Analysen 3.-12.5.26: Yanis Varoufakis: Brillante Analyse Europas/ Alex Krainer: Der perfekte Sturm: Hantavirus/Lebensmittelknappheit/Eskalation des Krieges/Israel stirbt/Marktvolatilität/Arbeitnehmerrechte/ Dmitri Medwedew: Remilitarisierung Deutschlands
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die schonungsloseste analyse der europäischen eliten - aus rationaler sicht
yanis varoufakis ist einer der wenigen insider, der aus eigener erfahrung als finanzminister weiss, wieviele hinterlistige schachzüge unsere eliten/regierungen/banken/konzerne gegen das eigene volk gemacht haben. er zitiert viele der kriminellen politiker und erklärt ihre verbrechen gegen die eigene bevölkerung sehr gut...
was er nicht sagt, weil er es nicht weiss
- die spirituelle perspektive: alles dient dem göttlichen plan, der bewusstseins-entwicklung
- alles kommt ans licht - yanis varoufakis ist ein brillanter aufklärer
- es gibt einen sanften übergang, eine schrittweise transformation ins neue zeitalter
- bewusstseins-entwicklung braucht zeit, ruhe, frieden - musse
- es gibt keine katastrophen: aber druck, damit die leute hinter dem ofen hervor kommen
- der druck wird lansam grösser: steigende preise, inflation, arbeitslosigkeit, krise, elend
- das bewusstsein steigt immer schneller, wir durchschauen krimminelle immer besser
- die machthaber werden nicht aufgehängt, sondern ausgelacht
- wir lernen, uns selber zu steuern - denken, fühlen, worte, taten
- in unserer mitte zu bleiben, in der fülle, auf unsere innere stimme zu hören
- not macht erfinderisch: wir vernetzten/organisieren uns - lokal, regional
- überall schwarzmärkte aufbauen, lebensmittel, kleider, dienstleistungen - alles mögliche
- wir kooperieren mit herzensmenschen, ohne egoisten, psychopaten, machtmenschen
- wir werden in autarken, spirituellen gemeinschaften/netzwerken leben
Yanis Varoufakis: Steht Europa vor einem Jahrhundert der Demütigung? Glenn Diesen Deutsch 45.100 Abonnenten 19'500 Aufrufe 06.05.2026 Yanis Varoufakis ist Ökonom, ehemaliger Finanzminister Griechenlands und Autor zahlreicher Bestseller. Varoufakis erläutert, warum Europa möglicherweise in ein Jahrhundert der Demütigung abgleitet. Folgen Sie Prof. Glenn Diesen: Substack: https://glenndiesen.substack.com/ X/Twitter: https://x.com/Glenn_Diesen Patreon: / glenndiesen Unterstützen Sie die Forschung von Prof. Glenn Diesen: PayPal: https://www.paypal.com/paypalme/glenn... Buy me a Coffee: buymeacoffee.com/gdieseng Go Fund Me: https://gofund.me/09ea012f Bücher von Prof. Glenn Diesen: https://www.amazon.com/stores/author/... Original Video: • Yanis Varoufakis: Europe Entering a Centur... Original Transcript: https://www.video-translations.org/tr... Translated Transcript: https://www.video-translations.org/tr... Produced by: Glenn Diesen Originally Published on: 2026-05-05 Translations by: www.video-translations.org Disclaimer: Read by A.I. Voices. Auto-translated. This video is owned by this channel.
werner rügemer, yanis varoufakis und michael hudson sagen in etwa dasselbe
werner rügemer beschreibt am beispiel deutschlands, wie die finanzmafia wirtschaft + staat immer mehr beherrschen
yanis varoufakis ist einer der wenigen insider, der aus eigener erfahrung als finanzminister weiss, wieviele hinterlistige schachzüge unsere eliten/regierungen/banken/konzerne gegen das eigene volk gemacht haben. er zitiert viele der kriminellen politiker und erklärt ihre verbrechen gegen die eigene bevölkerung
michael hudson erklärt sehr gut, wie die finanzmafia wärend ronald reagen + margaret thatcher unter dem deckmantel neo-liberalismus die macht übernahm, in dem sie alles finanzialisierte, privatisierte, kontrollierte...
BlackRock enthüllt! Dr. Werner Rügemer zeigt, wie Merz und die Finanzmacht die Politik steuern. Harald Kaufmann und NachDenkSeiten 47.714 Aufrufe 03.05.2026 BlackRock ist der größte Vermögensverwalter der Welt und verwaltet Billionen an Geldern für Kunden wie Pensionsfonds, Versicherungen, Staaten, aber auch für extrem große private Investoren wie Bill Gates. Dadurch hat BlackRock enormen Einfluss, da es große Beteiligungen an Tausenden von Unternehmen weltweit hält. Über diese Beteiligungen üben sie politischen Einfluss aus, zum Beispiel durch Aktionärsstimmen bei Hauptversammlungen, wo sie über strategische Unternehmensentscheidungen mitbestimmen. Zudem beraten sie Regierungen und Zentralbanken in Krisenzeiten und sind mit ihrer KI „Aladdin“ tief in die Analyse zentraler Finanzdaten eingebunden. Gemeinsam mit Vanguard und State Street, den sogenannten „Big Three“, sorgen sie so für eine massive Machtkonzentration. Trotz dieser enormen Einflussnahme sind sie jedoch nicht ausreichend reguliert, was zu großer öffentlicher Aufmerksamkeit und berechtigter Kritik an der Macht dieser Schattenbanken führt. Dr. Werner Rügemer kritisiert an BlackRock vor allem, dass der Vermögensverwalter zu einer globalen Machtzentrale geworden ist, die sich nicht mehr an demokratische Kontrolle hält. In seinem Buch „BlackRock und Co. enteignen“ beschreibt er, wie BlackRock durch Beteiligungen an Schlüsselunternehmen die Wirtschaft und Politik gleichermaßen beeinflusst. Er sieht darin eine neue Form des Kapitalismus, bei der Privatvermögen öffentliche Souveränität verdrängen. Rügemer warnt zudem davor, dass BlackRock durch seine Nähe zu Regierungen und Zentralbanken zum „Architekten der Krise“ wird. Seine Kritik zielt auf eine ungleiche Verteilung von Macht und auf fehlende demokratische Kontrolle ab.
sehr gute analyse der ökonomischen folgen der kriege des westens - leider sehr lang, deshlb am schluss dieser rubrik...
Michael Hudson: Kriege werden durch Wirtschaft gewonnen, nicht durch Armeen 6. Mai 2026 (Artikel) Keine Tags Permalink Professor Michael Hudson – im Gespräch mit Ian Proud, 1. Mai
IP – Ich sprach von der alten Weisheit, dass „Kriege durch Wirtschaftskraft und nicht durch Armeen gewonnen werden“, und ich denke, der Krieg im Iran hat diese Aussage etwas präzisiert, nämlich dass „Kriege durch Wirtschaftskraft und nicht durch militärische Stärke gewonnen werden“. Was ist Ihre Meinung dazu?
MH – Meine Ansicht deckt sich wohl mit dem, was das Militär angeblich gestern Abend und in den letzten Tagen mit Donald Trump besprochen hat. Alle haben ihm klargemacht, dass eine Invasion ohne enorme Opfer nicht möglich ist und dass die Vereinigten Staaten seit dem Vietnamkrieg, der zur Abschaffung der Wehrpflicht führte, keine eigene Landstreitmacht mehr besitzen. Sie sind im Nahen Osten auf die Armeen ihrer Klientelmächte, Israel und Al-Qaida in Syrien, angewiesen. Eine Invasion, nicht einmal der von Trump erwähnten Insel Kharg, ist also ausgeschlossen. Die Luftwaffe äußerte zudem große Bedenken hinsichtlich eines erneuten Luftangriffs auf den Iran, der mittlerweile durch Raketen sehr gut geschützt ist. Der Iran drohte in den letzten Tagen mit der Versenkung amerikanischer Schiffe (was möglicherweise bereits geschehen ist). Daher wurde Trump zumindest vom Militär geraten: „Greifen Sie nicht an. Nutzen Sie lieber andere Mittel, wie die Blockade der Straße von Hormus und die Verhängung von Sanktionen gegen den Iran.“ Angesichts der Tatsache, dass die Aktienmärkte und die internationalen Märkte, selbst in Asien, in den letzten Tagen gestiegen sind, ist es offensichtlich, dass die meisten großen institutionellen Anleger weltweit davon ausgehen, dass sich der Konflikt durch wirtschaftliche Maßnahmen und Sanktionen beilegen lässt, anstatt eines umfassenden Krieges, der eine iranische Reaktion mit der Bombardierung großer Teile der Ölkapazitäten der arabischen OPEC-Staaten, insbesondere in den Vereinigten Arabischen Emiraten, sowie massiver Angriffe auf amerikanische Militärbasen, vor allem in Israel, zur Folge gehabt hätte. Das Geld, das hier eingesetzt wird, setzt also darauf, dass alles in die Wirtschaftspolitik und nicht in die Militärpolitik fließen wird.
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5. Mai 2026: Der stellvertretende Vorsitzende des Sicherheitsrates der Russischen Föderation, Dmitri Medwedew, bei der feierlichen Zeremonie zur Entzündung des Ewigen Feuers in der Stadt Torschok.
Dmitri Medwedew: Remilitarisierung Deutschlands: Renaissance des Geistes oder Revanchismus? 7 Mai 2026 08:00 Uhr Anlässlich des 81. Jahrestages des Sieges der Sowjetunion im Großen Vaterländischen Krieg hat Russlands Ex-Präsident, der derzeitige stellvertretende Vorsitzende des Sicherheitsrates des Landes, Dmitri Medwedew, einen Grundsatzartikel zur Geschichte, Gegenwart und Zukunft der deutsch-russischen Beziehungen geschrieben. Wir veröffentlichen die deutsche Fassung. Donald Trumps Drohungen, die USA aus der NATO abzuziehen, die von ihm am 27. März 2026 auf dem Investitionsforum in Miami geäußert wurden, JD Vances Aussagen über Europas Verlust an Identität in einem Interview mit Fox News am 15. März 2026, sowie die Weigerung der europäischen Länder, sich direkt der Aggression gegen Iran anzuschließen und sich an einem Abenteuer zur militärischen Entblockierung (und später zur Blockierung) der Straße von Hormus zu beteiligen, trennen Europa und die USA voneinander wie noch nie in den letzten 100 Jahren. Eine solche Entwicklung von Ereignissen zeigt, dass die von den Liberalen so heiß begehrte "strategische Autonomie" Europas viel näher ist, als es scheint. Die Hauptfrage ist, wer die zukünftige Agenda im derzeit zahnlosen und frigiden Europa diktieren wird. Es gibt genug Interessenten – darunter auch die abscheuliche Brüsseler EU-Bürokratie. Geschwätzige und selbstgefällige gallische Sodomiten. Und schließlich meldet in letzter Zeit die deutsche Regierung ihren Hegemonieanspruch in der Alten Welt immer lauter an, während sie gleichzeitig die Verantwortung ihrer Vorfahren für die Verbrechen des Nationalsozialismus in der öffentlichen Wahrnehmung des Inhalts beraubt. Kommen wir zum Letzten ausführlicher. Quelle: Sputnik © Jekaterina Schtukina
wer manipuliert die religionen? wer macht religionen kriegstauglich?
hier eine gute analyse der kräfte, die die religionen dieser welt manipulieren und in ihr gegenteil verkehren - um sie kriegstauglich zu machen. andreas gross nennt die city of london und die wall street, ich nenne sie die satanistischen eliten des westens...
Iran, Israel, USA — wer macht aus Religion den Vorwand für den 3. Weltkrieg? Konstantin und Scofield als historische Schlüssel — Religion und Macht (1/3) Serie: Teil 1 von 3 — „Wie Macht-Eliten Religionen umkrempeln”
Worauf wir gerade zusteuern Dieser Artikel erscheint am 9. Mai — dem Tag, an dem im Osten an das Ende des letzten Weltkriegs vor 81 Jahren erinnert wird, einen Tag nach dem westlichen Gedenktag des 8. Mai. Dass diese Serie ausgerechnet jetzt veröffentlicht wird, ist Absicht. Wir stehen — und die Sorge in der breiten Öffentlichkeit ist in den letzten Wochen sichtbar gewachsen — vor einer scheinbaren Bedrohung durch einen weiteren Weltkrieg, dieses Mal mit atomarem Risiko. Zwei, drei religiös aufgeladene Konfliktlinien stoßen direkt aufeinander. diesen text findest du in den rubriken krieg, prognosen und analysen...
ende inhaltsverzeichnis...
Der perfekte Sturm sich überschneidender Krisen
Bericht zu den wichtigsten Märkten für Freitag, den 8. Mai 2026
8. Mai 2026
∙ Bezahlt
Die neue Pandemiegefahr, über die wir gestern bereits gesprochen haben , scheint weiter an Fahrt zu gewinnen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Krisenmodus ausgerufen, da sie sich große Sorgen um unsere Gesundheit macht und alles daran setzt, unsere Sicherheit zu gewährleisten und Leben zu retten. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus gab bekannt, dass wir in den kommenden Wochen mit deutlich mehr Hantavirus-Fällen rechnen müssen.
Er äußerte zudem die Hoffnung, dass die USA und Argentinien, die die WHO verlassen haben, einen Wiedereintritt erwägen würden, da „Gesundheitssicherheit Universalität erfordert“ und „Solidarität der beste Schutz ist“ (wer hätte das gedacht?!). All dies deutet darauf hin, dass uns in naher Zukunft möglicherweise erneut Lockdowns bevorstehen. Als 2020 die Lockdowns angekündigt wurden, reagierten die Märkte heftig: Die Ölpreise brachen um mehr als 70 % ein (angeblich fiel der Ölpreis an einem Tag sogar ins Negative).
Energie, Nahrung und Krieg
Die Welt steht zudem vor einer sich zuspitzenden Energiekrise. Präsident Trumps unüberlegter Krieg gegen den Iran, die daraus resultierende Schließung der Straße von Hormus sowie die mysteriöse Serie von Angriffen auf Energieinfrastrukturanlagen weltweit könnten unseren Alltag auf eine Weise beeinflussen, auf die niemand wirklich vorbereitet ist.
Diese Woche warnte Jeff Currie, Seniorberater der Carlyle Group, im Bloomberg-TV-Sender davor, dass die Lagerbestände an Öl, Kerosin, Diesel und Benzin in Europa noch in diesem Monat zur Neige gehen werden. In den USA könnten die Öltanks „etwa um den 4. Juli herum“ leer sein. Sollte sich diese Prognose bewahrheiten, hätte dies beispiellose Auswirkungen auf die Wirtschaft Europas und der USA.
Eine weitere Folge von Trumps Krieg gegen den Iran werden höchstwahrscheinlich weltweite Engpässe in der Lebensmittelproduktion sein, da rund 30 % der globalen Düngemittelproduktion vom Markt genommen wurden. Und nun, laut der jüngsten Äußerung von Präsident Trump selbst, könnte eine neue Eskalation unmittelbar bevorstehen.
Das bevorstehende globale Einfrieren
Als ob das nicht schon genug wäre, scheinen wir auch noch auf eine verheerende neue Klimakrise zuzusteuern. Diese ist in der Tat besonders schwierig, da sie anders verlaufen könnte als bisher angenommen. Es scheint nämlich, dass der Konsens, der auf den äußerst überzeugenden wissenschaftlichen Beweisen für den Zusammenhang zwischen Treibhausgasen und globaler Erwärmung beruht, nicht ganz zutrifft. Was uns stattdessen bevorstehen könnte, ist eine globale Abkühlung!
Das behauptet kein Geringerer als Al Gore . Herr Gore, dessen Stimme immer mehr der von Kermit , dem Frosch, ähnelt (wenn man so darüber nachdenkt, auch die von Bill Gates ), sprach kürzlich auf einer Veranstaltung, die vom Hollywood Reporter und der Sustainable Entertainment Alliance gemeinsam ausgerichtet wurde, wo er die Anwesenden an die bevorstehende globale Abkühlung erinnerte:
„Und übrigens, dieser Film, den ich erwähnt habe, ‚The Day After‘, über das Abschalten des Golfstroms – nun, heute Morgen erschien in einer der englischen Zeitungen ein ausführlicher Artikel, der die jüngsten düsteren Warnungen der Wissenschaftler zusammenfasst, die weitere bestätigende Informationen gefunden haben, dass dies innerhalb der nächsten 25 Jahre eine sehr reale Bedrohung darstellt.“
Gores Interviewer hakte nach und sagte: „Wenn das passiert und der Golfstrom, wie wir ihn kennen, aufhört zu existieren, befinden wir uns in etwa zehn Jahren in einer Eiszeit!“ Gore antwortete: „…das wäre schlimm. Sehr schlimm, in einem Ausmaß, das alles übersteigt, womit wir es heute vergleichen können.“ Für alle, die einen starken Magen haben: Das gesamte 30-minütige Gespräch ist unter diesem Link verfügbar .
Es hat etwas wahrhaft Orwellsches an sich, wie Herr Klimawandel seine Meinung um 180 Grad gedreht hat – von globaler Erwärmung zu globaler Abkühlung – und dabei weiterhin wissenschaftliche Legitimität beansprucht. Das erinnert an die Art und Weise, wie „die Partei“ in Orwells „1984“ nahtlos von „Wir befanden uns schon immer im Krieg mit Eurasien“ zu „Wir befanden uns schon immer im Krieg mit Ostasien“ wechselte.
Der Nahe Osten könnte zuerst explodieren
Sollte es tatsächlich zu einem globalen Einfrieren der Wirtschaft kommen, wird dies jedenfalls nicht von heute auf morgen geschehen. Die Panikmache um eine mögliche Pandemie könnte Wochen brauchen, um richtig Fahrt aufzunehmen. Lebensmittelknappheit könnte sich erst im Herbst bemerkbar machen. Andererseits könnte eine Eskalation des Krieges gegen den Iran unmittelbar bevorstehen, angesichts Trumps jüngster Drohungen und des gestrigen Bomben- und Raketenbeschusses zwischen US-Streitkräften und den Revolutionsgarden.
Folgendes geschah: US-Streitkräfte beschossen einen iranischen Öltanker. Die Revolutionsgarden erwiderten das Feuer auf drei US-Kriegsschiffe. Anschließend bombardierten die USA die Stellungen der Revolutionsgarden auf der Insel Qeshm und in Bandar Abbas. Trotz dieses Feuergefechts behauptete Trump, die Waffenruhe gelte weiterhin, drohte aber gleichzeitig, die USA würden die Bombardierungen wieder aufnehmen, sollte der Iran sein Abkommen nicht akzeptieren.
„Sie haben uns heute veräppelt. Wir haben sie vernichtend geschlagen. Ich sage euch Bescheid, wenn es keinen Waffenstillstand mehr gibt. Eigentlich müsst ihr es gar nicht wissen. Ihr werdet nur den hellen Schein sehen, der aus dem Iran kommt. Sie sollten ihr Abkommen besser schnell unterschreiben.“
Das Wochenende nach Börsenschluss bietet ein günstiges Zeitfenster für eine Eskalation. Am Montagmorgen könnte Trump dann behaupten, alles sei in bester Ordnung. Doch die Iraner haben unmissverständlich klargemacht: Sollte Trump dem Iran eine „große Aufmerksamkeit“ schenken, könnte ihre geplante Reaktion die aktuelle Energiekrise in eine weitaus verheerendere Krise verwandeln. Hoffentlich bleiben Trumps Drohungen nur leere Worte und es kommt nicht zu einer Eskalation. Wir werden es bald erfahren.
Die Angst vor dem Hantavirus nimmt zu
Bericht zu den wichtigsten Märkten für Donnerstag, den 7. Mai 2026
7. Mai 2026
∙ Bezahlt
Der Substack-Fehler vom Dienstag war in Wirklichkeit ein Google Drive-Fehler : Nur zur Info: Was ich am Dienstag für einen Substack-Fehler hielt, war höchstwahrscheinlich ein Google Drive-Fehler; der Server, zu dem Substack keine Verbindung herstellen konnte, war der Google-Server. Beim Versenden der Berichte gestern erhielt ich Benachrichtigungen, dass einige Abonnenten aufgrund von Berechtigungsproblemen bestimmte verlinkte Dokumente nicht öffnen könnten. Diese Benachrichtigungen waren jedoch offensichtlich fehlerhaft und bezogen sich auf Dokumente, die ich nicht verlinkt hatte, und auf Abonnenten, die nicht auf der Verteilerliste standen – eindeutig ein Bug. Dies erinnerte mich nur daran, dass auch moderne Technologien nicht fehlerfrei sind und gelegentlich Probleme verursachen. Langjährige Abonnenten wissen, dass Softwarequalität eines der Themen ist, über die ich regelmäßig schreibe. Da ich viele Jahre in der Softwareentwicklung tätig war, bin ich tendenziell meinungsstärker als der Durchschnitt, da Softwarefehler unsere Arbeit bei I-System Trend Following direkt beeinträchtigen können.
Ein seltsamer Ausbruch
In den letzten Tagen haben die Medien die Panikmache um eine neue potenzielle Pandemie angeheizt, diesmal verursacht durch das Anden-Hantavirus, den einzigen Hantavirus-Stamm, der von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Die Inkubationszeit beträgt bis zu sechs Wochen (mal sehen, wie sich die Geschichte bis Mitte Juni entwickelt) und die Sterblichkeitsrate soll bis zu 50 % betragen. Der Ausbruch ereignete sich offenbar auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius. Hier die Chronologie:
1. April – Die MV Hondius verlässt Argentinien zu einer Polarexpeditionskreuzfahrt
6. April – erster Passagier bricht mit Fieber und Lungenentzündung zusammen.
26. April – seine Frau stirbt mitten auf dem Flug nach Johannesburg
2. Mai – Ein deutscher Staatsbürger stirbt an Bord
7. Mai – Das Schiff segelt Richtung Spanien, kein Land ist bereit, es anlegen zu lassen. Bisherige Bilanz: 3 Tote, 8 Infizierte. Das Schiff sitzt offenbar in der Nähe der Kapverdischen Inseln vor der Küste Westafrikas fest. Die schreckliche Seuche konnte glücklicherweise eingedämmt werden, da der Ausbruch auf einem Schiff mitten im Atlantik stattfand. Doch auf mysteriöse Weise gelang es einigen Passagieren, in die Schweiz, anderen in die Niederlande zu reisen, und offenbar weiß niemand, wer das gefährliche Hantavirus noch in sich trägt oder wohin diese Personen gereist sind. Heute Morgen berichteten die Medien, dass das Virus in Singapur gesichtet wurde.
Die Medien zeigten erschreckende Bilder von maskierten Personen in Schutzkleidung, die drei Passagiere evakuierten. Um die emotionale Wucht der Situation zu verdeutlichen, nahm Jake Rosmarin , ein Passagier der MV Hondius, ein bewegendes Video auf, in dem er seine Angst und Beklemmung an Bord zum Ausdruck brachte. Die etablierten Medien berichteten darüber, doch in den sozialen Medien ging das Video weitgehend unter und wurde von Reaktionen und Kommentaren überschattet. Ein typischer Kommentar lautete: „Ich wollte wirklich Mitleid mit dem Mann haben, es ist eine furchtbare Situation, aber ständig nach rechts zu schauen, um den Text zu finden, macht es mir schwer.“
Zu viele Zufälle
Rosmarins übertriebenes Schauspiel und der Eindruck, er lese vom Text ab, verstärkten den Verdacht, er sei ein Krisenschauspieler, durch die Tatsache, dass seine Schwester Rachel Rosmarin, die einen Master in Public Health besitzt, im Katastrophenschutz arbeitet. Das mag Zufall sein, doch die ganze Hantavirus-Panik ist von zu vielen Zufällen geprägt.
- Die Pandemieübungen Polaris I und Polaris II – die weltweit größten Pandemie-Planspiele – fanden im April 2025 und April 2026 statt. In diesem Jahr beinhaltete das Szenario eine Expedition von Forschern in die Arktis (ähnlich der MV Hontius), bei der sie sich mit einem Erreger infizierten, der aus dem Permafrostboden (natürlich infolge der globalen Erwärmung) aufgetaucht war. Die WHO erklärt, dass globale Zusammenarbeit nicht optional, sondern unerlässlich ist.
- Die Kapverdischen Inseln pflegen eine enge Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Globalen Fonds von Bill Gates . Am 31. März dieses Jahres unterzeichneten sie mit der WHO einen Arbeitsplan für 2026–2027. WHO-Mitarbeiterin Ann Lindstrand besuchte am 14. April dieses Jahres das Krankenhaus in Praia, Kap Verde. All das mag nicht ungewöhnlich oder verdächtig erscheinen, doch der nächste Zufall ist es definitiv.
- Im Sommer 2024 ging Moderna eine Partnerschaft mit dem Vaccine Innovation Center der Korea University ein, um einen mRNA-basierten Hantavirus-Impfstoff zu entwickeln. Sie waren nicht die Einzigen. Große Pharmaunternehmen und das US-Verteidigungsministerium arbeiteten an 13 verschiedenen Hantavirus-Impfstoffen .
- Vor fünf Jahren, im Mai 2021, veröffentlichte die von Bill Gates gegründete Impfstoffallianz GAVI einen Artikel mit dem Titel „ Die nächste Pandemie: Hantavirus? “
Eine Pandemie war definitiv absehbar.
Im September letzten Jahres warnte die korrupte und unehrenhafte Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, in ihrer Rede zur Lage der Union vor dem EU-Parlament: „Wir stehen am Rande, wenn nicht gar am Anfang einer weiteren globalen Gesundheitskrise.“ Sie erläuterte nicht, um welche Art von Krise es sich handelte, und nach ihrer Rede geschah nichts Konkretes. Es entstand der Eindruck, sie habe lediglich die in den herrschenden Kreisen vorherrschende Meinung preisgegeben, dass ein neuer Gesundheitsnotstand erwogen werde.
Am 21. November veröffentlichte ich auf TrendCompass einen Artikel mit dem Titel „ Kommen neue und verschärfte Lockdowns? “, da es den Anschein hatte, als bereite sich das herrschende Establishment aktiv auf die nächste Pandemie vor. Zu dieser Zeit veröffentlichte die ehrenwerte Baroness Heather Hallett DBE eine 1.531 Seiten starke COVID-19-Untersuchung, in der sie sich für „strenge Beschränkungen“ und eine schnellere und entschlossenere Umsetzung der Gegenmaßnahmen aussprach.
Neue Lockdowns können nur eines bedeuten
Sechs Tage nach meinem Bericht verkündete Reuters: „ Das Vogelgrippevirus könnte bei einer Mutation eine noch schlimmere Pandemie als COVID-19 auslösen… “ Letztendlich blieb die Vogelgrippe harmlos, aber jetzt haben wir das Hantavirus. Sollte sich dieses Virus ausbreiten und es zu neuen Lockdowns, Maskenpflicht, Abstandsregeln und einer neuen Impfstoffkampagne kommen, kann das nur eines bedeuten: Das Bankensystem benötigt dringend ein massives neues Rettungspaket. Dies habe ich bereits im Dezember letzten Jahres in meinem Artikel „ Die Viren kommen, die Viren kommen “ ausführlich dargelegt, und es könnte mit meinem gestrigen Beitrag über den Verlust von Sicherheiten und Finanzströmen aus dem Nahen Osten für das Imperium übereinstimmen.
