kreative beziehungen, gemeinschaft

zweierbeziehung, offene beziehung, polyamory, persönlichkeits-entwicklung, den prozess zulassen können, bewusstseins-entwicklung, das leben ist die beste therapie, im fluss sein, den himmel auf die erde holen, durch's leben tanzen..


ininhaltsverzeichnis

    1. spirituelle community, kreative beziehungen
    2. gemeinschaft
    3. bin ich gemeinschaftfähig?
    4. den prozess laufen lassen
    5. der umgang mit der macht ist ein knackpunkt
    6. königInnen, prinzen und prinzessinen, gurus, satsan-lehrer
    7. schüler und jünger
    8. die spielregeln
    9. das weitere vorgehen
    10. weiterführende links

spirituelle community

die frage ist, wie können wir eine gemeinschaft bilden ohne guru, ideologie und religion - eine gemeinschaft "of all leaders"? was geben wir uns für spielregeln, damit wir uns gegenseitig in unserem prozess fördern und bereichern können, statt zu bremsen und zu bekriegen?

ich möchte eine gemeinschaft, in der ich mich besser fühle als bisher. eine gemeinschaft, in der wir den himmel auf die erde holen, in der wir gemeinsam durchs leben tanzen, in der eine freudvolle atmosphäre herrscht, so als ob wir permanent in einem zustand von verliebtheit leben würden..


kreative beziehungen
der grosse knackpunkt bei gemeinschafts-projekten sind die zwischenmenschlichen beziehungen. wenn projekte scheitern, dann scheitern sie nicht an mangelndem know-how oder zu wenig geld, sondern meist an den beziehungen. deshalb ist die grosse frage: was braucht es, damit das leben in einer gemeinschaft besser ist als mein gegenwärtiges und nicht schlechter?

gemeinschaft
seit bald zehn jahren mache ich jetzt meine newsletter und meine website, als drehscheibe für gemeinschafts-interessierte. um das rad nicht neu zu erfinden besuchte ich über 20 gemeinschaften vor allem im deutschen sprachraum, um zu sehen/fühlen/erfahren wie sie es machen. bei den meisten gemeinschafte war ich leider froh, wieder gehen zu können. so zu leben wäre für mich nicht ein aufstieg, sondern ein abstieg. in diesen zehn jahren sind in der schweiz gerade mal zwei grössere gemeinschaften entstanden: glarisegg und degersheim. es gibt zwar immer wieder versuche, aber die meisten projekte scheitern schon bevor sie realisiert werden - meistens an den zwischenmenschlichen problemen.

bin ich überhaupt gemeinschaftfähig?
was braucht es, um sich den himmel zu kreieren und nicht die hölle? vor allem müssen wir bei uns selber anfangen. das leben ist die beste therapie. über das resonanzprinzip ziehen wir automatisch die lebensituationen, partnerInnen, aufträge, gruppen, wohnsituationen an, die uns die chance geben, um unsere offen wunden heilen zu können. ob in den beziehungen zu den nachbarn, in der firma, zu den wohn- oder liebespartnerInnen - früher oder später kommt das eingemachte hoch - unsere muster, traumatas und tick's. unterschiedlich ist nur wie schnell. je intensiver die reibung, je schneller. am schnellsten geht es deshalb in einer liebesbeziehung und wenn man/frau zusammen wohnt, eine küche oder ein bad teilt. die anfragen von  gemeinschafts-interessierten haben in den letzten jahren immer mehr zugenommen. da es v.a. in der schweiz nur wenige gemeinschaften gibt, empfehle ich den suchenden jeweils, selber ein gemeinschafts-projekt zu starten.

den prozess laufen lassen
was braucht es nun, um fortschritte zu machen, für uns selber und in der gruppe? entscheidend ist, wie wir mit dem umgehen, was hoch kommt. normalerweise wird das verdrängt, unter den tisch gekehrt. oder es wird schon gar nicht wahrgenommen. die grundvoraussetzung um fortschritte zu machen, sind menschen, die schon einiges an sich gearbeitet haben, die ein bestimmtes level von bewusstsein und know how haben. eine gruppe, mit einem gemeinsamen ziel, hat zumindest die chance, energetisch ein feld aufzubauen, in dem die energie noch oben potenziert wird, statt wie so oft nach unten.
 

