter zuzunehmen. Letzten Monat erklärte die Weltgesundheitsorganisation Ebola erneut zu einer gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite (PHEIC), und zumindest in Großbritannien bereiten sich die Behörden darauf vor.

Letzte Woche (am 3. Juni) veröffentlichte die britische Gesundheitsbehörde HSA eine dringende Warnung an alle Krankenhäuser des Nationalen Gesundheitsdienstes (NHS), Arztpraxen, Kliniken und unabhängige Leistungserbringer. Darin wurden erhöhte Wachsamkeit, die sofortige Isolierung von Verdachtsfällen, die Einschränkung von Mitarbeiterkontakten und ein Besuchsverbot für Patienten angeordnet. Dies deckt sich mit den Erkenntnissen von Baroness Heather Hallett und ihrem 1531-seitigen Untersuchungsbericht zur Covid-19-Pandemie. Dieser kam zu dem Schluss, dass die Behörden uns bei der nächsten Pandemie deutlich besser und proaktiver schützen sollten. Es bleibt abzuwarten, wie weit diese aktuelle Gesundheitswarnung (PHEIC) reichen wird. Angesichts der vielen Krisen, die sich weltweit anbahnen, ist jedoch mit einem Sommer mit erheblichen Beeinträchtigungen zu rechnen.

Meanwhile, the Middle East teeters..

Im Nahen Osten ist die Lage so angespannt wie seit 100 Tagen nicht mehr, und es gibt keinen Grund, in absehbarer Zeit mit einer Lösung zu rechnen. Präsident Trump mag die Vereinigten Staaten zwar gern aus dem Konflikt heraushalten, doch die Situation dürfte außerhalb seiner Kontrolle liegen. Aus iranischer Sicht ist jetzt der richtige Zeitpunkt, die Sicherheitsarchitektur der Region neu zu gestalten, die westlichen Kolonialmächte aus der Nachbarschaft zu vertreiben und Israel einen vernichtenden Schlag zu versetzen.

Gestern Abend saß ich für einen Podcast beim CapitalCosm-Podcast, etwa eine Stunde bevor Donald Trump verkündete, dass der Iran einen Apache-Hubschrauber abgeschossen habe und die USA Vergeltung üben müssten.

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Bis zu diesem Zeitpunkt schien sich die Situation beruhigt zu haben und eine Lösung der Krise unmittelbar bevorzustehen. Ich versuchte meinem Gastgeber zu erklären, warum ich glaubte, dass dieser Eindruck bewusst herbeigeführt wurde, ähnlich wie ich es hier im TrendCompass vom Montag geschrieben hatte:

Die Entwicklungen könnten so dramatische Auswirkungen haben, dass wir weder von offiziellen Stellen noch von deren Medienvertretern die Wahrheit erwarten sollten. Die Preise für Öl, Erdgas, Gold, Silber, Kupfer, Düngemittel und andere Rohstoffe könnten ebenso stark beeinflusst werden wie die Zinsen und Aktienkurse. Aus all diesen Gründen, einschließlich der politischen Zukunft von Donald Trump und der Republikanischen Partei, werden die Medien die Ereignisse wahrscheinlich herunterspielen und optimistische Szenarien für die Öffentlichkeit entwerfen. Ich bezweifle jedoch sehr, dass diese Geschichte in naher Zukunft ein gutes Ende nehmen wird.

Am Morgen starteten die USA und der Iran Vergeltungsschläge, während Israel gleichzeitig seinen Militärangriff auf den Libanon fortsetzt – eindeutig jenseits der roten Linien des Irans. Die israelische Regierung ist nicht bereit, ihren Kriegseinsatz zu drosseln, und der Iran hat jedes Interesse daran, den Konflikt unverzüglich zu beenden. In den kommenden Wochen und Monaten werden westliche und israelische Medien wahrscheinlich weiterhin über Verhandlungen und mögliche Durchbrüche berichten, doch sollten wir diesen Meldungen mit der gebotenen Skepsis begegnen.

Vorsicht mit den Samen…

Neben all diesen Konfliktherden spitzen sich die sozialen Spannungen in einer Reihe europäischer und südamerikanischer Länder zu und lassen einen langen Sommer voller Unzufriedenheit und Instabilität befürchten. Das russische Militär scheint für eine Großoffensive zur Beendigung des Krieges in der Ukraine bereit zu sein, und Kriege und Terrorismus wüten weiterhin in mehreren Kriegsschauplätzen in ganz Afrika.

Insgesamt scheint die globale Ordnung dem Untergang geweiht, und die Unsicherheit ist immens. In solchen Momenten müssen wir uns daran erinnern, dass dies nicht der erste schmerzhafte Umbruch für die Menschheit sein wird. Die Welt sah nach den beiden Weltkriegen des letzten Jahrhunderts weitaus düsterer aus, aber sie ging nicht unter. Es ist ratsam, sich stets an das konfuzianische Sprichwort zu erinnern: Wenn ein großer Baum fällt, geschieht dies mit großem Getöse und Zerstörung. Gleichzeitig keimen Samen still und leise.

Die Weltordnung nach dem Zweiten Weltkrieg gleicht diesem riesigen Baum, und was wir derzeit erleben, ist der ohrenbetäubende Lärm und die Zerstörung seines Fallens. Doch während die furchtbare Zerstörung alle Aufmerksamkeit auf sich zieht, sind die Samen ebenfalls vorhanden und wachsen still und leise.


 

Der Nahe Osten hat den Punkt erreicht, an dem es kein Zurück mehr gibt.

Bericht zu den wichtigsten Märkten für Montag, den 8. Juni 2026

Alex Krainer

8. Juni 2026

∙ Bezahlt

In einer folgenschweren Entwicklung, die den brüchigen Waffenstillstand zwischen Iran und den USA seit dem 8. April 2026 gefährden könnte, startete Iran gestern Abend einen Großangriff auf Israel. Der Angriff erfolgte in fünf aufeinanderfolgenden Wellen mit mindestens 20 ballistischen Raketen, von denen mindestens vier (einigen Quellen zufolge) ihre Ziele trafen. Offenbar wurden heute Morgen weitere Angriffe gestartet.

Trump bittet um Zeit

Die Iraner starteten ihre Angriffe fast unmittelbar nach Israels Bombardierung des südlichen Beiruter Stadtteils Dahiyeh, den der Iran als seine rote Linie definiert hatte . Unmittelbar nach dem iranischen Angriff rief Präsident Trump den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu an und bat ihn, zumindest für einige Tage auf Vergeltungsmaßnahmen zu verzichten. Er versuchte, den Vorfall herunterzuspielen: „Jeder hatte seinen Spaß. Israel hat seinen Angriff durchgeführt, und der Iran hat seinen Angriff durchgeführt. Wir brauchen keinen weiteren.“

Trump wollte Zeit für Gespräche mit den Iranern gewinnen, da die USA angeblich kurz vor einer Einigung standen. Laut Axios und anderen Quellen wehrte sich Netanjahu zunächst, gab aber schließlich eine bedingte, gesichtswahrende „Pseudo-Zusage“, vorerst von weiteren Verhandlungen abzusehen. Trotzdem startete Israel heute Morgen Vergeltungsschläge und traf angeblich iranische Luftverteidigungssysteme, Raketenstellungen und andere Infrastruktur in der Nähe von Teheran, Isfahan und Täbris.

Offenbar vertrat die Trump-Regierung die Position, Israels Vergeltungsschläge weder zu unterstützen noch sich daran zu beteiligen. Unmittelbar nach Beginn der israelischen Angriffe erklärte Verteidigungsminister Marco Rubio: „Israel hat heute Abend einseitig gegen den Iran gehandelt. Wir sind nicht an Angriffen gegen den Iran beteiligt, und unsere oberste Priorität ist der Schutz der amerikanischen Streitkräfte in der Region.“ Trump selbst forderte beide Seiten öffentlich auf, „das Feuer sofort einzustellen“.

Die Schießerei könnte bald nicht aufhören.

Die Iraner haben ihre Angriffe auf Israel vorerst offiziell eingestellt, doch das Zentralkommando Khatam al-Anbiya erklärte: „Sollten die Aggressionen und Zerstörungsakte – auch im Südlibanon – andauern, werden deutlich härtere und vernichtendere Maßnahmen als bisher folgen.“ Nun stellt sich die Frage, ob Israel seine Angriffe, insbesondere gegen Beirut, ebenfalls einstellen wird.

Das lässt sich nun schwer sagen. Zunächst einmal ist unklar, warum Israel überhaupt den Beiruter Stadtteil Dahiyeh bombardiert hat, da die Iraner ganz klar ihre rote Linie definiert hatten. Tatsächlich scheint der israelische Angriff darauf abzuzielen, die rote Linie der Iraner zu überschreiten. Das israelische Nachrichtenportal Ynet berichtete gestern Folgendes über den Angriff:

„Soweit bekannt, war das Hisbollah-Hauptquartier in Beirut leer, weshalb die Operation weitgehend symbolischen Charakter hatte. Ziel war es, die Infrastruktur der Hisbollah zu beschädigen und eine klare Botschaft zu senden, ohne Massenopfer zu verursachen oder eine vollständige Eskalation auszulösen.“

Indem Israel Trumps Aufforderung zur Zurückhaltung ignorierte, erweckte es zudem den Eindruck, dass das letztendliche Ziel beim Überschreiten der roten Linie des Iran darin bestand, eine Einigung zwischen den USA und dem Iran über die Einstellung der Kampfhandlungen zu verhindern.

Die mächtigen Feinde des Friedens

Donald Trump scheint es eilig zu haben, die USA aus dem Konflikt mit dem Iran herauszuziehen, während Israel das Gegenteil anstrebt. Israel ist vollständig auf die Unterstützung der USA angewiesen, nicht nur im Kampf gegen den Iran, sondern auch gegen die Hisbollah im Libanon. Daher ziehen es Netanjahu und andere Hardliner in seiner Regierung vor, die USA in einem langwierigen, auf Eskalation ausgerichteten Krieg gegen den Iran zu halten. Dies könnte für Israel existenzielle Folgen haben, weshalb sie alles daransetzen werden, jegliche Verhandlungen zwischen den beiden Seiten zu untergraben.

Die Unterstützer Israels in den USA haben letzte Woche das enorme Ausmaß ihres Einflusses in den USA demonstriert, als der Streitkräfteausschuss des Repräsentantenhauses (HASC) den Entwurf des Nationalen Verteidigungsgesetzes (NDAA) für das Haushaltsjahr 2027 verabschiedete, zusammen mit dessen umstrittenem Abschnitt 224, der das militärische Know-how, die Technologien, die Daten und alle zukünftigen Entwicklungen der USA Israel faktisch uneingeschränkt zugänglich macht.

Sie machten weiter, selbst nachdem Paragraph 224 aufgedeckt worden war und der Abgeordnete Ro Khanna einen Änderungsantrag zur Streichung dieses Paragraphen aus dem Verteidigungshaushaltsgesetz (NDAA) eingebracht hatte, was die amerikanische Öffentlichkeit auf diesen eklatanten Verrat aufmerksam machte. Benjamin Netanjahu zeigte sich dankbar genug, um den Kongressabgeordneten in einem Brief für die Unterstützung seines Plans zu danken .

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Angesichts dieser offenen Zusammenarbeit von US-Vertretern vor den Augen ihrer Wähler könnte Netanjahus „neuer Rahmen für die gemeinsame Verteidigungszusammenarbeit“ bedeuten, dass die gewählten Volksvertreter die US-Außenpolitik nicht mehr kontrollieren. Das wiederum impliziert: Wenn Netanjahu Krieg will (und das will er), wird es Krieg geben.

Die Widerstandsachse galvanisiert

Die Konzernmedien werden alles daransetzen, den Eindruck zu erwecken, der gestrige und heutige kurze Schlagabtausch zwischen Israel und dem Iran sei beendet. Doch weder die Iraner noch ihre Unterstützer im Nahen Osten sehen das so. Die iranische Führung ist überzeugt, dass eine Eskalation des Krieges unausweichlich ist und dass es dem Iran schadet, den USA und Israel Zeit zur Neuformierung und Vorbereitung zu geben. Wenn ein Konflikt unausweichlich ist, ist es besser, ihn so schnell wie möglich zu beenden.

Der Iran pflegt seit Jahrzehnten eine „Achse des Widerstands“ gegen westliche Kolonialmächte. Diese Widerstandsachse könnte größer und mächtiger sein als bisher angenommen, und es gibt Hinweise darauf, dass sie sich aktuell auf einen Krieg vorbereitet. Nach den jüngsten Kampfhandlungen hat sich offenbar der Jemen (Ansarullah) entschlossen, in den Krieg einzutreten. Sie erklärten die Meerenge Bab al-Mandab für alle israelischen Güter und Schiffe für gesperrt. Laut einigen Quellen feuerten sie gestern außerdem eine Rakete auf Israel ab (die abgefangen wurde) und eine oder mehrere Raketen auf Saudi-Arabien.

Die einflussreiche irakische Miliz Kata'ib Hisbollah erklärte ebenfalls ihren Beitritt zum Kampf. Kata'ib Hisbollah ist Teil der geheimnisumwitterten irakischen Volksmobilisierungskräfte (PMF), die enge Verbindungen zu den iranischen Revolutionsgarden unterhalten. In einer kürzlich veröffentlichten Mitteilung rief der Iran offenbar auch das palästinensische Volk zum Kampf auf: „Es ist an der Zeit, euer Land zurückzuerobern.“

Die Mainstream-Medien werden lügen.

Diese Entwicklungen könnten so dramatische Auswirkungen haben, dass wir weder von offiziellen Stellen noch von deren Medienvertretern die Wahrheit erwarten sollten. Die Preise für Öl, Erdgas, Gold, Silber, Kupfer, Düngemittel und andere Rohstoffe könnten ebenso stark beeinflusst werden wie Zinssätze und Aktienkurse. Aus all diesen Gründen, einschließlich der politischen Zukunft von Donald Trump und der Republikanischen Partei, werden die Medien die Ereignisse wahrscheinlich herunterspielen und optimistische Szenarien für die Öffentlichkeit entwerfen.

Ich bezweifle jedoch sehr, dass diese Geschichte in naher Zukunft ein gutes Ende nehmen wird. Trump mag den eingefrorenen Konflikt zwar gerne über die Zwischenwahlen im November dieses Jahres hinauszögern, aber weder die Israelis noch er (noch diejenigen, die einen Regimewechsel im Iran anstreben) werden den Iran in Ruhe lassen. Benjamin Netanjahu seinerseits braucht den Krieg so schnell wie möglich, und die Iraner, die all dies verstehen, werden keinerlei Kompromisse eingehen, um Trumps politischen und PR-Zwecken nachzukommen.

Insgesamt haben wir es mit einer Mischung aus streitlustigen Seiten zu tun, von denen keine nachgeben will, und die einzige gute Nachricht scheint auf Trumps Bedürfnis zu beruhen, Zeit zu schinden und zu verzögern.

Marktfolgen

Es mag einige Zeit dauern, bis all dies klar wird – vielleicht ein paar Tage, vielleicht ein paar Wochen. Ich glaube jedoch nicht, dass es für Trump einen Ausweg geben wird , und auch kein dauerhafter Frieden. Sobald all dies klar ist, und das könnte bald der Fall sein, werden die Ölpreise voraussichtlich wieder steigen, ebenso wie Gold, Silber und andere Rohstoffe. Die Zinsen werden weiter steigen. Ich wage keine Prognose für die Entwicklung der Aktienmärkte: Die sich verschlechternde geopolitische Lage wird die Zentralbanken zwingen, Geld zu drucken und die westlichen Finanzmärkte mit unbegrenzten Mengen an Liquidität zu fluten. Dies treibt die Aktienkurse tendenziell nach oben, aber kurzfristig könnten wir, wie am Freitag und heute Morgen in Südkorea, scharfe Abwärtskorrekturen erleben.