Es wird spannend sein zu beobachten, ob es den Medien und den Gesundheitsbehörden gelingt, die Angst vor dem Hantavirus so weit zu schüren, dass die Bevölkerung die Gegenmaßnahmen befolgt. In den letzten Jahren gab es mehrere erfolglose Panikmache-Epidemien wie die Vogelgrippe, die Affenpocken und das Marburg-Virus. Aber wer weiß, vielleicht klappt es ja beim vierten Mal?
Israel stirbt. Es könnte das ganze Imperium mit in den Abgrund reißen.
Bericht zu den wichtigsten Märkten für Mittwoch, den 6. Mai 2026
6. Mai 2026
∙ Bezahlt
Substack-Problem von gestern : Mein gestriger Bericht wurde ungewöhnlich spät versendet, obwohl ich ihn zur gewohnten Zeit veröffentlicht hatte. Später bemerkte ich, dass der Bericht gar nicht versendet worden war; auf der Substack-Seite, die normalerweise den Versand bestätigt, wurde lediglich die Meldung „Verbindung zum Server konnte nicht hergestellt werden…“ angezeigt. Ich vermutete zunächst einen Serverausfall von Substack, doch dem war nicht so – das Problem betraf lediglich die Veröffentlichungs-App. Ich konnte den Bericht schließlich versenden, nachdem ich die ursprüngliche Seite gelöscht und den Bericht neu erstellt hatte. Dabei vergaß ich, die angehängte PDF-Datei zu entsperren. Ich bitte diesen Fehler zu entschuldigen. Der Link zum gestrigen Marktbericht lautet: TrendCompass Key Markets Report vom 5. Mai 2026 .
Ende Israels?
Im TrendCompass-Bericht vom 19. März erörterte ich die schädlichen Auswirkungen des Iran-Krieges und die bedrohliche messianische Ausrichtung der Benjamin Netanjahu Regierung auf die israelische Gesellschaft. Dabei erinnerte ich an Henry Kissingers Prophezeiung von 2012, wonach Israel in zehn Jahren nicht mehr existieren würde. Diese Befürchtung wurde durch einen Meinungsbeitrag in der israelischen Tageszeitung Haaretz vom 1. Mai mit dem Titel „ Netanjahu wird gehen, aber der Staat wird mit ihm sterben “ bestätigt. Die Autorin des Artikels, Carolina Landsmann, äußerte eine vernichtende Anklage gegen Premierminister Netanjahu:
„Es ist ihm gelungen, alles zu zerstören – alles Gute. Nichts ist übrig geblieben. Absolut nichts. Unsere Gesellschaft ist zerrissen, die Armee ist zerfallen, die Richter sterben vor Angst, die Medien sind zu einer Reality-Show verkommen, die Knesset zu einer Irrenanstalt, und die Opposition teilt Netanjahus Realitätsbild.“
Landesmann stellt fest, dass die Welt Israel mittlerweile hasst und dass sich die Nation in sich selbst spaltet, und sagt: „Unser Schicksal liegt bereits hinter uns. Alles ist schon geschehen.“
„Die Menschen irren sich, weil sie glauben, es gäbe noch eine Chance – dass er und der Staat getrennte Dinge seien, dass wir ihn überleben und sich die Zukunft wieder öffnen werde. Diese Hoffnung nährt die Strategie des „Zeitgewinns“ … Wir gewinnen Zeit in der Hoffnung, den Tumor entfernen und den Körper retten zu können, aber es ist bereits aussichtslos. Es ist zu spät.“
"Angesichts des nahenden Endes bleibt eine Frage: Gibt es ein Leben nach dem Tod? Das weiß nur Gott. Wir werden sterben müssen, um es herauszufinden. Vielleicht wird nach dem Tod des Staates etwas Neues geboren, und wir erleben eine nationale Wiedergeburt. Sicher ist jedoch, dass wir das Leben, das wir hatten, nicht wiederbeleben können. Es gibt keinen Weg zurück zum Alten. Der Staat, wie er einmal war, hat keine Zukunft."
Was geschieht nach Israel?
Wenn Israel aufhört zu existieren – und das ist wohl nur eine Frage der Zeit –, wird sein Zusammenbruch verheerende Folgen für das westliche Weltreich haben. Schließlich hat das Weltreich deshalb so viel in seine Verteidigung investiert. Entgegen der weit verbreiteten Annahme, Israel sei als Heimatland für die Juden gegründet worden, ist die Wahrheit, dass es vom britischen Empire als Brückenkopf zur Kontrolle des ressourcenreichen und geostrategisch wichtigen Nahen Ostens geschaffen wurde.
Im November 1915, zwei Jahre bevor Earl Arthur Balfour sein sorgfältig formuliertes Memorandum an Lord Walter Rothschild schickte , deutete ein Artikel im Manchester Guardian die kommenden Entwicklungen an und zitierte bestimmte Mitglieder des sogenannten Alfred Milner 's Round Table, die erklärten, dass „die gesamte Zukunft des Britischen Weltreichs als Seeimperium“ davon abhänge, dass Palästina zu einem Pufferstaat werde, der von einer „ausgesprochen patriotischen Rasse“ bewohnt werde.
Es mag reiner Zufall sein, dass Herr Balfour und Lord Rothschilds Sohn Nathan sehr enge Freunde waren und beide zum inneren Kreis von Milners Round-Table-Gruppe gehörten. Sie kümmerten sich nicht im Geringsten um Juden oder deren Heimatland; ihre Pläne zielten auf die Ölressourcen und Handelsrouten der Region ab. Der Zweck des von ihnen 1948 gegründeten Staates bestand darin, die Region in einem permanenten Chaoszustand zu halten, damit keine regionale Macht entstehen konnte, die die Hegemonie des Empires hätte herausfordern können.
Hin zu einer Auflösung der Weimarer Republik
Israel erfüllte seine Rolle jahrzehntelang treu, doch trotz allem entstand mit dem Iran eine Regionalmacht, die das Imperium herausfordern konnte. Heute erleben wir, wie das Imperium darum kämpft, den Iran zu zerstören und dessen Regierung durch eine Marionette zu ersetzen. Bislang scheint der Iran in diesem Kampf jedoch die Oberhand zu behalten. Sollte der Iran überleben und Israel zusammenbrechen, wären die Folgen für das Imperium vermutlich katastrophal. Während es die unbestrittene Hegemonie über den Nahen Osten genoss, tätigte die Finanzoligarchie des Imperiums mit ihren Konzernen massive Investitionen in der Region, deren Rohstoffreichtum zu Sicherheiten westlicher Finanziers wurde.
Ohne Zugang zu diesen Sicherheiten und ohne die Möglichkeit, ihre Investitionen zu schützen und zu verteidigen, wird das westliche Finanzsystem mit ziemlicher Sicherheit zusammenbrechen. Die Finanzströme aus der Region zu den Banken in London, New York und Paris werden versiegen, und der Wert der diesen Strömen zugrunde liegenden Vermögenswerte wird gegen null tendieren. Dieser Prozess treibt das westliche Imperium unaufhaltsam in Richtung seines Weimarer Zerfalls, der von Stagflation und dem Zusammenbruch der Kreditmärkte gekennzeichnet sein wird.
Großbritannien plant eine neue Eskalation gegen Russland
Bericht zu den wichtigsten Märkten für Montag, den 4. Mai 2026
4. Mai 2026
∙ Bezahlt
Letzte Woche konnten wir das Spektakel miterleben, wie der britische König Karl III. in seiner Rede vor dem US-Kongress unter dem begeisterten Beifall seines Publikums zum Dritten Weltkrieg gegen Russland aufrief. Im TrendCompass-Bericht vom Mittwoch schlug ich vor, dass …
„Die Rede des Königs und die jahrzehntelange Außenpolitik seines Königreichs lassen vermuten, dass die britische politische Klasse nach wie vor von der Idee eines totalen Krieges gegen Russland völlig eingenommen ist. Dies stellt mittlerweile eine tödliche Gefahr für die ganze Welt dar, und wir können sicher sein, dass diese Besessenheit nicht mit einer Rede enden wird: Heftige Lobby- und Einflusskampagnen werden entfesselt werden, die vielleicht nur noch einen gut orchestrierten, Russland zugeschriebenen False-Flag-Anschlag erfordern.“
Wie sich herausstellt, waren die Briten sehr fleißig und sind schon weiter als nur bei Lobby- und Einflusskampagnen.
Lernen Sie JEF kennen!
in Whitehall, London, der Erste Seelord des Vereinigten Königreichs, General Sir Gwyn Jenkins, Am 23. April 2026 empfing die Marinechefs von zehn nordeuropäischen Nationen zu einem Treffen. Ziel war die Bildung einer integrierten, ständigen gemeinsamen Seestreitmacht mit Fokus auf die Hohe Nordhalbkugel, den Nordatlantik und die Ostsee. Die Initiative baut auf der britischen Initiative „Northern Navies“ auf, die die Schaffung einer neuen maritimen Koalition der Willigen zum Ziel hat: der Gemeinsamen Expeditionsstreitmacht (Joint Expeditionary Force, JEF) .
WhiteshireZu den zehn gleichgesinnten Nationen gehören Großbritannien, Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland, Island, Estland, Lettland, Litauen und die Niederlande. Alle zehn sind bereits NATO-Mitglieder, die Gemeinsame Einsatzgruppe (JEF) wird jedoch unabhängig von den NATO-Strukturen agieren. Dadurch konnte die Ukraine einbezogen werden, der der Status eines „Partners“ gewährt wurde.
Die Gründung der JEF wurde von Sir Gwyn in seiner Rede am Royal United Services Institute (RUSI) vergangene Woche, am 29. April, öffentlich bekannt gegeben. Er gab bekannt, dass die Marinechefs der zehn Nationen vergangene Woche (am 23. April) eine offizielle Erklärung zum Beitritt zur JEF unterzeichnet hatten und dass bis Ende 2026 eine formelle Erklärung erfolgen würde.
Eine durch und durch britische Angelegenheit
Das Vereinigte Königreich bildet den Rahmen für die Joint Expeditionary Force (JEF) und stellt die Kernkommandostruktur, einen Großteil des Stabspersonals sowie Streitkräfte, darunter Kommando-, Luftlande-, Panzer-, Luftfahrt-, Luft- und Seestreitkräfte. Die operative Führung und Kontrolle (OPCON) der JEF übernimmt das Vereinigte Königreich über sein Ständiges Gemeinsames Streitkräftehauptquartier (SJFHQ) in Northwood, Hertfordshire.
Derzeitiger Oberbefehlshaber der JEF ist Generalmajor Tom Bateman CBE der britischen Armee. Er fungiert als Hauptkoordinierungsinstanz für die Führung und Kontrolle der JEF. Das Sekretariat der Koalition, zuständig für die laufende Verwaltung und Organisation, ist im britischen Integrated Warfare Centre angesiedelt. Bis 2029 soll diese integrierte Flotte die Marineeinheiten von zehn Nationen unter einem einzigen, in London stationierten Nordatlantik-Operationskommando vereinen und damit einen neuen Militärblock formalisieren, der zu eigenständigen militärischen Operationen fähig ist.
Lasst euch kämpfen!
Doch die beiden wohl britischsten Aspekte der JEF sind die gesamte Herangehensweise an die Kriegsplanung und der Zweck der neuen Koalition. Da Großbritannien kaum über eine Armee und Marine verfügt, wird jede tatsächliche Kampfhandlung in der Regel nach dem Prinzip geplant: „Lasst uns kämpfen!“ Wie Winston Churchill sagte zu Joachim von Ribbentrop (laut seinen Memoiren „Der Sturm zieht auf“):
„Wenn ihr vom Krieg sprecht, dürft ihr England nicht unterschätzen. Sie ist ein eigenwilliges Land, und nur wenige Ausländer können ihre Denkweise verstehen. … Unterschätzt England nicht. Sie ist sehr klug. Wenn ihr uns alle in einen weiteren großen Krieg stürzt, wird sie wie beim letzten Mal die ganze Welt gegen euch aufbringen.“
Die subtile Botschaft lautete: Gehorcht uns , sonst… Dies ist mit ziemlicher Sicherheit der „sehr clevere“ Plan hinter der britischen Initiative „Northern Navies“ und der Gemeinsamen Expeditionsstreitmacht (JEF): die Organisierung von neun nordeuropäischen Nationen unter britischem Kommando und die Schaffung einer schlagkräftigen Streitmacht, frei von der lähmenden NATO-Bürokratie und darauf ausgerichtet, Großbritanniens jahrhundertealte Russland-Frustration zu befriedigen. Aus Sir Gwynns Rede zur RUSI:
„Seit 2014 führt Großbritannien mit der gemeinsamen Expeditionsstreitmacht (JEF) eine Gruppe von zehn gleichgesinnten europäischen Nationen an. Gemeinsam arbeiten wir daran, schnell auf neue Bedrohungen im Hohen Norden, im Nordatlantik und im Baltikum reagieren zu können. Die JEF ergänzt die NATO, anstatt ihr Ressourcen zu entziehen. … Wir müssen diese Partnerschaft nun vertiefen und weiterentwickeln, um die kollektive Kampfkraft zu entwickeln, die für eine konventionelle Abschreckung entlang unserer Seegrenze zu Russland notwendig ist.“
Eine Streitkraft, deren Austauschbarkeit – die Fähigkeit, Ausrüstung, Teile, Munition oder Personal zu ersetzen, auszutauschen oder zu kombinieren – dadurch ermöglicht wird, dass die Mitgliedstaaten gemeinsame Systeme und Plattformen, digitale Netzwerke, Logistik und Lagerbestände nutzen. Eine Streitkraft, die die benötigten Fähigkeiten für See-, Luft- und amphibische Angriffe bereitstellt. Dies wäre eine sichtbare und dauerhafte konventionelle Abschreckung. Eine Streitkraft, die als Ganzes stärker ist als die Summe ihrer Teile.
Jenkins behauptete, russische Vorstöße in britische und verbündete Gewässer hätten in den letzten zwei Jahren um fast 30 % zugenommen. Er warnte, die Intensivierung der Überwasser- und U-Boot-Aktivitäten Moskaus bleibe die größte Bedrohung für die europäische Sicherheit, trotz des anhaltenden Fokus auf den Konflikt im Nahen Osten. Um die Aufmerksamkeit der Verbündeten wieder auf Russland zu lenken, führen NATO-Mitgliedstaaten Militärübungen zur Blockade der russischen Ostsee-Exklave Kaliningrad durch .
21:05 Uhr · 2. Mai 2026 · 23 Aufrufe
Darüber hinaus begannen zwölf europäische Nationen unter Führung Großbritanniens und Deutschlands verstärkte Versicherungsinspektionen russischer Handelsschiffe. Im März 2026 führten schwedische und belgische Streitkräfte aufsehenerregende Aktionen durch, bei denen Schiffe, die der Spionage und Sanktionsverstöße verdächtigt wurden, aufgebracht und festgesetzt wurden.
Der stellvertretende Außenminister Alexander Gruschko erklärte, solche Aktionen stellten eine existenzielle Bedrohung für die russische Wirtschaftssicherheit dar. Russland habe bereits damit begonnen, seine Schiffe unter russischer Flagge neu zu flaggen, um sich auf die nationale Immunität zu berufen, und habe Berichten zufolge bewaffnete mobile Feuergruppen der dem FSB nahestehenden Sicherheitsformationen auf bestimmten wertvollen Tankern stationiert.
Reaktionen aus Moskau
Der Kreml bezeichnete die Aufstellung der JEF-Seestreitmacht unterdessen als „hysterisch“. Dmitri Medwedew , stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrates, erklärte, Russland hege keine aggressiven Pläne gegenüber Westeuropa, warnte aber davor, dass die anhaltende Rhetorik aus London und Brüssel über einen „unvermeidlichen Krieg“ die Gefahr berge, eine sich selbst erfüllende Prophezeiung herbeizuführen.
Artjom Bulatow , Sonderbotschafter des russischen Außenministeriums, erklärte, die Europäische Union und die NATO nutzten das Baltikum als Testfeld für einseitige Mechanismen zur Kontrolle der internationalen Schifffahrt und zur Bekämpfung Russlands. Andere Offizielle bezeichneten die unnötige Eskalation als Vorwand, die Initiative „ReArm Europe“ und Hunderte Milliarden Euro an Militärausgaben auf dem gesamten Kontinent zu rechtfertigen.
Wo wir gerade von unnötiger Eskalation sprechen: Ein weiterer Freund von Jimmy Savile , der „ehrenwerte“ Premierminister Sir Kier Starmer, erließ im März eine Direktive für die britische und die verbündete Marine, um gegebenenfalls die russische „Schattenflotte“ von Öltankern zu beschlagnahmen. Daraufhin entsandte Moskau bewaffnete Fregatten, um seine Energieexporte durch britische Gewässer zu eskortieren. Dies ermöglichte es Admiral Jenkins, zu behaupten, russische Grenzverletzungen hätten um 30 % zugenommen – natürlich völlig unprovoziert.
Wenn (ein weiterer) Krieg ausbricht…
Insgesamt scheint es, als würden mehrere europäische Nationen unter Führung Großbritanniens eine Provokationskampagne bewusst eskalieren und sich aktiv auf einen Krieg vorbereiten. Herr Bulatov erklärte, Russland werde alle verfügbaren Mittel, einschließlich rechtlicher, politischer und militärischer Ressourcen, einsetzen, um die ungehinderte Durchfahrt russischer Schiffe zu gewährleisten. Sollte es jedoch zu einem weiteren Krieg im Baltikum kommen, werden wir mit Sicherheit mit Vorwürfen illegaler russischer Aggression, völlig unprovozierter Angriffe, Forderungen nach der Anwendung von Artikel 5 des NATO-Vertrags usw. überschwemmt werden.
Das wäre die Erfüllung der unstillbaren Ambitionen des britischen Establishments, Russland endlose Kriege aufzuzwingen und dabei unweigerlich seine „Verbündeten“ zu opfern. Frieden, Gespräche und Diplomatie werden nicht einmal in Betracht gezogen, und der Hauptgrund für die Verärgerung über die Trump-Administration ist, dass diese tatsächlich diplomatische Beziehungen zu Russland unterhält und gelegentlich auf Aufrufe zur Deeskalation der Spannungen reagiert – was nicht gerade typisch britisch ist.
Die Zeit wird zeigen, ob Großbritannien noch so klug ist, wie Churchill es prophezeite, und ob es die ganze Welt gegen Russland aufbringen kann. Die gegenwärtige Kluft zwischen Großbritannien und den USA mag Großbritanniens Fähigkeit, den nächsten Krieg zu inszenieren, schwächen, doch das heißt nicht, dass die Briten nicht ruhig bleiben und weitermachen werden . Schließlich endet Trumps Amtszeit in weniger als drei Jahren, und wer weiß, vielleicht könnte ein weiterer Harry Truman oder Barack Obama die Sache des Dritten Weltkriegs erneut maßgeblich voranbringen.
Strangulation der Arbeitnehmerrechte und die bevorstehenden „Streiks“
Bericht über die wichtigsten Märkte für Freitag, den 1. Mai 2026
1. Mai 2026
∙ Bezahlt
Heute feiern wir den 1. Mai, den Internationalen Tag der Arbeit. Dieses Datum wurde offenbar gewählt, um den Kampf um Arbeiterrechte im späten 19. Jahrhundert zu symbolisieren. Genauer gesagt wurde 1886 in den USA für den 1. Mai ein landesweiter Streik ausgerufen. Das Epizentrum war Chicago, wo rund 40.000 Arbeiter ihre Arbeitsplätze verließen.
Eine Kundgebung auf dem Haymarket Square in Chicago eskalierte und führte zum Tod mehrerer Demonstranten und Polizisten. In der Folge wurden mehrere Aktivisten vor Gericht gestellt und hingerichtet. Der gesamte Vorgang war höchst umstritten, und die Prozesse galten weithin als grotesker Justizirrtum.
Die hart erkämpften Rechte feiern
Infolgedessen erklärte die Sozialistische Internationale 1889 den 1. Mai zum Internationalen Tag der Arbeit, um der Chicagoer Arbeiteraktivisten zu gedenken. Dieser Tag wurde anschließend in ganz Europa, Lateinamerika und schließlich in fast der ganzen Welt übernommen. Dies ist jedenfalls die offizielle Version, und sie enthält wahrscheinlich einen wahren Kern. Es besteht kaum ein Zweifel daran, dass Arbeiter in den „dunklen, satanischen Fabriken“ der Industriellen schwer misshandelt wurden. Dies führte zu einem Konflikt zwischen Arbeitern und Großkapital, in dem sich die Arbeiter zusammenschlossen, wichtige Zugeständnisse von den Industriellen errangen und fortan glücklich lebten.
Ich habe genug Geschichte gelesen, um zu vermuten, dass diese vereinfachten, schwarz-weißen Darstellungen viele Nuancen ausblenden und das Bild so weit verzerren, dass die wichtigsten Lehren verborgen bleiben. Wie dem auch sei, unsere wichtigste Erkenntnis ist, dass es dank der Kämpfe der Vergangenheit heute so viel besser ist: Arbeiter genießen menschenwürdige Bedingungen und bessere Bezahlung, und die Kapitalisten haben ihre Fehler eingesehen und wissen, wie sie ihre Angestellten besser behandeln. Es ist alles Fortschritt, und wir müssen uns nur an die Geschichte erinnern und ihn feiern.
Selbst wenn wir all das als wahr annehmen und die Arbeitnehmer tatsächlich wichtige Zugeständnisse errungen hätten, müssen wir anerkennen, dass sie all das und noch viel mehr an den Fiskus verloren haben könnten. 1886 zahlten amerikanische Arbeiter keine Steuern auf ihr persönliches Einkommen: Ihr Lohn war ihr Nettogehalt. Heute sieht sich ein typischer Amerikaner mit einem mittleren Haushaltseinkommen einem Bundessteuersatz von 10–15 % gegenüber. Zusammen mit Lohnsteuern und Steuern auf Landes- und Kommunalebene reduziert sich sein Lohn um fast 30 %. Von einem verdienten Dollar bleiben ihm nur 70 Cent.
Hinzu kommen zahlreiche unsichtbare „Steuern“, die das Leben grundlegend verändert haben: Während vor 50 Jahren ein einfacher Arbeiterjob ausreichte, um eine Familie zu ernähren, genügen heute kaum noch zwei Bürojobs. Die Produktivität der Arbeit pro Einheit ist hingegen sprunghaft angestiegen.
Die obigen Angaben deuten darauf hin, dass die Arbeitsproduktivität zwischen 2000 und 2025 um etwa 56 % gestiegen ist. Anders ausgedrückt: Arbeitnehmer produzieren heute im Durchschnitt 56 % mehr wirtschaftlichen Wert als vor 26 Jahren. Trotzdem geht es ihnen keineswegs 56 % besser; im Gegenteil, sie könnten eher 56 % schlechter gestellt sein .
Europäische Ausbeutung der Arbeitskräfte
Die Besteuerung von Arbeit ist grundsätzlich falsch, und die Behandlung von Arbeit in den USA mag unfair erscheinen, doch in Europa wird die Situation noch viel schlimmer. Frankreich beispielsweise bürdet Arbeitnehmern so immense Lasten auf, dass der Staat pro Arbeitseinheit mehr „verdient“ als die Arbeitnehmer selbst. Die Kosten für einen Arbeitgeber bei einem Bruttojahresgehalt von 60.000 € belaufen sich auf 95.303 €. Für den Arbeitnehmer betragen sie hingegen nur 20.411 €. Mit anderen Worten: Das Nettogehalt des Arbeitnehmers beträgt lediglich 39.501 €. Das ist sein tatsächlicher Verdienst, nicht 60.000 €.
Der Staat presst dem Arbeitgeber 35.303 € ab, dem Arbeitnehmer zusätzlich 20.411 €, insgesamt also 55.802 € – 41,27 % mehr , als der Arbeitnehmer selbst für seine Arbeit verdient. Ist das nicht ein Schlag für die Arbeitnehmerrechte?! Frankreich ist nicht der einzige Staat, der seine Arbeitnehmer auf diese Weise ausbeutet: In Italien und Schweden liegt das Nettogehalt bei einem Jahresgehalt von 60.000 € unter 37.000 €, und die gesamten Lohnkosten der Arbeitgeber sind nur geringfügig niedriger als in Frankreich. Die folgende Infografik fasst die Lohnkosten in Europa zusammen:
Es ist offensichtlich, dass der Staat in all diesen liberalen Demokratien seine Arbeitnehmer massiv ausbeutet. Gleichzeitig ist vonseiten der Arbeitnehmer keine erkennbare Bewegung zu beobachten, die sich gegen die Regierung oder ihre Arbeitgeber wehrt, um diese parasitäre Situation zu beenden. Ohne Widerstand wird die Belastung der Arbeitnehmer mit Sicherheit immer weiter zunehmen, bis sie einen kritischen Punkt erreicht.
Eine Revolution oder ein Streik?
Es ist schwer vorstellbar, wie sich diese Situation ändern lässt, da eine Seite das Gewaltmonopol innehat. Um wirksamen Druck auf den Staat auszuüben, müssten sich die Arbeiter zusammenschließen und entschlossen Haltung einnehmen, wie sie es in der Vergangenheit getan haben, zumindest laut unseren Erzählungen, etwa der Geschichte des Haymarket-Aufstands und des von der Sozialistischen Internationale ausgerufenen 1. Mai.
Doch es gibt kaum Anzeichen für Vorbereitungen solcher Kämpfe in der heutigen Arbeiterklasse. Ich glaube vielmehr, dass die Menschen nach und nach ihre Arbeitsplätze verlassen werden, um nach alternativen Lösungen für ihre Probleme zu suchen. Die Folge wird sein, dass sich in Zukunft wachsende Teile der Wirtschaft westlicher Nationen auf den Schwarzmarkt verlagern werden, wo Geschäfte in nationalen oder alternativen Währungen abgewickelt werden.
Schwarzmärkte können auf zweierlei Weise Lösungen für die Probleme der Bevölkerung bieten: Für Unternehmer und Arbeitgeber stellen sie echte, freie kapitalistische Märkte ohne staatliche Eingriffe und Steuern dar. Für Verbraucher können sie sich nach und nach zu einer Quelle einer deutlich größeren Vielfalt an Waren und Dienstleistungen zu wesentlich niedrigeren Preisen entwickeln.
Für beide Seiten des Handels kann ein Schwarzmarkt eine starke Anziehungskraft ausüben. Anstatt für ihre Rechte zu kämpfen und von ihren Arbeitgebern oder der Regierung nur geringfügige Verbesserungen ihrer Behandlung zu fordern, können normale Arbeitnehmer gewinnen, indem sie einfach das System verlassen, das ihren Lebensstandard senkt und ihre Freiheiten einschränkt.
Remilitarisierung Deutschlands: Renaissance des Geistes oder Revanchismus?