der umgang mit der macht ist ein knackpunkt
der umgang mit der macht ist ein knackpunkt in unserer spirituellen entwicklung. macht ist grunsätzlich neutral. es ist energie wie geld oder elektrizität. es geht nicht darum, die macht abzuschaffen oder zu negieren. die frage ist, wie wir mit unserer macht umgehen. eine meiner therapeutinnen sagte einmal: "die letzten beiden versuchungen vor der erleuchtung sind geld und macht." wir alle haben macht, auch wenn es nur die macht über tiere oder kinder ist. es geht darum zu lernen, unsere macht konstruktiv einzusetzen: nicht egoistisch zu unserem vorteil, sondern zur förderung derjenigen, die weniger macht haben als wir. solange hahnenkämpfe und zickenkriege toben, ist der entwicklungsprozess blockiert.


königInnen, prinzen und prinzessinen, gurus, satsan-lehrer

es gibt auch gute könige oder diktatoren. aber auch eine fixe, statische hierarchie mit einem guten könig ist eine machtstruktur, die den prozess behindert. die alpha-tiere unter uns müssen lernen, mit anderen alpha-tieren zu kooperieren. das können die meisten nicht und wollen es auch nicht. die meisten wollen das nicht einmal hören oder gar ändern - denn das wäre ein grössere herausforderung und viele können sich das nicht vorstellen, weil es wenig positive vorbilder gibt. macht ist süss. man wird von vielen bewundert und verehrt. das charisma der könige, gurus und satsan-lehrerInnen zieht immer auch jüngerInnen an, die es gewohnt sind, ihre macht/verantwortung abzugeben: "der guru hat den besseren draht zu gott, der guru weiss es besser." nichts gegen einen guten lehrer. wir  sind alle auch schüler. man/frau lernt schneller klavier spielen, wenn man eine gute lehrerin hat. aber man darf die verantwortung nicht abgeben. schlussendlich kann man sich nur selber verändern. das nimmt einem niemand ab.

 

schüler und jünger
die unterscheidung zwischen schüler und jünger machen die meisten lehrer nicht. sie zementieren dadurch bewusst oder unbewursst eine machtstrucktur, die den prozess blockiert oder verfälscht und den fluss des lebens hemmt. das leben ist die beste therapie, besser als jeder guru oder könig. es geht darum zu erkennen, was uns das leben sagen will und uns gegenseitig in unserem individuellen prozess zu unterstützen und zu bereichern, statt zu behindern und zu bekämpfen. eine strikte rollenteilung in lehrer und schüler ist meinstens machtmissbrauch. jedeR ist lehrer und schüler, jeder kann etwas besonders gut. wenn die rollen statisch sind, dann stimmt etwas nicht.


die spielregeln

damit wir nicht bei adam und eva anfangen müssen, braucht es ein paar spielregeln im spiel des lebens.

  1. zuhören können: kann ich anderen ihren raum geben, oder stehe ich lieber im mittelpunkt und höre mich selber am liebsten reden?
  2. kommunikation: wahrnehmen, was ist, und das auch formulieren können.
  3. projektion: unterscheiden können: was ist meins, was nicht?
  4. unterscheidungsfähigkeit: was sind wahre, echte gefühle, was sind emotionen?
    alte, ungelebte gefühle bilden muster und mechanismen, die mich überreagieren lassen.
  5. konfliktfähigkeit: unterscheiden können, was destruktive und was konstruktive konfliktbewältigung ist.
  6. grenzen: wo sind meine grenzen, wo die der anderen?
  7. dogmen: nicht einfach alte durch neue dogmen ersetzen, z.b. ehe durch freie liebe.
  8. macht: macht ist neutral: die frage ist, wie ich/wir damit umgehen. können die alpha-tierchen mit anderen alpha-tierchen kooperieren oder gibt es hahnenkämpfe, zikenkriege und subtiles mobbing? besser demokratisch legitimierte strukturen, als informelle hierarchien.
  9. verbindlichkeit: es braucht ein "commitment".
das weitere vorgehen
zuerst möchte ich einige barcamps orgenisieren. das ist das gegenteil eines normalen workshops. es gibt keinen workshop-leiter, keine experten, keine podien.. die teilnehmer gestalten die workshops selber. mit open space, world café u.a. es gibt nur ein oberthema, in diesem fall: gemeinschaft und kreative beziehungen: was ist mein traum? das ist viel lebendiger als diese langweiligen konferenzen. wenn alles klappt mache ich barcamps in basel, biel, winterhur, luzern und bern. wenn dich barcamps interessieren, sende ein mail.