 

 

Thomas H. Greco, Jr. 1d

Das fasst im Grunde zusammen, was ich und viele andere seit Jahrzehnten anstreben: Menschen aufzuklären und Gemeinschaften, Systeme und Strukturen aufzubauen, die zum gegenseitigen Nutzen aller geführt werden und die die exklusiven und ausbeuterischen institutionellen Systeme ersetzen können, von denen wir so abhängig geworden sind – Regierungen und Konzerne, die zunehmend unpersönlich, bürokratisch und automatisiert sind, sodass es immer schwieriger wird, einen echten Menschen zu erreichen oder zeitnah Hilfe zu erhalten. Wir sind gezwungen, alles selbst zu erledigen, vom Bezahlen im Supermarkt bis hin zur Behebung von Software- und Hardwareproblemen. Künstliche Intelligenz (KI) mag zwar hilfreich erscheinen, doch es mangelt ihr an Einsicht und Kreativität, und sie führt uns oft in endlose Gespräche. Und wem nützt KI letztendlich? Wie es in einem bekannten Broadway-Stück vor einigen Jahrzehnten hieß: „Halt die Welt an, ich will hier raus!“ Wir müssen eine andere Welt erschaffen, eine Welt der Menschen für ALLE Menschen, nicht nur für einige wenige.

Liebe ist die Antwort!

Kollaborative Finanzierung (CoFi): Finanzierung für die Gemeingüter neu denken

Wie Finanzen aussehen, wenn Gemeinschaften sie selbst aufbauen und verwalten

Michel Rauchs

7. Juni 2026

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Foto von Mitchell Luo auf Unsplash

in der Wissensdatenbank „ Eintrag Dieser Artikel basiert auf einem von Matthew Slater verfassten Growing the Commons“ und wurde erweitert. Die Wissensdatenbank ist eine von der Community zusammengestellte Sammlung von Konzepten, Projekten und Ideen im Zusammenhang mit gemeinschaftsbasierten Ansätzen und Systemwandel.

Wir haben einen Großteil von Matthews ursprünglicher Sprache und Argumentation beibehalten und gleichzeitig redaktionellen Kontext, eine kurze Einführung in Collaborative Finance und seine zugrunde liegenden Prinzipien, ausgewählte Beispiele sowie eine ausführlichere Einladung zum bevorstehenden CoFi4-Treffen in Österreich (21.-28. Juni 2026) hinzugefügt.

Warum traditionelle Finanzsysteme aus dem Ruder laufen

Die Gemeingüterbewegung ist eine Reaktion auf die Idee des Privateigentums, bei der der Besitz von Land und anderen Gütern exklusiv ist und die Gesellschaft allmählich in Klassen von Besitzern und Besitzlosen spaltet. Doch Eigentum ist nur ein Teil des Problems.

Collaborative Finance befasst sich mit einer anderen Dimension des Problems, nämlich damit, wie das Geld- und Finanzsystem den Staat, seine Institutionen und seine Plutokraten zwischen Menschen stellt, die darum kämpfen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen, und ihnen bei jeder Gelegenheit ihre Ressourcen abschöpft und konfisziert.

Betrachten wir einige gängige, ja sogar unverzichtbare Finanzinstrumente:

  • Versicherung
  • Renten und Arbeitslosengeld
  • Kredite und Hypotheken
  • Sparen und Investieren
  • Zahlungen

Das reibungslose und faire Funktionieren dieser Mechanismen ist von entscheidender Bedeutung, da ihr Versagen Leben zerstört. Strenge Regulierungen schützen zwar vor Betrug und Insolvenz, behindern aber auch kleinere Marktteilnehmer und Innovatoren. Möglicherweise ist dies gerechtfertigt – im Risikomanagement können größere Institutionen mehr Vermögenswerte verwalten und größere Risiken besser bewältigen.

Dies führt jedoch auch dazu, dass der Finanzsektor ausschließlich von der herrschenden Klasse kontrolliert wird. Diese Eliten können die Regulierungen umgehen, da sie sich spezialisierte Wirtschaftsprüfer leisten und Steueroasen nutzen können. Die Produkte und Instrumente sind komplex und für den Staat schwer zu regulieren. Korruption und andere Mechanismen untergraben das Regulierungssystem. Trotz aller staatlichen Schutzmaßnahmen kommt es weiterhin zu heftigen Spekulationszyklen, Betrug und Missbrauch, und die Justiz kann nicht mithalten. Die größten Institutionen sind oft die aktivsten Kriminellen und üben in gewisser Weise Einfluss auf die Regierung selbst aus.

Inzwischen sind die Finanzdienstleistungen für die meisten von uns zu gleichgültigen Maschinen geworden: Algorithmen entscheiden über unsere Kreditwürdigkeit; unsere Renten werden zur Finanzierung umweltschädlicher Industrien und kriegsverbrecherischer Regierungen missbraucht; wir kämpfen darum, unsere Daten vor Datendieben und Zeitverschwendern zu schützen. Wir sehen zu, wie uns das Geld durch die Finger rinnt und sich in riesigen Pools sammelt, die mit Reichtümern überquellen, von denen wir vielleicht nie profitieren werden.

Was ist, wenn?

Die Organisation in solch großem Maßstab führt dazu, dass nur wenige wohlhabende Einzelpersonen diese Systeme entwerfen und alle damit verbundenen Vorteile einstreichen. Doch was wäre, wenn es einen angemesseneren Maßstab gäbe, in dem Vertrauen tatsächlich eine Rolle spielte, in dem Gewinn nicht das oberste Ziel war, sondern reinvestiert wurde? In dem die Risikoträger auch dazu beitrugen, diese Risiken zu managen?

Was wäre, wenn der sogenannte freie Markt Raum für kleine Finanzdienstleistungen böte – wie etwa Haus- und Autoversicherungen in jeder Straße? Was wäre, wenn die Renten von den Kommunen verwaltet würden, die schließlich auch der Hauptanbieter von Altenpflege sind? Was wäre, wenn wir in genau die Unternehmen investieren könnten, die unsere lebensnotwendigen Güter produzieren und verkaufen, um so unsere eigene Sicherheit zu gewährleisten? Was wäre, wenn diese Unternehmen wiederum in uns investieren und unsere Sicherheit so auf Gegenseitigkeit beruhen ließen? Und was wäre, wenn diese Vielzahl lokaler, auf menschlicher Basis beruhender Finanzorganisationen durch freiwillige Zusammenschlüsse Risiken minimieren könnten?

Eine der ersten Annahmen, die wir hinterfragen müssen, betrifft die Rolle des Geldes selbst – jenes Elements, das all unsere Aktivitäten mit dem dominanten Finanzsystem verknüpft und uns alle zu einem Teil des Problems macht. Geld eignet sich hervorragend zur Standardisierung von Buchhaltung, Steuern und Bußgeldern, ist aber schwer zu erlangen und zu behalten. Vielleicht könnten wir durch alternative Formen finanzieller Beziehungen andere Wege finden, Schulden zu begleichen, Transaktionen abzuwickeln und für die Zukunft vorzusorgen.

Denn Geld ist, wie sich herausstellt, nicht der Ausgangspunkt der Finanzwelt. Die Finanzwelt existierte bereits vor dem Geld. Lange vor Banken, Märkten oder Münzen bündelten Menschen ihre Ressourcen, teilten Risiken, beglichen Verbindlichkeiten und investierten gemeinsam in eine gemeinsame Zukunft.

Was ist kollaborative Finanzierung?

Collaborative Finance, oft abgekürzt CoFi, ist keine einzelne Organisation, Technologie, Ideologie oder ein einzelner Mechanismus. Es ist ein aufstrebendes Feld und eine Community of Practice, die erforscht, wie Gemeinschaften ihre eigenen Finanzsysteme, -dienstleistungen, -währungen und -instrumente – kollaborativ und eigenverantwortlich – entwickeln, betreiben und verwalten können.

Diese eine Idee durchdringt alle wichtigen Finanzfunktionen: nicht nur Austausch und Zahlungen, sondern auch Sparen, Kreditvergabe, Versicherungen und Investitionen. Was sie alle vereint, ist die gemeinsame Antwort auf eine Frage: Für wen und von wem ist das Finanzwesen ? Bei CoFi lautet die Antwort: die Gemeinschaft selbst – die Menschen, die das System tatsächlich nutzen.

Die Beweggründe sind vielfältig. Manchmal geht es darum, die Abhängigkeit von knappen liquiden Mitteln zu verringern und den Mitgliedern den Handel auch in Zeiten finanzieller Engpässe zu ermöglichen. Manchmal soll der Wert im lokalen Umlauf gehalten werden, anstatt an weit entfernte Aktionäre abzufließen. Manchmal geht es darum, kleineren Marktteilnehmern die Verhandlungsmacht zu verleihen, die sich aus gemeinsamem Handeln ergibt, Risiken zu teilen, die niemand allein tragen könnte, oder Projekte zu finanzieren, die Banken und Regierungen ablehnen.

Viele der im Rahmen von CoFi untersuchten Ansätze sind alles andere als neu. Sie greifen auf Praktiken zurück, die oft jahrhundertealt sind und weltweit Anwendung finden (siehe unten: Wie sieht CoFi in der Praxis aus? für konkrete Beispiele). Neu ist jedoch die Möglichkeit, diese Traditionen länder- und sektorübergreifend zu vernetzen, voneinander zu lernen und mithilfe neuester Technologien gemeinsame Werkzeuge zu entwickeln.

Was unterscheidet CoFi von anderen.

Das traditionelle Finanzwesen ist darauf optimiert, den Gewinn der Eigentümer durch maximale Kundeneinnahmen zu maximieren – zumindest soweit es das Kartell zulässt. Die Vorteile eines anderen Ansatzes liegen also alles andere als in maximalen Einnahmen! Stattdessen sollte kollaboratives Finanzwesen unter Gleichgesinnten weniger angstbesetzt, flexibler und weniger formalistisch sein; es sollte mehr Spaß machen, partizipativer und umwelt- sowie gemeinschaftsorientierter sein. Es sollte soziale Bindungen stärken und neben monetären Vorteilen auch unerwartete positive Entwicklungen ermöglichen.

Mehrere Prinzipien treten in diesem Bereich immer wieder auf:

  • Es betrachtet Geld als soziale Beziehung, nicht als Ware oder Gegenstand: Wenn wir Geld als Objekt behandeln, vergessen wir, dass es im Kern immer auf sozialer Übereinkunft beruht – einem verhandelbaren Verhältnis von Kredit, Vertrauen und Verpflichtung. Es geht nicht darum, welche Token im Umlauf sind , sondern welche Beziehungen und Verantwortlichkeiten dahinterstehen . CoFi priorisiert zudem die Rolle des Geldes als Tauschmittel – das den Wertfluss innerhalb einer Gemeinschaft aufrechterhält – gegenüber seiner Rolle als Wertspeicher, der angehäuft werden kann.
  • Es dient der Realwirtschaft: Es geht nicht darum, Vermögenswerte für Spekulationszwecke zu schaffen, sondern darum, die Menschen und Organisationen zu unterstützen, die reale Güter, Dienstleistungen, Pflege, Infrastruktur und ökologischen Wert produzieren.
  • Es betrachtet Vertrauen als etwas, das gepflegt und nicht beseitigt werden muss: Manche Technologien versuchen, das Finanzwesen „vertrauensfrei“ zu machen. CoFi verfolgt den gegenteiligen Ansatz und sieht Vertrauen als solides Fundament für effektives Finanzwesen. Es nutzt das bereits bestehende Vertrauen zwischen Menschen, die sich kennen, und entwickelt Methoden, dieses Vertrauen im Laufe der Zeit auszubauen und zu stärken.
  • Es geht davon aus, dass unterschiedliche Instrumente unterschiedlichen Zwecken dienen: Ein für den lokalen Austausch konzipierter Mechanismus ist in der Regel ungeeignet für langfristiges Sparen und die Finanzierung von Gemeinschaften. CoFi strebt daher keine universelle Lösung an, sondern fördert ein vielfältiges Ökosystem interagierender Werkzeuge, Instrumente, Mechanismen und Dienstleistungen, die jeweils einem spezifischen Zweck dienen.
  • CoFi skaliert nicht durch Konsolidierung, sondern durch Föderation: Es beginnt mit einzelnen Gemeinschaften – oft klein, meist basisdemokratisch. Die Skalierung entsteht nicht dadurch, dass ein Netzwerk die anderen aufnimmt, sondern dadurch, dass viele unabhängige, selbstverwaltete Systeme sich vernetzen und auf der Grundlage gemeinsamer Bedingungen interagieren. Jedes System behält seine Souveränität über seine eigenen Regeln, erweitert aber seine Reichweite durch die Föderation.

Einfach ausgedrückt: Zusammenarbeit geht vor Finanzierung. Finanzinstrumente können die Zusammenarbeit unterstützen, aber nicht ersetzen. Gemeinschaften brauchen Beziehungen, Vertrauen und ein gemeinsames Ziel, bevor irgendein Mechanismus Erfolg haben kann.

Wie sieht CoFi in der Praxis aus?

CoFi tritt in vielen Formen auf. Die meisten Anwender konzentrieren sich weniger auf einen einzelnen Mechanismus als vielmehr auf die Frage, wie sich diese Ansätze ergänzen können, um widerstandsfähige lokale Wirtschaften zu fördern. Zu den wichtigsten Gruppen gehören:

  • Gegenseitiger Kredit : Teilnehmer gewähren sich innerhalb eines Netzwerks gegenseitig Kredite und handeln auch bei Liquiditätsengpässen, wobei das Netzwerk selbst als Liquiditätsquelle dient. Zu dieser Gruppe gehören lokale Tauschbörsen (Local Exchange Trading Systems, LETS), Zeitbanken und Tauschbörsen zwischen Unternehmen. Beispiele hierfür sind Sardex auf Sardinien, das staatlich geförderte Fureai Kippu Pflegezeitsystem in Japan und das globale Community Exchange System (CES) .
  • Gemeinschafts- und Lokalwährungen : Geld, das für den Umlauf innerhalb eines bestimmten Ortes oder einer bestimmten Gemeinschaft bestimmt ist und oft zusätzliche soziale und ökologische Ziele verfolgt. Beispiele hierfür sind die brasilianische Banco Palmas mit ihrer Sozialwährung Palmas (heute Teil eines Netzwerks von über hundert Gemeinschaftsbanken) und die Chiemgauer Regionalwährung in Deutschland.
  • Multilaterales Clearing : Unternehmen gleichen innerhalb eines Netzwerks ihre gegenseitigen Forderungen aus, begleichen nur den Nettosaldo und setzen so knappe Liquidität frei. Beispiele hierfür sind Local Loop Merseyside in Liverpool und das globale Fahrradnetzwerk Cycles .
  • Gutschein- und Nutzungsguthabensysteme : Unternehmen oder Produzenten finanzieren sich durch die Ausgabe von Prepaid-Gutscheinen, die für zukünftige Waren oder Dienstleistungen eingelöst werden können. Klassische Beispiele sind Deli Dollars und Berkshire Farm Preserve Notes in Massachusetts, USA.
  • Sparkreise und rotierende Kreditvereinigungen (ROSCAs) : Die Mitglieder legen ihr Geld zusammen und greifen abwechselnd auf den gemeinsamen Topf zu, gemäß selbst festgelegten Regeln. Beispiele hierfür sind kin.coop in Großbritannien und das Sarafu-Netzwerk in Kenia (das verschiedene Mechanismen kombiniert, darunter gegenseitige Kredite und Gemeinschaftswährungen).
  • Gemeinschaftliche Investitionen : Anwohner finanzieren gemeinsam genutzte Güter wie Wohnungen, erneuerbare Energien, Geschäfte oder Kneipen, wodurch Eigentum und Erträge in der Region bleiben. Allein in Großbritannien wurden beispielsweise in den letzten zwei Jahrzehnten Hunderte solcher Projekte durch Gemeinschaftsanteile finanziert.
  • Gegenseitige Versicherung : Die Teilnehmer teilen die Risiken gemeinsam untereinander, anstatt sie vollständig an kommerzielle Versicherer auszulagern, ähnlich wie es einst die ursprünglichen Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit und die Tontinen taten.

Was kann ich tun?

Finanzen sind immer eine gemeinschaftliche Angelegenheit – man kann sie nicht allein bewältigen! Aber Sie können damit beginnen, sich von tief verwurzelten kulturellen Prägungen zu befreien. Denken Sie darüber nach, was diese Worte wirklich bedeuten:

  • Geld ist ein Mittel zum Zweck, kein Zweck an sich.
  • Wert ist das, was Sie wertschätzen, nicht der Markt.
  • Arbeit ist die Schaffung von Wohlstand für sich selbst oder für die Gemeinschaft.
  • Reichtum ist nicht der Kontostand, sondern die Qualität Ihres Lebens, Ihre Gesundheit und Ihre Beziehungen.
  • Sicherheit ist emotional und zwischenmenschlich, nicht nur physisch oder materiell.