7 Mai 2026 08:00 Uhr
Anlässlich des 81. Jahrestages des Sieges der Sowjetunion im Großen Vaterländischen Krieg hat Russlands Ex-Präsident, der derzeitige stellvertretende Vorsitzende des Sicherheitsrates des Landes, Dmitri Medwedew, einen Grundsatzartikel zur Geschichte, Gegenwart und Zukunft der deutsch-russischen Beziehungen geschrieben. Wir veröffentlichen die deutsche Fassung.
Quelle: Sputnik © Jekaterina Schtukina
5. Mai 2026: Der stellvertretende Vorsitzende des Sicherheitsrates der Russischen Föderation, Dmitri Medwedew, bei der feierlichen Zeremonie zur Entzündung des Ewigen Feuers in der Stadt Torschok.
Donald Trumps Drohungen, die USA aus der NATO abzuziehen, die von ihm am 27. März 2026 auf dem Investitionsforum in Miami geäußert wurden, JD Vances Aussagen über Europas Verlust an Identität in einem Interview mit Fox News am 15. März 2026, sowie die Weigerung der europäischen Länder, sich direkt der Aggression gegen Iran anzuschließen und sich an einem Abenteuer zur militärischen Entblockierung (und später zur Blockierung) der Straße von Hormus zu beteiligen, trennen Europa und die USA voneinander wie noch nie in den letzten 100 Jahren.
Eine solche Entwicklung von Ereignissen zeigt, dass die von den Liberalen so heiß begehrte "strategische Autonomie" Europas viel näher ist, als es scheint. Die Hauptfrage ist, wer die zukünftige Agenda im derzeit zahnlosen und frigiden Europa diktieren wird. Es gibt genug Interessenten – darunter auch die abscheuliche Brüsseler EU-Bürokratie. Geschwätzige und selbstgefällige gallische Sodomiten. Und schließlich meldet in letzter Zeit die deutsche Regierung ihren Hegemonieanspruch in der Alten Welt immer lauter an, während sie gleichzeitig die Verantwortung ihrer Vorfahren für die Verbrechen des Nationalsozialismus in der öffentlichen Wahrnehmung des Inhalts beraubt. Kommen wir zum Letzten ausführlicher.
Meinung
Merz, der Schamlose: "Taurus"-Freigabe mit Lügen garniert
Es gibt nichts Neues in den Handlungen der deutschen Regierung (vor allem der Nazi-Nachkommen Merz & Co.). Den Wunsch nach einer Revision der unerfreulichen Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges machte sich der besiegte Staat fast sofort nach dem Kriegsende zu eigen. Die Nazi-Nachkömmlinge machten sich zum Ziel, die politischen, territorialen, ideologischen und wirtschaftlichen Kosten der vollständigen militärischen Niederschlagung und des Zusammenbruchs der staatlichen Strukturen in Deutschland auszugleichen. Gleichzeitig waren sie bemüht, die von dem Geiste des preußischen Militarismus und den Ausdünstungen der nationalsozialistischen Ideologie durchtränkte Atmosphäre vorsichtig zu filtern. Die deutschen Eliten, die in den westlichen Besatzungszonen verblieben, verabschiedeten sich formal und zügig von dem Erbe des Schreihalses Hitler, der sein tausendjähriges Reich in den Ruin getrieben hatte. Nichts lag ihnen jedoch ferner, als der Ideologie des Nationalsozialismus wirklich abzuschwören. Warum aber?
In den Nürnberger Prozessen wurden nur wenige Nazi-Hauptkriegsverbrecher verurteilt. Viele von denen, die das wirtschaftliche und finanzielle Fundament des NS-Regimes und dessen Verwaltungsvertikale geschaffen hatten und somit an den Kriegsverbrechen, den Verbrechen gegen den Frieden und gegen die Menschlichkeit schuldig waren, konnten die Strafe vermeiden. Und seien wir ehrlich: Sie hielten diese Strafe für ungerecht und das Werk der NSDAP für Deutschlands größtes Projekt.
In der Tat hat es in der BRD keine wirkliche Entnazifizierung gegeben. In den Archivbeständen des russischen Auslandsgeheimdienstes, u. a. in einem Bericht zur politischen Lage in Westdeutschland von 1952, wird anschaulich dargestellt, dass die westlichen Mächte stattdessen den "Weg einer Rechtfertigung der Nazi-Kriegsverbrecher eingeschlagen" haben. De facto wurden die so medien- und öffentlichkeitswirksam durchgeführten Nürnberger Prozesse – von der Liquidierung abgebrühter profaschistischer Organisationen und der Säuberung des öffentlichen Raumes abgesehen – zur inhaltsleeren Farce. Die Angelsachsen, die ehemalige Führungskräfte der hitlerschen Kriegswirtschaft und hohe Nazis, die sie brauchten, behalten wollten, gingen ganz nach dem Motto vor: "Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen."
Am 10. April 1951 wurde im Deutschen Bundestag ein Gesetz verabschiedet, das die Rechtsverhältnisse der unter Artikel 131 des Grundgesetzes fallenden Personen regelte (Personen, die der Entnazifizierung unterlagen, hatten kein Recht auf Staatsämter) und alle ehemaligen Beamten sowie Militärangehörigen, sofern sie im Zuge der Entnazifizierung nicht als "Hauptschuldige" eingestuft worden waren, wieder in den Dienst einstellte, und das unter Beibehaltung ihrer Dienstposten, Dienstgrade und Titel.
Am 2. August 1956 fasste der Bundespersonalausschuss den Beschluss, ehemaligen SS-Angehörigen mit einem Dienstgrad bis zum Obersturmbannführer (Oberstleutnant) den Dienst in der Bundeswehr zu gestatten. Man kann sagen, dass der Prozess der Befreiung der deutschen Nachkriegsgesellschaft vom Nationalsozialismus für die wichtigsten Führungs- und Verwaltungskader insgesamt bereits sechs bis zehn Jahre nach Kriegsende abgeschlossen war. Wir wollen nicht darüber reden, welche Gespräche in jener Zeit in den westdeutschen Küchen geführt wurden. Das ist ohnehin allen bekannt. "Deutschland über alles" war das harmloseste unter den unmelodischen, gedemütigten Stimmen, die die Bundesbürger nach einer Portion Apfelschnaps ertönen ließen.
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Sacharowa: Im Westen lauert eine "Pandemie des Faschismus"
Viele der ehemaligen NSDAP-Funktionäre, die in der BRD ein Plätzchen an der Sonne fanden, waren "stille Schreibtischtäter" – Apparatschiks gewesen, die von ihren gemütlichen Beamtenstühlen aus die monströse Maschinerie des Völkermords am sowjetischen Volk und des Holocaust in Gang gesetzt hatten. Sie bildeten das Rückgrat der Staatsbeamten des "erneuerten Deutschlands".
Heinrich Lübke, von 1953 bis 1959 Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forste in der BRD und von 1959 bis 1969 Bundespräsident, war in der Zeit des Nationalsozialismus in einem Architektur- und Ingenieurbüro tätig, das dem Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt Albert Speer unterstand. Dort war er unter anderem für die Zwangsrekrutierung von Arbeitskräften aus den nationalsozialistischen Konzentrationslagern verantwortlich.
Hans Globke, von 1953 bis 1963 Chef des Bundeskanzleramts unter Bundeskanzler Konrad Adenauer, bekleidete im Dritten Reich hohe Ämter im Reichsministerium des Innern, wo er die Ausarbeitung der Rechtsvorschriften leitete, die die Diskriminierung und Verfolgung der jüdischen Bevölkerung formalisierten. Seine Rolle bei der Organisation des Holocaust ist bis heute nicht aufgeklärt worden.
Waldemar Kraft, von 1953 bis 1956 Bundesminister für besondere Aufgaben in der BRD, war von 1940 bis 1945 Geschäftsführer der "Reichsgesellschaft für Landbewirtschaftung in den eingegliederten Ostgebieten", NSDAP-Mitglied und Inhaber des Titels Ehren-Hauptsturmführer der SS.
Dies sind nur einige wenige Beispiele für Lebenswege hochrangiger Würdenträger des "erneuerten" deutschen Staates. Von 1949 bis 1973 waren 90 von 170 führenden Juristen und Richtern im Bundesministerium der Justiz ehemalige NSDAP-Mitglieder. Im Jahr 1957 lag der Anteil der hochrangigen Beamten mit NS-Vergangenheit in diesem Ministerium bei 77 Prozent. Im Bundesministerium des Innern waren von 1949 bis 1970 53 Prozent der Mitarbeiter einst NSDAP-Mitglieder, wobei acht Prozent von ihnen bereits in den Jahren 1943 bis 1945 im Ministerium tätig waren, als dieses von einem der NS-Hauptkriegsverbrecher, dem berüchtigten Heinrich Himmler, geführt wurde (Bezahlschranke).
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Hunderttausende zivile Opfer: Russischer Geheimdienst gibt Akten über lettische Naziverbrecher frei
Aus den Archivunterlagen des Auslandsgeheimdienstes Russlands wusste man in Moskau bereits Ende der 1940er, Anfang der 1950er Jahre, dass in der Westzone Deutschlands unter der Schirmherrschaft der Amerikaner und Briten aktiv Kriegsvorbereitungen gegen die UdSSR getroffen wurden. Zur Bestätigung der beschleunigten Remilitarisierung wurde in einem Geheimdienstbericht vom 31. Juli 1948 darauf hingewiesen, dass die Mobilmachung der ehemaligen deutschen Offiziere und anderer Militärangehöriger dank eines für sie entwickelten Kontrollsystems problemlos durchführbar sei. Das ehemalige Wehrmachtkontingent wurde von der neuen Obrigkeit "an der kurzen Leine" geführt. Die "Militärfrage" nutzte sie dabei keinesfalls für friedliche Zwecke. In einer Note der UdSSR-Regierung an die Botschaft der USA in Moskau vom 31. März 1954 wurde unmissverständlich erklärt: Den Weg der Wiederbelebung des deutschen Militarismus und der Schaffung von militärischen Gruppierungen in Europa zu gehen, bedeute … auf die Vorbereitung eines neuen Krieges hinzuarbeiten.
Die Idee der Aufrüstung Westdeutschlands hatte also die Ideologen der amerikanischen Außenpolitik fest im Griff. Es wurden auch praktische Schritte dazu eingeleitet. Begleitet vom Geschrei über eine existenzgefährdende "Aggression aus dem Osten" (kommt einem doch bekannt vor, nicht wahr?) fand eine Remilitarisierung der Wirtschaft statt. Die amerikanischen "Spritzen" in die relevanten Bereiche der Volkswirtschaft Westdeutschlands begannen unmittelbar nach dem Krieg. Bis September 1951 erhielt die BRD etwa neun Milliarden US-Dollar. Diese Mittel wurden vorrangig in der Schwerindustrie und in deren Teilbereichen angelegt, die den politischen und militärischen Zielen Washingtons dienlich sein könnten.
Entsprechend angepasst wurde auch die propagandistische Bearbeitung der Bevölkerung. Wie die zuständigen Behörden an Stalin berichteten, formulierte der Bundeskanzler Adenauer im Juli 1951 für die regierende Christlich-Demokratische Union ein unmissverständliches Ziel: Den breiten Massen sollte klargemacht werden, dass die Deutschen vor einer Alternative stünden – entweder "der bewaffnete Deutsche" oder "der Deutsche unter der Knute des Russischen Militärs". Dies unterscheidet sich kaum von den heutigen Gruselgeschichten der zivilisierten europäischen Technokraten, nicht wahr?
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Analyse
Jeffrey Sachs' kurz gefasste Geschichte der Russophobie
Unter der Aufsicht der Amerikaner hatte man auch "hohe Vögel" im Visier. Ehemalige Nazi-Bonzen wurden gern in die Bundeswehr, die die Wehrmacht ablöste, aufgenommen. So übernahmen Generalleutnant Friedrich Foertsch, der Ex-Stabschef der 18. Armee, Generalleutnant Max-Josef Pemsel, der Ex-Stabschef der 7. Armee, und General der Panzertruppen Hans Röttinger, der Ex-Stabschef der Heeresgruppe A. und C., die Ämter des Generalinspekteurs der Bundeswehr, des Kommandierenden Generals des II. Korps der Bundeswehr bzw. des ersten Inspekteurs des Heeres. Der ehemalige Oberbefehlshaber der Luftflotte 5, General Josef Kammhuber, wurde Inspekteur der deutschen Luftwaffe.
Auch die Angelsachsen scheuten sich nicht, Dienste der Nazi-Soldateska in Anspruch zu nehmen, indem sie ihnen hohe Posten in der NATO zuschacherten. So wurde der ehemalige Chef des Stabes der Heeresgruppe Süd, Generalleutnant Hans Speidel, beim Aufbau der Bundeswehr zum Chef der Abteilung Gesamtstreitkräfte im Bundesverteidigungsministerium ernannt, und 1957 übernahm er das Amt des Oberbefehlshabers der Alliierten Landstreitkräfte der NATO in Mitteleuropa.
Generalleutnant Adolf Heusinger, der in der Wehrmacht vertretungsweise als Generalstabschef des Heeres amtiert hatte, und an der Planung der Überfälle auf Polen, Dänemark, Norwegen, Frankreich, die Niederlande, Großbritannien und die Sowjetunion beteiligt gewesen war und im Nürnberger Prozess als Zeuge ausgesagt hatte, wurde 1961 Vorsitzender des NATO-Militärausschusses.
Friedrich Guggenberger, ein U-Bootsmann, der 17 britische und amerikanische Schiffe versenkt hatte, bekleidete über vier Jahre den Posten eines stellvertretenden Chefs des Stabes im NATO-Hauptquartier in Nordeuropa. Nicht besonders wählerisch waren die Angelsachsen auch im Umgang mit den ehemaligen Mitgliedern der SS, die 1946 vom Nürnberger Internationalen Gerichtshof als Verbrecherorganisation eingestuft worden war.
Ein Beispiel dafür war Eberhard Taubert, der ehemalige Sturmführer der SS, ein Mitarbeiter des Goebbelschen Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda, der als Berater der NATO-Abteilung für psychologische Kriegsführung angestellt wurde.
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"EU wird von Idioten geführt" – Medwedew warnt vor nuklearer Katastrophe
Aus einem in den Archivbeständen des russischen Auslandsgeheimdienstes aufbewahrten Bericht des Komitees für Information beim Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der UdSSR an Josef Stalin vom 8. Februar 1951 wird ersichtlich, dass sich die Deutschen und die Amerikaner gemeinsam bemüht haben sollen, Hans Speidel und Adolf Heusinger im öffentlichen Raum reinzuwaschen. In einem Gespräch zwischen Eisenhower und Bundeskanzler Adenauer Ende Januar 1951 wurden beide Typen als "durchaus vertrauensvolle Personen" bezeichnet, nicht nur als "Gegner Hitlers", sondern auch als "Gegner der Sowjetunion, die zur Kooperation mit den westlichen Mächten bereit sind". Es ist bezeichnend, dass Eisenhower, der einige Monate später erster Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte in Europa wurde, damals erklärte, er habe sich geirrt, als er 1945 alle Deutschen für Nazis gehalten hätte, und anschließend erneut deutlich machte, er würde die Forderung nach der militärischen Gleichberechtigung Deutschlands "im Verteidigungssystem Westeuropas" akzeptieren.
Auch später – in den Jahren der Normalisierung der Beziehungen, der Entspannungspolitik und der sogenannten Perestroika – hat sich an der Unterstützung gefährlicher revanchistischer Aspirationen wenig geändert. In einem Bericht über die Zunahme derartiger Stimmungen in der BRD, der am 26. Mai 1959 vom KGB beim Ministerrat der UdSSR angefertigt wurde, wurde auf Kundgebungen paramilitärischer Verbände und "Vertriebenenorganisationen" in Westdeutschland mit Tausenden Teilnehmern hingewiesen. Auf den Versammlungen, die unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für gesamtdeutsche Fragen und des Bundesministeriums für Vertriebene durchgeführt wurden, wurden apodiktisch Forderungen nach der Rückgabe der deutschen Ostgebiete, Ostpreußens und des Sudetenlandes erhoben. Offen wurde von der Notwendigkeit der "Bewahrung der Traditionen der preußisch-deutschen Armee für die neuen deutschen Streitkräfte und für die gesamte deutsche Jugend" gesprochen. Im Jahr 1961 betonte Ernst Henry, ein bekannter sowjetischer internationaler Journalist:
"Das alte Deutschland gibt es nicht, aber der alte deutsche Generalstab existiert weiter. Es unterliegt keinem Zweifel, dass seine Leiter wieder an der Arbeit sind – über denselben Landkarten."
Weiter schrieb er:
"In welcher Lage sich Deutschland auch immer befinde, wie viele Kriege es auch verliere, welche vernichtenden Niederlagen es auch erleide, der deutsche Generalstab schmiedet unverändert, methodisch und akribisch Angriffspläne und hegt keine anderen Absichten. Daher sind die begeisterten Blicke, mit denen die heutigen deutschen Politiker und Generäle das diverse Gesindel bedenken, das die Bandera-Ukraine symbolisiert, leicht zu verstehen: Sie sind schlichtweg Blutsbrüder und Erben ein und derselben Kraft – des Nationalsozialismus der Hitler-Zeit."
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Sacharowa: Abkömmlinge von Nazis werden in Europa gezielt auf hohen Posten platziert
Ganz im Sinne des chauvinistischen deutschen politischen Gedankenguts vom Ende des 19. und von der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, das sich in das Bewusstsein der Bildungseliten eingefressen hatte, machte die Expertengemeinschaft in der BRD einfach weiter damit, das Sowjetrussland zu entmenschlichen und von der "zivilisierten Welt" auszuschließen. Wladimir Paschuto, ein bekannter Historiker und korrespondierendes Mitglied der Sowjetischen Akademie der Wissenschaften, schrieb, dass sich mit dem Zusammenbruch des Faschismus in Deutschland auch die Auslegung des Russland-Europa-Verhältnisses dahingehend geändert habe, dass Russland nicht mehr zum Feind eines Hitler-Europas, sondern nunmehr zum Feind eines integralen Europas gemacht worden sei. In der Kritik standen Russlands nichteuropäische Grundfesten, sowohl religiöse als auch soziale. Russland wurde zu einem Phänomen proklamiert, das Europa gegenüber feindselig gestimmt war, das keine europäischen Wurzeln hatte und außerhalb der europäischen Geschichte stand. Alle Ausführungen liefen darauf hinaus, dass mit dem "wesensfremden" Element nicht viel Umstände gemacht werden müssen.
Diese Stimmungen wurden von den Bonner Regierungen nicht nur nicht unterbunden, sie wurden sogar gefördert: Das "Kanonenfutter" für das Gemetzel gegen die Sowjetunion musste motiviert werden und durfte keine unnötigen Fragen stellen. Es ist ja kein Zufall, dass in einem Bericht des KGB der UdSSR vom 12. Juli 1978, der auf der Grundlage von Erkenntnissen der sowjetischen Residentur in West-Berlin erstellt wurde, auf 17 Neonazi-Organisationen in der Stadt mit besonderem völkerrechtlichem Status hingewiesen wurde, die die Regierung dieses politischen Gebildes eher schlecht als recht bekämpft haben soll.
Dass in der BRD darüber diskutiert wurde, die Haltung zu der Zeit des Nationalsozialismus zu überdenken, stand auch 1987 in den Berichten der sowjetischen Botschaft in Bonn. Der sich in der BRD damals breit machende Nationalismus manifestierte sich spürbar u.a. darin, dass immer intensiver über die Notwendigkeit einer sogenannten "geistig-moralischen Wende" diskutiert wurde. In den Umlauf gebracht wurden die Parolen "Neuer Patriotismus" und "Nationales Selbstbewusstsein".
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Meinung
Vom "Schuldkult" zum "Schuldstolz": Wie Deutschland wieder arrogant (und kriegsbereit) wurde
Die Intellektuellen und die Eliten riefen en masse manipulativ dazu auf, die damalige junge Generation der Deutschen (die mittlerweile erwachsen ist und zu den heutigen "Elitären" und militanten Scharfmachern wurde – Merz, von der Leyen, Pistorius) von der Bürde der historischen Verantwortung, Selbsterniedrigung, den nationalen Minderwertigkeitskomplexen und der Schuld zu befreien. Die Deutschen, hieß es, seien bereits bestraft worden und sich der Abwegigkeit ihrer Lage bewusst, da Deutschland für die Verbrechen des Zweiten Weltkriegs zu der "Brutstätte der globalen Seuche und dem Urquell allen Übels auf Erden" erklärt worden sei.
Alfred Dregger, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, sagte in einer Rede am 17. November 1986, dass es endlich an der Zeit sei, der von den Siegermächten aufgezwungenen Auslegung der Geschichte ein Ende zu setzen. Er schlug vor, sich mit der Vergangenheit zu versöhnen und aller Toten, einschließlich der Opfer des Nazismus und der deutschen Soldaten, zu gedenken. Franz-Josef Strauß, bayerischer Ministerpräsident und CSU-Vorsitzender, rief 1987 dazu auf, zum "historisch gereinigten, europäisch orientierten, gesunden deutschen nationalen Selbstbewusstsein" zurückzukehren. Aktuell erleben wir, dass die damalige Saat des hemmungslosen Nationalismus und Chauvinismus, die hinter dem Feigenblatt des "nationalen Selbstbewusstseins, Patriotismus und Europäertums" versteckt wurde, nun eine reiche Ernte an neuem deutschem Revanchismus eingebracht hat. Und es ist an der Zeit zuzugeben, dass in den 20er Jahren des 21. Jahrhunderts das Erbe des Dritten Reiches einen üppigen Ertrag hervorgebracht hat.
Heute hat die politische Spitze der Bundesrepublik Russland zur "größten Bedrohung für Sicherheit und Frieden" erklärt. In Berlin wird offiziell das Ziel formuliert, Russland eine "strategische Niederlage" beizubringen. Besonders aggressive Russophobe, deren Vorfahren mit bestialischer Härte im Zweiten Weltkrieg an der Ostfront kämpften, fordern selbstvergessen "den Russen zu zeigen: Ihr werdet diesen Krieg verlieren."
Es ist eine großangelegte propagandistische Bearbeitung der öffentlichen Meinung im Gange. Es werden andauernd Parolen in den Raum geworfen, frei nach dem Motto, eine militärische Konfrontation mit Russland sei bis 2029 unausweichlich. In der ersten deutschen Militärstrategie unter dem Titel "Verantwortung für Europa", die vom Verteidigungsminister Boris Pistorius am 22. April 2026 im Parlament vorgelegt wurde, wird die Russische Föderation als grundlegende Bedrohung für die "regelbasierte Weltordnung" bezeichnet. Moskau versuche, die Bündniskohäsion zu schwächen und transatlantische Entkopplung zu verursachen, um seine Einflusssphäre auszuweiten. In diesem Zusammenhang sollten die Versuche des Dialogs gestoppt werden und nur der militärische Druck auf Russland sollte zunehmen. Kurzum, der Kurs auf eine umfassende Revanche ist nunmehr offiziell.
In den Rang der Staatspolitik wurden die Verdummung der Jugend durch die klassischen Mainstreammedien und die Bekämpfung der russischen "hybriden Propaganda" erhoben. Nur zeitigen die Jahrzehnte der übergriffigen ultraliberalen Propaganda aktuell den gegenteiligen Effekt. Die junge Generation, die von den kurzsichtigen innen- und außenpolitischen Entscheidungen der engstirnigen politischen Spitze in Deutschland enttäuscht ist, rückt angesichts der Diskrepanz zwischen Statistik und wirtschaftlicher Realität scharf nach rechts. Das Scheitern des Multikulturalismus, das Fehlen einer klaren Zukunftsvision, die Abkehr von traditionellen Werten – das alles schafft den Nährboden für zunehmende rechtsextremistische Stimmungen, die die Sehnsucht nach einem starken Staat heraufbeschwören. Wohin derlei wissentliche und unwissentliche Spielereien die deutsche Gesellschaft führen werden, ist unschwer zu erraten.
Der kontinuierliche und endgültige Abbau von politischen und rechtlichen sowie moralischen "Rudimenten" des Zweiten Weltkrieges in Deutschland hat nach Beginn der speziellen Militäroperation an besonderer Dynamik gewonnen. Jedem ist klar, dass diese lediglich ein guter Anlass war, die sich gegen Russland richtende Rhetorik zu verschärfen, die gespielte Russland-Angst zu verstärken und die bilateralen Beziehungen zügellos auf die Konfrontationsebene zu überführen. Deutschland wie übrigens auch die gesamte EU hatten weder Anlass noch objektive Gründe, sich so für die Ukraine einzubringen und Russland das Etikett "für immer ein Feind" zu verpassen, wie dies von der unscheinbaren grauen Maus der deutschen Außenpolitik, dem Bundesaußenminister mit dem schönen Namen Wadephul, gedankenlos und anmaßend formuliert wurde.
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Boris Pistorius legt Militärstrategie vor – Bundeswehr soll auf 460.000 Kräfte anwachsen
Bei der Umsetzung des bellizistischen EU-Kurses, der im März 2025 in dem Weißbuch zur europäischen Verteidigung – Bereitschaft 2030 verankert wurde, nimmt das Bundeskabinett auch die Aufgabe in Angriff, die Bundeswehr zur stärksten Armee Europas zu machen und diese beschleunigt zu modernisieren. Die Personalstärke der Bundeswehr soll von aktuell 181.000 auf 460.000 aktive Soldaten und Reservisten erhöht werden.
Am 27. August 2025 wurde von der Bundesregierung ein von Bundesverteidigungsminister Pistorius vorgelegter Gesetzesentwurf zur Modernisierung des Wehrdienstes schnell und ohne Änderungen verabschiedet, der zwar auf Freiwilligkeit beruhen soll, aber auch eine zügige Wiedereinführung der bis zum Jahr 2011 geltenden Wehrpflicht als Option vorsieht. Großenteils dank des Alarmismus der Behörden und dank der Gehirnwäsche der Jugend durch staatliche Propaganda hat die deutsche Regierung heute die Möglichkeit, über die steigende Zahl der sich nach freiwilligem Dienst sehnenden Menschen zu berichten. Anfang März 2026 haben sich 16.000 Menschen bei der Bundeswehr beworben, was 20 Prozent mehr sind als im gleichen Zeitraum 2025. Und insgesamt sind der Bundeswehr im ersten Quartal 2026 mehr als 5000 Menschen beigetreten, was einem Anstieg von 14 Prozent im Vergleich zum Anfang letzten Jahres entspricht.
An der abenteuerlichen Lust am Krieg wird genauso wie im 20. Jahrhundert nicht gespart. Nach Angaben des Stockholmer Internationalen Friedensforschungsinstituts hätten die Militärausgaben Deutschlands eine Marke von 88,5 Milliarden US-Dollar (ein Plus von 28 Prozent zu 2023) erreicht, womit Deutschland zur europäischen Spitze aufgestiegen ist. Die wichtigste Finanzierungsquelle ist das Sondervermögen Bundeswehr, das mit einem Volumen von 100 Milliarden Euro das Erreichen des Zwei-Prozent-Ziels der NATO möglich gemacht hat. Laut Bundeshaushalt 2026 ist die Bundesregierung bereit, 82 Milliarden von 524,24 Milliarden Euro Gesamtausgaben für die Verteidigung (lies: die Kriegsvorbereitung) auszugeben, was 20 Milliarden Euro mehr sind als im Jahr 2025. Die Mittel aus dem besagten Sondervermögen hinzugerechnet, sollen die gesamten militärischen Ausgaben Deutschlands ca. 108 Milliarden Euro betragen.