workshops ohne programm

anschliessend und/oder auch paralell dazu werde ich verschiedene treffen/workshops/aktivitäten anbieten: wie kann ich mich selber und die andern gemeinschafts-kandidatInnen besser kennenzulernen? hier einige möglichkeiten für einen workshop ohne programm. es geht darum, sich selber und andere von verschiedenen seiten kennenzulernen.
  1. wir kochen und essen zusammen
  2. eine fahrrad-tour unternehmen
  3. einem bauern helfen. schlafen im stroh
  4. eine trockensteinmauer bauen
  5. zusammen einen workshop besuchen
  6. einen permakultur-garten anlegen
  7. eine wanderung zu einer SAC-hütte
  8. eine alphütte mieten und zusammen kochen
  9. zusammen in die ferien fahren
die workshops sind auch offen für gemeinschaft-interessierte, die ihr eigens projekt starten wollen. es geht um die frage: kann ich den prozess zulassen? meinen eigenen, den der anderen und den der gruppe. das braucht zeit und ist nur möglich wenn wir das wirklich wollen. wenn wir dieser vision in unserem lebenprojekt so viel priorität einräumen, dass wir uns 2-3 jahre regelmässig treffen können. das öko-dorf degersheim, hat sich im jahr vor dem start sogar jedes zweite wochenende getroffen! um das alles aufzugleisen, braucht es ein starkes team von herzensmenschen. bist du dabei?
 

weiterführende links auf meiner website
  1. text beziehungsfähigkeit
  2. gemeinschaft, community, netzwerk: hier meine erfahrungen mit den gemeinschaften, die ich besucht habe, mit websites.
  3. doku zu la lune nette
  4. kreative beziehungen: meine vision
  5. Zweierbeziehung, offene Beziehung, Polyamory?

 

 

bücher zum thema

michael a. singer: die unbändige seele. er sagt zwar das gleiche wie alle andern spirituellen lehrerInnen auch, aber er sagt es konkreter, mit vielen praktischen tipps. theoretisch ist mir auch klar, worum es geht. aber wie komme ich dahin, wie setze ich das um? hier liegt die stärke dieses buches. es ist die beste anleitung zur befreiung aus dem inneren gefängnis, die ich bisher gelesen habe. eine gute lektüre zum barcamp.. 
ein ausschnitt: so bauen wir unsere inneren gefängnisse. wir blockieren wertvolle lebensenergie durch wiederstand und festklammern. entweder versucht man, energien abzustossen, weil sie einen stören, oder man versucht energien an sich zu binden, weil sie einem gefallen. in beiden fällen hindert man die energien am hindurchfliessen und verschwendet wertvolle lebensenergie, in dem man den fluss durch widerstand und festklammern blockiert. die alternative besteht darin, das leben zu geniessen, anstatt sich daran festzuklammern oder es von sich zu stossen. wenn wir auf diese weise leben können, wird uns jeder augenblick verändern. wenn wir bereit sind, das geschenk des lebens zu erfahren, anstatt dagegen anzukämpfen, werden wir bis in die tiefen unseres wesens vordringen können. haben wir diesen zustand erreicht, beginnen wir die geheimnisse des herzens zu begreifen. das herz ist der ort, durch den energie fliesst, um uns zu stärken. diese energie inspiriert uns und hebt uns empor. sie ist die kraft, die uns durchs leben trägt. weitere aussnitte findest du hier..