Mit diesem Fundament können Sie gemeinsam mit anderen Wohlstand und Sicherheit schaffen. Der Aufbau großer, vertrauenswürdiger Institutionen von Grund auf erfordert Jahre, ja sogar Jahrzehnte der Geduld, doch haben es einfache Leute schon oft geschafft. Bausparkassen entstanden und florierten unter der städtischen Armut der Industriellen Revolution; Sparvereine finden sich in fast allen monetär organisierten Gesellschaften der Welt; die Mondragon-Genossenschaft dominiert noch heute eine ganze Region Spaniens.

Wir müssen aber auch die Hindernisse realistisch einschätzen. Die meisten Menschen gehen sehr konservativ mit ihrem Geld um, und das etablierte System ist ihnen vertraut: Es ist weitgehend vorhersehbar und hocheffizient. Im Gegensatz dazu basiert kollaboratives Finanzwesen oft auf potenziell weniger bekannten Vermögenswerten und Beziehungen. Eine junge CoFi-Initiative kann auf vielfältige Weise scheitern und unter Umständen das Vermögen ihrer Mitglieder verlieren. Daher ist es wichtig, nicht alles auf eine Karte zu setzen.

Auch in diesem Bereich herrscht hohe Fluktuation. Viele Projekte scheitern bereits in der Anfangsphase, oft aufgrund von Problemen in der Unternehmensführung oder aufgrund persönlicher Differenzen. Und selbst im Erfolgsfall besteht stets die Gefahr der Vereinnahmung und die Versuchung, die eigenen Interessen zu verraten. Eine weitere große Herausforderung ist es, einander zu finden und echte, vertrauensvolle Beziehungen aufzubauen. Diejenigen, die sich der Bedrohung durch das Finanzsystem bewusst sind, sind verstreut, verwenden oft unterschiedliche Begriffe für ähnliche Ideen (oder umgekehrt) und erkennen einander nicht immer als natürliche Verbündete. Dies erschwert es ihnen, sich zu treffen, zu vernetzen, Vertrauen aufzubauen und dauerhafte Institutionen zu entwickeln.

Der Aufbau eines stärker auf Zusammenarbeit ausgerichteten Finanzsystems kann also nur schrittweise und vorsichtig erfolgen, selbst wenn man die Notwendigkeit dafür schmerzlich dringend empfindet. Und selbst wenn das Ideal nie vollständig erreicht wird, dürfte der Prozess an sich immens wertvoll sein, um Vertrauen und Gemeinschaft zu stärken.

Besuchen Sie uns beim CoFi 4-Treffen in Österreich (21.–28. Juni 2026)

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CoFi ist auch eine florierende Community! Jeden Sommer treffen sich Menschen aus dem gesamten Bereich in den malerischen österreichischen Alpen, um sich auszutauschen, Erfahrungen zu vergleichen und Brücken zu bauen – zwischen Praktikern und Technologen im Bereich der Gemeinschaftswährungen, zwischen Geldtheorie und lokaler Praxis, zwischen Menschen, die sich seit Jahrzehnten mit alternativen Zahlungsmethoden beschäftigen, und solchen aus neueren Bereichen wie Web3, regenerativer Finanzierung und Netzwerkforschung.

Matthäus beschreibt den Geist und den Rhythmus dieser Zusammenkünfte wie folgt:

Zuerst unterhalten wir uns – sehr viel – und lernen voneinander; oft stellen wir fest, dass wir ein und dasselbe mit unterschiedlichen Worten beschreiben. Dann helfen wir uns gegenseitig in kleinen Dingen. Und manchmal arbeiten wir auch gemeinsam an Projekten.

CoFi4 , das vierte Treffen, findet vom 21. bis 28. Juni 2026 im Commons Hub Austria in Hirschwang an der Rax am Fuße der Alpen statt. Es ist weniger eine typische Konferenz als vielmehr ein einwöchiges, familiäres Treffen, das strukturierte Sessions und offene Räume mit gemeinsamen Mahlzeiten, Spaziergängen und Zeit in der Natur verbindet – in einem ehemaligen Landgasthof, der derzeit zu einem Zentrum für die Gemeingüterwirtschaft ausgebaut wird. Das Programm ist thematisch gegliedert und umfasst erfahrungsorientiertes Lernen, Mechanismen, Infrastruktur, Systemanalyse und Umsetzungsstrategien. Katja Durranis Bericht über CoFi3 vermittelt einen guten Eindruck von der herzlichen Atmosphäre, die die Teilnehmenden erwartet.

Es sind noch einige Plätze frei – wenn Sie im Bereich der kommunalen Finanzen tätig sind oder einfach nur neugierig sind, wie Finanzen Gemeinschaften auf andere Weise dienen könnten, dann kommen Sie zu uns !

Dieses Thema gehört zum Bereich Wirtschaft & Finanzen unserer Wissensdatenbank. Sie können auch Fragen stellen oder Informationen in unserem Forum oder über die Kommentarfunktion von Substack unten hinzufügen.


 

Kapitulieren die USA vor der zionistischen Lobby?

Bericht zu den wichtigsten Märkten für Freitag, den 5. Juni 2026

Alex Krainer

5. Juni 2026

∙ Bezahlt

Hat die USA etwa vor der zionistischen Lobby kapituliert? Noch nicht ganz, aber sie hat einen gewaltigen Schritt in diese Richtung unternommen: Gestern verabschiedete der Streitkräfteausschuss des Repräsentantenhauses (HASC) seinen Entwurf des Verteidigungshaushaltsgesetzes für das Haushaltsjahr 2027. Darin wurde der umstrittene Paragraph 224 beibehalten und der Änderungsantrag des Abgeordneten Ro Khanna zur Streichung dieses Paragraphen abgelehnt. Insbesondere Paragraph 224 genoss breite parteiübergreifende Unterstützung im Ausschuss und wurde vom Ausschussvorsitzenden Mike Rogers und dem ranghöchsten Mitglied, Adam Smith , verteidigt .

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Abschnitt 224 trägt den Titel „Initiative zur Zusammenarbeit in Verteidigungstechnologie zwischen den Vereinigten Staaten und Israel“. Diese beispiellose Bestimmung legt den Rahmen für bilaterale Forschung und Entwicklung, die Koproduktion von Waffensystemen und Joint Ventures fest und macht die Zusammenarbeit des militärisch-industriellen Komplexes zwischen den USA und Israel scheinbar grenzenlos. Sie umfasst alle Bereiche der Verteidigungstechnologie, einschließlich KI, Quantentechnologie, Cybersicherheit, biologischer Kriegsführung und Hochenergiewaffen. Dadurch würden US-amerikanisches militärisches Know-how, Technologien, Daten und alle zukünftigen Entwicklungen Israel vollständig zugänglich gemacht.

Es ist noch nicht ganz durchgebacken…

Der NDAA ist noch nicht Gesetz, wird es aber mit hoher Wahrscheinlichkeit. Im nächsten Schritt des „demokratischen“ Prozesses stehen in den kommenden Tagen Debatten und Änderungsanträge im Repräsentantenhaus an. Thomas Massie wird dort einen Änderungsantrag einbringen, der Paragraph 224 aus dem Gesetz streichen soll. Da von den 435 Mitgliedern des Repräsentantenhauses bis auf zehn alle erhebliche finanzielle Unterstützung vom AIPAC (American Israeli Political Action Committee) erhalten, dürfte Massies Änderungsantrag ähnlich erfolgreich sein wie der von Ro Khanna gestern im HASC. Dieselben Abgeordneten, die dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu im US-Kongress regelmäßig unzählige stehende Ovationen bereiten, werden dafür sorgen, dass Paragraph 224 den Prozess übersteht (abgesehen vielleicht von einigen kosmetischen Änderungen für die Öffentlichkeit).

Vom Repräsentantenhaus wird der überarbeitete Gesetzentwurf dem Streitkräfteausschuss des Senats zur Beratung vorgelegt, bevor er im Repräsentantenhaus und im Senat zur Abstimmung kommt. Der National Defense Authorization Act (NDAA) wurde seit 1961 (64 Jahre in Folge) jedes Jahr verabschiedet, in der Regel mit breiter überparteilicher Unterstützung, da er als unverzichtbares Gesetz gilt. Nach seiner Verabschiedung geht das Gesetz an den Präsidenten, der es unterzeichnet und damit in Kraft setzt.

Der Präsident hat zwar ein Vetorecht gegen das ACT, kann aber keine einzelnen Bestimmungen oder Abschnitte davon ablehnen. Es handelt sich um ein Alles-oder-Nichts-Veto: Entweder er unterzeichnet das gesamte Gesetz oder er legt sein Veto ein und sendet es mit Einwänden an den Kongress zurück. Sollte Abschnitt 224 im NDAA verbleiben, wird Präsident Trump ihn mit ziemlicher Sicherheit unterzeichnen (alternativ könnte er ihn, falls ihm sein politisches Vermächtnis wichtig ist, ohne seine Unterschrift in Kraft treten lassen). Der gesamte Prozess wird nicht vor Oktober abgeschlossen sein, und das NDAA 2027 wird höchstwahrscheinlich vor Ende Dezember 2026 in Kraft treten.

Die Auswirkungen von Abschnitt 224

Abschnitt 224 ist schlichtweg verblüffend. Sollte er vollständig in Kraft treten, würden die USA Israel eine stärkere militärisch-industrielle Integration gewähren als je zuvor einem anderen Verbündeten. Dies würde die US-amerikanischen und israelischen Verteidigungssektoren in zahlreichen Bereichen der militärischen Entwicklung faktisch verschmelzen lassen und gleichzeitig Israels ohnehin schon außerordentlichen Einfluss auf die US-Politik – einschließlich seiner Beteiligung am israelischen Krieg – erheblich verstärken und die Entwicklung der US-Wirtschaft zunehmend auf militärische Ziele ausrichten.

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All dies könnte besonders beunruhigend sein, da israelische Interessen ihren Einfluss weltweit auszudehnen scheinen, etwa in Südamerika, Zypern, Griechenland, Albanien, Indien, Thailand und der Ukraine – und das zu einer Zeit, in der immer mehr Politiker und Wirtschaftsführer die Wiedereinführung der Wehrpflicht und den Einberufung junger Menschen zum Militärdienst fordern. In nicht allzu ferner Zukunft könnten sich ganz normale Amerikaner in Kriegen wiederfinden, die sie, ihr Land oder ihr Leben nicht betreffen.

Dies könnte die Vereinigten Staaten in eine neue Ära verstärkter, aggressiverer imperialistischer Kriege mit all ihren verheerenden Folgen führen, darunter die weitere Schwächung der US-Wirtschaft und der Staatsfinanzen. Doch jede Aktion ruft eine Reaktion hervor. Es bleibt abzuwarten, ob die amerikanische Öffentlichkeit dies akzeptieren wird und, falls nicht, wie entschieden sie sich dagegen wehren wird. Israel ist in den USA heutzutage nicht populär – weniger populär als je zuvor – und der National Defense Authorization Act (NDAA) bringt die amerikanische politische Klasse in scharfen Gegensatz zu den Menschen, die sie angeblich vertritt.


 

Zunehmende geopolitische Risiken und die drohende Energiekrise (und Chancen)

Bericht zu den wichtigsten Märkten für Mittwoch, den 3. Juni 2026

Alex Krainer

3. Juni 2026

∙ Bezahlt

In den letzten Stunden hat sich die geopolitische Lage deutlich verschlechtert und droht, neue, potenziell katastrophale militärische Eskalationen auszulösen. Heute Morgen, zeitgleich mit der Eröffnung des Internationalen Wirtschaftsforums St. Petersburg (SPIEF), führte die Ukraine Drohnenangriffe auf St. Petersburg durch und nahm dabei das St. Petersburger Ölterminal (eine wichtige Ölumschlaganlage) ins Visier. Der Angriff verursachte erhebliche Schäden; Feuer und schwarzer Rauch waren weithin sichtbar. Weitere Angriffe trafen die Infrastruktur in mehreren Stadtbezirken (z. B. Kirovsky, Krasnoselsky) sowie militärische Ziele auf dem Marinestützpunkt Kronstadt und den dazugehörigen Anlagen.

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In Donezk griff eine ukrainische Drohne einen Zivilbus an , wobei sieben Menschen getötet und elf verletzt wurden. Diese Angriffe stellen nicht nur eine Eskalation zwischen der Ukraine und Russland dar. Es ist offensichtlich, dass die Drohnenangriffe von den NATO-Partnerstaaten der Ukraine unterstützt und mit hoher Wahrscheinlichkeit von Großbritannien angestiftet und angeführt werden. Wie ich bereits hier berichtet habe, basieren die Fortschritte der Ukraine im Bereich der offensiven Drohnenkriegsführung maßgeblich auf europäischer Fertigung, und die Zielerfassung wird durch US-amerikanische Unternehmen wie Starlink und Palantir Technologies ermöglicht.

Er drängte vehement auf einen Dritten Weltkrieg

Zur Erinnerung: Am 16. Januar 2025 reiste der britische Premierminister Keir Starmer nach Kiew, wo er mit der Ukraine ein „ Hundertjähriges Partnerschaftsabkommen “ unterzeichnete. Das Abkommen befasst sich ausdrücklich mit Drohnentechnologien und der Zusammenarbeit bei Innovationen im Verteidigungsbereich, einschließlich Technologietransfer und gemeinsamer Drohnenproduktion.

„Wir werden die ukrainischen und britischen Fähigkeiten in der Entwicklung und Nutzung neuer innovativer und kritischer Technologien, einschließlich digitaler Infrastruktur und Kommunikation, Weltraum, KI und Drohnen, weiterentwickeln – wobei wir die militärische Expertise der Ukraine und ihre Innovationskraft im Bereich KI-gestützter Drohnenfähigkeiten zur Unterstützung der Entwicklung ziviler Anwendungen nutzen.“

Das Abkommen bekräftigte die Verpflichtung zur „Vertiefung der verteidigungsindustriellen Zusammenarbeit, der gemeinsamen Produktion von Verteidigungsgütern, des Technologietransfers und der Innovation“ … „in Bereichen wie … Drohnen …“. Im Rahmen ihrer 100-jährigen Partnerschaft wurde im Juni 2025 ein weiteres Abkommen zum Technologieaustausch im Gefechtsfeld unterzeichnet, das sich speziell auf die Koproduktion von Drohnen konzentrierte (britische Fertigung ukrainischer Systeme). Die Fertigung wurde zudem an Standorte in mehreren NATO-Mitgliedstaaten vergeben, darunter Deutschland, Dänemark, Lettland, Litauen, die Niederlande, Polen, Tschechien, Spanien, die Türkei und Italien.

Mit dem Angriff auf St. Petersburg am Vorabend des SPIEF (wo Präsident Putin eine Rede halten sollte) und auf einen zivilen Bus (nicht das erste zivile Ziel eines Angriffs der Ukraine) wird Russland eindeutig dazu provoziert, den Konflikt über die Grenzen der Ukraine hinaus zu eskalieren und uns möglicherweise in einen weiteren großen Krieg auf dem europäischen Kontinent zu führen – genau das, was der britische König Karl III. in seiner jüngsten Rede vor dem US-Kongress forderte . Die Worte von König Karl III. sollten der Nachwelt in Erinnerung bleiben.

„Unmittelbar nach dem 11. September, als die NATO erstmals Artikel 5 aktivierte und der UN-Sicherheitsrat angesichts des Terrors geeint war, folgten wir gemeinsam dem Aufruf, so wie unsere Völker es seit über einem Jahrhundert tun – Seite an Seite durch zwei Weltkriege, den Kalten Krieg, Afghanistan und Momente, die unsere gemeinsame Sicherheit geprägt haben. Heute, Herr Präsident, ist dieselbe unnachgiebige Entschlossenheit für die Verteidigung der Ukraine und ihres tapferen Volkes erforderlich.“

Bislang hat Wladimir Putins Zurückhaltung und Geduld den Konflikt auf die Ukraine beschränkt, doch der politische Druck auf ihn, die Härte des Krieges zu verlieren und NATO-Mitgliedstaaten anzugreifen, wächst in Russland stetig. Sollte Russland einen NATO-Mitgliedstaat angreifen, wird ein nuklearer Schlagabtausch sehr wahrscheinlich.