Ende Februar berichtete das deutsche Verteidigungsministerium erfreut über die "großartige Arbeit" des Beschaffungsamtes der Bundeswehr im Jahr 2025: Dem Bundestag wurden 103 Großprojekte zur Genehmigung vorgelegt, von denen jedes mindestens 25 Millionen Euro kostet, und die Summe der abgeschlossenen Verträge für die Beschaffung nachgefragter Waffen und Geräte beträgt beeindruckende 34 Milliarden Euro, wobei im Rahmen der bisher genehmigten Initiativen Produkte im Wert von rund 24 Milliarden Euro an die Streitkräfte übergeben wurden. Seit Berlins Ankündigung der "Zeitenwende" aufgrund der Situation in der Ukraine schwimmt der lokale Verteidigungssektor im Geld und reibt sich die Hände, weil aus dem, was vom ganzen Land in den Jahren 2020 bis 2025 für militärische Zwecke ausgegeben worden war, die nationalen Hersteller bereits 109 Milliarden Euro bekamen. Durch die Liberalisierung der Exportkontrolle ist Deutschland von Platz 6 auf Platz 4 auf der Liste der globalen Exporteure militärischer Produkte gestiegen.
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Meinung
Waffenfabrik "ukrainisch" – Korruptionsskandal europäisch: Stille um Minditschgate-Wiederaufflammen
Die deutschen Rüstungsexperten spekulieren auf die Besonderheiten des Kampfes während der unprovozierten Aggression gegen Iran – die Feststellung, dass der Einsatz von teuren Abfangraketen gegen Drohnen ineffizient ist – und werben leidenschaftlich für das Flugabwehrsystem mit kurzer Reichweite "Skyranger" – bei dem das Abfangen einer Drohne angeblich nur 4.000 US‑Dollar kostet. Vermutlich sind die deutschen Rüstungsbosse nur wegen ihrer Schwerfälligkeit mit ihrer Wunderwaffe, dem Clown aus Kriwoj Rog während seiner absurden Tour durch die Golfstaaten Ende März 2026 nicht nachgeeilt, als er den Golfstaaten die nicht angefragte Hilfe seitens der Bandera-Habenichtse durch Bereitstellung von Abfangraketen aufzudrängen versuchte.
Viele Rüstungsprojekte sollen über mehrere Jahre gestreckt umgesetzt werden. Dadurch soll der Industrie signalisiert werden, dass Berlin die Aufrüstung als langfristige Verpflichtung versteht. Es gibt Pläne, territoriale Dienststellen der Bundeswehrbeschaffungsbehörde in Städten zu eröffnen, in denen sich große technische Hochschulen befinden. Das Tempo der gezielten militärischen Forschung und Entwicklung wird beschleunigt: Jungen Talenten wird vorgeschlagen, statt in Grundlagenwissenschaften zu forschen, nach alter böser Tradition darüber nachzudenken, wie man neue tödliche Tiger, Panther und V-Waffen zusammenklöppeln kann.
Vor diesem Hintergrund wird die Abhängigkeit Deutschlands von ausländischen Waffenlieferungen ignoriert. Kritische Komponenten für moderne Waffentypen werden oft tatsächlich ausgelagert und im Ausland beschafft. Selbst der führende deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall, der Hauptlieferant vielfältiger militärischer Ausrüstung für die Bundeswehr, verzichtet auf das Einbringen seiner eigenen Know-hows, während er nach einem schnellen Gewinn aus der Ausführung staatlicher Rüstungsaufträge jagt. Das alles wird durch Käufe von anderen westlichen Herstellern kompensiert, nur um den Status exklusiver Bundeslakaien der Regierung nicht zu verlieren. So wurde im Rahmen des Besuches des deutschen Verteidigungsministers in Australien am 26. März 2026 die Vereinbarung Rheinmetalls mit Boeing Australia (sprich: US-Amerikanern) zur Schaffung autonomer unbemannter Kampfflugzeuge mit Stealth-Technologie, einer Nutzlast von mehr als 100 Kilogramm und einer Reichweite von mehr als 1000 Kilometern für die Nachfolger der Luftwaffe bekannt gegeben. Der Niedergang des deutschen wissenschaftlichen Denkens und die zunehmende Abhängigkeit von den USA sind offensichtlich.
Im Eilverfahren wird eine mögliche Konfrontation mit Russland auch dadurch vorbereitet, dass die deutsche Infrastruktur modernisiert wird. Die Länder und Kommunen sowie die Wirtschaft vor Ort werden zur umfassenden Umsetzung des Operationsplans Deutschland 2024 gedrängt. Dieser sieht vor, Deutschland zur wichtigsten logistischen Drehscheibe für massenhafte NATO-Truppenverlegungen an die "Ostflanke" zu machen. Der Durchmarsch von Kolonnen der Bundeswehr und verbündeter Truppen ist bis zu den deutschen Ostseehäfen und bis zur politischen Grenze fortan lediglich anzeigepflichtig und bedarf keiner Zustimmung der deutschen Stellen. Die Behörden vor Ort werden eindringlich dazu aufgefordert, die Bevölkerung auf einen möglichen militärischen Konflikt vorzubereiten. Es wird dann "detaillierte Maßnahmen zum Schutz kritischer Infrastruktur, zur Abwehr von Sabotageakten und zur Einrichtung von Luftschutzräumen entwickeln" genannt.
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Bundeswehrgeneral: NATO wird im Falle eines Krieges 800.000 Soldaten gegen Russland schicken
Von Militär und Politik werden auch Vertreter der Wirtschaft gezielt bearbeitet. Laut dem genannten Operationsplan Deutschland sollen die größten deutschen Unternehmen in ihrer Personalpolitik eine hohe Wahrscheinlichkeit dessen einkalkulieren, dass die Zahl der Arbeitskräfte aufgrund einer Mobilmachung der Wehrdienstfähigen drastisch und flächendeckend einbrechen könnte. Die in der UdSSR beliebten Witze, die sowjetischen Nudelfabriken könnten notfalls schnell auf die Produktion von 7,62-Millimeter-Geschossen umgestellt werden, bewahrheiten sich gegenwärtig in Deutschland. Für eine operative Umstellung der zivilen Industrie auf Rüstungsproduktion und den Beginn der Produktion für die Verteidigung nötiger Waren werden reale Voraussetzungen geschaffen. Die Bundeswehr soll ihrerseits dazu ermächtigt werden, bestimmte Waren, Ausrüstungen und Technik für den Eigenbedarf und ohne Entschädigung einzuziehen.
Der Rüstungssektor und die Politik in Deutschland haben bereits engmaschige Lobby-Netzwerke aufgebaut, was den Anteil der Rüstungsunternehmen an den wichtigsten innen- und außenpolitischen Entscheidungen in Deutschland erhöht. Unter dem Deckmantel der Reflexionen, die Rüstungsindustrie habe "rechtzeitig“ auf die geopolitischen Herausforderungen reagiert und einen Beitrag zur Sicherheitsarchitektur in Europa als Antwort auf die "russische Bedrohung" geleistet, findet eine seit der Zeit zwischen 1930 und 1940 nicht mehr gesehene und unheilvolle Verflechtung der Rüstungskonzerne und der Politik statt.
Die Menschheit erinnert sich an die äußerst gefährliche Verflechtung der Rüstungskonzerne und der Politik in den 1930er und 1940er Jahren. Damals hatten die Allesfresser von Händlern des Todes, für die die Herkunft des Gewinns keine Rolle spielte, und ihre Sympathien für den Nationalsozialismus die Welt in den Abgrund des Zweiten Weltkriegs gestürzt. Krupps, Thyssens und Boschs Erben, die dem Pazifismus als gemeinschaftlichem Wert abgeschworen haben, zu dem die Generationen vor ihnen durch eine grausame Tragödie gelangt waren, nehmen staatliche Rüstungsaufträge an und verschmähen es nicht, dabei Geld mit dem Blut zu machen. Auch die Banker halten mit, die sämtliche moralischen Tabus für die großzügige Förderung von Rüstungsprojekten abgeschüttelt haben – ab jetzt ist es vertretbar, öffentliches Helikopter-Geld anzunehmen, das den Rüstungsbetrieben zugeschoben wird. Vor diesem Hintergrund dürfte sich mancher Banker in Deutschland schneller als man denkt so sehr von der Last der Vergangenheit "befreien" und von der Vision eines neuen Kreuzzuges gen Osten im Rahmen der "Zeitenwende" inspirieren lassen, dass er in seinem Büro Porträts von Schacht und Funk, den Architekten der Rüstungs- und Wirtschaftspolitik des Dritten Reiches, aufhängen würde. Ganz im Sinne eines bekannten Spruchs aus der Zeit der Französischen Revolution: Ils n'ont rien appris, ni rien oublié (Sie haben nichts gelernt und nichts vergessen).
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Meinung
Wer hat Angst vor der sowjetischen Fahne in Berlin?
Das politische Establishment, das der geopolitischen Fata Morgana der "Führungsrolle" der Bundesrepublik in der EU nachsetzt, lässt sich von dem Gesamtzustand der deutschen Volkswirtschaft allem Anschein nach beirren. Dieses Sich-Heraushalten aus den Problemen im Inland führte dazu, dass das BIP in Deutschland 2025 inflationsbereinigt lediglich um 0,2 Prozent gestiegen ist.
Die Handelsbilanz, die für die exportorientierte deutsche Wirtschaft von großer Bedeutung ist, sank auf 2,4 Prozent des BIPs, das Exportvolumen schrumpfte um 0,3 Prozent (rückläufig seit drei Jahren in Folge), das Haushaltsdefizit machte im Jahr 2025 107 Milliarden Euro aus. Den Lokomotiven der deutschen Volkswirtschaft – der Automobil-, Metall– und Chemieindustrie – gelingt es nicht, die Krise zu überwinden. Die Gewinne der Automobilkonzerne sind drastisch eingebrochen. In den deutschen Bundesländern schreitet die Deindustrialisierung in großen Schritten voran – der Stellenabbau und die Auslagerung der Industrieproduktion aus Deutschland in andere europäische Länder sind bereits vollendete Tatsachen. Es fliehen Maschinenbaubetriebe, Chemiefabriken, Elektronikunternehmen – Bosch, Henkel, MAN, Mercedes-Benz. Wegen der hohen Stromkosten und der aufgrund der Bumerang-Sanktionen gegen Russland gestiegenen Logistikkosten und der hohen US-Zölle können sie der Konkurrenz nicht standhalten.
Aus einem Industrieriesen entwickelt sich Deutschland zu einer chaotisch geführten Werkstatt, aus der Maschinen und Anlagen geklaut werden. All das trifft die Bevölkerung – der Konsum ist mehr als angefroren, selbst der Bierabsatz ist 2025 auf einen seit 1993 nicht mehr gesehenen Tiefpunkt gesunken. Der Sozialstaat Deutschland könne mit den verfügbaren Mitteln nicht finanziert werden, so der Kanzler. Ob diese grausame Realität den ein bisschen arroganten Kanzler erschreckt, in dessen Adern das Blut von Nazi-Vorfahren kocht? Ist er bereit, sich mit der Tatsache konfrontiert zu sehen, dass er durch das Aufpumpen der deutschen Rüstungsindustrie die deutsche Volkswirtschaft nicht retten wird und die hohen Energiepreise samt der schwerfälligen Bürokratie Hunderte von gedruckten und nicht gedeckten Milliarden Euro schlichtweg auffressen werden? Es sieht nicht danach aus. Während er die antirussische Kriegspropaganda pusht, hofft er in seinem Tiefsten, dass der Krieg das alles vergessen macht.
In den öffentlichen Diskurs in Deutschland werden zwar nicht allzu laut – quasi kaum hörbar und aus der Ferne – jedoch mit Nachdruck Ideen eingepflanzt, wie etwa: Deutschland müsse über eigene Atomwaffen "nachdenken". Die nukleare Teilhabe innerhalb der NATO, also die Vereinbarung zwischen den USA und Berlin über den Einsatz der taktischen US-Atombomben durch die Bundeswehr im "Kriegsfall" (zu Friedenszeiten werden sie von den Amerikanern auf dem Militärstützpunkt Büchel in Rheinland-Pfalz gelagert und kontrolliert), stellt Deutschland offenbar nicht mehr zufrieden. Die Argumente für den Beibehalt der tödlichen Massenvernichtungswaffen sind schmerzhaft primitiv und abgedroschen – angeblich braucht man die Waffen, um Moskaus "aggressive Politik" in Europa abzuschrecken. Das sei eine Frage der staatlichen Souveränität.
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Zwei-plus-Vier-Vertrag in Gefahr? – Moskau zu möglichen Bestrebungen Berlins nach Atomwaffen
Hinzu kommt, dass der Verbleib der US-Truppen in Deutschland nicht geklärt ist. Gemäß einer noch mit der Regierung des schläfrigen Biden im Jahr 2024 getroffenen Vereinbarung möchte Berlin möglichst schnell auch amerikanische landgestützte Langstreckenraketen erhalten. Die Chancen, dass in einem der im Hinblick auf Militärlogistik und Infrastruktur am besten vorbereiteten Bundesländer – zum Beispiel Rheinland-Pfalz – Standorte für die Stationierung mobiler SM-6-Systeme, "Tomahawk"-Marschflugkörper und Hyperschall-Raketenkomplexe mit dem Gleitgefechtskopf Dark Eagle gefunden werden können, sind recht groß. Es besteht kaum ein Zweifel daran, dass die Amerikaner die geopolitische Lage nutzen werden – von den Deutschen brauchen sie nur ein Territorium. Die Meinung der faktisch als Geiseln genommenen Anwohner und der vernünftigen national orientierten Politiker, die die Linie der Berliner Eliten nicht mittragen, kümmert die dreisten Übersee-Sheriffs nicht. Nach der Logik der heutigen Administration von Donald Trump ist die Stationierung von Raketen keine uneigennützige Investition in die Sicherheit der Europäer, sondern vielmehr die Verstärkung der eigenen Präsenz an einem wichtigen Punkt zur potenziellen Projektion hochpräziser Schlagkraft auf Gegner (welche Gegner – das lässt sich auf Anhieb erraten). Das Problem liegt allein in der Zahl der amerikanischen Raketen – ob sie symbolisch und vorübergehend sein wird oder ob sie das strategische Gleichgewicht in Europa erschüttern und damit zu unseren direkten Gegenmaßnahmen führen wird.
Aber erst einmal brainstormen die offiziellen Vertreter Deutschlands, ob "in ferner Zukunft" ein gemeinsamer europäischer "Nuklearschirm" zusammen mit Großbritannien und Frankreich geschaffen werden kann, und denken über ihren eigenen hypothetischen Beitrag dazu nach. Es werden Ideen zur Finanzierung dieses Unterfangens ausgelotet. Zudem wird vorgeschlagen, Rollen zu verteilen: Die Bündnispartner sollen Sprengköpfe bereitstellen und Deutschland Trägerflugzeuge und Personal. Gleichzeitig wird die Bevölkerung schrittweise an den Gedanken herangeführt, dass auch wenn Deutschland theoretisch auf die nuklearen Arsenale von Paris und London setzen und versuchen würde, sich ihnen militärisch "anzuschließen", diese Maßnahmen möglicherweise keinen Erfolg hätten. Das für Paris traditionelle bürokratische Tauziehen sowie der Wunsch Frankreichs, auch im Falle einer gemeinsamen Kontrolle über die Nuklearstreitkräfte weiterhin eigenständig über deren Schicksal zu bestimmen, sind für die Bundesrepublik Deutschland kaum akzeptabel. Ebenso zweifelhaft erscheint die Haltung Londons, das wohl kaum bereit wäre, für die unklaren Ziele des transatlantischen Globalismus im Feuer einer nuklearen Apokalypse zu verbrennen. Dies würde massiv infrage stellen, ob der Ressourcenaufwand für die "gesamteuropäischen strategischen Abschreckungskräfte" überhaupt gerechtfertigt war.
Vor diesem Hintergrund geht die deutsche Experten- und Wissenschaftsgemeinschaft, die mit dem Gedanken an eine Mitgliedschaft im "nuklearen Klub" liebäugelt, davon aus, dass es dank der traditionell starken naturwissenschaftlichen Denkschule und einer Mehrzahl eigener Experten aus verwandten Fachgebieten durchaus wahrscheinlich ist, die "nicht-friedlichen" nuklearen Kompetenzen zügig aufzuholen. Es ist bekannt, dass die Herstellung von waffenfähigem Material aus auf dem Weltmarkt erworbenem Uran theoretisch in den Kapazitäten eines mit einer Kaskade von Gaszentrifugen ausgerüsteten Betriebs in Gronau in Nordrhein-Westfalen möglich wäre. Für eine Modernisierung der Produktion bräuchte man bloß drei Jahre. Und voilà: Siebzehn Tonnen pro Jahr wären verfügbar – ausreichend für die Herstellung von rund 340 Sprengköpfen. Darüber hinaus befindet sich hochangereichertes Uran im Forschungsreaktor der Universität München in Garching.
Man darf nicht vergessen, dass die Nazis in den 1940er Jahren der Entwicklung einer Atombombe recht nahekamen. Und einsetzen wollten sie diese keineswegs lediglich zur Abschreckung ihrer Gegner. Was den Opas 1945 fehlte, wären die Enkel bereit, im 21. Jahrhundert nachzuholen. In diesem Zusammenhang gibt es keinerlei Garantie dafür, dass der militärisch-politische Umgang Berlins mit dem Einsatz seines nuklearen Arsenals ausschließlich auf die Abschreckung beschränkt bleiben würde. Klar ist eins: Ein nuklearer Sprengsatz in deutscher Hand – ob aus französisch-britischer oder eigener Produktion – würde Deutschland nicht bloß zur "wichtigsten europäischen Zielscheibe des Kremls" machen, wie die deutsche Presse schreibt. Dies wäre ein eklatanter Verstoß gegen die völkerrechtlichen Verpflichtungen Berlins aus Artikel II des Vertrags von 1968 über die Nichtverbreitung von Kernwaffen. Danach verpflichtet sich jeder Vertragsstaat – einschließlich der Bundesrepublik Deutschland –, von niemandem Kernwaffen oder sonstige Kernsprengkörper oder die Verfügungsgewalt darüber weder unmittelbar noch mittelbar anzunehmen; solche Waffen oder sonstige Kernsprengkörper weder herzustellen noch sonst wie zu erwerben; und keine Unterstützung zur Herstellung von Kernwaffen oder sonstigen Kernsprengkörpern zu suchen oder anzunehmen.
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Analyse
Bisher nur eine Idee: Kann Frankreich einen europäischen Atomschirm spannen?
Ich bin überzeugt: Unter diesen Umständen kann und muss die Frage eines "Deutschen Nuklearprogramms" unverzüglich von der internationalen Gemeinschaft aufgegriffen werden, und das mit allen daraus resultierenden Konsequenzen: verschärfte Kontrollen durch die Internationale Atomenergie-Organisation, eine Verurteilung durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen sowie die Verhängung legitimer internationaler Sanktionsmaßnahmen, um odiose nukleare Bestrebungen bereits im Keim zu ersticken. Im Übrigen könnte auch dies für eine umfassende Revanche und die Schaffung eines mythischen "Vierten Reiches" in Kauf genommen werden. Die Frage ist freilich, wie diese Idee von der heutigen deutschen Gesellschaft aufgenommen wird. Gelinde gesagt: Nicht alle rechtschaffenen Bürger sympathisieren mit dem wahnwitzigen Modell eines Vierten Reiches. Vor dem Hintergrund der talentlosen Migrationspolitik der derzeitigen deutschen Regierung sind jedoch auch darüber hinausgehende Entwicklungen nicht auszuschließen.
Gleichzeitig sei darauf hingewiesen, dass bereits eine bloße Annäherung Deutschlands an Atomwaffen einen unbestrittenen casus belli darstellt – und damit die Möglichkeit schafft, auf sämtliche Reaktionsmaßnahmen zurückzugreifen, die in den in Russland geltenden Leitlinien der Nuklearen Abschreckung vorgesehen sind. Mehr noch, ich wage zu behaupten, dass solche Exerzitien auch in den USA nicht weniger Besorgnis erregen dürften, die ihrerseits gerade versuchen, die Welt von der Notwendigkeit eines auch China mit einschließenden neuen START-4-Vertrags zu überzeugen. Was würden sie wohl von einer solchen Aussicht halten: Ein nuklear bewaffnetes Europa unter Führung des militaristischen Deutschlands, dessen Arsenale teilweise außerhalb der NATO-Kontrolle liegen? Mich beschleicht das Gefühl, dass die Ziele, die in die neuen Codespeicher zur Aktivierung eines deutschen Nukleararsenals eingespeist werden könnten, keineswegs ausschließlich auf russischem Staatsgebiet liegen würden.
Allerdings sollten wir uns, auch wenn es keine deutschen Atomwaffen geben sollte, nicht in falscher Sicherheit in Bezug auf Deutschland wiegen. Die aberwitzig leichtsinnige Militarisierung des eigenen Landes an sich ist nicht das einzige Ziel der deutschen Politiker. Sie ist Teil eines weit komplexeren und tiefgreifenderen Prozesses, der Millionen Menschen weltweit bedroht. Der aktuelle Kurs enthält einen Hauch von ziemlich infernalen Sujets. Darin kann man Berlins Versuch bemerken, die dunkelsten revanchistischen Fantasien der deutschen Eliten in die Tat umzusetzen. Diese Träume gehen weit über den schlichten Wunsch hinaus, Berlins "Profil" in den europäischen Angelegenheiten zu schärfen. Man darf nicht vergessen, dass Deutschland das einzige europäische Land ist, das nach dem Ersten Weltkrieg gleich zweimal Nachbarländer vollständig annektierte, ohne ihnen auch nur förmliche Attribute von Unabhängigkeit und Staatlichkeit zu belassen.
Damit ist einerseits der Anschluss Österreichs 1938 gemeint, als das Deutsche Reich sich die Republik einverleibte, und andererseits die gewaltfreie Absorption der DDR durch die Bundesrepublik 1990. Damals wurde vor der irreführenden Geräuschkulisse, das deutsche Volk habe sich "wiedervereinigt", der ostdeutsche Staat faktisch im westdeutschen aufgelöst. Übrigens kam keinem der "Triumphatoren der Wiedervereinigung" – zu denen zu unserer Schande auch die sowjetische politische Spitze gehörte – auch nur der Gedanke, die allgemein anerkannten Rechtsverfahren einzuhalten. Eine freie Willensäußerung der Bürger in Form eines Referendums fand in dieser so wichtigen Frage nicht statt. Deshalb ist es sicher nicht am heutigen Deutschland, über die Rechtmäßigkeit territorialer Veränderungen in Europa zu urteilen – ebenso wenig wie über die Auslösung solcher Prozesse nach dem Zweiten Weltkrieg. Die rechtliche Grundlage der deutschen Staatlichkeit ist sehr brüchig. Bei Bedarf kann man alles, was seit dem Beginn der Vereinigung von der BRD und der DDR geschehen ist, durch die Brille des Grundsatzes ex injuria jus non oritur (aus Unrecht kann kein Recht entstehen) betrachten, falls eine solche Notwendigkeit plötzlich entstehen sollte. Anders gesagt: Die heutige Bundesrepublik Deutschland hat sogar keine ausreichende Rechtsbasis für ihre Existenz – ganz zu schweigen von der extremen Unselbstständigkeit der Bundesrepublik seit ihrer Gründung und ihrer ungeheuerlichen Vasall-Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten. Und die heutigen deutschen Nichtigkeiten, die wieder einmal schamhaft den Lorbeer neuer "Führer" anprobieren, sollten sich dessen bewusst sein.
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Meinung
Jeglichen Selbsterhaltungsinstinkt verdrängt, hat das Regime von Kanzler Merz auch in den internationalen Angelegenheiten gleich nach seinem Amtsantritt einen rasanten Start hingelegt. Offenbar dämmert es sogar den vielfarbigen Berliner Träumern mit der bipolaren Störung, dass für Deutschland eine schwere geopolitische Niederlage in der Ukraine am Horizont schimmert. Kein einziges Ziel der von der EU gestarteten "Anti-Speziellen-Militärischen-Operation", in der die Bundesrepublik de facto bestrebt ist, die erste Geige zu spielen, wurde erreicht. Vor diesem Hintergrund wird es für Deutschland kaum möglich sein, alles im Hinterland auszusitzen, Kleinrussland als Sturmtrupp loszuschicken (Polen wohl im Hinterkopf) und sich dabei weiter zu wünschen, Russland einen erheblichen Schaden zuzufügen.
Man muss selbst handeln – und genau das tun sie. Um die missglückten geopolitischen Investitionen wenigstens teilweise auszugleichen, strebt Berlin danach, sich eine militärisch-politische Führungsrolle in der EU zu sichern. Zur "Abwehr einer möglichen russischen Invasion" wurde im Frühjahr 2025 in Absprache mit Litauen beschlossen, bei Rudninkai, rund 30 Kilometer von unserem Bündnispartner Belarus und 160 Kilometer von der Oblast Kaliningrad entfernt, eine verstärkte Panzerbrigade 45 der Bundeswehr zu stationieren. Die Lieblingslosung der Nazi-Bonzen – "Kanonen statt Butter" – veranschaulicht trefflich die Finanzierungsansätze dieses Abenteuers. Obwohl Vilnius die Kosten für den Aufbau der für das deutsche Kontingent nötigen Infrastruktur in einer für den baltischen Zwergstaat märchenhaften Höhe von zwei Milliarden Euro übernahm, wird Berlin gezwungen sein, für Aufstellung und Ausrüstung der Brigade rund elf Milliarden Euro aufzutreiben. Dieses Geld ist für die deutsche Volkswirtschaft angesichts der instabilen makroökonomischen Situation im eigenen Land lebensnotwendig.