 

Willi Maurer: „Der erste Augenblick des Lebens" Dieses Buch ist nicht nur spannend und wichtig für werdende Eltern, therapeutisch arbeitende Menschen, Hebammen, Ärzte, Kinderschwestern, sondern auch für alle Menschen, die sich selbst und ihre Mitmenschen besser verstehen wollen und nach Möglichkeiten suchen, aus unbewussten Mustern und Glaubenssätzen auszusteigen und wirklich die zu werden, die sie gern sein wollen. Mich selbst hat das Buch so bereichert, obwohl ich dachte, ich kenne mich bestens aus, mit mir selbst und diesen Themen, dass ich es am liebsten allen schenken wollte. Doch ich kann es nur empfehlen. Euch allen eine gute Zeit! Grit Scholz

 

Jean Leadloff: Auf der Suche nach dem verlorenen Glück. Gegen die Zerstörung unserer Glücksfähigkeit in der frühen Kindheit. Im Dschungel Venezuelas trifft eine junge Amerikanerin auf die Yequana-Indianer. Fasziniert vom offenkundigen Glück dieser “Wilden”, bleibt sie insgesamt zweieinhalb Jahre bei dem Stamm und versucht, die Ursachen dieses glücklichen Zusammenlebens herauszufinden. Vertraute Denkweisen werden ihr dabei immer fragwürdiger, immer größer wird ihre kritische Distanz zu Zivilisation. Sie erkennt, wie unsere Gesellschaft in jedem Menschen neu die angeborenene Glücksfähigkeit zerstört, und schreibt ein leidenschaftliches Plädoyer für eine Kindererziehung ohne Zivilisationsneurosen. Mit ihrem Buch wurde Jean Liedloff weltbekannt.[1]   mehr findest du hier.. Lob und Tadel – die Selbstvertrauen zerstörende Kraft  Dieser Text ist ein Ausschnitt aus meinem umfangreicheren Artikel “Selbstbestimmte Kinder in indigenen Gesellschaften“, ein Dialog mit einem allein erziehenden Vater.

 

Lob und Tadel – die Selbstvertrauen zerstörende Kraft

Im Dschungel Venezuelas trifft eine junge Amerikanerin auf die Yequana-Indianer. Fasziniert vom offenkundigen Glück dieser “Wilden”, bleibt sie insgesamt zweieinhalb Jahre bei dem Stamm und versucht, die Ursachen dieses glücklichen Zusammenlebens herauszufinden. Vertraute Denkweisen werden ihr dabei immer fragwürdiger, immer größer wird ihre kritische Distanz zu Zivilisation. Sie erkennt, wie unsere Gesellschaft in jedem Menschen neu die angeborenene Glücksfähigkeit zerstört, und schreibt ein leidenschaftliches Plädoyer für eine Kindererziehung ohne Zivilisationsneurosen. Mit ihrem Buch wurde Jean Liedloff weltbekannt.[1] mehr findest du hier..
Jean Leadloff: Auf der Suche nach dem verlorenen Glück. Gegen die Zerstörung unserer Glücksfähigkeit in der frühen Kindheit.
Dieser Text ist ein Ausschnitt aus meinem umfangreicheren Artikel “Selbstbestimmte Kinder in indigenen Gesellschaften“, ein Dialog mit einem allein erziehenden Vater.
 
 
herzliche grüsse


markus rüegg
 
 
feldstrasse 12, 8400 winterthur, schweiz
tel: 0041 52 222 4004 bin meistens erreichbar – der anruf wird kostenlos aufs handy umgeleitet
handy: 0041 79 693 55 66
mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
meine website findest du mit diesen links: www.gemeinschaften.ch

sich selbständig und unabhängig machen - regionale wirtschaftskreisläufe fördern
der einfachste einstieg - unser gemüse-abo in winterthur: www.stadtlandnetz.ch
permakultur schweiz
club der autofreien