Unterdessen im Nahen Osten…

Die Feindseligkeiten im Nahen Osten haben sich deutlich verschärft, nachdem die iranischen Revolutionsgarden US-Stützpunkte in Kuwait, Bahrain und im Irak angegriffen haben – eine Vergeltungsmaßnahme für die jüngsten US-Angriffe auf die Insel Qeshm. Die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran wurden nicht nur auf unbestimmte Zeit ausgesetzt, die Iraner trotzen nun offen den amerikanischen Streitkräften in der Region und bringen Präsident Trump in Verlegenheit , der möglicherweise mit erneuten Angriffen auf iranische Ziele reagieren könnte. Zu den bevorzugten Zielen gehören Angriffe auf iranische Energieanlagen und gezielte Schläge gegen hochrangige Führungskräfte.

Im Falle eines US-Angriffs auf die iranische Energieinfrastruktur drohte die iranische Regierung mit der vollständigen Zerstörung der Energieinfrastruktur in der gesamten Region. Dies würde die ohnehin schon schwerste Ölmarktkrise der Geschichte noch deutlich verschärfen und bis zu 32 % der globalen Rohölversorgung zum Erliegen bringen.

Seien Sie auf unerwartete Überraschungen gefasst.

Als Reaktion auf diese Entwicklungen ist der Preis für ein Barrel Brent-Rohöl von rund 94 US-Dollar am Freitag auf etwas über 102 US-Dollar im heutigen Morgenhandel gestiegen. Es ist schwer vorstellbar, dass er von diesem Niveau aus nicht noch deutlich weiter steigen wird. Bevor wir jedoch in diese Position einsteigen, sollten wir uns der Möglichkeit unvorhergesehener Überraschungen und Risiken bewusst sein, die plötzlich und unerwartet auftreten können.

Gegen Ende 2019 stieg der Ölpreis allmählich auf etwa 70 US-Dollar pro Barrel. Mitte April 2020 fiel er jedoch unter 20 US-Dollar. Der letzte und steilste Teil dieses Rückgangs erfolgte, als die Weltgesundheitsorganisation (WHO) COVID-19 zu einer gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite erklärte und Regierungen weltweit beispiellose Lockdowns verhängten, wodurch ein Zusammenbruch der Weltwirtschaft drohte.

Einige Lehren aus dieser Episode sollten wir uns vor Augen halten: Der plötzliche Ölpreisverfall begann bereits im Januar, über zwei Monate vor den Lockdowns. Er erreichte seinen Tiefpunkt etwa drei Wochen nach deren Einführung und erholte sich anschließend wieder. Wie ich in diesem Bericht bereits mehrfach dargelegt habe, ist seit September 2025 offensichtlich, dass unsere herrschenden „Eliten“ darauf aus sind, erneut eine Pandemie-Panikmache zu inszenieren, um uns mit neuen und verschärften Lockdowns zu überrumpeln. Selbst wenn eine geplante Pandemie-Panikmache scheitert, könnte eine akute Energiekrise in den kommenden Monaten ähnliche Maßnahmen rechtfertigen.

Beobachten Sie die Erzähltrends

Wenn die Zukunft der Vergangenheit ähnelt, sollten wir die sich abzeichnenden Erzähltrends im Auge behalten , die drastischen staatlichen Maßnahmen vorausgehen. Der Ölpreis könnte diesem Trend folgen und, bevor er weiter steigt, einen starken Rückgang erleiden. Dieses Ereignis birgt ein erhebliches Risiko, bietet aber auch Chancen. Daher sollte jede Wette auf steigende Ölpreise mit großer Vorsicht und ausreichenden Liquiditätsreserven erfolgen, um von einem unerwarteten Ölpreisverfall profitieren zu können.

Ich bin mir nicht ganz sicher, wie Anleger solche Risiken genau managen sollten, aber erfahrene Händler scheinen zu empfehlen, zunächst ein Drittel bis die Hälfte des angestrebten maximalen Engagements zu kaufen und dann bei einem deutlichen Preisrückgang nachzukaufen. Angenommen, Ihr maximales Ölengagement beträgt 10.000 US-Dollar, könnten Sie jetzt bei etwa 3.500 bis 5.000 US-Dollar kaufen und dann nachkaufen, sobald Analysten bei CNBC und Bloomberg von 10 US-Dollar pro Barrel Öl sprechen.

Wie man von den Ölpreisen profitieren kann

Der direkteste Weg, Energiewertpapiere wie Rohöl, Heizöl, Gasöl, RBOB-Benzin oder Erdgas zu handeln, führt über Terminkontrakte. Dafür ist jedoch ein Konto bei einem Terminbroker erforderlich. Das Problem bei Terminkontrakten besteht darin, dass man nur mit Standardkontrakten (mindestens 1.000 Barrel Rohöl) handeln kann, was ein erhebliches Kapital erfordert. Für einige Märkte sind auch Mini-Kontrakte verfügbar, diese sind jedoch in der Regel deutlich illiquider als die Standardkontrakte, was für Händler nachteilig ist.

Für ein flexibleres Engagement in Ölpreisen sind Differenzkontrakte (CFDs) die einfachste und kostengünstigste Alternative. Sie sind jedoch nur in bestimmten Ländern, wie beispielsweise Großbritannien und der EU, legal. In den meisten Ländern ist die einfachste Möglichkeit, von steigenden Ölpreisen zu profitieren, der Einsatz liquider, kostengünstiger ETFs, entweder mit direkten Rohöl-Futures-ETFs oder mit ETFs/Aktien aus dem Energiesektor (für gehebelte operative Gewinne plus Dividenden).

Einer davon ist der hochliquide United States Oil Fund (USO), der die kurzfristigen WTI-Rohöl-Futures abbildet – er ist der direkteste ETF, der auf Ölpreisbewegungen spekuliert. Weitere Kandidaten wären der Energy Select Sector SPDR (XLE) oder der Vanguard Energy ETF (VDE), die Aktien großer Ölkonzerne (ExxonMobil, Chevron usw.) halten.

Optionen sind großartig für Ihren Broker.

Wie ich bereits in diesem Newsletter erwähnt habe, kann ich den Optionshandel nicht empfehlen. Selbst für professionelle Händler stellt er eine große Herausforderung dar, die fundiertes Fachwissen, ein tiefes Verständnis der Optionskennzahlen („Greeks“) sowie die ständige Überwachung und Anpassung der Positionen erfordert. Unter normalen Marktbedingungen verfällt etwa ein Drittel aller Optionen wertlos.

Doch bei starken Marktbewegungen verfallen bis zu 90 % aller Optionen wertlos. Um mit Optionshandel dauerhaft Gewinne zu erzielen, bedarf es daher geschickter Strategien. Hinzu kommt, dass Optionen teuer sind und sich die Kosten summieren können, während man auf die große Rallye wartet. Jason Zweig drückte es so aus: „Ich habe zwei Kindern durch Optionshandel ein Harvard-Studium ermöglicht. Leider waren es die Kinder meines Brokers.“


 

Der Nahe Osten steht am Rande einer schweren Eskalation.

Bericht zu den wichtigsten Märkten für Dienstag, den 2. Juni 2026

Alex Krainer

2. Juni 2026

∙ Bezahlt

Die Lage im Nahostkonflikt hat sich gestern deutlich verschärft. Laut der iranischen Staatsnachrichtenagentur Tansim hat das offizielle Teheran alle Verhandlungen mit den USA aufgrund der anhaltenden israelischen Angriffe auf den Libanon ausgesetzt. Teheran fordert einen vollständigen Stopp aller Militäroperationen im Gazastreifen und im Libanon und bekräftigte, dass es keine weiteren Dialoge geben werde, bis diese Bedingungen erfüllt seien. Zudem drohte der Iran mit der Blockade der Straße von Hormus. Diesmal könnte auch die Meerenge Bab al-Mandab blockiert werden, was die wirtschaftlichen Folgen der Krise erheblich verschärfen würde.

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In den letzten Tagen betonte Trump wiederholt, die Gespräche würden „zügig voranschreiten“ und zeigte sich optimistisch, in der kommenden Woche eine Einigung zu erzielen (z. B. zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus und zur Verlängerung des Waffenstillstands). Unklar blieb jedoch, auf welche Einigung sich Trump bezog, da seine Regierung am Wochenende einen überarbeiteten, verschärften Vorschlag an die Iraner übermittelt hatte.

Der „Vorschlag“ beschränkte sich im Wesentlichen auf eine einseitige Absichtserklärung, enthielt aber dennoch strengere Bedingungen für das iranische Atomprogramm, die uneingeschränkte Wiedereröffnung der Straße von Hormus und eine Verlängerung des Waffenstillstands, möglicherweise um 60 Tage (wir befinden uns nun fast 40 Tage im ersten 60-tägigen Waffenstillstand). Aus Teheran gab es bisher weder eine direkte noch eine indirekte offizielle Reaktion.

Zwei Spoiler

Zwei Probleme scheinen den Fortschritt dieser indirekten Gespräche behindert zu haben. Erstens hat der Iran keinerlei Vertrauen in die USA hinsichtlich eines Engagements für die Beilegung des Konflikts. Laut einer Erklärung des iranischen Abgeordneten Nabavian , der der iranischen Delegation in Islamabad angehörte, glaubt Teheran, dass die USA die iranische Regierung testen, anstatt ein echtes, ernsthaftes Abkommen zur Beendigung des Krieges anzustreben. Der Zweck dieses Tests besteht aus iranischer Sicht darin, einen weiteren amerikanisch-israelischen Angriff in naher Zukunft vorzubereiten.

Der zweite Störfaktor ist die konsequente Forderung der Iraner, dass der Waffenstillstand auch Israel und den Libanon einschließen müsse. Dies scheint das Haupthindernis für den Friedensprozess zu sein. In den letzten drei Tagen (30. Mai bis 2. Juni 2026) intensivierte Israel seine Luftangriffe, den Artilleriebeschuss und die Bodenoperationen im Süden des Libanon, eroberte die strategisch wichtige Burg Beaufort und befahl Angriffe auf die südlichen Vororte Beiruts (Dahiyeh). Die Hisbollah reagierte mit Raketenangriffen auf Nordisrael. Gestern ordnete der israelische Verteidigungsminister verstärkte Angriffe auf Südbeirut an und forderte die Anwohner zur Evakuierung des Gebiets auf.

Bevorzugt der Iran den Krieg?

Die iranische Führung hegt den Verdacht, die USA verhandelten nicht in gutem Glauben, sondern testeten sie, um zukünftige Angriffe vorzubereiten. Sie steht vor der Wahl: Krieg jetzt oder später? Wenn sie von der Unvermeidbarkeit eines Krieges überzeugt sind, ziehen sie es womöglich vor, ihn früher zu führen, anstatt ihren Feinden Zeit für die Planung und Vorbereitung des nächsten Angriffs zu geben. Dies könnte mit ein Grund dafür sein, warum sie auf einem Waffenstillstand bestehen, der Israel und den Libanon einschließt: Sie wissen, dass Israel sich an keinen Waffenstillstand halten wird, was ihnen wiederum einen Ausweg bietet, um nicht zu viel Zeit mit Verhandlungen zu vergeuden.

Die Trump-Regierung hingegen bemühte sich nach Kräften, den Eindruck zu erwecken, sie wolle die Israelis tatsächlich zum Schweigen bringen, damit Trump zumindest in den Augen der heimischen Öffentlichkeit nicht für das Scheitern der Verhandlungen und die möglichen Folgen einer Wiederaufnahme des Krieges verantwortlich gemacht werden könne. Gestern führte Trump ein äußerst heftiges Telefongespräch mit Premierminister Netanjahu , in dem er ihn mit deftigen Ausdrücken beschimpfte, ihm Undankbarkeit vorwarf und ihn daran erinnerte: „Ohne mich säßen Sie im Gefängnis. Ich rette Ihnen den Arsch. Jetzt hasst Sie jeder. Alle hassen Israel deswegen.“

Axios berichtete, wie Trump Netanjahu „überrollte“ und seine Frustration darüber zum Ausdruck brachte, dass Israels Vorgehen unverhältnismäßig sei und die ohnehin fragilen, nicht existenten Gespräche zwischen den USA und dem Iran zu gefährden drohe. Netanjahu wurde so regelrecht überrollt, dass er heute weitere Bombenangriffe auf den Libanon anordnete , bei denen mindestens 50 Bomben abgeworfen wurden, drei Wohnhäuser dem Erdboden gleichgemacht und mindestens zehn Menschen getötet wurden. Und seine Idee, die Gespräche zwischen den USA und dem Iran am Laufen zu halten, war viel simpler als Trumps: Laut CNN plant Israel, die Angriffe auf den Iran wieder aufzunehmen, falls die Gespräche scheitern. Ganz einfach!

Unterdessen stagniert der Handel.

Während dieses endlose Hin und Her zwischen Verhandlungen und Nichtverhandlungen weitergeht, bleibt der Welthandel weiterhin erstickt, wie die folgende Grafik deutlich zeigt:

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Trotzdem notiert der Rohölpreis wieder unter 100 US-Dollar, nachdem er gestern kurzzeitig über diese Marke gestiegen war. Wir spüren weiterhin die Folgen der größten Ölpreiskrise in der Geschichte der Ölmärkte, und es ist überraschend, wie gelassen die Märkte reagiert haben.

Gestern gab der CEO von Chevron Bloomberg TV ein Interview, in dem er erklärte, dass die Lagerbestände abgebaut würden, die US-Exporte die durch die Hormuz-Krise verursachten Lieferengpässe nicht ausgleichen könnten und Juni und Juli die kritischen Monate für Ölknappheit sein würden. Angesichts dieser Umstände möchte ich wiederholen, was ich hier bereits geschrieben habe: Wir haben leider noch lange nicht alles gesehen.

 

Hormuz-Störung: Wir haben noch gar nichts gesehen!

Alex Krainer

12. März

Hormuz-Störung: Wir haben noch gar nichts gesehen!

Gestern hatte ich das Vergnügen, gemeinsam mit dem Journalisten Mario Nawfal ein Interview zu führen, das sich mit den möglichen Störungen befasste, die sich aus dem regionalen Krieg im Nahen Osten ergaben und der sich mit dem Angriff von Donald Trump und Benjamin Netanjahu auf den Iran am 28. Februar 2026 erheblich verschärfte.

 

Lesen Sie die ganze Geschichte


 

 

Chaos südlich des Äquators

Bericht zu den wichtigsten Märkten für Freitag, den 29. Mai 2026

Alex Krainer

29. Mai 2026

∙ Bezahlt

Während sich alle Augen auf den Nahen Osten und die Ukraine richteten, wütete das Imperium in Südamerika. Im Januar entführte Donald Trump erfolgreich Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro , doch die Doktrin von Donroe zielt darauf ab, auch andere Nationen zu unterwerfen, darunter Ecuador, Bolivien und Peru. Dies alles löste eine Reaktion in der lokalen Bevölkerung aus, die ihre Lektion über die „Würde der Arbeit“ noch immer nicht gelernt hat. Die Bodenschätze werden sich nicht von selbst abbauen und auf Schiffe verladen, die in zivilisiertere Regionen fahren.

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Die Bolivianer sind vielleicht die rebellischsten unter ihnen. Am 22. Dezember letzten Jahres führten Bergleute und die Bolivianische Arbeitergewerkschaft COB einen Generalstreik an, um gegen die Abschaffung der Treibstoffsubventionen und andere „Strukturreformen“ zu protestieren. Vor etwa einem Monat begann dann eine neue Protestwelle wegen Landreformstreitigkeiten. Am 12. Mai schlossen sich Bergleute und Bergbaugewerkschaften den Protesten an, errichteten Straßenbarrikaden und forderten den Rücktritt des imperialistischen, neoliberalen Präsidenten Rodrigo Paz . Dies führte am 14. Mai in La Paz zu gewaltsamen Auseinandersetzungen.