Im Bestand – die modernsten Kampfpanzer Leopard 2A8, Kommunikationsmittel, selbstfahrende Artillerie und so weiter. Um die Schlagkraft des Verbandes zu steigern, wird er weiterhin beispiellos mit Material und Technik vollgepumpt. Man denke nur an die Eilbilligung einer ersten Tranche von rund 540 Millionen Euro durch den Haushaltsausschuss des Bundestages vom 25. Februar 2026 an die großen innovativen deutschen Start-ups "Stark Defence" (an dem der hinlänglich bekannte amerikanische Unternehmer Peter Thiel maßgeblich beteiligt ist) und "Helsing", die Kamikaze-Drohnen herstellen. Die modernsten unbemannten Luftfahrzeuge sind der sehnlichste Traum der Bundeswehr für ihre "litauische Festung". Nachdem die seit dem Jahr 2017 in Litauen stationierte multinationale NATO-Militärgruppe im Februar 2026 dem Kommando der Brigade unterstellt wurde, ist die Truppenstärke bereits auf 1700 Mann angewachsen. Ausgerüstet mit den neuesten Panzern vom Typ Leopard 2 A8, Kommunikationsmitteln, Selbstfahrlafetten usw., soll die Brigade bis Ende 2027 volle Einsatzbereitschaft erreichen (4800 Soldaten und 200 zivile Beschäftigte der Bundeswehr). Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg sollen reguläre deutsche Truppen außerhalb der Bundesrepublik stationiert werden. Damit entsteht ein regelrechter Vorposten für einen "Vorstoß nach Osten". Anders lässt sich diese militärische Verstärkung mit dem Aufbau entsprechender langfristiger Infrastruktur kaum interpretieren.
Ob Deutschland einen neuen Drang nach Osten verspürt und umsetzen will oder zunächst die osteuropäischen "Giganten", angeführt von Polen, in dortige Schützengräben vorausschickt und selbst als Sperreinheitagieren will, macht für uns keinen großen Unterschied. Es ist die polnische Führung – für den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges mit dem Dritten Reich maßgeblich mitverantwortlich –, die sich einmal fragen sollte, wer, auf wessen Geheiß und mit welchem Geld in der Rzeczpospolita die Kriegshysterie schürt. Diese Hysterie halten polnische Turbopatrioten jedoch für den Kampf um "nationale Interessen" und für eine Chance auf geopolitische Revanche in Osteuropa. Ob diese aggressive Haltung der Warschauer Eliten gegenüber Moskau vielleicht doch aus Berlin vorgegeben wird, das einen erheblichen Einfluss auf die polnische Gesellschaft, Politik und die polnischen Medien hat und die polnische Szlachta dazu drängt, Russland noch mehr zu hassen – wenn so etwas überhaupt möglich ist –, was jeder Logik und den eigenen nationalen Interessen Polens zuwider ist?
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Meinung
"Deutsche und Russen werden nie Freunde sein" – Und was dies mit Weidel zu tun hat
Sollte Deutschland seine Aufrüstung massiv vorantreiben und der teutonische Geist über die Vernunft siegen, müssten die Polen ernsthaft darüber nachdenken, gegen wen sich die deutsche Kriegsmaschinerie letztlich richten wird. Zwischen der Bundesrepublik und Polen besteht ein tiefer, historisch gewachsener Hass, die geopolitischen Wunden bluten immer noch, und dass es Gebietsstreitigkeiten gibt – auch wenn die Politik das Gegenteil behauptet – ist auch unstrittig. Die Forderung Warschaus nach mehr als einer Billion US-Dollar Reparationen wird Berlin wohl kaum anders als mit militärischen Mitteln aus der Welt schaffen können. Es ist kein Zufall, dass die große NATO-Übung Steadfast Dart 26, die im Januar 2026 zur Erprobung der schnellen Truppenverlegung an der Ostflanke unter Einsatz der Militärtransportflieger, Eisenbahntruppen und Militärfahrzeugebegann, ohne Beteiligung der polnischen Streitkräfte stattfindet. Der Wind in Europa dreht sich immer schnell, aber der Belvedere-Palast will das nicht wahrhaben. Bekanntlich hat Polen nur zwei historische Wege – entweder Deutschlands bettelarmer Vasall oder Russlands Partner. Amerika ist sehr weit weg, und ein Polen (wie das ganze Europa) brauchen sie auch nicht. Da sollte man sich keine Illusionen machen.
Neben den hypothetischen Opfern, insbesondere in Gestalt von Polen (das seinen künftigen Status angeblich noch nicht erahnt und stolz den Titel eines Verbündeten Berlins trägt), hat Deutschland echte, treue Freunde, mit denen man sich an vergangene Tage und Schlachten erinnern kann, "wie sie an der Walstatt bestanden den Tod“. Im Zusammenspiel mit Finnland, Deutschlands "Schützengraben-Freundin" in der NATO, bemüht sich Deutschland aktiv und destruktiv darum, die Ostsee zu einem "Binnenmeer" des Nordatlantikbündnisses zu machen. Berlin war Hauptideengeber für eine NATO-Mission zur Überwachung der Ostsee (Baltic Sentry), die im Januar 2025 auf einem Treffen der Staats- und Regierungschefs der NATO- und EU-Staaten in Helsinki beschlossen wurde und darauf abzielt, die freie russische Schifffahrt zu behindern. Diese äußerst riskanten Handlungen in der Situation eines totalen Vertrauensdefizits an der Ost-West-Linie könnten heute das schlimmste aller denkbaren Szenarien auslösen.
Im Juli 2025 unterzeichneten Deutschland und Großbritannien den Kensington-Vertrag, dessen Verteidigungsartikel eine Klausel zur gegenseitigen Beistandspflicht im Falle eines Angriffs enthalten (in Ergänzung zum berüchtigten Artikel 5 des Washingtoner Vertrages zur Gründung der NATO) sowie eine gemeinsame Entwicklung von Rüstungsgütern, darunter Kampfflugzeuge und Raketentechnik, vorsehen. Der Hinweis, auf wen diese Raketen gerichtet sein werden, erübrigt sich.
Die Berliner Spitze ist bekanntermaßen von dem Wunsch besessen, alle, die man nur bekommen kann, das heißt diejenigen, die die deutsche Hysterie in Bezug auf die "russische Bedrohung" teilen, in die beschleunigte Entwicklung hochpräziser Waffen mit einer Reichweite von mindestens 1000 Kilometern einzubeziehen. Es ist kein Zufall, dass die deutsch-französische Firma "ArianeGroup", die über eine große Erfahrung im Raketenbau verfügt, mit einer Reihe von europäischen Ländern darüber verhandelt. Gemeinsam mit Norwegen möchten die Deutschen gerne einen seegestützten Überschall-Marschflugkörper (Super Sonic Strike Missile) entwickeln. Mit europäischen Mitläufern jeglicher Couleur – Frankreich, Italien, Polen, Schweden und Großbritannien – werden im Rahmen des Projektes "European Long-Range Strike Approach" Initiativen für die Entwicklung und die anschließende Produktion eines bodengestützten Marschflugkörpers mit einer Reichweite von mehr als 2000 Kilometern besprochen.
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Meinung
Kiesewetter und Generalbundesanwalt: Die Räuber genieren sich nicht mehr
Eine Sonderrolle bei der Umrüstung kommt der Ex-USSR zu. Es ist offensichtlich, dass der "Machtinhaber auf Zeit" in der Bankowa-Straße von Deutschland zunehmend als Reinkarnation des "Hetmans der gesamten Ukraine" Skoropadsky wahrgenommen wird, der sich im Jahr 1918 mehrere Monate mithilfe von deutschen Bajonetten an der Macht hielt. Oder als eine Kopie der nicht verwirklichten Operetteninitiative der Österreicher, einen "ukrainischen Thron" zu schaffen und diesen durch Wilhelm Franz von Habsburg-Lothringen, auch unter dem Pseudonym "Wassil Wyschiwanyj" bekannt, besteigen zu lassen. Das heißt, durch einen gehorsamen Vertreter der Interessen externer Sponsoren, die den Bestrebungen der Bevölkerung von Malorossija zuwiderlaufen.
Als Bestätigung für die Absicht, die Zusammenarbeit mit Kiew auf ein möglichst privilegiertes Niveau in allen Bereichen zu bringen, wurde am 14. April 2026 in Berlin während der Reise des blutigen Clowns eine Erklärung über die strategische Partnerschaft beider Länder unterzeichnet. Die Bundesrepublik Deutschland hat sich bereit erklärt, Kiew auch weiterhin beispiellose politische, diplomatische und militärische Unterstützung zu gewähren sowie über Sicherheits- und Verteidigungsfragen zu beraten. Trotz der bekannt gewordenen jüngsten Korruptionsskandale, die mit der sogenannten "Minditsch-Affäre" verbunden sind und die die durchgreifende unverschämte Bestechlichkeit des ganzen Führungszirkels der Bandera-Clique hervorheben, sind die Deutschen bereit, die ukrainischen Vasallen als eine preiswerte Montagehalle für ihre Produktion zu benutzen. Die Ukraine in eine kleine Labormaus zu verwandeln, an der makabre Experimente durchgeführt werden.
Zu einem weiteren Element der Bandenclique wird der Mechanismus der regelmäßigen Konsultationen der Chefs des Verteidigungs- und des außenpolitischen Amtes unter der Beteiligung von Vertretern führender Rüstungsbetriebe. Klingt schön, aber in Wirklichkeit wird dies wie folgt entschlüsselt: Die Ukraine muss unter ewiger Aufsicht stehen und genau das und so viel davon produzieren, was die Kuratoren vorgeben. Eine Vereinbarung über den Austausch von Informationen vom Schlachtfeld wurde unterzeichnet – die Streitkräfte der Ukraine werden sich mit der Bundeswehr über ihre Einsatzerfahrung mit der Software "Delta" austauschen, welche Lageerkenntnisse zum Verlauf der Kampfhandlungen in Echtzeit liefert. Mit einem solchen Kindergartentrick sollen die Anzahl und die Fähigkeiten aktiver und ehemaliger Bundeswehrsoldaten sowie der Vertreter anderer deutscher Sicherheitskräfte an der Kontaktlinie de facto gesteigert werden. Auf solche Weise werden – wie zu den alten Zeiten – die betrogenen Fritzen ihr Grab herbergen:
"Nicht sind es Bestien mit wildem Geschrei,
Die in die reißende Flut sich stürzen blind,
Hetzt sie Hitler, Reih um Reih,
Fritzen ostwärts in Kampfeswut.
Hier, wo Fenster sind Schießscharten,
Hier, wo Sträucher Tod verbergen,
Hier, auf fremder Erde Harren,
Die betrogenen 'Fritzen' starren,
Bis sie dort ihr Grab herbergen."
Bei der Unterstützung der militaristischen Pläne der Verteidigungsindustrie steckt das Berliner Politikum riesige Mittel in die Bewaffnung der ukrainischen Junta, während die alarmierenden Signale aus der heimischen Wirtschaft außer Acht bleiben. Man ist bereit, vier Milliarden Euro für die Vertiefung des militär-technischen Dialogs mit dem Land 404 auszugeben. Mit diesen Finanzmitteln müsste die gemeinsame Produktion unbemannter Luftfahrzeuge sowie Mittel- und Langstrecken-Flugsysteme ausgebaut werden, die dann zur Lieferung von Tausenden Drohnen für die Bedürfnisse der ukrainischen Streitkräfte führen sollen. Die deutsche Firma "Quantum Systems" berichtete brav von der Gründung von zwei neuen Joint Ventures, an denen die ukrainischen Waffenhersteller von taktischen Aufklärungs- und Kampffluggeräten sowie Abfangdrohnen "WIY Drones" und "Tencore" beteiligt sind, um die Erarbeitung und Serienproduktion von unbemannten Systemen zu ermöglichen. Darüber hinaus wird die Partnerschaft in den Bereichen Information, Innovation und Forschung intensiviert.
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Medwedew: Russland kämpft gegen Kräfte, die seine Existenz infrage stellen
All diese bravourösen und angeblich vielversprechenden "Begierdchen" werden mit Ausführungen über die allgemeine und unmittelbare Bedrohung durch Russland für die Freiheit des ukrainischen failed state und für die Sicherheit, Stabilität und das Wohlergehen Deutschlands und Europas untermauert. Auch machen prahlerische Aussagen von Selenskij von sich reden, die ukrainischen Streitkräfte verfügten über "die reichste Kampferfahrung unter allen europäischen Armeen". Ich möchte auch daran erinnern, dass Ende der 1980er zahlreiche Analytiker in ähnlichen Tönen über die irakische Armee als die größte Armee des Persischen Golfes schrieben. Alle erinnern sich gut daran, wohin die vom Westen angestachelten Ambitionen und der "Erfolgsschwindel" die irakische Staatsführung schon 1990 geführt haben. Für die Eintagskönige in der Bankowa-Straße stehen die Chancen gut, den gleichen Weg zu wiederholen.
Berlins außenpolitischer Revisionismus begrenzt sich nicht allein auf die Ukraine. Bei der Umsetzung seines revanchistischen Kurses sabotiert Berlin demonstrativ die Erfüllung seiner wichtigsten völkerrechtlichen Verpflichtungen. Problematisch ist in diesem Zusammenhang, dass im Oktober 2024 auf der Basis des nationalen Führungszentrums der Marine in Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) ein regionales maritimes NATO-Hauptquartier für die Ostsee ("CTF Baltic") eröffnet wurde, das de facto russische Schiffe ausspioniert. Zudem verstößt die Stationierung einer solchen Stelle auf dem Territorium der ehemaligen DDR eklatant gegen die Bestimmungen des Vertrages über die abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland vom 12. September 1990, der zwischen der BRD und der DDR unter Beteiligung der UdSSR, der USA, Großbritanniens und Frankreichs geschlossen wurde.
Die Versuche des Bundesministeriums der Verteidigung und der deutschen Botschaft in Moskau, das Vorgehen Berlins mit dem Hinweis zu rechtfertigen, dass "die Entsendung einzelner Vertreter der Streitkräfte anderer NATO-Mitgliedstaaten im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit …, wenn ausländische Austausch- und Verbindungsoffiziere in die Arbeit einer deutschen Einheit integriert und somit dem Kommando der Bundeswehr unterstellt sind, nicht unter den Zwei-plus-Vier-Vertrag fällt", halten einer ernsthaften Kritik nicht stand. In Artikel 5 Absatz 3 des oben genannten Vertrages heißt es ausdrücklich, dass ausländische Streitkräfte sowie Atomwaffen und deren Träger in diesem [östlichen] Teil Deutschlands weder stationiert noch dorthin verlegt werden dürfen. Auch der Abzug der sowjetischen Truppen vom Territorium der DDR war mit der unabdingbaren Verpflichtung zur Einhaltung dieser rechtlich verankerten Garantien verknüpft.
Wie sehr sich das offizielle Berlin in Formulierungen auch ergehen mag, das ist zumindest eine selektive und willkürliche Auslegung der Bestimmungen des Zwei-plus-Vier-Vertrags. Mit anderen Worten: Das ist schlicht und ergreifend Lüge und Hütchenspielerei. Indem das offizielle Berlin die Bestimmungen des Zwei-plus-Vier-Vertrags "hier und jetzt" vernachlässigt, kopiert es unverblümt das zum Himmel schreiende Handeln des "kollektiven Westens" weltweit. Und natürlich gibt dies den Anlass, über das Schicksal dieses Dokuments als Ganzes nachzudenken. Ein Verstoß gegen den Grundsatz pacta sunt servanda könnte in einem solchen Fall dazu führen, dass der internationale Vertrag selbst nichtig sein wird. Und das stellt die Rechtssubjektivität des modernen deutschen Staates infrage. Selbst eine Ahnung davon, was das für Deutschland bedeuten würde, ist erschreckend.
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Meinung
Warum die Kündigung des 2+4-Abkommens keine gute Idee ist
Wie schnell und schamlos die westlichen Staaten in der heutigen Welt auf grundlegende internationale Dokumente und Prinzipien im Interesse der berüchtigten politischen Opportunität verzichten, ist erschütternd. Nachhaltig ist der Eindruck: Wenn die seinerzeit gegebene Zusage, die NATO werde sich "keinen Zoll nach Osten" erweitern, rechtzeitig als offizielles Dokument formalisiert worden wäre, hätten die westlichen Staaten sie genauso leicht in den Papierkorb geworfen. Genauso hatte auch niemand ernsthaft vor, die Minsker Abkommen umzusetzen. Deren einziges Ziel bestand – wie aus den öffentlichen Erklärungen aus Deutschland und Frankreich hervorgeht – darin, den Kiewer Marionetten eine Atempause zu verschaffen. Und was wäre dann ein vermeintliches Abkommen zur Regelung der Ukraine-Krise noch wert?
Auf welchen nächsten "Anschluss" sich Deutschland derzeit heimlich vorbereitet, lässt sich kaum mit Sicherheit sagen. Offenkundig ist jedoch, dass es allmählich in ein politisches Modell abrutscht, das einer Militärdiktatur nahekommt, deren Spiegelbild das von fanatischem Revanchismus und Neokolonialismus besessene Regime des Kanzlers Merz ist. An Fahrt gewinnen unvertretbare und gefährliche revisionistische Tendenzen. Die Masken der Friedensliebe sind gefallen: Man bereitet die Menschen ideologisch auf düstere Zeiten vor, indem man die Schwelle der natürlichen Angst vor dem Krieg bewusst senkt und zugleich im Voraus Nachlassbriefe für jegliche Verfehlungen verteilt und damit den jungen Deutschen die historischen Schulden ihrer Vorfahren erlässt.
Das Postulat einer gleichwertigen Verantwortung der "beiden totalitären Regime" für die Entfesselung des Zweiten Weltkriegs ist in der deutschen Geschichtsschreibung grundlegend geworden. Zu den verbreiteten Fälschungen gehören das Verschweigen der heldenhaften Leistungen des sowjetischen Volkes, die Einteilung der Kriegsopfer in "nationale Kategorien" sowie die Leugnung des Sieges als Akt der Befreiung Europas unter Verweis auf eine "Ablösung eines totalitären Regimes durch ein anderes". In Zweifel gezogen wird das, wie es heißt, überzogene Ausmaß der Kriegsverbrechen, die von der Wehrmacht und den SS-Truppen an der Ostfront begangen wurden. Im Namen einer vermeintlichen Objektivität werden nicht dokumentarisch belegte "Zeugenaussagen" über Massenmorde in Umlauf gebracht, die angeblich von den beiden Seiten verübt worden sein sollen. Immer wieder wird über eine Entschädigung der Deutschen für materielle Verluste und menschliche Opfer gesprochen. Mehr Zynismus geht nicht.
Im August 2025 wurde in Deutschland auf hoher politischer Ebene der 75. Jahrestag der "Charta der Vertriebenen" begangen – eines Dokuments, das zwangsweise umgesiedelte Deutsche als Kriegsopfer darstellt. Ausdrücklich hingewiesen wurde dabei auf "ihr schweres Schicksal". Für sie habe das Ende des Krieges angeblich keineswegs das Ende der Gewalt bedeutet, sondern sei mit Demütigung, Rechtlosigkeit und dem Verlust der Heimat einhergegangen. Und dabei kein Wort über die Schuld der Deutschen für die Entfesselung des Zweiten Weltkriegs und die Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Dies ist eine offensichtliche Anspielung auf die deutschen Nachkriegsnarrative, auf die Versuche, dem "Verlust der Geschichte" entgegenzuwirken und sich von "unerwünschten Kapiteln" loszulösen, um die Einheit der Nation zu bewahren. Die Botschaft ist klar: Das deutsche Volk sei nach dem Zweiten Weltkrieg zu Unrecht grausam gedemütigt worden. Seine Leiden müssten im Namen von "Freiheit", "europäischer Solidarität" und "Gerechtigkeit" gerächt werden, offenbar auch mit der Schlagkraft deutscher Waffen.
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Meinung
Auschwitz und Leningrad gehören untrennbar zusammen
Die Reue in Deutschland über die Verbrechen des nazistischen Regimes gilt überwiegend dem Thema Holocaust; an die sowjetischen Opfer will man sich lieber gar nicht erinnern. Die deutschen Behörden weigern sich, die Blockade von Leningrad sowie andere von den Nazis an sowjetischen Bürgern begangene Verbrechen gegen die Menschlichkeit als Völkermord an den Völkern der UdSSR anzuerkennen.
Im April 2025 wurde die zynische Entscheidung getroffen, die Befugnisse Russlands im Kuratorium der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" auszusetzen, einer Einrichtung, die zur Zahlung von Entschädigungen an ehemalige Ostarbeiter geschaffen wurde, also an Zwangsarbeiter, die ins Dritte Reich verschleppt worden waren. Zugleich zahlt das offizielle Berlin auf Grundlage des Bundesversorgungsgesetzes von 1950 Sozialleistungen (jährlich fünf Millionen Euro) an ehemalige Angehörige der Wehrmacht und von SS-Verbänden sowie an ausländische Kollaborateure, darunter auch an Personen, die unmittelbar an der Blockade der Stadt an der Newa beteiligt waren.
Besonnene Stimmen, die es in der deutschen Gesellschaft durchaus weiterhin gibt, sind leider nicht in der Lage, die gefährlichen Anfälle der mit der neuen "Ethik" multiplizierten militärischen Schizophrenie zu dämpfen. Das autoritär-revanchistische Regime von Bundeskanzler Merz hält das gesamte politische System fest im Griff und lässt konstruktive Kräfte nicht an die Hebel der Macht.
Mit seinen unbedachten Handlungen setzt die deutsche Regierung die Sicherheit in Mittel- und Osteuropa, ja des gesamten Kontinents aufs Spiel. Mangels eigener Kräfte und Mittel zur wirklichen und eigenständigen Umsetzung einer militärischen Eskalation, ohne dass der "große Bruder" jenseits des Ozeans die Rückendeckung sichert, treibt sie durch Hysterie und Psychose die Einsätze in die Höhe. Ziel ist es dabei, die Verbündeten in Washington in eine potenzielle Auseinandersetzung zwischen Europa und Russland hineinzuziehen. Wie auch immer man es drehen mag: Die Bundeswehr bleibt von der amerikanischen Militärunterstützung hoch abhängig. Bei der Operationsplanung ist Deutschland heute vollständig auf die US-Satellitenaufklärung, strategische Lufttransportkapazitäten sowie die Abstimmung im Rahmen der gemeinsamen NATO-Führung angewiesen. Im Alleingang sind die Deutschen bislang nicht in der Lage, an einem hochintensiven militärischen Konflikt angemessen teilzunehmen, ohne die Bevölkerung mit entsprechenden Kosten übermäßig zu belasten, also ohne einen erneuten "totalen Krieg" mit apokalyptischen Folgen vom Zaun zu brechen.
Gleichwohl kann die Rationalität krachend an militaristischer Bipolarität und teutonischer Gier zerschellen. Der deutschen politischen Elite, die selbstvergessen mit Zinnsoldaten spielt, ist der Rahmen einer ausgewogenen Politik, wie sie Brandt, Schmidt, Kohl und Schröder verkörperten, eng geworden. Wie bereits vor 85 Jahren, heftet Berlin seinen raublustigen Blick wieder gen Osten.
Für unser Land ist es die oberste Priorität, es nicht wieder zur Tragödie von 1941 kommen zu lassen. Wir brauchen nicht nur einsatzfähige, sondern auch kampfbereite Streitkräfte an der Westflanke. Wir müssen uns dessen bewusst sein, dass die Deutschen ähnlich vernetzte Aufmarschgebiete auch vor dem 22. Juni 1941 entlang aller wichtigsten Vorstoßachsen im Voraus angelegt hatten. Wir dürfen nicht auf die Besonnenheit Berlins hoffen und glauben, dass es niemals das Risiko eines Krieges eingehen wird. Wir sollten uns nicht der Illusion hingeben, dass die deutschen Eliten sich an irgendeinen Fetzen Papier gebunden fühlen würden, selbst wenn ein Vertrag über eine neue europäische Sicherheitsordnung vereinbart werden sollte.
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Mearsheimer warnt Europa: Russland wird Atomwaffen gegen den Westen einsetzen
Man will uns bekanntermaßen das Konzept "Frieden durch Stärke" aufzwingen. Unsere Antwort kann daher nur lauten: "Sicherheit für Russland durch tierische Angst Europas". Weder Einreden, noch Vorführen guter Absichten, noch unser guter Wille und einseitige vertrauensbildende Maßnahmen dürfen unsere Mittel sein, um ein großes Blutbad zu verhindern. Es ist einzig und allein die Erzeugung der Erkenntnis in Deutschland und in dem sekundierenden "vereinten Europa": Im Falle von "Unternehmen Barbarossa 2.0" wird der nicht hinnehmbare Schaden für sie unabwendbar sein.
Unser klares Signal an die deutschen Eliten ist: Sollte das Worst-Case-Szenario eintreten, wäre nicht nur mindestens eine gegenseitig garantierte Vernichtung hochwahrscheinlich. In Wirklichkeit aber wird es um das Ende der europäischen Zivilisation gehen, während Russland bestehen bleibt. Die vielgepriesene deutsche Industrie wäre dann nicht nur schwer angeschlagen, sondern vollständig zerstört. Ebenso bräche die deutsche Wirtschaft zusammen, und niemand könnte sie jemals wieder aufbauen, einfach weil die verbliebenen vernünftigen Fachkräfte nach Russland, in die USA, nach China oder in andere asiatische Länder fliehen würden. Es ist anscheinend nur eine unverblümte Benennung dieser schweren Folgen, die die überheblichen Nazi-Erben und ihre Verbündeten in Deutschland zur Vernunft bringen und so Millionen von Menschenleben auf beiden Seiten der Front retten kann.
Das verrunzelte und schwachsinnige Europa, das in der neuen multipolaren Welt zumindest ein Restmaß an politischer Eigenständigkeit würde bewahren wollen, braucht ein militaristisches Deutschland nicht. So ein Deutschland brauchen auch wir nicht, denn es wäre gefährlich und unberechenbar. Also hat Berlin nur zwei Optionen. Die eine führt in den Krieg und zum schändlichen Begräbnis der eigenen Staatlichkeit, ohne jede Hoffnung auf ein weiteres "Mirakel des Hauses Brandenburg". Die zweite Option ist die Ernüchterung, gefolgt von einer geopolitischen Genesung durch eine grundlegende Neuausrichtung der eigenen außenpolitischen Leitlinien auf der Grundlage eines schwierigen, aber wichtigen Dialogs. Für uns sind beide Szenarien akzeptabel. Das Wort hat die Bundesrepublik. Und ich hoffe, es werden nicht wieder jene allseits bekannten Worte sein: "Wenn ich zugrunde gehen soll, so soll auch das deutsche Volk zugrunde gehen, weil es sich meiner unwürdig erwiesen hat."
Mehr zum Thema – Dmitri Medwedew: Entführung Maduros ist mit neuen Mitteln fortgesetzte Kolonialpolitik, Teil 1; Teil 2
wer manipuliert die religionen?
hier eine gute analyse der kräfte, die die religionen dieser welt manipulieren und in ihr gegenteil verkehren - um sie kriegstauglich zu machen. andreas gross nennt die city of london und die wall street, ich nenne sie die satanistischen eliten des westens...
Iran, Israel, USA — wer macht aus Religion den Vorwand für den 3. Weltkrieg?
Konstantin und Scofield als historische Schlüssel — Religion und Macht (1/3)
Serie: Teil 1 von 3 — „Wie Macht-Eliten Religionen umkrempeln”
Worauf wir gerade zusteuern
Dieser Artikel erscheint am 9. Mai — dem Tag, an dem im Osten an das Ende des letzten Weltkriegs vor 81 Jahren erinnert wird, einen Tag nach dem westlichen Gedenktag des 8. Mai. Dass diese Serie ausgerechnet jetzt veröffentlicht wird, ist Absicht. Wir stehen — und die Sorge in der breiten Öffentlichkeit ist in den letzten Wochen sichtbar gewachsen — vor einer scheinbaren Bedrohung durch einen weiteren Weltkrieg, dieses Mal mit atomarem Risiko. Zwei, drei religiös aufgeladene Konfliktlinien stoßen direkt aufeinander.
Auf der einen Seite drängt die Netanyahu-Regierung mit ihrer „Groß-Israel”-Ambition — Erez Israel von Nil bis Euphrat als religiös-politisches Programm bestimmter zionistischer Funktionsträger-Kreise — offen darauf, dass die USA an Israels Seite gegen den Iran militärisch vorgehen. Bei US-amerikanischen Falken findet diese Forderung Anschluss: in der AIPAC-Lobby (American Israel Public Affairs Committee — die größte und einflussreichste pro-israelische Lobbyorganisation in Washington), in den neokonservativen Denkfabriken, und in einer christlich-zionistischen Mehrheits-Stimmung, die in den letzten 100 Jahren gewachsen ist und auf die wir gleich noch zurückkommen.
Auf der anderen Seite haben die iranische Verfassungs-Architektur und Teile der schiitischen Klerus-Hierarchie die Vernichtung des Staates Israel als religiös-politisches Programm formuliert. Russland und China stehen über die BRICS-Partnerschaft (das Staatenbündnis Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika und mittlerweile mehrere Beitrittsländer, das sich als Gegenpol zur westlichen G7-Architektur etabliert hat) an der Seite des Iran in einer Solidaritäts-Position, die sie im Eskalationsfall nicht ohne weiteres verlassen können.
Der Spalt zwischen beiden Lagern ist scheinbar religiös: christlich-jüdischer Westen gegen schiitisch-muslimischen Osten, mit allen Mobilisierungs-Apparaten beider Seiten. Wer dieser Erzählung folgt, sieht einen unvermeidlichen Zusammenstoß der Kulturen.
Die These dieses Artikels und der ganzen Serie: Der religiöse Anschein ist nicht der Grund. Der religiöse Anschein ist das Werkzeug einer Macht-Architektur, die den Konflikt sucht und am Leben hält, weil sie strukturell von ihm profitiert. Wer hinter beiden religiösen Lagern die jeweilige Hand am Stift identifiziert — die Akteure, die Auslegungen finanzieren, Endzeit-Erwartungen pflegen, Konfrontations-Theologie kanonisieren —, sieht nicht drei feindliche Religionen. Er sieht eine Macht-Architektur, die alle Religionen gegeneinander ausspielen will.
Solange die Mehrheits-Bevölkerungen auf allen Seiten glauben, ihre eigene Religion fordere von ihnen den Krieg, werden sie ihn führen. Sobald sie erkennen, dass die Konfrontations-Theologie ihrer eigenen Schriften eine eingeschleuste Konstruktion ist und nicht das Wort der Lehrer und Propheten, fällt das Mobilisierungs-Werkzeug der Macht-Architektur in sich zusammen.
Dieser Artikel öffnet die Lesart. Die folgenden zwei Artikel der Serie liefern den forensischen Beweis am Modellfall Scientology (Teil 2) und die spezifische Anwendung auf die jüdische Konstellation am Buch von Richard Poe und Noor Bin Ladin (Teil 3).
Was die Erleuchteten lehrten
Wer die Worte der großen Lehrer freilegt — soweit sie sich aus den späteren Überarbeitungen herausschälen lassen — findet eine erstaunliche Übereinstimmung. Das alte Testament, Jesus, Buddha, Laotse, Sokrates, die Verfasser der ältesten Upanishaden, vermutlich auch der historische Mohammed der frühesten mekkanischen Suren — sie alle haben in der Substanz dasselbe gesagt:
- Behandle den anderen, wie du behandelt werden willst (die Goldene Regel — sie taucht in praktisch jeder Tradition auf).
- Übe dich in Wahrhaftigkeit, im Verzicht auf Gewalt, in der Sorge für die Schwachen.
- Suche das Göttliche nicht außerhalb deiner selbst, sondern in deinem eigenen Bewusstsein.
- Unterscheide nicht zwischen denen, die zu deiner Gruppe gehören, und denen, die nicht zu deiner Gruppe gehören — alle sind Geschöpfe des selben Gottes.
Diese Botschaft ist universal. Sie kennt keine Trennung in „die Eigenen” und „die Anderen” — die soziologischen Begriffe „In-Group” und „Out-Group” bezeichnen genau diese Trennung, die alle erleuchteten Lehrer aufzulösen suchten. Sie ist gerade die Aufhebung jener Unterscheidung. Wer sich auf einen erleuchteten Lehrer beruft, beruft sich auf jemanden, der die Trennung zwischen „uns” und „den anderen” überwunden hatte und genau das den Hörern weitergeben wollte.
Konstantin — der Moment, in dem die Macht die Staatsreligion entdeckte
Wenn man den Punkt sucht, an dem die christliche Religion gekippt ist — von einer Befreiungslehre zu einem Werkzeug der Reichs-Steuerung —, lohnt der Blick auf Kaiser Konstantin und das von ihm einberufene Konzil von Nicäa im Jahr 3251.
Nicäa wurde nicht von einer kirchlichen Autorität einberufen. Es wurde vom Kaiser einberufen. Konstantin hatte erkannt, dass die wachsende christliche Gemeinde ein Reichs-Werkzeug werden konnte — unter einer Bedingung: die Lehre musste kastriert und auf die Bedürfnisse des Imperiums zugeschnitten werden. Streitfragen zwischen verschiedenen christlichen Strömungen wurden administrierbar gemacht, der Kanon der zugelassenen Schriften wurde festgelegt, abweichende Schriften — Thomas-Evangelium, Petrus-Evangelium, Maria-Magdalena-Evangelium und ein Dutzend mehr — wurden verworfen.
Das Ergebnis von Nicäa war unter anderem die Position eines Primus inter pares — eines Ersten unter Gleichen unter den Bischöfen. Dieser Erste sollte in Rom residieren, in der unmittelbaren Reichweite des Kaisers. Aus dem Primus inter pares wurde im Lauf der nächsten Jahrhunderte der Papst. Und nach dem Zerfall des weströmischen Reichs 476 hat das Papsttum über Rom-Vatikan die Nachfolge des Kaiserreichs angetreten — die Verwaltungs-Strukturen, das Steuer-System, die Anspruchs-Logik. In den folgenden Jahrhunderten hat der Vatikan die Länder Europas unter seiner Kontrolle gehalten und unter Schutzzollzahlung gesetzt: den Zehnt — also die Pflichtabgabe des zehnten Teils aller Ernten und Erträge an die Kirche, ab den Karolingern als europaweite Steuer institutionalisiert und im ganzen Mittelalter die tragende Säule kirchlicher und herrschaftlicher Finanzierung. Diese Macht-Position wurde unter anderem durch zwei groß angelegte Urkundenfälschungen abgesichert, die jahrhundertelang als echt galten — die Konstantinische Schenkung2 (eine angeblich von Kaiser Konstantin ausgestellte Urkunde, die dem Papst die Herrschaft über Rom und das Westreich übertrug; 1440 als Fälschung entlarvt) und die Pseudoisidorischen Dekretalen3 (eine im 9. Jahrhundert in Westfranken zusammengestellte Sammlung gefälschter Papstbriefe, die der päpstlichen Macht im Mittelalter eine scheinbare juristische Grundlage verschaffte).
Die Bergpredigt-Lehre des historischen Jesus wurde für dieses Projekt nicht gebraucht. Sie wurde sogar zum Hindernis. Wer „liebe deinen Feind” predigt, taugt nicht zum Mobilisierer für Kreuzzüge. Wer „selig sind die Sanftmütigen” sagt, organisiert keinen Inquisitions-Apparat. Also wurde die Bergpredigt stillschweigend gegen eine andere Synthese ausgetauscht — eine Verschmelzung der Theologie des Apostels Paulus mit Konstantins Reichs-Christentum, die das Christentum institutionsfähig, kriegsfähig und kolonisations-fähig gemacht hat. Was Jesus gelehrt hatte, blieb in den Texten als Ornament stehen. Was die Kirche brauchte, kam in den Auslegungen, in den Predigten, in den Konzils-Beschlüssen, in den Volks-Liturgien dazu.
Das ist die Kern-Operation, um die es in dieser Serie geht. Sie ist nicht auf das Christentum beschränkt. Sie hat sich in jeder großen Religion in vergleichbarer Form abgespielt. Konstantin war nur derjenige, an dem sich der Mechanismus historisch besonders klar zeigen lässt.
Was die Schreiber daraus machten — drei Religionen, ein Muster
In den jüdischen Schriften finden sich Stellen, die ethische Grundgebote — das Verbot von Wucher, Betrug, Schuldknechtschaft — auf das Verhalten gegenüber Mit-Juden begrenzen, während sie das Verhalten gegenüber Nicht-Juden („Gojim”) ausnehmen oder lockerer fassen. Diese Stellen stammen nicht von den hebräischen Propheten — die haben gerade umgekehrt das Gericht über die eigene Elite gepredigt. Sie sind spätere Schichten, geschrieben von Schreibern, die eine bedrängte Diaspora-Gemeinschaft (also die jüdischen Gemeinden, die seit der Antike außerhalb des Heiligen Landes verstreut leben) zusammenhalten und gegen die umgebende Mehrheit abdichten mussten.
In den christlichen Schriften wurde die Heiden-Theologie nicht von Jesus formuliert, sondern von Paulus, den frühen Kirchenvätern und den späteren Konzilen. Sie hatte den Zweck, eine wachsende Institution gegen ihre Konkurrenz im römischen Imperium zu positionieren — und später die Rechtfertigung für Kreuzzüge, Inquisition und koloniale Mission zu liefern.
Im Koran sind die schroffen, kämpferischen Stellen — die Suren über die kāfir (arabisch für die „Ungläubigen”, die Nicht-Muslime) — großteils späterer, medinischer Herkunft, geschrieben in einer Phase, in der Mohammed nach seiner Auswanderung 622 von Mekka nach Medina dort eine eigene politische Gemeinschaft aufbaute, die sich gegen Rivalen behaupten musste. Andere Suren, oft die früheren mekkanischen aus seiner Anfangs-Phase, sprechen umgekehrt von der gemeinsamen Würde aller „Leute des Buches” — so nennt der Koran Juden und Christen, also alle Religionen, die sich auf eine göttlich offenbarte Heilige Schrift berufen. Welche Stellen ins Zentrum gerückt werden und welche an den Rand, entscheidet die Auslegungs-Schule. Die Hand am Stift war auch hier eine politische Hand.
In allen drei Fällen gilt: Die ursprünglichen Lehrer haben das nicht autorisiert. Die Schreiber haben es umgeschrieben. Die Funktionsträger haben die Aufmerksamkeit der Gläubigen weg vom Original auf die Revisionen gerichtet. Die Macht-Hierarchien haben es missbraucht.
Die Hand am Stift bleibt aktiv — zwei moderne Operationen
Wer denkt, das sei alles längst vergangen, antike Schriften halt — der unterschätzt das Verfahren. Die Hand am Stift bleibt aktiv. In den letzten 300 Jahren haben die City of London und ihre Schwester an der Wall Street das ältere Verfahren übernommen und auf die Religionen angewandt, die ihnen für ihre globalen Steuerungs-Zwecke nützlich erschienen. Zwei moderne Operationen, beide quellengestützt belegbar.
Die Scofield-Bibel und die Konstruktion des christlichen Zionismus
Bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts hat die christliche Mehrheits-Theologie überwiegend die Substitutions-Lehre vertreten: die Kirche ist nach dem Sühne-Tod Jesu an die Stelle des Volkes Israel als Bundesvolk Gottes getreten. Aus dieser Lehre ergaben sich verschiedene Probleme — sie hat den christlichen Antijudaismus theologisch genährt — aber sie kannte keine Vorstellung, dass das moderne Israel eine eigene heilsgeschichtliche Funktion erfüllt, der die Christen zu dienen hätten.
Das änderte sich um 1909, als die Scofield Reference Bible erschien — eine Studienbibel des amerikanischen Anwalts und späteren Predigers Cyrus Ingerson Scofield. Scofield übernahm die Endzeit-Theologie der Heils-Zeitalter, wie sie der britische Prediger John Nelson Darby in den 1830er Jahren entwickelt hatte — die Vorstellung, dass die Heilsgeschichte in mehrere Phasen („Dispensationen”) zerfällt und das moderne Volk Israel eine eigene heilsgeschichtliche Funktion in der letzten Phase erfüllt. Scofield verwandelte sie in einen Kommentar-Apparat, der direkt neben dem Bibeltext gedruckt wurde.
Kerngedanke: Das moderne Volk Israel ist das prophetische Volk Gottes, die Wiederherstellung des Staates Israel ist Teil von Gottes Endzeit-Plan, und jeder Christ, der diesem Plan nicht aktiv dient, gerät unter den biblischen Fluch, der sich aus Gottes Verheißung an Abraham im 1. Buch Mose ableiten lässt: „Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen.” Die christlich-zionistische Auslegung überträgt Abrahams Volk auf den modernen Staat Israel — wer Israel nicht unterstützt, fällt damit unter Gottes Fluch.
Die Bibel wurde von Oxford University Press gedruckt4 — derselben Oxford, deren Universität durch das Cecil-Rhodes-Stipendium mit der Macht-Architektur der Milner-Gruppe und der angelsächsischen Imperiums-Strategen verbunden war5. Scofield bewegte sich in den Jahren vor Erscheinen der Bibel im New Yorker Lotos-Club, einem Treffpunkt von Verlegern, Wall-Street-Anwälten und Bankiers; in diesen Kreisen verkehrte unter anderem der Wall-Street-Anwalt Samuel Untermyer, der wenige Jahre später als prominenter Lobbyist für die Federal-Reserve-Architektur tätig wurde. Eine direkte Finanzierungs-Spur Untermyer → Scofield ist in der Forschung nicht abschließend belegt — Untermyers Privatpapiere wurden nie systematisch durchsucht — aber das Netzwerk, in dem Scofield sich bewegte, war zweifelsfrei das Netzwerk, das ein politisches Interesse an einer christlich-zionistischen Stimmungslage in den USA hatte6. Es war also keine spontane Erweckung, die da auf den Kanzeln passierte. Es war eine verlegerisch durchgesetzte Theologie-Operation, die innerhalb von zwei Generationen die amerikanische Evangelikalismus-Landschaft in eine Endzeit-Stimmung verschoben hat, die sie bis dahin nicht kannte.
Verteilt wurde die Scofield-Bibel nicht kostenlos in Hotelzimmern, wie später die Gideon-Bibeln — sie war ein teures Studien-Werk von Oxford University Press, das gekauft werden musste. Aber die Distributions-Strategie zielte gar nicht auf Massenverteilung, sondern auf Hierarchie-Einsickerung: Schon als beratende Mit-Editoren der Erstausgabe wurden die Präsidenten mehrerer einflussreicher US-Bibelhochschulen gewonnen — Moody Bible Institute, Crozer Theological Seminary, Toronto Bible Training School, Xenia Theological Seminary. Was die Akademie-Spitze als Standard akzeptiert, lehrt sie an die nächste Pastorengeneration weiter. 1924 wurde diese Linie mit der Gründung des Dallas Theological Seminary durch Scofields engsten Schüler Lewis Sperry Chafer institutionalisiert; das Dallas-Seminar hat im 20. Jahrhundert tausende US-Pastoren in der Scofield-Auslegung ausgebildet, die wiederum ihre Gemeinden durchformten. Das ist die klassische Methode der angloamerikanischen Macht-Architektur: nicht laute Massen-Propaganda, sondern leise Übernahme der Hierarchie-Spitze, von der aus die Linie über Generationen herabsickert.
Heute haben schätzungsweise 30 bis 50 Millionen evangelikale Christen in den USA eine Israel-Theologie verinnerlicht7, die mit der Lehre Jesu nichts zu tun hat. „Liebe deinen Nächsten” — der Kerngedanke der Bergpredigt — passt nicht in eine Endzeit-Theologie, die die Auslöschung der Nicht-Bekehrten in einem apokalyptischen Krieg zwischen Gut und Böse als göttlichen Plan begrüßt. Diese Theologie ist dem christlichen Denken grundsätzlich fremd. Sie ist eingeschleust worden — von Akteuren, die ein politisches Interesse an einer christlich-zionistischen Mehrheits-Stimmung in den USA hatten und haben.
Diese Stimmung wird heute gegen den Iran mobilisiert. Wer den Druck verstehen will, mit dem AIPAC und die christlich-zionistische Welle die US-Regierung Richtung Krieg drängen, muss diese 100-Jahre-Operation kennen — sie ist die religiöse Infrastruktur, ohne die der Druck nicht funktionieren würde.
Muslim-Brotherhood, gestürzte Reform-Führer und das Verdrängen liberaler muslimischer Linien
Spiegelbildlich verläuft die Linie auf der islamischen Seite. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wuchs in vielen muslimischen Mehrheits-Gesellschaften eine säkular-liberale Strömung heran, die die muslimische Religion als persönliche Angelegenheit sah und den Staat von ihr trennen wollte. Atatürk in der Türkei nach 1923. Mossadegh im Iran 1951–1953, der das Erdöl verstaatlichen und das Land aus der britisch-amerikanischen Vormundschaft führen wollte. Der säkulare Baathismus in Irak und Syrien — eine arabische sozialistische Partei-Bewegung, die jahrzehntelang regierte und die Trennung von Religion und Staat anstrebte. Die pan-arabische Bewegung Nassers in Ägypten. Gaddafi in Libyen mit seinem pan-afrikanischen Wasser- und Bildungs-Programm.
Diese Führer waren nicht alle Demokraten westlichen Zuschnitts. Aber sie hatten eines gemeinsam: sie führten ihre muslimisch geprägten Länder in eine Richtung, die auf innere Modernisierung, regionale Kooperation und friedliche Koexistenz mit dem Westen wie mit den Nachbarn setzte — nicht auf Konfrontation oder islamistische Mobilisierung.
Diese Linie ist nicht von muslimischen Massen-Bewegungen verdrängt worden. Sie ist von westlichen Geheimdiensten und ihren regionalen Helfern systematisch demontiert worden. Die CIA stürzte Mossadegh 1953 (Operation Ajax, mit dem britischen MI6)8. Die Muslim-Brotherhood, gegründet 1928 in Ägypten9, wurde ab den 1950er Jahren von westlichen Geheimdiensten und saudischen Geld-Gebern gegen Nasser, gegen den arabischen Sozialismus und gegen die liberal-säkularen Kräfte in Stellung gebracht. In Afghanistan finanzierte die CIA von 1979 bis 1992 die Operation Cyclone, aus der Al-Qaida und letztlich der globale dschihadistische Terrorismus hervorgingen10. Saddam Husseins Irak fiel 2003 dem westlich inszenierten Krieg zum Opfer. Gaddafi 2011, mit NATO-Bombardierung und vorangegangenem westlichem Stützen islamistischer Milizen. Assad in Syrien wurde ab 2011 mit demselben Mittel angegriffen.
Das Ergebnis dieser Operationen ist eine muslimische Welt, in der die liberalen, kooperativen, modernisierenden Strömungen marginalisiert sind und die schroffsten, kämpferischsten Auslegungen des Islam — gerade die medinischen kāfir-Suren — ins Zentrum gerückt wurden. Das ist nicht der Islam. Das ist eine gemachte Konstellation, in deren Resultat die City of London und die Wall Street weiterhin von einer dauerhaften Konfrontation zwischen einem als feindlich dargestellten Islam und einem als bedroht dargestellten Westen profitieren.
In beiden Beispielen — Scofield-Bibel und Brotherhood-Operationen — ist nicht die Religion an sich das Problem. Das Problem ist eine Macht-Architektur, die die Religionen von außen umformt, um sie als Konfrontations-Werkzeug einsetzen zu können. Die Gläubigen, die in dieser umgeformten Version ihre Religion praktizieren, sind nicht die Akteure. Sie sind die Bewegten, deren religiöse Identität durch fremde Eingriffe in eine Form gegossen wurde, die sie selber meist gar nicht durchschauen.
Drei Konsequenzen
Wer diese Lesart einmal angenommen hat, kommt zu drei unbequemen Konsequenzen.
Erstens — die Akteure stehen anderswo, als die übliche Erzählung behauptet. Nicht „die Juden” sind antisemitisch nutzbar, sondern die Schreiber, die die abwertenden Stellen über die Nicht-Juden in die Schriften gelegt haben, plus die City, die diese Stellen für ihre Zwecke aktiviert hat. Nicht „die Christen” sind kreuzzugs-fähig, sondern die Bischöfe der frühen Konzile, die die paulinische Heiden-Theologie kanonisiert haben, plus die mittelalterlichen Päpste, die sie gegen die islamische Welt mobilisiert haben. Nicht „die Muslime” sind dschihad-bereit, sondern bestimmte Auslegungs-Schulen, die die schroffen Suren ins Zentrum gerückt haben, plus die heutigen Geheimdienste, die solche Auslegungen über Stellvertreter-Organisationen weltweit vermarkten. Der Vorwurf gegen das Volk verfehlt jedes Mal den eigentlichen Adressaten.
Zweitens — die Befreiung liegt nicht im Atheismus. Wer die Religionen zugunsten eines materialistischen Weltbildes verwirft, hat das Macht-Werkzeug nicht entwertet, sondern nur ein anderes an seine Stelle gesetzt. Der politische Atheismus des 20. Jahrhunderts hat in der bolschewistischen Variante hundert Millionen Menschen das Leben gekostet. Materialismus ist keine Heilung der Religion, er ist eine andere Form der gleichen In-Group / Out-Group-Logik, und zusätzlich noch die Entwertung unserer grundlegenden geistigen Natur: Menschen besitzen Schöpferkraft, denn wir sind nach Gottes Bild geschaffen.
Drittens — die Befreiung liegt in der Quelltext-Lektüre mit der richtigen Frage. Wer eine heilige Schrift liest und sich bei jeder Stelle fragt: „Wer hat das wann hineingeschrieben — und gegen wen?“ — der kommt der ursprünglichen Lehre näher als jeder Funktionsträger, der die Schrift im traditionellen Modus auslegt. Diese Frage ist die radikale Frage, die Wurzel-Frage. Sie ist nicht religionsfeindlich. Sie ist religionsfreundlich im tieferen Sinn — sie sucht den Lehrer hinter dem Schreiber.
Genauso wie wir bei den heutigen Nachrichten gelernt haben, Wahrheit von Fake News zu unterscheiden, sollten wir lernen, in unseren heiligen Schriften die Spreu vom Weizen zu trennen — das göttlich Inspirierte von dem, was uns gegen die grundlegenden Lehren der Weisen einnimmt. Das griechische Wort diabolos — der Teufel — bedeutet wörtlich „der Auseinanderwerfer”. Er ist gekennzeichnet durch das Spalten und Trennen: das Macchiavelli-Prinzip „teile und herrsche”, nach dem Herrschaft dadurch zustande kommt, dass man die Menschen gegeneinander ausspielt. Genau diese spaltenden Elemente sollten wir aus unseren heiligen Schriften beseitigen.
Dazu braucht es nicht einmal akademische Bibelwissenschaft, sprachhistorische Quellen-Analyse oder ein tiefes Hineingehen in die Prüfung ursprünglicher Texte, sondern nur den gesunden Menschenverstand, der erkennt, dass unsere Schriften manipuliert sind. Das Gute steht in ihnen, die belebende Wahrheit steht in ihnen — direkt neben bösartiger Hetze. Es geht darum, sich von Letzterem freizumachen, um die Nähe zum Göttlichen zu erlangen.
Die Illusion, eine unverfälschte heilige Schrift in den Händen zu halten, wurde durch die wissenschaftliche Bibelkritik bereits vor mehr als hundert Jahren zerstört. Damit sollte sich jeder Christ einmal befassen, um die wörtliche Auslegung seiner Bibel in Frage stellen zu lernen.
Wer einen besonders ehrlichen Zeugen für die Bibelfälschung sucht, findet ihn an einer überraschenden Stelle: bei Hieronymus selbst, dem Übersetzer der lateinischen Vulgata-Bibel im Auftrag von Papst Damasus I. um 383 n. Chr. — also bei dem Mann, der bis heute als „Kirchenvater” und Heiliger der katholischen Kirche verehrt wird. In den Vorreden zu seinen eigenen Übersetzungen hat Hieronymus mit erstaunlicher Offenheit eingeräumt, was er getan hat:
„Wird sich auch nur einer finden, sei er gelehrt oder ungelehrt, der mich nicht, sobald er diesen Band [die Überarbeitung der Evangelien] in die Hand nimmt und feststellt, dass das, was er hier liest, nicht in allem den Geschmack dessen trifft, was er einmal in sich aufgenommen hat, lauthals einen Fälscher und Religionsfrevler schilt, weil ich die Kühnheit besaß, einiges in den alten Büchern zuzufügen, abzuändern oder zu verbessern?“
— Hieronymus, Vorrede zur Überarbeitung der Evangelien, an Papst Damasus I., um 383 n. Chr.11
Und in der Vorrede zu seiner Vier-Evangelien-Übersetzung schreibt Hieronymus, was Damasus von ihm verlangt hat:
„Du zwingst mich, aus einem alten Werk ein neues zu schaffen, dass ich nach den über die ganze Welt verstreuten Abschriften der Schrift gleichsam wie ein Schiedsrichter dasitze und entscheide, welche von ihnen, da sie untereinander voneinander abweichen, mit der griechischen Wahrheit übereinstimmen.”
— Hieronymus, Praefatio in Evangelio (Vorrede zu den Vier Evangelien), an Papst Damasus, 383 n. Chr.12
Klarer kann ein Fälscher seinen eigenen Eingriff nicht beschreiben: aus einem alten Werk ein neues schaffen, als alleiniger Schiedsrichter über tausende abweichende Abschriften entscheiden. Und in der Vorrede zum Pentateuch greift Hieronymus sogar die Septuaginta an — die griechische Übersetzung des Alten Testaments, die als göttlich inspiriert galt:
„Und ich weiß nicht, welcher Autor sich als erstes die Lüge hat einfallen lassen, in Alexandria siebzig Häuschen hinzustellen [in denen die siebzig Übersetzer angeblich wundersam alle dasselbe Ergebnis produziert hätten] … Etwas anderes ist es nämlich, Prophet, etwas anderes, Übersetzer zu sein.”
— Hieronymus, Vorrede zum Pentateuch der Vulgata, Übersetzung nach Alfons Fürst13
Wer das einmal aus dem Mund des Bibelübersetzers selbst gelesen hat, dem wird die Behauptung mancher Glaubensgemeinschaften — die Zeugen Jehovas vertreten sie besonders nachdrücklich — kaum noch plausibel erscheinen, dass die Bibel seit zweitausend Jahren wortwörtlich und unverändert überliefert worden sei. Eine populär aufbereitete Sammlung dieser und weiterer Hieronymus-Zitate findet sich in der 48-seitigen Broschüre „Die Bibel ist gefälscht — Hieronymus, der kirchliche Bibelfälscher” (Verlag DAS WORT, Marktheidenfeld 2005 — die PDF habe ich für meine Leser zum direkten Lesen bereitgestellt). Die Broschüre stammt aus dem Umfeld der religiösen Bewegung Universelles Leben — das Hieronymus-Material darin ist aber unabhängig nachprüfbar. Wer eine akademisch unverdächtige Aufarbeitung sucht, findet sie bei Alfons Fürst (Hieronymus — Askese und Wissenschaft in der Spätantike, Herder Verlag) oder beim US-Religionswissenschaftler Bart Ehrman (Abschriften, Fälschungen, Veränderungen — Die verborgene Geschichte der Bibel, Gütersloher Verlagshaus).