Rodrigo Paz gegen Evo Morales

Kürzlich durchgesickerte Dokumente deuten darauf hin, dass Präsident Paz mit Präsident Trump zusammengearbeitet hat , um Boliviens ehemaligen Präsidenten Evo Morales dieselbe Behandlung zukommen zu lassen wie seinem venezolanischen Amtskollegen Nicolás Maduro. Der Plan sah vor, Morales, einen charismatischen Anführer der bolivianischen Indigenen- und Arbeiterbewegung, zu entführen, damit seine bloße Anwesenheit im eigenen Land dem Regime ein Dorn im Auge ist.

Zum Schutz von Morales haben bolivianische Bürger sein Haus umstellt, um ihn vor Entführungsversuchen zu bewahren. Hunderte Menschen halten Tag und Nacht ununterbrochen Mahnwachen vor seinem Haus ab. Der Grund, warum Morales nicht ihr Präsident ist, liegt – wie schon in Rumänien, Frankreich und vielen anderen Ländern – in juristischen Auseinandersetzungen. Ihm wurde die Kandidatur untersagt, sodass nur drei Alternativen übrig blieben, allesamt imperialistische, neoliberale Kandidaten. Paz gewann die Wahl, wurde aber nach nur sechs Monaten im Amt äußerst unbeliebt.

Du kannst dich nicht entwickeln, du musst eine Kolonie sein.

Der Grund dafür ist, dass die Regierung Paz viele Reformen der Regierung Morales rückgängig gemacht hat. Evo Morales wurde 2005 gewählt und blieb 14 Jahre an der Macht, bis er 2019 durch einen von den USA orchestrierten Putsch gestürzt wurde. Als er in Bolivien die Macht übernahm, betrug das BIP des Landes lediglich 9 Milliarden US-Dollar. Bis 2019 stieg es auf 42 Milliarden US-Dollar. Laut Morales selbst wurde der Putsch gezielt inszeniert, um Boliviens Fortschritt zu stoppen und das neue Regierungssystem zu demontieren.

Laut der Vision von Morales' Bewegung (EvoPueblo) sollten in Bolivien bis 2030 41 Lithiumverarbeitungsanlagen in Betrieb sein. Der Putsch legte all diese Betriebe lahm, mit der Absicht, die Lithiumvorkommen des Landes westlichen multinationalen Konzernen zu übergeben. Anstatt die Entwicklung des Landes zu fördern, kehrt die Regierung von Rodrigo Paz diese Entwicklung um und führt das Land zurück zum ursprünglichen Plan: kolonialer Unterdrückung und Armut.

Morales verbesserte die bolivianische Wirtschaft unter anderem durch die Neuverhandlung der Rohstoffexportverträge. Bolivien behielt lediglich 18 % der Exporterlöse, während 82 % an westliche Konzerne flossen. So erhielt Bolivien beispielsweise nur 1 US-Dollar pro Million BTU (British Thermal Units) für seine Erdgasexporte. Morales konnte problemlos 8 US-Dollar/mBTU von brasilianischen und 10 US-Dollar/mBTU von argentinischen Importeuren erzielen. Dies verdeutlicht, wie schamlos das Land von seinen ehemaligen Kolonialherren ausgebeutet wurde und was diese an Politikern wie Evo Morales so sehr stört.

Dank ähnlicher Reformen steigerte Morales das BIP-Wachstum des Landes auf 12 % pro Jahr und befreite 38 % der Bevölkerung aus bitterer Armut. Er schuf zudem günstige Bedingungen für Kleinbauern, doch diese Reformen werden nun unter Rodrigo Paz rückgängig gemacht. Stattdessen werden administrative Hürden eingeführt und neue Steuern für Kleinbauern erhoben, während gleichzeitig die Steuerlast für große Agrarunternehmen gesenkt wird. Dies entspricht der typischen Politik imperialer Mächte, Kleinbauern zur Aufgabe ihres Landes zu drängen und so Großgrundbesitzern die Kontrolle über den Großteil der landwirtschaftlichen Nutzflächen des Landes zu ermöglichen.

Hondurasgate

Bolivien ist nicht das einzige Land, das imperialen Angriffen ausgesetzt ist. Anfang des Jahres brach der Hondurasgate-Skandal aus, der enthüllte, dass Politiker und Militäroffiziere versuchten, das honduranische Militär gegen die Bevölkerung aufzuhetzen, während US-amerikanische und israelische Konzerne den Reichtum und die Vermögenswerte des Landes plündern wollten. Der ehemalige honduranische Präsident (2014–2022) Juan Orlando Hernández Alvarado (JOH) wurde dabei ertappt, wie er am 18. März 2026 eine Sprachnachricht an Tomás Zambrano hinterließ. Zambrano ist ebenfalls Politiker und Anwalt.

„In Honduras brauchen wir Gewalt, wir brauchen Logistik, wir brauchen Blut. Wenn man die Bevölkerung unter Kontrolle halten will, muss man sie unterdrücken, sie ausbeuten und Gewalt mit Gewalt bekämpfen. Was Präsident Trump sagt, gilt.“

Der Grund für JOHs offensichtliche Bereitschaft, Trump zu dienen, liegt in seiner Aufsehen erregenden Verurteilung wegen Drogenhandels in den USA. Trump begnadigte ihn später, vermutlich unter Auflagen. Evo Morales führt die gegenwärtigen Unruhen in Lateinamerika auf ein „völkermörderisches Triumvirat“ zurück: Donald Trump, Benjamin Netanjahu und den argentinischen Präsidenten Javier Milei , der zwei mit Ausrüstung beladene Hercules-Transportflugzeuge entsandte, um die aufständischen bolivianischen Bauern und Bergleute zu befrieden.

Die Kontinuität neokolonialer Politiken

Es wäre ein Irrtum, diese Ereignisse Donald Trump und seiner „Donroe“-Doktrin zuzuschreiben. Wahrscheinlicher ist, dass sie lediglich die Fortsetzung einer langjährigen Politik darstellen, die auf die Unterwerfung und Kolonisierung lateinamerikanischer (sowie afrikanischer und asiatischer…) Länder abzielt. Die Versuche, Evo Morales politisch zu stürzen, reichen Jahrzehnte zurück, und unter der Joe Biden wurden die Maßnahmen verschärft. Regierung von

Im Dezember 2021 fand in der US-Botschaft ein Treffen statt, das im Januar 2022 zur Verhaftung von Oberst Maximiliano Dávila Pérez führte , dem nationalen Direktor der bolivianischen Spezialeinheit zur Bekämpfung des Drogenhandels (FELCN) in der Regierung von Evo Morales. Seine Verhaftung war Teil der Ermittlungen gegen Morales, die darauf abzielten, ihn in den Drogenhandel zu verwickeln und ihn hinter Gitter zu bringen. Offenbar fand man jedoch nichts. Dávila Pérez, der inzwischen in die USA geflogen wurde, erhielt ein Angebot: Sollte er gegen Morales aussagen, würde er freigelassen. Doch Dávila Pérez lehnte die Kooperation ab, und das Regime verlor offenbar die Geduld: Morales musste gestürzt werden.

Es geht nicht (nur) um Trump

Es gab bereits zwei Versuche, Evo Morales zu entführen oder zu töten. Der erste Versuch fand am 27. Oktober 2024 statt (noch vor Trumps Wahlsieg). Drei Hubschrauber mit Militärangehörigen und Polizisten waren beteiligt. Morales und seine Begleiter überlebten trotz Beschuss. Sein Fahrer wurde verletzt und ihr Fahrzeug von Kugeln durchsiebt. Die neue bolivianische Regierung unternahm keine Versuche, jemanden festzunehmen, und es wurden keine Ermittlungen eingeleitet. Bekannt wurde jedoch, dass einer der drei Hubschrauber (der bolivianischen Luftwaffe) von einem Kolumbianer gesteuert wurde, der später als CIA-Agent identifiziert wurde.

Mehr zu dieser Geschichte finden Sie im Grayzone-Interview mit Evo Morales, geführt von ihrem Reporter Oscar Leon :

Das Imperium ist in Panik.

Die Entwicklungen in Lateinamerika, der Ukraine, dem Nahen Osten und Afrika deuten darauf hin, dass das Imperium in panischer Manier versucht, jede erreichbare Region der Welt unter seine Kontrolle zu bringen, solange es noch möglich ist. Da die großen Ziele wie die Ukraine und der Iran zu entgleiten scheinen, gewinnen Länder wie Venezuela, Bolivien, Peru, Mali, Niger, Senegal, Burkina Faso oder Grönland mit ihren Ressourcen möglicherweise umso mehr an Bedeutung.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass Trumps Präsidentschaft zwar vieles davon ans Licht brachte, dieselben Strategien aber bereits vor seiner Amtszeit verfolgt wurden. Dies legt nahe, dass die Drahtzieher der Pläne des Imperiums weder demokratischen Wahlen unterliegen noch diese Pläne dem demokratischen Willen des Volkes. Gleichzeitig stehen sie vor großen Herausforderungen, da sie mit dem Widerstand der betroffenen Bevölkerungsgruppen gegen diese Pläne rechnen müssen. Diese Konflikte werden uns noch viele Jahre begleiten und die Entwicklung unserer Welt maßgeblich beeinflussen.


 

 

 wichtiger geschichtsunterricht...
 

Jeder große Krieg beginnt mit einer Lüge — und die Zentralbanken stehen dahinter

Der Ökonom Richard Werner bei Tucker Carlson: Über Falsche-Flaggen-Operationen, künstlich erzeugte Hungersnöte, den „großen Betrug" der modernen Wirtschaftslehre — Am Ende droht der digitale Euro.

Andreas M. B. Groß

Juni 04, 2026

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Dieser Beitrag ist eine Zusammenfassung eines zweistündigen Gesprächs, das Tucker Carlson mit dem Ökonomen Richard Werner geführt hat — auf YouTube unter dem Titel „Every Major War Begins Under False Pretenses & the Central Banks Are Behind It. Economist Explains.” (

Wer die vollen zwei Stunden nicht investieren möchte, findet hier knapp zusammengefasst den Kern in zwölf Stationen. Die Überschriften zeigen vorab, worum es geht — so kann jeder selbst entscheiden, ob und wo er einsteigt.

Worum es geht — die zwölf Stationen:

  1. Die Lusitania: wie Propaganda Kriege macht
  2. Die Rückkehr des totalen Krieges — und Venezuela und Iran heute
  3. Warum Krieg gegen Deutschland gemacht wurde: die Berlin-Bagdad-Bahn
  4. China ist das neue Deutschland
  5. Iran: Ein „richtiger” Krieg braucht einen aufgebauten Gegner
  6. Hungersnöte als Werkzeug: Irland und Maos China
  7. Die Ein-Kind-Politik und der Club of Rome
  8. Der große Betrug: „Logik ist nicht Wahrheit”
  9. Der Mann, der Hitler an die Macht brachte
  10. Wo die wahre Machtliegt: Geldschöpfung und kleine Banken
  11. Ein-Welt-Regierung, Zentralisierung — und der digitale Kontroll-Euro
  12. Warum das in unserer 5G-Mobilfunk-Widerstand gehört

Richard A. Werner ist kein Außenseiter: in Oxford und an der LSE ausgebildet, Professor für Banking und Finanzen, derjenige, der 1995 den Begriff „Quantitative Easing” prägte, Autor von „Princes of the Yen”. In einem zweistündigen Gespräch mit Tucker Carlson legt er eine durchgehende These dar: Große Kriege beginnen nicht aus den Gründen, die man uns nennt, sondern unter falschem Vorwand — und im Zentrum der Steuerung stehen die Zentralbanken und das Geldsystem. Der rote Faden, der alles verbindet, ist eine falsche Behauptung, die mit Absicht eingesetzt wird: eine eingeschleuste Annahme, auf der dann „logisch, aber unwahr” aufgebaut wird.

Er ist Professor für Banking und Finanzen an der University of Winchester und Mitglied von Linacre College, Oxford. Früh sammelte er Insider-Wissen (unter anderem an der Asiatischen Entwicklungsbank und als Chefökonom einer Investmentbank in Tokio), wandte sich aber schon vor rund 30 Jahren gegen die Zentralbank-Orthodoxie und wies empirisch nach, dass Banken bei jeder Kreditvergabe neues Geld aus dem Nichts schöpfen — die eigentliche Machtquelle, um die es weiter unten geht. Und er lebt seine Überzeugung: Er gründet selbst gemeinnützige Lokalbanken zur Unterstützung des Mittelstandes mit. Insider-Kenntnis plus eine jahrzehntelang konsistente Linie fürs Gemeinwohl — das gibt seinem Urteil Gewicht.

Der Tipp kam von einem Scientologen — und führt 55 Jahre zurück

Aufmerksam auf dieses Gespräch wurde ich durch einen befreundeten Scientologen. Er wies mich nicht nur auf das Video hin, sondern auf etwas Tieferes: Werners Kernsatz „Logik ist nicht Wahrheit” sei nichts anderes als eine Anwendung der Daten-Serie von L. Ron Hubbard — jene powervolle Schriftenserie über Logik, klares Denken und Auswertung, die Hubbard 1970 verfasste.

Das ist verblüffend genau. Schon im Mai 1970 — mehr als ein halbes Jahrhundert vor diesem Interview — hatte Hubbard das Prinzip auf den Punkt gebracht.

»Ships run on oil, electric motors on electricity and logic runs on data.« — Schiffe laufen mit Öl, Elektromotoren mit Strom, und die Logik läuft mit Daten. (HCO PL „Breakthroughs”, Daten-Serie 3, 12. Mai 1970)

»Valid answers may only be attained in using valid data.« — Gültige Antworten erhält man nur mit gültigen Daten. Und grundsätzlicher: »No rules of logic can be valid unless one also includes the data being used.« — »Keine Logikregel kann gültig sein, wenn man nicht auch die verwendeten Daten mit einbezieht.« (ebd.)

»Reason depends on data. When data is faulty … the answer will be wrong and looked upon as unreasonable.« — Vernunft hängt von Daten ab; wenn Daten fehlerhaft sind, wird die Antwort falsch sein und als unvernünftig erscheinen. (HCO PL „Logic”, Daten-Serie 2, 11. Mai 1970)

Mit anderen Worten: Eine makellos saubere Logik liefert garantiert ein falsches Ergebnis, sobald das Eingangsdatum falsch ist — und niemand bemerkt es, weil die Logik ja „stimmt”. Genau das, was Richard Werner als „den großen Betrug” beschreibt, hatte Hubbard 1970 bereits als ganzes System durchanalysiert.

Und das wirft ein Licht auf etwas anderes. Eine Denk-Technologie, die so präzise offenlegt, wie man mit falschen Grunddaten ganze Bevölkerungen in die Irre führt, war brandgefährlich — gerade für jene, die genau davon leben. Meine These: Es ist kein Zufall, dass die Scientology-Organisation kurz darauf, ab 1972, durch eine feindliche Übernahme von innen umgebaut und in ihrem Kern entschärft wurde. Aber das ist eine andere Geschichte — an ihr forschte ich seit 25 Jahren und veröffentliche ein halbes Dutzend Bücher zur Beweisführung: Mein Webshop

 

Wer hat aus Scientology eine Sekte gemacht?

Andreas M. B. Groß

11. Mai

Wer hat aus Scientology eine Sekte gemacht?

Serie: Teil 2 von 3 — „Wie Macht-Eliten Religionen umkrempeln”

 

Ganze Geschichte lesen

Aber nun zur versprochenen Zusammenfassung des Interviews:

Die Lusitania: wie Propaganda Kriege macht

1915 wird der Passagierdampfer Lusitania vor Irland von einem deutschen U-Boot versenkt, rund 120 Amerikaner sterben — ein wichtiger Hebel, um die USA in den Ersten Weltkrieg zu ziehen. Werner schildert, was wirklich geschah: Großbritannien hatte das Schiff offiziell als militärisches Hilfsschiff gelistet, womit es nach den Regeln zum legitimen Ziel wurde. Die deutsche Seite schaltete sogar Warn-Anzeigen in amerikanischen Zeitungen — steigt nicht auf die Lusitania, sie steht auf der Zielliste —, doch mehrere große Blätter weigerten sich, diese Anzeigen zu drucken. Der erste Lord der Admiralität, Winston Churchill, ließ das Schiff laut einer BBC-Dokumentation in der Nähe des U-Boots die Maschinen drosseln — und so geradewegs in die Versenkung steuern. Tags darauf die Schlagzeilen von den „Hunnen”. Werners Lehre: Gewöhnliche Menschen wollen keinen Krieg und können sich deshalb gar nicht vorstellen, dass es dunkle Kräfte gibt, die ihn planvoll herbeiführen. Genau diese Vorstellungslücke wird ausgenutzt.