Was daraus für den drohenden Krieg folgt
Wer das einmal gesehen hat, kann den Krieg, der gerade die Welt bedroht, nicht mehr im Modus der religiösen Konfrontation lesen. Er sieht hinter den drei religiösen Lagern dieselbe Macht-Architektur — die City of London und die Wall Street auf der einen Seite, die geopolitischen Gegenspieler auf der anderen, beide mit ihren jeweiligen religiösen Mobilisierungs-Apparaten. Er sieht die christlich-zionistische Stimmung in den USA als Scofield-Operations-Erbe. Er sieht die schroff-konfrontative Auslegung des Islam in Teilen der muslimischen Welt als Brotherhood-Operations-Erbe. Er sieht die „Groß-Israel”-Ambition als Auslegungs-Linie bestimmter zionistischer Funktionsträger-Kreise — nicht als Position des jüdischen Volkes, das in Israel selbst und in der Diaspora in dieser Frage tief gespalten ist.
Konkretes Gegenbeispiel zur westlichen Erzählung „Iran will Juden vernichten”: Im iranischen Parlament haben religiöse Minderheiten — Juden, Armenisch-Orthodoxe, Assyrische Christen (eine alte christliche Konfession Mesopotamiens), Zoroastrier (Anhänger der vorislamischen persischen Zarathustra-Religion) — feste reservierte Sitze und Verfassungs-Schutz14. Die wenigen tausend Juden, die heute noch im Iran leben, genießen dort Privilegien, die in den westlichen Krieg-Erzählungen nie auftauchen. Das sind natürlich nicht zionistische Juden — die fühlen sich von der Netanyahu-Linie nicht vertreten, sondern eher bedroht. Es sind säkulare oder religiöse Juden, die ihre eigene Tradition leben wollen, ohne dass eine politisch-zionistische Funktionsträger-Schicht in ihrem Namen Krieg führt. Spiegelbildlich gilt das für die islamische Reform-Linie, die in den letzten 100 Jahren Atatürk in der Türkei, Mossadegh im Iran, den säkularen Baathismus in Irak und Syrien, Nassers pan-arabische Bewegung und Gaddafi in Libyen hervorgebracht hat — Führer, die ihre muslimisch geprägten Länder in friedliche Kooperation mit Christen und Juden geführt haben, bevor sie systematisch durch westliche Geheimdienst-Operationen demontiert wurden.
Und damit fällt der Mobilisierungs-Hebel.
Solange die Mehrheits-Bevölkerungen auf allen Seiten glauben, sie führten ihren Krieg aus religiöser Notwendigkeit, werden sie ihn führen. Sobald sie erkennen, dass die Konfrontations-Theologie ihrer eigenen Schriften ein eingeschleustes Werkzeug ist und nicht das Wort der Propheten, ist die Macht-Architektur ohne ihr wirksamstes Mittel.
Die Verhinderung des Dritten Weltkriegs ist deshalb keine Friedensbewegung im üblichen Sinn. Sie ist Aufklärung über die Manipulation unserer heiligen Schriften.
Wie es in dieser Serie weitergeht
Der nächste Artikel der Serie zeigt den Beweis für das hier Gesagte an einem Fall, in dem die Übernahme einer religiösen Bewegung vollständig dokumentiert ist. Der Vatikan hält seine Archive verschlossen, die Bibliothek von Alexandria ist verbrannt, die Quelltexte der älteren Religionen sind über Jahrtausende redigiert worden — der direkte Beweis ist dort nicht mehr zu führen. Aber bei einer modernen Bewegung, deren Originaltexte und -Vorträge in mehreren Terabyte digitalisiert vorliegen und international gesichert sind, lässt sich der Mechanismus in allen seinen Phasen nachweisen. Diese Bewegung ist die Scientology, deren feindliche Übernahme durch den tiefen Staat (CIA, MI6, Mossad…) ich im letzten Vierteljahrhundert investigativ untersucht und in sieben Bänden dokumentiert habe. Daraus wird Teil 2.
Teil 3 wendet die Lesart auf einen besonders heiklen Sonderfall an — die Rolle der Juden in der britischen Statthalter-Strategie, anhand des Buches von Richard Poe und Noor Bin Ladin, „How the British Invented Communism (And Blamed It on the Jews)“. - „Wie die Briten den Kommunismus erfanden (und den Juden die Schuld dafür gaben)“. -
Quellen und Belege
Diese Serie ist frei zugänglich
Dieser Beitrag und die zwei folgenden Artikel der Serie sind ohne Bezahl-Schranke lesbar — die Argumente sollen so weit wie möglich kursieren, gerade jetzt vor dem drohenden Krieg. Wer meine Arbeit finanziell unterstützen möchte, hat zwei Wege:
- Buchkauf: Trump zerlegte die Neue Weltordnung (503 Seiten, eBook ohne Kopierschutz, CHF 19.80) auf shop7.ch — bündelt die Quigley-Aufklärung15 in einem Werk, das diese Serie inhaltlich vorbereitet hat.
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Mit besten Grüßen,
Andreas M. B. Groß
College for Knowledge / Morgarten / Schweiz blog.andreasmbgross.ch — shop7.ch
1 Konzil von Nicäa 325 — einberufen vom römischen Kaiser Konstantin I., Sitzungsperiode Mai bis Ende Juli 325 in Bithynien (heute Iznik, Türkei), zwischen 250 und 318 Teilnehmer aus dem ganzen Reich. Konstantin selbst war ungetauft, präsidierte aber die Eröffnungssitzung. Hauptthema: Arianismus-Streit und Reichseinheit. Quellen: Britannica — First Council of Nicaea, Wikipedia — First Council of Nicaea.
2 Konstantinische Schenkung als Fälschung — der italienische Humanist Lorenzo Valla wies 1440 in seinem Manuskript De falso credita et ementita Constantini Donatione declamatio mittels philologischer Analyse nach, dass die Urkunde nicht aus dem 4. Jahrhundert stammen kann (sprachliche Anachronismen, etwa der Begriff satrap). Erstdruck erst 1517 unter Ulrich von Hutten. Quellen: Wikipedia — Donation of Constantine, Wikipedia — Lorenzo Valla.
3 Pseudo-Isidorische Dekretalen — eine Sammlung gefälschter Papstbriefe und Konzilsbeschlüsse, im 9. Jahrhundert vermutlich im Kloster Corbie in der Reimser Provinz (Westfranken) zusammengestellt. Zweck: Schutz der Bischöfe vor weltlicher Strafverfolgung und Ausweitung der päpstlichen Jurisdiktion. Standardwerk: Horst Fuhrmann, Einfluß und Verbreitung der pseudoisidorischen Fälschungen (3 Bände, MGH-Schriften 24, 1972–73). Quellen: Wikipedia — Pseudo-Isidore, Britannica — False Decretals.
4 Scofield Reference Bible — erstmals 1909 bei Oxford University Press erschienen, von Cyrus Ingerson Scofield (1843–1921) editiert. Übernimmt die dispensationalistische Theologie des britischen Predigers John Nelson Darby (1800–1882). Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs über zwei Millionen Exemplare verkauft. Erste englischsprachige Studienbibel seit der Genfer Bibel (1560), die Kommentare direkt neben dem Bibeltext druckte. Quellen: Wikipedia — Scofield Reference Bible, Boston University — Cyrus Ingerson Scofield.
5 Cecil Rhodes „Confession of Faith” 1877 — am 2. Juni 1877 in Oxford verfasstes Manifest, in dem Rhodes den Plan einer Geheimgesellschaft zur „extension of British rule throughout the world” formuliert. Nach Rhodes’ Tod 1902 setzte Lord Alfred Milner die Linie fort. 1909 als „Round Table” institutionalisiert, ab 1920 öffentlich als Royal Institute of International Affairs (Chatham House). Quellen: University of Oregon — Cecil Rhodes’ Confession of Faith, Wikipedia — Cecil Rhodes.
6 Scofield, Lotos-Club und Untermyer — die finanzielle und netzwerkliche Verbindung zwischen Scofield, dem New Yorker Lotos-Club und dem Wall-Street-Anwalt Samuel Untermyer ist in der Forschung umstritten. Eine direkte Geld-Spur ist nicht abschließend belegt — Untermyers Privatpapiere wurden bislang nicht systematisch nach Scofield-Korrespondenz durchsucht. Belegt ist die Mitgliedschaft Scofields im Lotos-Club, in dem Verleger, Bankiers und Wall-Street-Anwälte verkehrten. Quellen: Researchgate — Cyrus Scofield and the Lotos Club: The Hidden Networks, Researchgate — Unlikely Allies: Speculating on Samuel Untermyer’s Financing of Cyrus Scofield.
7 Christlicher Zionismus in den USA — Größenordnung — Schätzungen liegen zwischen 20 und 50 Millionen Anhängern, je nach Definitions-Engheit. Eine Pew-Umfrage 2013 zeigte: 82 % der weißen evangelikalen Protestanten in den USA glauben, dass Israel den Juden von Gott gegeben wurde (gegenüber 40 % der amerikanischen Juden). Christians United for Israel (CUFI), die größte christlich-zionistische Organisation, hat etwa 10 Millionen Mitglieder. Quellen: Pew Research (2013) — More white evangelicals than American Jews say God gave Israel to the Jewish people, Wikipedia — Christian Zionism.
8 Operation Ajax 1953 (Mossadegh-Sturz) — gemeinsame CIA/MI6-Operation am 19. August 1953, mit der der demokratisch gewählte iranische Premierminister Mohammad Mossadegh nach seiner Verstaatlichung der Anglo-Iranian Oil Company gestürzt wurde. Die CIA bestätigte ihre Rolle erst 2013 durch freigegebene interne Dokumente. Quellen: National Security Archive (GWU) — CIA Confirms Role in 1953 Iran Coup, NPR (2013) — Declassified Documents Reveal CIA Role In 1953 Iranian Coup, Wikipedia — 1953 Iranian coup d’état.
9 Muslim-Brotherhood (Muslimbruderschaft) — gegründet im März 1928 in Ismailia (Ägypten, damals britisch besetzte Suez-Kanal-Zone) durch Hassan al-Banna und sechs Arbeiter der Suez-Canal-Company. Wachstum: 800 Mitglieder 1936 → 200.000 1938 → über 2 Millionen 1948. Hassan al-Banna 1949 ermordet. Quellen: Wikipedia — Muslim Brotherhood, Britannica — Hassan al-Banna.
10 Operation Cyclone (Afghanistan 1979–1992) — CIA-Programm zur Bewaffnung und Finanzierung der afghanischen Mujahedin gegen die sowjetische Intervention. Beginn 1979 mit 695.000 USD, Spitze 1987 bei 630–700 Millionen USD pro Jahr; Gesamtkosten ca. 3 Milliarden USD. Eine der teuersten verdeckten CIA-Operationen aller Zeiten. Aus den Mujahedin-Strukturen gingen später Al-Qaida und Teile des globalen dschihadistischen Spektrums hervor. Hauptdarstellung: Steve Coll, Ghost Wars (Penguin, 2004). Quelle: Wikipedia — Operation Cyclone.
11 Hieronymus, Vorrede zur Überarbeitung der Evangelien — Brief an Papst Damasus I., um 383 n. Chr. Lateinisches Original in: J. P. Migne, Patrologia Latina, Bd. 29. Deutsche Übersetzung in: Adolf Martin Ritter, Kirchen- und Theologiegeschichte in Quellen, Bd. 1: Alte Kirche, Neukirchener Verlag, S. 181 f.
12 Hieronymus, Praefatio in Evangelio — Vorrede zur Vier-Evangelien-Übersetzung der Vulgata, an Papst Damasus, 383 n. Chr. Lateinischer Originaltext öffentlich zugänglich bei The Latin Library — Praefationes. Erster Satz im Original: „Novum opus facere me cogis ex veteri…“. Sekundärliteratur: Early Church Texts — Jerome’s Preface to the Four Gospels.
13 Hieronymus, Vorrede zum Pentateuch der Vulgata — Übersetzung nach Alfons Fürst, Hieronymus — Askese und Wissenschaft in der Spätantike, Herder Verlag, Freiburg, 2003. Hieronymus kritisiert hier die Septuaginta-Legende (die jüdisch-hellenistische Erzählung, dass siebzig Übersetzer in Alexandria im 3. Jh. v. Chr. unabhängig voneinander wundersam dasselbe griechische Übersetzungs-Ergebnis erzielt hätten — eine Erzählung, die der Septuaginta den Status göttlicher Inspiration verleihen sollte).
14 Iranisches Parlament — reservierte Sitze für religiöse Minderheiten — Artikel 13 der iranischen Verfassung erkennt Zoroastrier, Juden und Christen als religiöse Minderheiten an. Im Madschles (Parlament) sind fünf Sitze reserviert: zwei für Armenier, je einer für Assyrer, Juden und Zoroastrier. Diese Regelung geht auf die persische Verfassung von 1906 zurück und wurde nach der Revolution 1979 beibehalten. Bahá’í werden nicht als Religion anerkannt und haben keine reservierten Sitze. Quellen: Wikipedia — Iranian Parliament religious minority reserved seats, Wikipedia — Freedom of religion in Iran.
15 Carroll Quigley als Insider-Quelle — Tragedy and Hope: A History of the World in Our Time (Macmillan, New York, 1966, 1348 Seiten). Quigley war Geschichtsprofessor an der Georgetown School of Foreign Service und Mentor des jungen Bill Clinton. Eigene Aussage: er habe das Round-Table-/CFR-Netzwerk 20 Jahre lang studiert und zwei Jahre lang in den frühen 1960er Jahren Akteneinsicht in dessen Papiere und geheime Akten gehabt. Sein zweites Hauptwerk The Anglo-American Establishment: From Rhodes to Cliveden erschien 1981 postum bei Books in Focus, New York; das Manuskript war bereits 1949 fertig. Quellen: Wikipedia — Carroll Quigley, Wikipedia — Tragedy and Hope.
Kriege werden durch Wirtschaft gewonnen, nicht durch Armeen.
Von Michael , Mittwoch, 6. Mai 2026 (Artikel) Keine Tags Permalink
Professor Michael Hudson – im Gespräch mit Ian Proud, 1. Mai
IP – Ich sprach von der alten Weisheit, dass „Kriege durch Wirtschaftskraft und nicht durch Armeen gewonnen werden“, und ich denke, der Krieg im Iran hat diese Aussage etwas präzisiert, nämlich dass „Kriege durch Wirtschaftskraft und nicht durch militärische Stärke gewonnen werden“. Was ist Ihre Meinung dazu?
MH – Meine Ansicht deckt sich wohl mit dem, was das Militär angeblich gestern Abend und in den letzten Tagen mit Donald Trump besprochen hat. Alle haben ihm klargemacht, dass eine Invasion ohne enorme Opfer nicht möglich ist und dass die Vereinigten Staaten seit dem Vietnamkrieg, der zur Abschaffung der Wehrpflicht führte, keine eigene Landstreitmacht mehr besitzen. Sie sind im Nahen Osten auf die Armeen ihrer Klientelmächte, Israel und Al-Qaida in Syrien, angewiesen.
Eine Invasion, nicht einmal der von Trump erwähnten Insel Kharg, ist also ausgeschlossen. Die Luftwaffe äußerte zudem große Bedenken hinsichtlich eines erneuten Luftangriffs auf den Iran, der mittlerweile durch Raketen sehr gut geschützt ist. Der Iran drohte in den letzten Tagen mit der Versenkung amerikanischer Schiffe (was möglicherweise bereits geschehen ist). Daher wurde Trump zumindest vom Militär geraten: „Greifen Sie nicht an. Nutzen Sie lieber andere Mittel, wie die Blockade der Straße von Hormus und die Verhängung von Sanktionen gegen den Iran.“ Angesichts der Tatsache, dass die Aktienmärkte und die internationalen Märkte, selbst in Asien, in den letzten Tagen gestiegen sind, ist es offensichtlich, dass die meisten großen institutionellen Anleger weltweit davon ausgehen, dass sich der Konflikt durch wirtschaftliche Maßnahmen und Sanktionen beilegen lässt, anstatt eines umfassenden Krieges, der eine iranische Reaktion mit der Bombardierung großer Teile der Ölkapazitäten der arabischen OPEC-Staaten, insbesondere in den Vereinigten Arabischen Emiraten, sowie massiver Angriffe auf amerikanische Militärbasen, vor allem in Israel, zur Folge gehabt hätte.
Das Geld, das hier eingesetzt wird, setzt also darauf, dass alles in die Wirtschaftspolitik und nicht in die Militärpolitik fließen wird.
IP – und dennoch bin ich nicht überzeugt, dass Wirtschaftssanktionen und deren Fortsetzung gegen den Iran, einschließlich einer Blockade, Wirkung zeigen werden. Der Iran ist seit 1979 sanktioniert und hat sich durch seine Leistungsbilanzüberschüsse eigene Reserven aufgebaut. Der größere Druck wird doch sicherlich auf amerikanischen, europäischen, chinesischen und weltweiten Verbrauchern lasten, die mit höheren Preisen konfrontiert sind?
MH – Nun, es betrifft nicht nur die Verbraucher, sondern auch Regierungen und Schuldner. Wenn Trump so weitermacht, droht mir eine neue große Depression. Das Problem ist, dass die Wirtschaftssanktionen immense Probleme für den Rest der Welt verursachen. Es gibt bereits Engpässe bei Öl und insbesondere bei Düngemitteln, was die Ernteerträge mindern wird. Helium wird knapp, was bereits die MRT-Geräte in Krankenhäusern, die es benötigen, und insbesondere die Herstellung von Computerchips beeinträchtigt. Die Naphtha-Produktion in Kunststoffen kommt zum Erliegen. All diese wichtigen Industriezweige werden geschmälert, und die ursprüngliche wirtschaftliche Einschätzung war, dass Öl und Energie nur 10 % des BIP ausmachten.
Ohne Öl und Gas und eine vernetzte Wirtschaft verliert man nicht nur den Öl- und Gasverbrauch, sondern auch sämtliche Investitionen, Arbeitsplätze und Produktionsindustrien, die auf Öl angewiesen sind. Die Gefahr besteht also darin, dass Länder nach 2022 in einer ähnlichen Lage sein werden wie Deutschland, als es die russischen Gasimporte einstellte – genau das ist das Problem.
Sie haben ja auch finanzielle Probleme. Nun, vor ein paar Monaten sagte Donald Trump: „Ja, es stimmt, wenn wir den Ölhandel blockieren und versuchen, den Iran auszuhungern, indem wir den Rest der Welt aushungern, wird der Rest der Welt leiden, aber die Vereinigten Staaten werden weniger leiden als andere Länder, weil unser Land in der Öl- und Gasversorgung autark ist.“
Das Problem ist jedoch, dass die Vereinigten Staaten nicht nur eine Tankstelle mit Atombomben sind, wie man über Russland sagt, sondern eine finanzialisierte Wirtschaft. Wenn andere Länder aufgrund der deutlich höheren Kosten für Treibstoffimporte, Düngemittelimporte und alles andere nicht in der Lage sind, ihre Zahlungen auszugleichen, können sie ihre Auslandsschulden nicht mehr begleichen, in die die Länder des globalen Südens immer weiter hineingerutscht sind, und die Industrie des privaten Sektors kann sich die Rückzahlung ihrer Kredite nicht mehr leisten.
Es wird zu Zahlungsausfällen im gesamten Finanzsystem kommen, und die Vereinigten Staaten sind die am stärksten von Finanzkrisen betroffene Volkswirtschaft der Welt, wie schon 1929 beim Börsencrash. Daher werden die Probleme in den USA genauso gravierend sein wie die anderer Länder. Das scheint Donald Trump nicht bedacht zu haben. Und die Federal Reserve leistet hier keine große Hilfe. Viele in der Finanzwelt behaupten, höhere Ölpreise würden Inflation verursachen, doch die Auswirkungen dieses Preisanstiegs, der sich bereits täglich bemerkbar macht, solange die Straße von Hormus von den Vereinigten Staaten gesperrt bleibt, führen zu Deflation. Ja, die Ölpreise steigen, aber wenn die Folge Arbeitslosigkeit und Produktionskürzungen in Industrie und Landwirtschaft sind, wird die gesamte Wirtschaft in eine massive Deflation geraten. Genau das sind Depressionen. Und genau das erweist sich als die größte Bedrohung, ungeachtet dessen, was die Aktien- und Anleihemärkte sagen.
IP – Glauben Sie, dass die USA, abgesehen vom Ölpreis, weitgehend ölautark sind, die Preise für alle anderen Importgüter aber aufgrund der Auswirkungen der Ereignisse im Iran auf die Lieferkette steigen werden?
MH – Das scheint der Fall zu sein. Die USA geben Öl aus ihren Reserven frei, um die Benzin- und Flugzeugtreibstoffpreise zu senken, was bereits zu einem Rückgang des Flugverkehrs geführt hat. Das Problem dabei ist jedoch, dass die Freigabe von Öl aus den staatlichen Reserven durch einen starken Anstieg der US-amerikanischen LNG- und Ölexporte in den letzten Monaten ausgeglichen wird. Das Öl, das die Regierung angeblich zur Preissenkung verkauft, fließt also faktisch aus dem Land, während Öl- und Gasproduzenten sowie Fracking-Unternehmen hohe Gewinne erzielen. Der Anstieg der Energiepreise im Ausland wirkt sich nämlich positiv auf die Preise für in den USA gefördertes Öl und Gas aus.
IP – Welche Auswirkungen hat die Deflationsspirale, in die wir uns möglicherweise gerade begeben, mittelfristig auf die Bedienungsfähigkeit der US-Staatsschulden?
MH – Die Bedienung der US-Schulden stellt überhaupt kein Problem dar, denn im Gegensatz zu vielen anderen Ländern sind die US-Schulden zumindest in eigener Währung notiert, und die USA können einfach immer weiter Geld drucken, um die Schulden zu begleichen. Dies führt nicht zwangsläufig zu einer Inflation der Waren- und Dienstleistungspreise, denn wenn das Geld an Anleihegläubiger und andere Gläubiger der Regierung gezahlt wird, geben diese Gläubiger und Anleihegläubiger ihr Geld nicht in erster Linie für Waren und Dienstleistungen aus, sondern für die Vergabe neuer Kredite und den Kauf von Aktien und Anleihen, wodurch die Schuldenlast steigt.
Das Finanzsystem ist also weitgehend von der Realwirtschaft mit ihren Produktions- und Konsumstrukturen abgekoppelt und autonom – genau das versteht die gängige Wirtschaftstheorie nicht. Diese Theorie ist größtenteils ein Produkt der PR-Strategie des Finanzsektors, der ihn als produktiven Akteur der Realwirtschaft darstellt. Doch die Finanzwelt ist unabhängig von der Produktion, und Banken vergeben in der Regel keine Kredite zur Finanzierung neuer industrieller Investitionen. Diese Aufgabe übernimmt vielmehr der Aktienmarkt durch Börsengänge und öffentliche Angebote.
Der Finanzmarkt erwirtschaftet Gewinne durch Spekulation, nicht durch Interaktion mit der Realwirtschaft. Und das sage ich trotz der Tatsache, dass im letzten Jahr die Hälfte des US-Konsumwachstums auf die reichsten 10 % der Bevölkerung zurückzuführen war. Darüber wurde jedoch im 17. Jahrhundert diskutiert. th Das Buch von Malachy Postlethwayt und anderen Autoren, das heute kaum noch gelesen wird, schrieb im 20. Jahrhundert. Postlethwayt und andere Kritiker der Auslandsverschuldung argumentierten, dass diese Schulden, die wir an ausländische und inländische Gläubiger zahlen, die Wirtschaft belasten, da die Gläubiger ihr Geld nicht in die heimische Industrie oder Landwirtschaft investieren, sondern entweder in neue Kredite oder in Luxusimmobilien in London, Paris und anderen Finanzzentren, und dass sie Importe kaufen.
Der größte Teil dieses Wachstums im US-amerikanischen Privatsektor besteht also aus Luxusimporten aus Italien und England für Autos und andere Länder, was nicht erkannt wird, wenn man vereinfachend annimmt, dass das, was an Gläubiger gezahlt wird, wieder in die Realwirtschaft reinvestiert wird.
IP – Kurz gesagt, werden die Banker durch den Krieg wieder einmal nur reicher?
MH – Ja, und wenn man sich anschaut, wie sie dieses Jahr bisher reicher geworden sind, dann haben Chase Manhattan und andere Banken ihr Vermögen durch den Handel mit bereits bestehenden Wertpapieren, durch das Abwickeln großer Deals und das Arrangieren von Fusionen gemacht. Sie sind nicht auf eine Weise reicher geworden, die mit dem Wirtschaftssystem selbst interagiert, außer indem sie das Wirtschaftssystem durch private Kapitalgesellschaften mit Schulden belastet haben. Der Aktienmarkt ist erst heute (1. Mai) eingebrochen, weil Spirit Airlines aufgrund der steigenden Zinsen, die ihre Fähigkeit zur Tilgung der Schulden zur Finanzierung ihrer Expansion als Billigfluggesellschaft beeinträchtigten, Konkurs anmelden musste.
Sie sehen also bereits die Folgen des finanziellen Drucks auf die US-amerikanische Industrie, die sich – ähnlich wie in Europa nach 2022 – weltweit auswirken werden. Diese Entwicklung wird sich weltweit fortsetzen, wenn die Ölpreise weiter steigen. Um auf Ihre erste Frage zurückzukommen: Trumps Versuch, den Konflikt mit dem Iran mit wirtschaftlichen Mitteln zu lösen, ist ein kontraproduktiver Weg. Denn er verursacht so hohe Kosten für andere Länder, die unter den Sanktionen, den hohen Zinsen und dem Ölmangel leiden, dass sie nach Möglichkeiten suchen, ihre Wirtschaft von den USA abzuschotten.
Das Ergebnis dieses Krieges, den Trump ohne Absprache mit seinen europäischen Verbündeten und seinen OPEC-Verbündeten im Nahen Osten begonnen hat, ist, dass er, anstatt den Iran zu isolieren, nach ein oder zwei Jahren wahrscheinlich die US-Wirtschaft selbst isolieren wird, da andere Länder sich vor den Aktionen der USA schützen müssen.
IP – Ich stimme dem vollkommen zu. Meine Aussage, dass Kriege durch Wirtschaft und nicht durch Militär gewonnen werden, bedeutet nicht, dass der wirtschaftliche Druck der USA auf den Iran Erfolg haben wird. Aber wie es in Russland und der Ukraine der Fall war – Russland ist das Land mit den meisten Sanktionen weltweit – hat Europa wirtschaftlich mehr geschadet, oder besser gesagt, Europa hat sich selbst mehr wirtschaftlichen Schaden zugefügt.