Die Rückkehr des totalen Krieges — und Venezuela und Iran heute

Der Erste Weltkrieg war der erste „totale” Krieg mit Vollmobilisierung ganzer Völker — und damit, so Werner, die Geburtsstunde totalitärer Kontrolle unter dem Deckmantel des Krieges. Heute sieht er dasselbe Muster: offizielle EU-Aufrüstung, neue Wehrpflicht-Pläne, Zieldaten (2028, 2029, 2030) für die „Kriegstüchtigkeit” gegen Russland. Venezuela und Iran ordnet er als Schritte gegen China ein: Venezuela hat die größten Ölreserven (von China raffiniert), Iran ist Chinas wichtiger Öllieferant. Auffällig: Bei den Angriffen auf den Iran wurde auch Infrastruktur der chinesischen „Neuen Seidenstraße” getroffen. Neu sei dabei, dass die USA die früher übliche „glaubhafte Abstreitbarkeit” fallen lassen — Regimewechsel wird offen betrieben.

Warum Krieg gegen Deutschland gemacht wurde: die Berlin-Bagdad-Bahn

Werner zeichnet das Vorbild: Preußen und das spätere Kaiserreich waren die erste moderne Hochwachstums-Wirtschaft — Wohlstand für die Mehrheit, frühe Sozialgesetzgebung, öffentliche Schulen und Universitäten, leistungsbasierter Aufstieg, und vor allem ein dezentrales System aus tausenden kleinen Lokalbanken, die kleine Firmen finanzierten. Wissenschaftler verständigten sich damals weltweit auf Deutsch. Für den damaligen Welt-Hegemon Großbritannien war dieser Aufsteiger ein gefährlicher Rivale. Den Ausschlag gab die geplante Berlin-Bagdad-Basra-Bahn (Siemens, Deutsche Bank): Wäre sie fertig geworden, hätte sie die britische See-Vorherrschaft bedeutungslos gemacht, weil Deutschland Rohstoffe und Waren ohne britische Kontrolle hätte transportieren können. Das, so Werner, „musste mit allen Mitteln, auch Krieg, verhindert werden”. Dazu die Härte des Systems: Britische Erfindung der Konzentrationslager im Burenkrieg (Krieg gegen Farmer um Gold und Diamanten, der junge Churchill war dabei); und nach dem Waffenstillstand 1918 eine britische Seeblockade, an deren Hungersnot 1919 schätzungsweise eine Million Deutsche starben — vor Versailles.

China ist das neue Deutschland

Nach 1945 übernahm Amerika die Hegemonialrolle — samt der britischen Werkzeuge. Heute, so Werner, ist China das neue „Deutschland”: der Rivale, der nicht von den USA-kontrollierten Seewegen (Straße von Hormus, Straße von Malakka) abhängig sein will. Die „Neue Seidenstraße” (Belt and Road) ist die moderne Berlin-Bagdad-Bahn — und zugleich eine Alternative zum IMF-Weltbank-System, das Werner als Fortsetzung des britischen Kolonialmodells beschreibt: Entwicklungsländer werden auf den Export billiger Rohstoffe beschränkt, sie dürfen keine eigene Industrie aufbauen, um die Rohstoffe zu veredeln. Wie das praktisch erzwungen wird, zeigt er an der Asienkrise 1997/98 (er war damals offiziell in Thailand): Die Zentralbank treibt über Fehlanreize eine Dollar-Verschuldung hoch, Spekulanten greifen an, die Reserven verpuffen, der IMF kommt „zur Hilfe” — Bedingung: Verkauf der Banken und Industrie zu Schleuderpreisen an Transatlantiker. Dasselbe Mechanik-Muster habe man Anfang der 1930er gegen Deutschland eingesetzt, um Hitler an die Macht zu bringen.

Ein „richtiger” Krieg braucht einen aufgebauten Gegner

Warum verlagerten die USA so viel Produktion und Technologie nach China, obwohl es ökonomisch unnötig war und den eigenen Mittelstand schwächte? Werners unbequeme Antwort: Genau wie bei den amerikanischen Investitionen ins Deutschland der 1920er/30er (ITT, General Motors, Ford, Brown Brothers Harriman mit Prescott Bush) gilt — „wer einen Krieg plant, muss zuerst den Gegner aufbauen, damit es ein richtiger Krieg wird”. Nebenbei: Die USA verfolgten stets das Ziel, eine deutsch-russische Zusammenarbeit zu verhindern (er verweist auf das bekannte Stratfor-Zitat) — und ebenso eine japanisch-chinesische. Tatsächlich half Japan Chinas Wirtschaftswunder entscheidend (Deng Xiaoping holte sich den japanischen Hochwachstums-Planer Saburo Okita).

Hungersnöte als Werkzeug: Irland und Maos China

Hungersnöte sind in Werners Darstellung oft Politik, nicht Schicksal. Irland exportierte während der „Kartoffel-Hungersnot” Kartoffeln nach England, während Iren verhungerten. Maos Hungersnot mit rund 80 Millionen Toten begann ausgerechnet in einem Jahr mit Rekordernte — was erst zeigt, wie gezielt sie war: Erntehelfer wurden zwangsweise in die Städte verbracht; der Asiatische Baumsperling, der natürliche Feind der Heuschrecken, wurde per Dekret ausgerottet — woraufhin Heuschreckenschwärme die Ernte fraßen; die Ernte wurde beschlagnahmt, Getreide sogar exportiert, Bauern mit Vorräten als „Hortende” bestraft. Kein Historiker bestreitet, dass es die Politik war — nur die Absicht wird bestritten. Werners Schluss: „Unsere Führer haben kein Problem damit, Massenmord an uns zu begehen.”

Die Ein-Kind-Politik und der Club of Rome

Deng Xiaoping war für Werner ein guter Hochwachstums-Manager — und doch führte gerade er die Ein-Kind-Politik ein, die so gar nicht zum Wachstumsmodell passt (Wachstum will Bevölkerungswachstum, denn alle Ideen kommen von Menschen). Die Spur: Ein für das Militär arbeitender Mathematiker fütterte das Simulationsmodell des Club of Rome — und die erschreckenden Kurven „begründeten” die Ein-Kind-Politik. Der Club of Rome (von Rockefeller mitgegründet, Auftritt 1971 mit „Die Grenzen des Wachstums”) verbreitet zwei Botschaften: Wachstum ist schlecht, und es gibt zu viele Menschen — eine Neuauflage der Ansichten der East India Company und ihres Ökonomen Malthus. Werner deutet einen impliziten Deal an: Deng durfte das Hochwachstumsmodell fahren und US-Investitionen anziehen — musste aber die halbe Club-of-Rome-Agenda umsetzen, die Ein-Kind-Politik.

Der große Betrug: „Logik ist nicht Wahrheit”

Hier liegt der Kern — und der Punkt, der unsere ganze Aufklärungsarbeit trifft. Die moderne Wirtschaftslehre, so Werner, wurde von David Ricardo erfunden und beruht auf dem „Ricardianischen Laster”: Man wählt die Annahmen so, dass das gewünschte Ergebnis logisch herauskommt, und präsentiert das als kluge Mathematik. Die Logik stimmt — aber: »Logic is not truth.« Logik beschreibt nur theoretische Möglichkeiten; ob etwas wahr ist, ist eine empirische Frage, die nur Belege beantworten. Genau hier wird betrogen: Eine willkürliche, unrealistische Annahme wird eingeschleust, dann läuft alles „logisch” weiter — und das Ergebnis ist überzeugend, aber unwahr. Ricardos Freihandelstheorie ließ ausgerechnet den entscheidenden Faktor weg (die „Terms of Trade”, das Austauschverhältnis), die sich für Rohstoffexporteure stetig verschlechtern — und genau darauf bauen IMF und Weltbank ihre Politik. Dasselbe Täuschungsmuster, sagt Werner, steckt in den Bevölkerungs-, Klima- und Pandemie-Modellen: alles Simulationen, als Tatsachen verkauft. „Wir mögen Logik. Logik überzeugt uns — so sehr, dass wir das Entscheidende vergessen: Logik ist nicht Wahrheit.”

Der Mann, der Hitler an die Macht brachte

Werner erzählt die Geschichte über Geld: Die Weimarer Reichsbank wurde per Gesetz vollständig unabhängig, privat besitzt und niemandem rechenschaftspflichtig gemacht — faktisch aber gesteuert vom JP-Morgan-Reparationsausschuss (Briten schuldeten JP Morgan Geld, also sollte Deutschland zahlen). An ihre Spitze kam Hjalmar Schacht, von Ausländern eingesetzt. Seine Politik importierte die Weltwirtschaftskrise nach Deutschland (20–25 % Arbeitslosigkeit) — und derselbe Schacht empfahl dann Hitler, wurde von ihm erneut zum Reichsbankchef gemacht und führte mit früher Kreditschöpfung (einer Frühform seines späteren „Quantitative Easing”) Deutschland bis 1936 zur Vollbeschäftigung. Nicht durch Rüstungsausgaben, betont Werner, sondern durch Geld- und Kreditpolitik. Es gibt im Grunde nur einen Hebel: Bankkreditschöpfung — in die eine Richtung gedreht, blühen die Menschen auf; in die andere, verhungern sie.

Wo die wahre Macht liegt: Geldschöpfung und kleine Banken

In den Lehrbüchern und in den Gleichgewichtsmodellen der Zentralbanken kommen Banken und Kreditschöpfung gar nicht vor — was, so Werner, die wahre Macht verschleiert. „Gleichgewicht” gibt es nicht: Es bräuchte rund acht unrealistische Annahmen, die alle gleichzeitig zutreffen; die gemeinsame Wahrscheinlichkeit liegt unter 1 %. In Wirklichkeit sind alle Märkte rationiert, und es gilt das „Kurze-Seite-Prinzip”: Wer das knappere Gut hat, hat die Macht. Beim Geld ist das knappe Gut das Geldangebot — also haben die, die Geld schöpfen (die Banken), die Macht. Deshalb braucht es viele kleine, lokale Banken zugunsten der Menschen — und deshalb, sagt Werner, betreiben die zentralen Planer einen Feldzug gegen sie (die EZB hat das Verschwinden von 6.000 Banken in Europa begleitet — ein Krieg gegen den Mittelstand). Das positive Gegenbeispiel ist für Werner die alte deutsche Bundesbank (vor dem Euro). Nach dem Krieg hatte Deutschland aus der Reichsbank gelernt und die Bundesbank bewusst gegenteilig gebaut: staatlich statt privat, dem Parlament rechenschaftspflichtig statt unkontrolliert, gesetzlich verpflichtet, auch auf Wachstum und Beschäftigung zu achten. Sie erzeugte keine Spekulationsblasen und galt als eine der besten Zentralbanken der Geschichte — und musste gerade deshalb weichen, weil sie alle anderen schlecht aussehen ließ. Die Aufgabe der D-Mark, so Werner, war in Wahrheit die Zerstörung dieser guten Zentralbank; die heutige EZB nennt er die „wiederbelebte Reichsbank”.

Ein-Welt-Regierung, Zentralisierung — und der digitale Kontroll-Euro

Große Kriege, so Werner, dienen stets auch der Neuordnung des Geldsystems (Pfund → Bretton-Woods-Dollar → Petro-Dollar). Aus dem Ersten Weltkrieg kam der Völkerbund, aus dem Zweiten die UNO (faktisch die umbenannten Alliierten — Deutschland und Japan sind in der Charta bis heute „Feindstaaten”). Das Ziel, das er als Arbeitshypothese auf den Tisch legt: eine Ein-Welt-Regierung, in der „Systeme die Welt regieren, nicht Länder”. Das größte Hindernis dafür sei Amerika und der Dollar — also müssten beide „entthront” werden, auch von Kräften innerhalb Amerikas. Der Trend gehe ungebremst zur Zentralisierung. Endpunkt: die digitale Zentralbankwährung (CBDC), die Werner mit Catherine Austin Fitts „zentrale Bank-Digital-Kontrolle” nennt. Das Neue daran sei nicht „digital” (Bankgeld ist längst digital und blieb dezentral), sondern „zentral”: programmierbares, erlaubnisbasiertes Geld — man kann das “falsche Buch” nicht kaufen, die unerwünschte Reise nicht antreten, die Zone nicht verlassen. Eingeführt wird es über Krise, Bankenkrise, Inflation oder — am wirksamsten — Krieg. Dazu die tausenden neuen Rechenzentren und „KI”, die nicht der Produktivität dienen (sonst würde man dezentralisieren), sondern der Mikrokontrolle der Bevölkerung. Werners Appell: digitale ID auf allen Ebenen ablehnen. Denn — mit Lord Acton — Macht korrumpiert, und absolute Macht korrumpiert absolut.

Soweit Tucker Carlson und zurück zur eMail meines Freundes, er hatte auf diesen Artikel geantwortet und mir dafür die Datenserie von Hubbard empfohlen:

 

Der fehlende Beweis im Schweizer Mobilfunk

Andreas M. B. Groß

1. Juni

Der fehlende Beweis im Schweizer Mobilfunk

Ein Bericht aus einem Akteneinsichtsverfahren gegen das Schweizer Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) — und was er für jede 5G-Einsprache gegen eine adaptive Antenne bedeutet.

 

Ganze Geschichte lesen

Warum das in unseren 5G-Mobilfunk-Widersstandes gehört

Der Faden läuft genau hier zusammen: Werners „großer Betrug” ist, wie eingangs an Hubbards Daten-Serie von 1970 gezeigt, dasselbe Prinzip — eine eingeschleuste, willkürliche Annahme, auf der dann logisch korrekt, aber unwahr weitergebaut wird. Und es ist exakt das Muster unseres 5G-Widerstandes: Der Strahlengrenzwert ruht auf einer rein thermischen Annahme — der Erwärmung des Körpers durch Funk. Da man diese Prämisse gesetzt hat, folgt scheinbar alles logisch; nur ist sie falsch, weil sie die nicht-thermische Wirkung der Strahlung auf die Zellen ausblendet (die seit 100 Jahren untersucht, von den Regierungen aber ignoriert bzw verheimlicht wird). Wer die Prämisse kontrolliert, kontrolliert das Ergebnis — bei den Kriegsmodellen, bei den Klima- und Pandemie-Simulationen, beim Geld, und beim Mobilfunk-Grenzwert. Die Gegenmedizin ist immer dieselbe: nicht der Logik glauben, sondern die Annahme prüfen — und auf Belege bestehen.

Quelle: YouTube, Tucker Carlson — „Every Major War Begins Under False Pretenses & the Central Banks Are Behind It. Economist Explains.” (Gast: Richard A. Werner, ~2h09m). Diese Zusammenfassung gibt Werners Aussagen wieder; historisch umstrittene Punkte (Lusitania-Details, Schacht, Mao-Hungersnot) sind als seine Darstellung zu lesen.


 

 

KI-Wettrüsten: „Made in USA“ vs. „Made in China“

Bericht zu den wichtigsten Märkten für Dienstag, den 26. Mai 2026

Alex Krainer

26. Mai 2026

Im gestrigen TrendCompass-Bericht ging ich auf die Bedeutung des KI-Wettlaufs zwischen den USA und China ein. Erst letztes Jahr kündigte Donald Trump eine Investition von 500 Milliarden US-Dollar in die KI-Infrastruktur der USA an und bezeichnete sie als „das größte KI-Infrastrukturprojekt der Geschichte“, das dazu beitragen soll, „die Zukunft der Technologie“ in den USA zu halten.

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Die Zukunft der Technologie in den USA zu sichern, war so wichtig, dass sowohl die Biden- als auch die Trump-Regierung Chinas Zugang zu Nvidias fortschrittlichsten KI-Chips einschränkten. Doch China holte weiter auf, und im März dieses Jahres erklärte BlackRock-Chef Larry Fink , dass Billionen, nicht Milliarden, in den Wettlauf um die Technologieführerschaft investiert werden müssten, denn: „Wenn wir nicht investieren, wird China zum globalen Marktführer werden … Das ist unerlässlich.“ Bei diesem Tempo könnten bereits im nächsten Jahr Unsummen benötigt werden, denn alles deutet darauf hin, dass die USA den Wettlauf um die Technologieführerschaft schon jetzt verlieren.