MH – das Wort, das Sie verwenden, ist Erfolg, und genau das ist der Schlüssel. Konflikte werden durch erfolgreiche Wirtschaftspolitik gewonnen, und die Folgen von Sanktionen sind im Laufe der Zeit nahezu universell, von Iran bis Russland.
Sanktionen zwingen andere Länder zur Selbstversorgung mit Gütern, die sie nicht mehr importieren können. Als die NATO-Staaten 2022 Sanktionen gegen den russischen Handel verhängten, musste Russland daher mit dem Eigenanbau von Obst, Gemüse und Milchprodukten beginnen. So entstand innerhalb kürzester Zeit, ab 2023/24, eine florierende russische Milchindustrie (tatsächlich hatte dieser Prozess bereits 2014 begonnen). Die russische Käse- und Gemüseproduktion sowie die Getreideexporte übertrafen die Erwartungen deutlich. Sanktionen sind daher langfristig fast immer kontraproduktiv.
Sie verursachen kurzfristige Probleme, mit denen andere Länder zurechtkommen, indem sie sich von der Möglichkeit anderer Länder unabhängig machen, ihren Außenhandel als Waffe gegen Sanktionen einzusetzen und anderen Ländern zu schaden. Dies führt letztendlich zur Selbstversorgung anderer Länder. Daher diskutieren andere Länder nun – und die Financial Times hat die ganze Woche darüber berichtet –, wie Länder wirklich unabhängig werden können, nicht nur von Trumps Krieg gegen den Iran, sondern auch von Öl und Gas. Gute Nachrichten für die Grünen: Sie werden Windkraft, Solarenergie und Kernenergie ausbauen müssen.
Wie sollen sie sich von Trumps Versuch, die Konten iranischer Einlagen bei westlichen Banken einzufrieren, unabhängig machen? Das Finanzministerium hat Listen mit allen iranischen Einlagen bei Zentralbanken und ausländischen Geschäftsbanken verschickt. „Diese müssen beschlagnahmt werden.“
Diese Banken fragen sich, wie sie sich schützen können. Wie werden die USA sie bestrafen, wenn sie sich nicht fügen? Sie drohen, sie vom westlichen Bankensystem auszuschließen. Ausländische Zentralbanken und Geschäftsbanken kündigen an, Konten zu überwachen. Sollten die USA ihren Einlegern mitteilen, dass sie ihr gesamtes Geld von den Banken abziehen müssen, die Kredite an den Iran vergeben, weil diese dem Iran bei der Zahlungsabwicklung helfen und ihm sogar Kredite gewähren, könnten die Banken alle größeren Konten einfrieren, die aufgrund der US-Forderungen von einer Abhebung bedroht sind. Diese Forderungen würden das gesamte westliche Finanzsystem lahmlegen. Sollten sie es ernst meinen, würden sie die Zahlungskette massiv unterbrechen. Es ist derzeit schwer abzusehen, wie sich dies ohne die Schaffung eines völlig alternativen Finanzsystems, das die US-Bankensanktionen umgeht, lösen lässt.
Die andere Ironie besteht darin, dass es dem Iran so gut gelungen ist, die wirtschaftlichen Folgen auf die USA und die Wirtschaft Europas zurückzulenken, dass die Iraner bei jedem Friedensabkommen unter anderem auf die Aufhebung der Sanktionen bestehen werden.
MH – Ja, das ist ein klassischer Fall, aber Russland war ja schon immer ein klassischer Fall. Ich glaube, die US-Geheimdienste wollen nicht wahrhaben, dass die vom Präsidenten beschlossenen Maßnahmen nicht funktionieren werden. Weil sie gerne im Team spielen. Deshalb gibt es kaum Kritik oder Diskussion über das, worüber wir heute sprechen.
IP – das ist das Problem des Gruppendenkens. Und es ist in London genauso ein Problem wie in Paris, in Brüssel wie in Washington D.C. Es geht nicht nur darum, dass man Fehler nicht ansprechen will, sondern dass man sie selbst nicht erkennt, weil man sich in einer Organisationskultur befindet, in der Neugier, kritisches Denken und die Analyse realer Beweise aktiv unterdrückt werden, aus Angst, dadurch Ergebnisse zu erzielen, die das Overton-Fenster sprengen.
MH – das scheint hier die bürokratische Mentalität zu sein, aber wahrscheinlich auch in den meisten Regierungen.
IP – Ich habe einen wirklich guten Artikel von Ihnen für Counterpunch über die Debatte „Kanonen oder Butter“ gelesen, eine wichtige, aber leider nicht geführte Debatte. Vor Kurzem hat in Großbritannien der ehemalige Labour-Minister und NATO-Generalsekretär Lord Robertson – von der Labour-Partei (der sozialistischen Partei) – gesagt, Großbritannien solle Sozialleistungen kürzen, um mehr Geld für das Militär auszugeben. Ich selbst bin Zentrist und unterstütze keine Partei.
Es ging also um weniger Butter und mehr Waffen, und das sagte ein Sozialist. Es gibt überhaupt keine wirkliche Debatte über die Frage „Waffen und Butter“. Woran liegt das Ihrer Meinung nach?
MH – Genau das unterscheidet den heutigen Krieg mit dem Iran und diesen neuen Kalten Krieg so sehr vom Vietnamkrieg. Im Vietnamkrieg gab es eine massive Reaktion von Studenten, vor allem von solchen, die nicht zum Wehrdienst eingezogen werden wollten. Ich glaube, ihr Wunsch, dem Wehrdienst zu entgehen, war für ihre Ablehnung des Krieges an sich sogar noch wichtiger.
Es gab jedoch eine ganze Gruppe von Ökonomen – ich gehörte einer Gruppe der Columbia University an –, die die Kosten des Vietnamkriegs kritisierten und aufzeigten. Ich glaube, etwa 1971, als die McNamara- und Pentagon-Papiere öffentlich zugänglich gemacht wurden, wurde ich zu einer Diskussion nach Washington eingeladen, noch bevor sie offiziell diskutiert wurden, um meine Anmerkungen dazu zu äußern.
Und das Interessante war, dass in all diesen Pentagon-Papieren keinerlei wirtschaftliche Aspekte erwähnt werden. Die Zahlungsbilanz wird überhaupt nicht thematisiert. Dabei war ich in den 1960er-Jahren als Zahlungsbilanzökonom für die Chase Manhattan Bank tätig. Jeden Freitag analysierten wir den Bericht der Federal Reserve über Geld und Gold und beobachteten, wie die Geldmenge stieg und der Goldbestand abfloss, da General de Gaulle und die Deutschen die Dollar, die die Amerikaner in Südostasien – Vietnam, Laos und Kambodscha, die damals größtenteils französische Kolonien waren und im Franc-System notierten – abwarfen, in Gold umtauschten.
Die gesamte Wirtschaft dort erlebte einen Anstieg der Militärausgaben, was im Wesentlichen – wie auch heute – die Sozialausgaben verdrängte und im Wesentlichen zu einem Großteil des Widerstands gegen den amerikanischen Krieg aus wirtschaftlichen Gründen führte, denn man sagte: „Was gewinnen wir durch den Krieg in Vietnam? Vietnam und Kambodscha, warum retten wir das französische Empire, wenn wir nach dem Zweiten Weltkrieg das britische Empire nicht gerettet haben? Warum versuchen wir nicht einfach, sie alle zu bestechen und sie mit Freundlichkeit zu erlösen, das hätte wahrscheinlich genauso gut funktioniert?“
Nun, diese Diskussion findet heute überhaupt nicht statt. Damals kam ein Großteil der Antikriegsbewegung aus der Demokratischen Partei selbst; Leute wie Seymour Millman, ein Demokrat, gehörte zu unserer Gruppe an der Columbia University, und er reiste zusammen mit Terence McCarthy und mir durchs ganze Land, hielt Vorträge und schrieb in Zeitschriften.
Es gab Zeitungen, die diese ganze wirtschaftliche Kritik am Vietnamkrieg zum Ausdruck brachten. New York hatte zwei Tageszeitungen, die New York Tribune und die New York Times, und die Tribune veröffentlichte die meisten unserer Artikel. So gab es eine ganze Diskussion darüber, welche Kosten der militärische Ausbau verursachen würde und wie wir diese bezahlen könnten, ohne andere staatliche Ausgaben zu kürzen, was die Menschen wirklich wollen.
Nun, die Bevölkerung wollte andere Ausgaben als die Militärausgaben, und genau das führte 1968 zur Niederlage von Präsident Johnson, McNamara und anderen. Heute wird darüber nicht mehr diskutiert; sowohl Demokraten als auch Republikaner unterstützen den Krieg gegen den Iran, den Krieg gegen Russland und bereiten sich auf einen möglichen Krieg gegen China vor. Was soll das alles? Und dennoch gibt es im Inland kaum Widerstand dagegen, da die öffentlich-rechtlichen Medien, die Verlage, die Zeitungen und die Fernsehsender in den Händen weniger konzentriert sind, die allesamt die Kriegswirtschaft unterstützen. Deshalb findet die Diskussion über die wirtschaftlichen Kosten des Krieges größtenteils auf YouTube und im Internet statt.
IP – es zeigt auch eine Trennung zwischen Innen- und Außenpolitik. Ich bin der Überzeugung, dass Regierungen viel zu viel Zeit mit Außenpolitik verbringen und ihre Wähler im Inland vernachlässigen. Das mag zumindest in Europa den aktuellen Popularitätszuwachs sogenannter populistischer Parteien erklären. Aber auch Trumps Aufstieg zur Macht als jemand, der den Kreislauf endloser Kriege durchbrechen wollte, nur um ihn dann zu wiederholen. Er scheint genau gegen das Wahlprogramm zu handeln, mit dem er an die Macht gewählt wurde – und das ist bemerkenswert.
MH – Das ist bemerkenswert, sowohl in Europa als auch in den USA. Alle Meinungsumfragen zeigen, dass die Bevölkerung mehrheitlich gegen den Krieg gegen den Iran und im Nahen Osten sowie gegen den Krieg in Russland ist. Doch das hat Starmer in Großbritannien, Macron in Frankreich und Merz in Deutschland nicht davon abgehalten, den Krieg zu unterstützen. Und dort finden in den nächsten zwei bis drei Jahren keine Wahlen statt, genau wie in den USA, wo ebenfalls erst in zwei Jahren Wahlen anstehen. Die Bevölkerung als Ganzes ist also nicht in der Lage, eine Regierung zu wählen, die die Meinungsäußerungen widerspiegelt. In einer Demokratie geht es nicht darum, über die Politik und die Struktur der Wirtschaft abzustimmen, sondern darum, welche Einflussnehmer eine Politik unterstützen, über die man keine Kontrolle hat.
IP – Da stimme ich vollkommen zu. Die ganze Rechtfertigung mit dem sogenannten Militärkeynesianismus – höhere Militärausgaben sollen die Wirtschaft ankurbeln – ist ja ein gängiges Thema. Ich frage mich allerdings, was es mit dem „normalen“ Keynesianismus auf sich hat, bei dem wir all das Geld zwar ausgeben, es aber in unseren eigenen Ländern investieren. Der Militärkeynesianismus scheint in der europäischen Presse ein recht dominantes Narrativ globalistischer Regierungen zu sein, und ich bin mir nicht sicher, ob das in den USA auch so ist.
Der Keynesianismus entwickelte sich zum Postkeynesianismus, maßgeblich aufgrund der modernen Geldtheorie, deren Zentrum die University of Missouri in Kansas City bildete, wo ich während ihrer Anfänge als Professor tätig war. Die moderne Geldtheorie prägte die amerikanische Politik maßgeblich. Sie zielte darauf ab, Staatsschulden zu bekämpfen und die Interessen der Schuldner gegenüber denen der Gläubiger zu stärken. Im Wesentlichen befürwortete man progressive Steuern, die in die Wirtschaft fließen sollten, um deren Wachstum zu fördern, Geld zu schaffen und die Schulden zu bedienen. Postkeynesianer hingegen betonen, dass die entscheidende Frage lautet: „Was ist Geld?“ Tatsächlich müssen Regierungen keine Steuern erheben, um Kriege zu finanzieren und Haushaltsdefizite zu erreichen. Sie können einfach Geld drucken, genauer gesagt kann die Federal Reserve Bank Geld schaffen. Genau das geschah in den USA seit 2008/2009, als die Krise der Junk-Hypotheken zusammenbrach und insbesondere Banken wie City Corp, Bank of America und andere Großbanken mit negativen Eigenkapitalquoten konfrontierte.
Das Ergebnis war also, dass die Federal Reserve den Finanzsektor wiederbelebte, nicht nur US-Banken, sondern auch französische und deutsche Banken, die in diesen Bereich verwickelt waren. Sie verfolgten einfach diese Nullzinspolitik und überschwemmten den Markt mit billigen Federal-Reserve-Krediten, die es den Banken ermöglichten, die Zinssätze zu senken, was dazu führte, dass die Immobilienpreise über die Gewinnschwelle stiegen, die Bankenliquidität wiederbelebt wurde und der Aktien- und Anleihenmarktboom entstand, der größte Anleihenmarktboom der Geschichte.
Das alles war reine Geldmacherei, ganz im finanziellen Sinne. Als George W. Bush dann den Irakkrieg begann, sagten Dick Cheney und Bush: „Es gibt keine Grenzen für unsere Ausgaben, wir können einfach ausgeben, was wir wollen.“
In gewisser Weise entwickelte die Kriegspartei die moderne Geldtheorie in der Praxis weiter, allerdings nicht mit dem sozialen Ziel, das die Postkeynesianer und die Vertreter der modernen Geldtheorie verfolgten. Genau das geschieht heute: Die Zentralbank überschwemmt den Markt mit Geld, und Finanzminister Bessent bot kürzlich an, riesige neue Swap-Abkommen mit anderen Ländern zu schließen, um deren Volkswirtschaften mit Dollar zu versorgen und sie so vor den Folgen steigender Ölpreise zu schützen. Sie können es sich leisten, den Anstieg der Ölpreise und die damit einhergehenden Rezessionen durch reine Geldschöpfung zu US-amerikanischen Bedingungen zu finanzieren.
IP – Ich nehme an, ein weiterer Nebeneffekt für die USA selbst ist, dass nicht nur die einfachen Leute ärmer werden, sondern auch normale Unternehmen verdrängt werden, da die staatlichen Mittel in den militärischen Keynesianismus fließen, d. h. in den sehr gut geschützten Verteidigungsindustriesektor.
MH – Der Begriff „militärischer Keynesianismus“ birgt eine gewisse Ironie. Was wir im letzten Jahr im Iran gesehen haben, ist, dass die Waffen im Grunde wirkungslos sind. Man denkt zwar, Bomben, Raketen und Schiffe seien militärisch, aber es stellt sich heraus, dass sie kaum etwas taugen. Dass der Iran einfach die Raketenabwehrsysteme durchbrechen und Flugzeuge abschießen kann, zeigt, dass diese Waffen nicht wirklich zum Kämpfen gedacht sind, nicht für militärische Zwecke, sondern nur dazu dienen, dem militärisch-industriellen Komplex Geld zu verschaffen, im Wesentlichen zur Herstellung von Luxusgütern wie Rolls-Royce-Automobilen oder teurer Kleidung. Sie sind zur Schau, nicht zum Kämpfen. Der militärische Keynesianismus hat also immer weniger militärischen Charakter angenommen; er funktioniert einfach nicht – und genau das ist die Ironie daran.
IP – das ist eine ungeheure Ironie. Und um auf den Ausgangspunkt zurückzukommen: Kriege werden durch Wirtschaft, nicht durch militärische Gewalt gewonnen. Die Iraner und tatsächlich auch die Russen scheinen zu gewinnen, obwohl sie – zumindest theoretisch – wirtschaftlich deutlich schwächer sind als die gesamte Macht des Westens. Sie gewinnen trotzdem, und die Wirtschaft entscheidet für sie – das ist die große Ironie an der ganzen Sache.
MH – in der Tat.
IP – Ein häufig diskutiertes Thema sind die Golfstaaten und ihre langfristige Zukunftsfähigkeit angesichts der zunehmenden Bedrohung der US-Präsenz im Nahen Osten und des schwindenden globalen Einflusses des Petrodollar-Systems. Sehen Sie konkrete wirtschaftliche Folgen für die Golfstaaten durch diese Machtverschiebung, die sich gerade vor unseren Augen im Iran-Krieg vollzieht?
MH – eine Machtverschiebung in vielerlei Hinsicht. Iran, es wird wahrscheinlich einen Militärschlag gegen den Iran geben, selbst wenn es nur das ist, was Trump als symbolischen Angriff bezeichnet, wir werden eine Bombe schicken, wissen Sie, „ich muss meinem Volk sagen, dass ich irgendeinen Sieg errungen habe“.
Sobald eine Bombe oder ein Flugzeug einschlägt, wird der Iran mit massiven Bombenangriffen reagieren, nicht nur auf die US-Militärbasen. Es geht nicht nur darum, Amerika aus Westasien zu vertreiben, sondern die gesamte US-Symbiose mit den OPEC-Staaten zu beenden. Wir werden also nicht nur die Militärbasen in den Vereinigten Arabischen Emiraten angreifen, sondern auch alle US-Unternehmen, die dort investiert haben, sowie die KI-Firmen, die diese riesigen Datenverarbeitungszentren geplant haben, um das billige Öl der Emirate zu nutzen. Auch in Saudi-Arabien sollen Zentren betrieben werden.
Die einzige Möglichkeit, die US-Kontrolle über die OPEC-Staaten zu beenden, besteht darin, eine politische Symbiose zu schaffen, die die Emirate dazu veranlasst hat, das US-Militär zu unterstützen, damit dieses Israel beisteht und die wichtigste militärische Basis bereitstellt. Berichten zufolge befinden sich derzeit vier Tankflugzeuge auf dem Flughafen der Emirate, die bereitstehen, falls Trump einen allgemeinen Luftangriff auf den Iran anordnen sollte. Dies wird zu einer Entfremdung der USA von den arabischen OPEC-Staaten und wahrscheinlich auch von anderen Ländern führen.
Sie erwähnten den Petrodollar. Der Petrodollar ist ein Nebenprodukt der Tatsache, dass die Kontrolle des weltweiten Ölhandels ein zentrales Element der US-Außenpolitik des letzten Jahrhunderts war. Die USA wollen die Kontrolle über das weltweite Öl behalten, weil dies ein strategischer Engpass ist. Sie konnten anderen Ländern sagen: „Wenn ihr die von den USA aus Gründen der nationalen Sicherheit unterstützte Außenpolitik nicht befolgt, werden wir euch vom Öl abschneiden.“
Insbesondere die letzten beiden US-Regierungen haben den Ölhandel als Waffe eingesetzt. Sie versuchen, andere Ölproduzenten, die nicht unter US-Kontrolle stehen, zu isolieren. Venezuela wurde bereits vor Jahren unter Chávez isoliert, zuletzt durch die Festnahme des Präsidenten. Russland wurde durch Sanktionen isoliert, und den Iran isolierten sie seit 1979. Die USA versuchen also, diese anderen Länder zu isolieren, indem sie im Grunde sagen: „Wenn wir euer Öl nicht kontrollieren können, Iran, werden wir es zerstören.“ Genau das hat Trump gerade gesagt. Er hat die Beschlagnahmung des irakischen Öls unterstützt und erklärt: „Wir müssen alle Kosten decken, die uns der Einsatz im Irak verursacht hat.“
Wenn die USA die Ölförderung von Ländern, die nicht unter US-Kontrolle stehen, ruinieren wollen, dann werden sie auf ihren eigenen Bedingungen für den Ölhandel bestehen. Das geschah bereits 1974, als die OPEC-Staaten – im Wesentlichen Saudi-Arabien und andere, den USA freundlich gesinnte Länder – mit den USA verhandelten, um den Ölpreis zu vervierfachen, nachdem die USA den Getreidepreis vervierfacht hatten. Ich selbst war damals mehrmals im Weißen Haus und habe mich mit dem Finanzministerium und dem Militär getroffen, um all das zu besprechen. Damals hieß es, die USA könnten den Ölpreis festlegen, wie sie wollten, und auch die Gewinne seien ihnen freigestellt. Die Vereinbarung sah jedoch vor, dass die Ölüberschüsse in amerikanische Staatsanleihen investiert würden. Man dürfe keine einzelnen Branchen aufkaufen oder die Kontrolle über größere Industrien erlangen. Zwar könnten die USA weiterhin Branchen in Europa und anderen Ländern erwerben, aber die Gewinne würden in US-Anleihen und -Aktien angelegt und reinvestiert.
Sie können verlangen, was Sie wollen, aber Ihre Ersparnisse müssen Sie in Dollar halten. Das Ergebnis ist, dass die OPEC-Staaten, insbesondere die arabischen OPEC-Staaten, in den letzten fünfzig Jahren enorme Investitionen getätigt, Anleihen besessen und Kredite an US-Banken vergeben haben, sodass der saudische Staatsfonds mittlerweile eine Billion Dollar umfasst. Doch während die OPEC-Staaten all diese Ölexporterlöse in die USA reinvestiert und damit die US-Zahlungsbilanz gestützt haben, haben sie selbst enorme Schulden aufgenommen, um den Aufbau einer eigenen, vom Öl abhängigen Wirtschaft zu finanzieren – das war ihr Ziel.
Das Ergebnis ist, dass sie trotz all der Einnahmen aus Ölexporten diese vollständig gespart und im Ausland investiert haben. Mit diesen Exporterlösen finanzierten sie neue Immobilienprojekte, Industrieanlagen, Raffinerien und Chemieunternehmen, um ihre Wirtschaft unabhängiger vom Öl zu machen. Nun, da der Krieg im Iran diese Öleinnahmen unterbrochen hat, geraten sie in Bedrängnis. Die Vereinigten Arabischen Emirate beispielsweise haben den USA mitgeteilt: „Wir haben ein Problem. Wir müssen die Investitionen unserer Industrien und unserer Regierung finanzieren. Wir müssen einen Teil der US-Wertpapiere verkaufen, die wir über Jahre angehäuft haben.“
Das Problem ist, dass viele dieser Wertpapiere an diverse automatisierte (künstliche) Branchen verliehen wurden, beispielsweise an die „Magic Seven“ aus dem Silicon Valley. Diese Unternehmen investieren in privates Kapital, und da die US-Wirtschaft derzeit so stark überschuldet ist, haben viele Fonds wie BlackRock die Auszahlung von Anlegergeldern gesperrt. Es gibt zwar einen Markt für diese Anlagen, aber die Marktpreise – wenn man die in diese Private-Equity-Fonds getätigten Investitionen verkauft – liegen derzeit deutlich unter dem ursprünglichen Kaufpreis.
Nun, die Emirate wollen dabei keinen Verlust hinnehmen, was kaum überraschend ist. Deshalb wurden die Tauschabkommen geschlossen, denen Außenminister Bessent zugestimmt hat. Sie müssen Ihre Investitionen in Private-Equity-Gesellschaften nicht verkaufen, Sie müssen Ihre Anleihenbestände nicht mit Verlust veräußern, da unsere Zinsen gestiegen sind. Wir schließen ein Tauschabkommen ab: Wir leihen Ihnen einige hundert Millionen Dollar, Sie geben uns Ihre Währung, und so können Sie diese Dollar, die Sie gegen die Ausgabe Ihrer eigenen Währung geliehen haben, für Ihre Ausgaben verwenden, ohne US-Investitionen verkaufen zu müssen.
Der Sinn dieser Swaps besteht also darin, einen plötzlichen Crash des US-Finanzmarktes zu verhindern. Das ist derzeit Bessents Hauptanliegen. Er hat dazu mehrere sehr gute Artikel verfasst, in denen er dies gut erklärt: Die Federal Reserve hatte unter der Biden-Administration enorme Mengen an Staatsschulden von den Banken erworben und sich verpflichtet, Zinsen auf diese Einlagen zu zahlen. Die Federal Reserve hat den Banken also über viele Jahre Geld zu 0,1 % geliehen, das diese dann mit 2 % oder mehr als Einlagen bei der Federal Reserve anlegen konnten – quasi ein Recyclingprozess. Es ist alles Finanzgeschäft.
Er sagte, wir müssten diese Schuldenlast abbauen. Nun, es ist schwer vorstellbar, wie das gelingen soll. Die von Bessent befürchtete Gefahr des Iran-Krieges, die Versuche anderer Länder, ihre Öldefizite zu finanzieren, und das Scheitern der OPEC bei den Öleinnahmen – andere Länder müssen höhere Ölpreise zahlen, um ihre Fabriken mit Öl zu versorgen und ihre Häuser zu heizen – all das wird zu einem Ausverkauf von US-Wertpapieren führen. Und wenn es zu einem Ausverkauf kommt, fallen die Kurse von Aktien und Anleihen.
Genau das droht dieser Krieg auszulösen, je länger er dauert. Wenn das Militär Trump davon überzeugt, dass man einen Krieg nicht gewinnen kann, wird jeder Versuch, die iranische Entwicklung so weit zu hemmen, dass sie – wie Trump sagt – „aufgeben“, scheitern. Die Iraner werden antworten: „Das ist doch ein Witz! Wir sind seit 1979 isoliert. Wenn wir noch nicht untergegangen sind, werden wir es auch nicht. Wir können euch überdauern.“
Das ist die Dynamik, die wir im Moment beobachten und deren Entwicklung wir das ganze Jahr über und auch im nächsten Jahr miterleben werden.
IP – Da stimme ich Ihnen vollkommen zu. Sie haben Recht, es ist ein reines Geldumwälzsystem, bei dem – welch Ironie! – die USA aufgrund ihrer hohen Verschuldung anderen Ländern noch mehr Kredite gewähren müssen, um ihren Finanzkollaps zu verhindern. Das ist schon ein bemerkenswerter Zustand.
MH – Das ist die Ironie: Die Militärausgaben helfen der Wirtschaft nicht, aus der Depression herauszukommen, sondern sie verursachen sie.
IP – In der Tat. Militärkeynesianismus im Gegensatz zum reinen Keynesianismus.
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1. teil 04.09.24 Das vergessene Goldene Zeitalter im Deutschen Kaiserreich - Russlandreise
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Bitte helft alle mit, die Vorzüge einer Vernetzung über DORF-STUNDEN allgemein bekannt zu machen + die Bildung von Gemein-nützigen Dorfgemeinschaften als Zukunftsmodell erstrebenswert zu machen. Bitte leitet diese Einladung weiter, an viele Leute, die ähnliche Visionen haben.
26.2.26: Download - das BUCH "Autonomie Strategie" (162 Seiten)
20.3.25: GESAMT ÜBERBLICK
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Spendenaufruf - Wir sind daran, aus lokalen Materialien, die die betroffenen Bevölkerung vor Ort erstehen kann, Einzelhaushalts-filter zu bauen, die das im Grundwasser enthaltene hochgiftige Arsen entfernen.

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