Die weltweit am häufigsten heruntergeladene KI ist heute chinesisch: Alibabas Qwen führt die globale Open-Source-KI-Revolution an. Weitere beliebte KI-Systeme sind DeepSeek, Kimi, GLM und MiniMax. Sie alle sind Open Source und leisten genauso viel (oder fast genauso viel) wie die besten amerikanischen Modelle, die bis zu 100-mal so viel kosten. Hier ein Vergleich der fortschrittlichsten Technologie „Made in USA“ mit ihren chinesischen Konkurrenten:

DeepSeek V4: 107-mal günstiger als GPT-5.5

Am 23. April veröffentlichte OpenAI sein neues GPT-5.5-Modell, die erste vollständige Neuentwicklung seit GPT-4.5. Es verfügt über eine neue Architektur, wurde von Grund auf mit einem riesigen neuen Datensatz trainiert und speziell für agentenbasierte Arbeitsabläufe entwickelt (d. h. KI, die selbstständig arbeiten, Tools nutzen, Code schreiben, im Internet surfen usw. kann, ohne ständige menschliche Überwachung). Aktuell führt es die Benchmarks für diese Art von autonomer Arbeit an (82,7 % auf Terminal-Bench). Der Preis des Modells: 5 US-Dollar pro Million Input-Tokens, 30 US-Dollar pro Million Output-Tokens – doppelt so viel wie die Vorgängerversion.

Am 24. April (also gleich am nächsten Tag) brachte das chinesische Unternehmen DeepSeek das Modell V4 (in den Versionen Pro und Flash) auf den Markt, das über ein „Mixture-of-Experts“-Modell verfügt.
(1,6 Billionen Parameter insgesamt, aber nur etwa 49 Milliarden gleichzeitig aktiv). DeepSeeks großer Fortschritt liegt in seinem konzeptionellen Design. Dadurch benötigt es deutlich weniger Speicher und Rechenleistung, insbesondere bei sehr langen Kontexten (bis zu 1 Million Token). Dies verdeutlicht die jeweiligen Wettbewerbsansätze von OpenAI und DeepSeek: OpenAIs Vorliebe für rechenintensive Verfahren gegenüber DeepSeeks Streben nach eleganteren, intelligenteren Lösungen.

Leistungsmäßig hat GPT-5.5 einen leichten Vorteil, DeepSeek liegt aber nicht weit dahinter (laut eigenen Angaben nur „einige Monate zurück“). Wie wir hier bereits besprochen haben, weisen die Modelle von OpenAI jedoch einen „interessanten“ Mangel auf: Sie gehören zu den schlechtesten (wenn nicht sogar zu den schlechtesten) in Bezug auf „Wahnvorstellungen in der Spirale“: Sie liegen falsch, tun dies aber mit übertriebener Selbstsicherheit und halten an ihrer eigenen verzerrten Realitätswahrnehmung fest.

Dieser Fehler kann ein erhebliches Risiko bei der Entwicklung autonomer Agenten darstellen: Man erhält virtuelle Mitarbeiter , die dumm und psychotisch sind – nicht gerade das, was man in einem Lebenslauf sehen möchte. Darüber hinaus bietet DeepSeek einen wichtigen Vorteil gegenüber dem GPT-5.5-Modell: Es ermöglicht Nutzern, ihr Modell herunterzuladen, auszuführen und nach ihren eigenen Anforderungen anzupassen, während OpenAI sie an seine eigene API bindet.

Doch abgesehen von den technischen Details zeigt sich der eigentliche, eklatante Unterschied zwischen „Made in USA“ und „Made in China“ in Bezug auf die Kosten: DeepSeek ist bis zu 107 Mal günstiger:

  • DeepSeek V4-Pro: ~1,74 $ Input / 3,48 $ Output pro Million Token (8,6-mal günstiger als GPT-5.5 beim Output)
  • DeepSeek V4-Flash: 0,14 $ / 0,28 $ (über 100-mal günstiger)

Für Vielnutzer können sich diese Unterschiede auf Zehntausende von Dollar pro Jahr summieren, was im Wettstreit um die beste KI den Ausschlag geben könnte. Wieder einmal scheinen wir es mit einem Aufeinandertreffen von High-End-Modellen und zwar etwas unterlegenen, aber deutlich günstigeren Alternativen zu tun, sodass kaum Zweifel daran bestehen, wer im Verbrauchermarkt die Nase vorn hat.

Die wechselnden Gezeiten

Der Preisschock hat erhebliche Auswirkungen, selbst bei den größten (und vermutlich am wenigsten preissensiblen) Nutzern.

  • Microsoft : Jüngsten Berichten zufolge wird Microsoft bis zum 30. Juni die meisten seiner Claude-Code-Lizenzen für Produkte wie Windows, Microsoft 365 und Teams aufgrund der sehr hohen Token-Kosten kündigen. Dies kam überraschend, da Microsoft bis zu 5 Milliarden US-Dollar in den Entwickler von Claude, Anthropic, investiert hatte.
  • Uber : Der CTO von Uber beklagte, dass das KI-Budget für 2026 aufgrund der intensiven Nutzung des Claude-Codes bereits im April aufgebraucht sei.
  • Nvidia : In einem Interview mit Axios vor einem Monat Vizepräsident für Angewandtes Deep Learning bei Nvidia erklärte Bryan Cantazaro, : „Die Rechenkosten meines Teams übersteigen die Personalkosten bei Weitem.“ Diese Aussage war wenig überraschend, schließlich stammt sie von einem Manager des Unternehmens, das die Hardware verkauft, die den KI-Boom antreibt.
  • Airbnb : In einem Interview mit Bloomberg News , CEO des Unternehmens, erklärte Brian Chesky die Vorliebe für Produkte aus China: „Wir setzen stark auf Alibabas Qwen-Modell. Es ist sehr gut, schnell und kostengünstig“, sagte er. „Wir nutzen zwar auch die neuesten Modelle von OpenAI, verwenden sie aber in der Produktion eher selten, da es schnellere und günstigere Alternativen gibt.“
  • Silicon Valley Startups : Das Urteil aus dem leistungs- und kostensensibelsten Marktsegment ist eindeutig: Laut der Risikokapitalgesellschaft Andreesen-Horowitz setzen 80 % der US-amerikanischen Tech-Startups auf chinesische KI-Modelle.

Einer der außergewöhnlichsten Fälle unter den Startups war Mira Muratis Thinking Machines Lab. Murati war zuvor CTO bei OpenAI und konnte daher bei der Gründung ihres eigenen Startups zwei Milliarden Dollar an Investitionskapital einwerben. Anstatt jedoch auf den Modellen von OpenAI aufzubauen, brachte ihr Unternehmen als erstes Produkt ein Tool auf den Markt, das Entwicklern hilft, das Qwen-Modell von Alibaba zu optimieren.

Ein weiteres Beispiel für Chinas Wettbewerbsvorteil ist Cursor, Anbieter der beliebtesten Programmierwerkzeuge in den USA. Cursor stellte kürzlich sein neues Flaggschiffmodell Composer 2 vor. Doch bei genauerer Betrachtung des Quellcodes entdeckten Nutzer, dass auch dieses Produkt „Made in China“ ist: Kimis K25 vom Pekinger Startup Moonshot AI. Cursor-Mitgründer Amlan Sanger musste dies eingestehen, obwohl das Unternehmen versucht hatte, die Tatsache zu verschleiern, dass es umverpackte chinesische Technologie verkauft.

Die Zeichen stehen an der Wand?

All das könnte darauf hindeuten, dass China im technologischen Wettrüsten die Nase vorn hat und erklären, warum die USA womöglich Milliarden statt Billionen benötigen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Doch aktuell könnten selbst Milliardenbeträge zum Problem werden. Reuters berichtete kürzlich, dass sich globale Investoren chinesischen KI-Unternehmen zuwenden , „da eine Welle von Startups auf dem chinesischen Festland und in Hongkong an die Börse geht, um von der steigenden Investorennachfrage zu profitieren…“

In einem im Dezember veröffentlichten Bericht für seine Investoren stufte UBS Global Wealth Management chinesische Technologieunternehmen als „äußerst attraktiv“ ein. Ist es da verwunderlich, dass Larry Fink der Ansicht war, die für die amerikanische KI-Entwicklung benötigten Billionen müssten aus den Ersparnissen und Renten der Menschen stammen?

Wettbewerb ist etwas für Verlierer?

Die frappierende Umkehrung des US-amerikanischen und chinesischen Vorsprungs im Bereich KI bedarf einer Erklärung, deren Schlüssel in strukturellen Gegebenheiten und ihrem jeweiligen Entwicklungsansatz zu liegen scheint. Die USA erlangten ihren anfänglichen Vorsprung durch die Anwendung des Open-Source-Ansatzes, der später jedoch oligarchischen, wettbewerbswidrigen Interessen untergeordnet wurde. Wie Marc Andreessen , Mitbegründer von Andreessen Horowitz, bezeugte, wurde er von der Gründung seines eigenen KI-Startups abgehalten, da man beschlossen hatte, die KI-Branche in den USA von zwei oder drei Hauptakteuren dominieren zu lassen.

Anders ausgedrückt: Der Schutz der oligarchischen Ordnung ist wichtiger als Innovation, Entwicklung und freier Wettbewerb. Dies ist symptomatisch für dieselbe Dynamik, die den USA das teuerste Gesundheitssystem der Welt beschert hat – mit den schlechtesten Behandlungsergebnissen aller Industrienationen – und auch die teuerste Rüstungsindustrie der Welt, die ebenfalls hinter ihren Konkurrenten zurückfällt.

Die oligarchische Denkweise wurde vielleicht am deutlichsten in Peter Thiels Stanford-Vorlesung von 2014 formuliert, in der er erklärte: „Wettbewerb ist etwas für Verlierer.“ Dies bekräftigte er in einem gleichnamigen Meinungsbeitrag im Wall Street Journal („Wettbewerb ist etwas für Verlierer“, 12. September 2014). Chinas KI hingegen ist weiterhin Open Source und steht Startups und dem Wettbewerb offen. Sollten sich die aktuellen Trends fortsetzen, sind die langfristigen Folgen bereits absehbar: Die Verlierer werden als Gewinner hervorgehen, und die amerikanische KI könnte ein ähnliches Schicksal wie das amerikanische Gesundheitssystem erleiden.


 

Die KI-Geldfalle: Risiken und Chancen

Bericht zu den wichtigsten Märkten für Montag, den 25. Mai 2026

Alex Krainer

25. Mai 2026

∙ Bezahlt

Das Aufkommen künstlicher Intelligenz (KI) hat, wie schon der Dotcom-Boom, eine regelrechte Technologie-Euphorie ausgelöst und Erzählungen über ihr enormes Potenzial als möglicherweise wichtigstes Wettbewerbsmerkmal für die führenden Volkswirtschaften in diesem Bereich hervorgebracht. Aktuell sprechen wir im Wesentlichen von den USA und China, während Mächte wie Russland, Iran und Indien im Stillen an ihren eigenen KI-Systemen arbeiten.

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Ein KI-Rechenzentrum in Utah soll angeblich täglich die thermische Energie von 23 Atombomben erzeugen.

Wie ich in den letzten Wochen hier berichtet habe, weist KI derzeit Mängel und Probleme auf, die sich als sehr bedeutend und sogar fatal für ihr vermeintliches Potenzial erweisen könnten. Wie wir bereits gesehen haben, hat KI erhebliche Schwierigkeiten mit Wahrheit/Realität; sie unterliegt der politischen Voreingenommenheit ihrer Entwickler; sie neigt stark zu Konfabulationen und ist nur bei bestimmten, begrenzten Problemtypen gut. Die drei Artikel, die letzten Monat hier veröffentlicht wurden, finden Sie unten:

Es ist offensichtlich, dass sich die Branche dieser Schwächen sehr wohl bewusst ist und dass einige davon tatsächlich sehr problematisch sein könnten. Doch die von den Branchenführern bevorzugte Lösung scheint darin zu bestehen, diese Probleme mit mehr Geld und roher Gewalt zu lösen: mehr Chips, mehr Server, mehr Rechenleistung… Infolgedessen bauen und planen sie den Bau Tausender neuer Rechenzentren und investieren buchstäblich Billionen von Dollar. Aber woher sollen all diese Billionen kommen?

Woher sollen die Billionen kommen?

äußerte sich am 31. März dieses Jahres auf dem BlackRock Infrastructure Summit 2026 (gemeinsam mit Global Infrastructure Partners/GIP und in Partnerschaft mit Semafor veranstaltet) in Washington, DC, und Larry Fink deutete an , dass diese Billionen aus den Ersparnissen und Renten der Menschen stammen müssten:

„… wenn wir immer mehr Amerikaner dazu bewegen könnten, gemeinsam mit den Vereinigten Staaten zu wachsen, hätten wir weit mehr als genug Geld, um in diese Infrastruktur zu investieren. … Wenn wir die Führungsrolle im Bereich KI übernehmen wollen, die wir derzeit innehaben, sind Investitionen in Billionenhöhe erforderlich. Und wenn wir nicht investieren, wird China die globale Führungsrolle übernehmen.“

Das ist unerlässlich. Und wenn man bedenkt, was das konkret bedeutet, führt es zu einer dynamischeren Wirtschaft. Die USA brauchen ein Wachstum von über 2 %. Wir brauchen ein Wirtschaftswachstum von 3 %, insbesondere angesichts der Haushaltsdefizite der Bundesregierung. Daher wird ein Großteil dieses Geldes, nicht nur aus dem privaten Sektor, stammen: von Sparkonten, Rentenkonten, Versicherungen und so weiter.

Die Besorgnis über Chinas Potenzial, zum globalen KI-Führer aufzusteigen, scheint eine regelrechte Hysterie ausgelöst zu haben, diese gewaltige Macht aufzubauen, die den USA vermutlich helfen soll, das KI-Rennen zu gewinnen, obwohl die USA bereits 12-mal mehr Rechenzentren haben als China.

Eine enorme Belastung für Ressourcen und Leben

Laut dem Brockovich AI Data Center Reporting gibt es in den USA 33 betriebsbereite Rechenzentren, 42 Rechenzentren im Bau, weitere 25 warten auf die Genehmigung und 2.716 von der Community gemeldete potenzielle Rechenzentrumsstandorte im ganzen Land.

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Das Problem besteht darin, dass diese Infrastruktur die nationalen Ressourcen stark belastet und zunehmenden Widerstand in der Bevölkerung hervorruft. Rechenzentren verursachen durch ihren hohen Energieverbrauch rapide steigende Kosten für die umliegenden Gemeinden. Auch die lokale Wasserversorgung wird durch den Kühlbedarf belastet. Häufige Hardware-Upgrades und -Austausche erzeugen erhebliche Mengen an Elektroschrott, und das ständige Brummen der Generatoren, Kühlsysteme und Umspannwerke beeinträchtigt Berichten zufolge den Alltag der Menschen, stört den Schlaf und verursacht Beschwerden wie Übelkeit, Müdigkeit und psychische Probleme.

Trotz alledem scheint sich der Wettlauf um KI in absehbarer Zeit nicht zu verlangsamen oder den demokratischen Willen der Bevölkerung zu berücksichtigen, wie ein aktuelles Beispiel verdeutlicht. Die Gemeinde Saline Township in Michigan versuchte, OpenAI und Oracle am Bau eines 16 Milliarden Dollar teuren Rechenzentrums zu hindern. Die Bürger strömten in die Gemeinderatssitzung, hängten überall in der Stadt Plakate auf und überzeugten die Verantwortlichen, das Rechenzentrum abzulehnen. Die Verantwortlichen stimmten mit 4:1 Stimmen gegen das Rechenzentrum, womit die Sache eigentlich hätte erledigt sein sollen. Doch zwei Tage später griffen die Entwickler zu juristischen Mitteln: Sie verklagten die Gemeinde, die schließlich vor der finanziellen Macht einknickte, da sie sich einen Rechtsstreit nicht leisten konnte.

Wozu das Ganze?

Dieser Fall bestätigt einmal mehr, dass in unseren modernen liberalen Demokratien der Rechtsweg stets über den Willen des Volkes triumphiert! Man könnte sich also fragen: Welchen Sinn hat es, das KI-Wettrennen zu gewinnen, wenn es sich – zumindest in seiner jetzigen Form – als exorbitante Belastung für die nationalen Ressourcen und als ernsthafte Beeinträchtigung der Lebensqualität erweist? Und wozu dient das Ganze? Um bessere Suchmaschinen zu entwickeln oder mittelmäßige virtuelle Mitarbeiter auszubilden? Oder geht es im KI-Wettrennen um etwas ganz anderes? In einem kürzlich geführten Interview mit Tucker Carlson äußerte der Ökonom Richard Werner (sehr empfehlenswert) einige interessante Gedanken dazu:

„Wir sind dem beängstigendsten, dystopischsten System so nahe. Genau darum geht es bei dem Bestreben, all diese Tausenden von Rechenzentren zu bauen: die Weltbevölkerung durch die Neue Finanzweltordnung bis ins kleinste Detail zu kontrollieren. Künstliche Intelligenz hat im Grunde genau das zum Ziel.“ Wir bewegen uns auf digitale Kontrollsysteme zu, in denen wir keine Kontrolle mehr über unser liquides Vermögen haben. Es wird programmierbar und genehmigungsbasiert sein, sodass nur noch die von zentralen Planern genehmigten Verwendungszwecke, Zeitpunkte und Orte für Ihr Geld zulässig sind. Und wenn man am falschen Ort ist, funktioniert es nicht. Und wenn man das falsche Buch kauft, funktioniert es auch nicht. Außerhalb einer bestimmten Zone, sei es eine 15-Minuten-Gefängniszone oder was auch immer, ist das Geld wertlos. Es ist der wahrgewordene Traum eines totalitären Diktators.“

Professor Richard Werner, einer der wenigen Ökonomen, deren Lektüre und Zuhören lohnenswert ist, gilt nicht als abwegiger Verschwörungstheoretiker, und seine Interpretation sollte ernst genommen werden. Angesichts der unnachgiebigen Entschlossenheit des herrschenden Establishments, das KI-Wettrennen zu gewinnen, werden wir die Auswirkungen ihrer Billionen-Dollar-Investitionen aber wahrscheinlich auch an den Märkten spüren. Sie dürften die Nachfrage nach Energie und Metallen deutlich ankurbeln.

Auswirkungen der Rohstoffmärkte

Rechenzentren könnten den US-amerikanischen Strombedarf in den nächsten vier Jahren um 10–14 % steigern und damit einen massiven Ausbau der Stromnetze erfordern, was wiederum die Nachfrage nach Metallen erhöhen wird. Kupfer wird das wichtigste Metall im Wettlauf um die KI-Technologie sein, gefolgt von Aluminium, Stahl, Silber, Nickel, Lithium und Kobalt. Aufgrund seiner überlegenen elektrischen und thermischen Leitfähigkeit ist Kupfer unverzichtbar für hochdichte Systeme, darunter Stromkabel, Stromschienen, Transformatoren, Steckverbinder, Kühlkörper/Wärmetauscher, Flüssigkeitskühlsysteme und natürlich die Netzinfrastruktur zur Stromversorgung.

Konventionelle Rechenzentren verbrauchen zwischen 5.000 und 15.000 Tonnen Kupfer, KI-Einrichtungen (wie Fink sie beschrieb) hingegen können bis zu 50.000 Tonnen benötigen (das entspricht etwa 30 Tonnen pro Megawatt Leistung). Aktuelle Prognosen gehen davon aus, dass der jährliche Kupferbedarf von Rechenzentren im nächsten Jahrzehnt um durchschnittlich 400.000 Tonnen steigen könnte, was bis 2035 zu potenziellen globalen Versorgungsengpässen von 25–30 % oder sogar mehr führen könnte. Bis dahin könnte der Gesamtbedarf für Rechenzentren und die dazugehörige Energieinfrastruktur 4 Millionen Tonnen übersteigen.

Der nächste Nutznießer des KI-Wettrüstens wird Aluminium sein, das für Leitungen und Kabel, insbesondere für Hochspannungsübertragungen, sowie für bestimmte Komponenten in Rechenzentrumskühlsystemen benötigt wird. Der kombinierte jährliche Bedarf von Rechenzentren an Kupfer und Aluminium könnte bis 2030 eine Million Tonnen übersteigen.

Darüber hinaus werden große Mengen Stahl für die Gebäudeinfrastruktur, die Tragkonstruktion und die Serverschränke benötigt. Halbleiter, Leiterplatten und High-End-Elektronik werden die Nachfrage nach Silber und Gold ankurbeln, und Notstromspeicher und USV-Systeme benötigen große Mengen an Nickel, Lithium, Kobalt und Mangan.

Wie das übersetzt wird

„Und wenn man darüber nachdenkt, wie sich das auswirkt“, um es mit Larry Finks Worten zu sagen, wird es sich wahrscheinlich in einem mehrjährigen Rückenwind für die Rohstoffpreise niederschlagen. Dieser Rückenwind ist bereits spürbar: Die Kupferpreise notieren sehr nahe an ihren historischen Höchstständen, könnten aber noch weiter steigen. Niemand kann die Entwicklung des Kupferpreises oder sein genaues Preispotenzial vorhersagen.

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Wie aus der obigen Grafik deutlich hervorgeht, hat die Volatilität der Marktschwankungen stark zugenommen, insbesondere im Vergleich zu vor 20 Jahren. Wir werden uns künftig daran gewöhnen müssen – es ist die neue Normalität und wird uns noch viele Jahre begleiten. Anleger können von diesem Trend profitieren, indem sie mit Rohstoff-Futures wie COMEX-Kupfer handeln. Alternativ bieten sich ETFs wie CEPR (US Copper Index Fund), COPX (Global X Copper Miners ETF), COPP (Sprott Copper Miners ETF), ICOP (iShares Copper and Metals Mining ETF) oder SETM (Sprott Critical Materials ETF) an.

Für das Timing und die Richtungsorientierung bei Kupfer, Silber, Gold und Energierohstoffen sowie bei einigen der oben genannten ETFs empfehlen wir natürlich stets die Verwendung systematischer Trendfolgestrategien, wie sie beispielsweise von I-System TrendFollowing implementiert werden.

 

 

 

 

 

 

 

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Guarda + Ardez: zwei Engadinerdörfer
meine neuen projekte: ein team von 3-5 herzensmenschen aufbauen - eine spirituelle dating- + crowdfunding-plattform - viedos/shorts zur persönlichkeitsentwicklung - spirituelle tantra-WS m. theorie+praxis - ein spirituelles polyamory-netzwerk - mittel / langfristig: ausbau meiner WS + netzwerke zu einer grossen, undogmatischen, spirituellen community, im neuen zeitalter vielleicht 2-5000 mit vielen untergruppen - wenn dich das interessiert, schreibe ein mail...

spirituelle tantragruppe


spirituelle tantragruppe -  ich möchte eine spirituelle tantragruppe mit herzensmenschen kreieren. mein credo: selber besser machen, statt immer nur analysieren und kritisieren. wir kreieren uns unsere realität.
nur wir selber können uns glücklich machen.
wie können wir z.b. eifersucht auflösen + immer glücklicher werden. aber auch sehr tiefgründige, zärtliche und liebevolle momente sind ganz wichtig - allein, zu zweit und in der gruppe. meine oberste priorität ist immer spirituelle entwicklung und nicht immer extremere sexpraktiken.

Dental-assistentinnnen gesucht


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rüti bauernhaus von vorne

Bauernhaus, Einliegerwohnung, Geschaeftslokal, Stall + grosse Parkflaechen im Kanton St. Gallen zu verkaufen: SFr. 1.3 Mio; ganzer Immobilienkomplex m. 10 Einheiten: SFr. 4 Mio. warum es in deutschland schon bald ungemütlich werden könnte... Patrik Baab: Parteienkartell plant Demokratie-Ende
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im inserat, auf titel clicken

china


propoganda + realität - inhalt:
21.8.25 Felix Abt: Kollaps des China-Narrativs 10.7.25 Robert Fitzthum: Kommunale Basis-Demokratie in der Praxis
12.7.25 Andreas Mylaeus: Finanz-Imperialismus vs. Wirtschaft für die Menschen

Putins Erfolgsbilanz ist phänomenal

an den taten werdet ihr sie erkennen - deshalb ist der westen so sauer. er hat die amis um den finger gewickelt. wie es dazu kam, wie raffiniert putin das alles organisierte, siehst du in diesem video...
29.6.25: 20 Jahre Putin - Russland ein Erfolgsmodell 18.11.24 der hegemon beginnt zu fallen - 6.11.24: Der Untergang der USA ist die grosse Chance für Europa - 02.11.24 HJ Müller interviewt Alexander Dugin - 14.8.24: Idealismus + das Goldene Zeitalter Deutschlands

Swissbus Eurasia 2026

ÜBERLAND-REISE nach IRAN + ZENTRALASIEN + INDISCHER SUBKONTINENT + HIMALAYA-BERGFAHRTEN. 

Postauto1 Kopie

Initiative lokal + fair

Was ist ein fairer Preis? Forschungsprojekt mit Prof. Dr. Mathias Binswanger, das von Partnern aus der Wirtschaft und der Verwaltung finanziell unterstützt wird. ... Bitte beteiligt euch am Schluss an einer wissenschaftlichen Umfrage zu den Einkaufsgewohnheiten zum Thema Fairness. --- update 28.5.25 --- update 1.7.25 --- update 28.8.25

Michael Hudson Ökonom

mein favorit  - er ist undogmatisch und kann über den tellerrand hinaus schauen. äusserst selten bei ökonimie-professoren

Michael Hudson 680x496 c
Andreas Mylaeus: Finanz-Imperialismus vs. Realwirtschaft die beste wirtschaftliche zukunftsprognose 12.7.25

Warum Amerika gegen den Iran Krieg führt 23.6.25
Video: wie der kapitalismus sich selber zerstört 29.5.25
Video: Trump will das Imperium profitabler machen 21.05.2025
Wenn Zölle die Strategie ersetzen wie trumps politik den aufstieg der BRICS beschleunigt 
Michael Hudson/Yanis Varoufakis Digitale Imperien - wie könnte das wirtschafts + finanz-system der welt der zukunft aussehen?
Die Rückkehr der Raubritter - die beste analyse zu trumps wirtschafts-politik  

Neutralitäts-Initiative

cropped Logo BENE

volksabstimmung vorauss. 8.3.26: verhindern wir, dass die schweiz in NATO+EU getrieben wird
Warum Hitler die Schweiz nie besetzte: Die Macht der bewaffneten Neutralität

Die besten Quellen im Informations-Krieg

wie ich versuche spiritualität und politk unter einen hut zu bringen. wenn du noch jemand kennst, der das macht, bin ich sehr interessiert.
jura aussicht 2
Mont Tendre 1’679 m.ü.M im schw. Jura mit Weitblick nach Frankreich

Kompass-Initiative

hilf mit, dass wir nicht in die EU-diktatur hinein zu schliddern...

Kompass Weltkugel 300mm transparent

für eine direkt-demokratische und wettbewerbsfähige Schweiz – keine EU-Passivmitgliedschaft

Waldschutz-Initiative

der klima-wahn zerstört die natur
Waldschutz Initiative
Das Abholzen von Bäumen zum Schutz des Klimas ist Unsinn!

Gemeindeschutz-Initiative

co2-fanatiker sind undemokratisch
Gemeindeschutz Initiative
Wir sind dringend auf Ihre Beteiligung angewiesen.

"Gemeinnützige Dorfgemeinschaften"

Bitte helft alle mit, die Vorzüge einer Vernetzung über DORF-STUNDEN  allgemein bekannt zu machen + die Bildung von Gemein-nützigen Dorfgemeinschaften als Zukunftsmodell erstrebenswert zu machen. Bitte leitet diese Einladung weiter, an viele Leute, die ähnliche Visionen haben.
26.2.26: Download - das BUCH "Autonomie Strategie" (162 Seiten)
20.3.25: GESAMT ÜBERBLICK
14.8.24: AUTONOMIE-STRATEGIE gegen die Armut + die Einsamkeit
20.6: goldgedecktes Gemeingut der beste VERMÖGENSSCHUTZ

Lais + Schetinin Schule

die beste schule die ich kenne. sie wurde geschlossen - weiss jemand mehr? 29.3.25: von hellmut Eine Internetrecherche über die Tekosschule in Russland 20.05.2015: 11 Jahre Schule in einem Jahr! Ich war persönlich dort und habe mit Michael Petrowitsch Schetinin ein Interview geführt.  - mein ältestes inserat hat bereits 48'664 clicks.

zukunft in europa

spiritualität in die menschheit bringen: wahrheit-freiheit-liebe. kapitalismus abschaffen: drei-gliederung einführen vom diabolischen zu einem spirituellen geldsystem

Netzwerk „NEUES DORF“

 Bern Zürich Nordwestschweiz
otterpohl ralf das neue dorf

HJK: WEG.global

Gelt der Zukunft: Alternativen zu Kapitalismus + Sozialismus
28.3.25: Fälligkeits-Termine sind der Untergang des Kapitalismus und deren Banken-System. Der anstehende «Systemwechsel» ist hiermit einfach erklärt. Die Lebensleistungs-Bilanzen ohne Geld, jedoch mit der definitiven «Geltungs-Buchhaltung».

Soziokratie

Viele Projekte scheitern am Zwischenmenschlichen bevor sie realisiert werden...

lebens-gemeinschaft

wieshof bei treuchtlingen

Video - das Geheimnis aller Krankheiten

Der Lebensraum, das Milieu ist Alles - gesundheit im neuen zeitalter - das beste, das ich zu diesem thema bisher gesehen/gehört habe

IQ-Well - die russische Haus-Apotheke

vorbeugen ist besser als heilen...

Kleinwohnformen

Auf unserer eigenen Übersichtskarte machen wir die Kleinwohnform-Bewegung in der Schweiz sichtbar.

kristallbild meines trinkwassers

gesundes trinkwasser - ich habe mein trinkwasser testen lassen...

Schule für Permakultur

auf dem Bio Hirschenhof, Walchwilerberg, LU, CH

rotauf

Gemeinsam mit über 20 Schweizer Handwerksbetrieben produzieren wir die nachhaltigste Bekleidung fürs Draussensein weltweit...

Waldorf-Schule Turmalina

Im Nordosten Brasiliens wird von einer Schule aus ein utopisches Projekt realisiert: Auf einem 93 ha-Gelände entstehen Schulgebäude, Werkstätten, Wohnsiedlung, eigene bio-Landwirtschaft, Aufforstung…

raus aus dem hamsterrad

es ist ein gutes video um mein politisch-spirituelles weltbild kennen zu lernen.

Armin Risi

Gott und die Götter
Die prophezeite Wiederkehr des vedischen Wissens

Traugott Ickerroth

Die neue Weltordnung - Band 2: Ziele, Orden und Rituale der Illuminati 

Reuter Nadine: «Du bist nicht allein!»

Wie dich die geistige Welt im täglichen Leben begleitet

 

Karl Marx der preußische Regierungsagent

"an ihren früchten/taten werdet ihr sie erkennen"
waldner marx 712076CFAiL. SY522

Thorsten Schulte: Fremdbestimmt

Das beste Buch über den 2. Weltkrieg...

Economic Hitman - Wahre Ziele von Weltbank + IWF

John Perkins war ein Economic Hit Man, ein Wirtschaftsattentäter. 

 

senjora: lehrplan 21

Was Schüler über selbstorganisiertes Lernen denken
«Dieses selbstorganisierte Lernen besteht aus einem endlosen Ausprobieren» von Susanne Lienhard

 

ent-decke

 

Ent-Decke ist ein Internetportal in die Welt der besonderen, inhabergeführten, kleinen und mittelständischen Unternehmen. 

 

mitarbeiterInnen

gesucht unterstützung für newsletter, website

in eigener sache: NL von markus rüegg

liebe leserin, lieber leser, schön, dass du meine newsletter liest und herzlichen dank für deine spende. ich versuche vor allem positiv-meldungen zu publizieren - sie machen mut und motivieren.

rüegg markus: für alle die bauen wollen

für alle die bauen wollen (nur deutsche schweiz)